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261221 · Antrag

Grüner Antrag: KI-gestützte Assistenz für die Wohngeldbearbeitung („Wohni“) einführen

Nummer
261221
Art
Antrag
Veröffentlicht
16.06.2026
Letzte Änderung
23.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Einreichung erledigt · 16.06.2026
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 13.07.2026

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Rates 13.07.2026 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für Digitalisierung, Dienstleistung und Verwaltungsmodernisierung 07.07.2026 Empfehlung
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Untergeordnet

  1. 261221-02 ST Grüner Antrag: KI-gestützte Assistenz für die Wohngeldbearbeitung („Wohni“) einführen

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Antrag
öffentlich
261221
Antragsteller/in:
Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Fabian Rathgeb
16.06.2026
Grüner Antrag: KI-gestützte Assistenz für die
Wohngeldbearbeitung („Wohni“) einführen
Beratungsfolge
Ausschuss für Digitalisierung, Dienstleistung
und Verwaltungsmodernisierung
07.07.2026 Empfehlung
Rat 09.07.2026 Entscheidung
Inhalt des Antrags
Die Verwaltung wird beauftragt,
1. ein KI-gestütztes Assistenzsystem für die Wohngeldbearbeitung nach
dem Vorbild des Projekts „Wohni“ einzuführen,
2. die erforderlichen organisatorischen, technischen, personellen und
datenschutzrechtlichen Voraussetzungen für den Einsatz des Systems
zu schaffen,
3. bis zum 01.05.2027 das System zunächst in einem sechsmonatigen
Pilotbetrieb innerhalb der Wohngeldstelle einzusetzen und dem
zuständigen Fachausschuss nach zwei Monaten über die Ergebnisse
insbesondere zu Bearbeitungszeiten, Fehlerquoten, Nutzerzufriedenheit
und Entlastung der Mitarbeitenden zu berichten,
4. das System insbesondere für die automatisierte Vollständigkeitsprüfung
von Anträgen, die Dokumentenklassifizierung, die Identifikation
fehlender Unterlagen, die automatisierte Generierung von
Nachforderungsschreiben sowie weitere standardisierte
Verfahrensschritte, wie OCR bei nicht zu vermeidenden Papieranträgen,
einzusetzen,
5. sicherzustellen, dass sämtliche Entscheidungen über Wohngeldanträge
weiterhin ausschließlich durch Beschäftigte der Stadtverwaltung
getroffen werden,
6. die durch den Einsatz des Systems erzielten Effizienzgewinne zur
Verkürzung der Bearbeitungszeiten, Beseitigung von
Bearbeitungsrückständen und zur Stärkung der persönlichen Beratung
von Antragsteller*innen zu nutzen.
7. die Ersparnisse eines eingeführten Systems sowie die Kosten für
Einführung, Betrieb und Wartung des Systems im Haushalt 2027 zu
veranschlagen und dem Ausschuss vorzulegen.
Begründung
Die Bearbeitung von Wohngeldanträgen ist für viele Bürgerinnen vonSeite 1 von 2
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erheblicher Bedeutung. Gerade in Zeiten steigender Wohnkosten sind
Antragstellerinnen auf eine schnelle und verlässliche Bearbeitung ihrer Anträge
angewiesen. Gleichzeitig stehen die Kommunen vor der Herausforderung,
steigende Antragszahlen mit begrenzten personellen Ressourcen zu
bewältigen.
Auch in Bonn führen Fachkräftemangel, zunehmende Komplexität gesetzlicher
Regelungen und ein hoher Verwaltungsaufwand zu einer erheblichen
Belastung der Beschäftigten. Ein großer Teil der Bearbeitungszeit entfällt auf
wiederkehrende Routinetätigkeiten wie die Sichtung von Unterlagen, die
Prüfung der Vollständigkeit von Anträgen oder die Erstellung von
Nachforderungsschreiben. Diese Tätigkeiten eignen sich besonders für eine
technische Unterstützung.
Mit dem bereits in mehreren Kommunen bewährten KI-Assistenzsystem
„Wohni“ können wiederkehrende Routinetätigkeiten wie die Prüfung von
Unterlagen oder die Erstellung von Nachforderungsschreiben automatisiert und
damit deutlich beschleunigt werden: In Potsdam konnte die Bearbeitungszeit
um bis zu 37 % reduziert werden. Das entlastet Mitarbeitenden, die mehr Zeit
für Beratung und komplexe Fälle haben. Die rechtliche Würdigung und
Entscheidung verbleibt dabei vollständig bei den zuständigen Mitarbeitenden.
Die Bundesstadt Bonn sollte die Chancen solcher Technologien aktiv nutzen.
Der Einsatz eines KI-gestützten Assistenzsystems kann dazu beitragen, die
Leistungsfähigkeit der Wohngeldstelle zu stärken, die Servicequalität für
Bürgerinnen zu verbessern und die Beschäftigten spürbar zu entlasten.
Freiwerdende Kapazitäten können für die persönliche Beratung von
Antragsteller*innen, den Abbau von Bearbeitungsrückständen sowie die
Bearbeitung komplexer Einzelfälle eingesetzt werden.
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz darf dabei nicht zu einer automatisierten
Leistungsentscheidung führen. Transparenz, Datenschutz,
Informationssicherheit sowie die uneingeschränkte menschliche
Entscheidungsverantwortung sind jederzeit sicherzustellen.
Mit der Einführung eines KI-gestützten Assistenzsystems setzt die Bundesstadt
Bonn ein konkretes Zeichen für eine moderne, leistungsfähige und
bürgerorientierte Verwaltung und nutzt die Möglichkeiten neuer Technologien
dort, wo sie einen unmittelbaren Mehrwert für Bürger*innen und Beschäftigte
schaffen. In vielen Städten, wie Frankfurt a. M., Hannover, Potsdam, Stuttgart
und Hildesheim wird die Software bereits eingesetzt.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 07:40 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de