← Vorlagen

261211 · Große Anfrage

Große Anfrage Linke: IT-Security – Penetrationstests und Webchecks

Nummer
261211
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
16.06.2026
Letzte Änderung
23.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Sitzung des Ausschusses für Digitalisierung, Dienstleistung und Verwaltungsmodernisierung 07.07.2026 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 80,8 KB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (3.935 Zeichen)
Große Anfrage
öffentlich
261211
Fragesteller/in:
Die Linke-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Dennis Kocis
Patrick Tollasz
16.06.2026
Große Anfrage Linke: IT-Security –
Penetrationstests und Webchecks
Beratungsfolge
Ausschuss für Digitalisierung, Dienstleistung
und Verwaltungsmodernisierung
07.07.2026 Kenntnisnahme
Fragestellung
1. Penetrationstests auf die städtische Infrastruktur
• Werden regelmäßig Penetrationstests auf die IT-Infrastruktur der Stadt
Bonn durchgeführt? Falls nein: Warum nicht?
• Falls ja: Wann wurde der letzte PenTest durchgeführt?
o Von wem wurde dieser PenTest durchgeführt?
o Welche Systeme wurden getestet? Wie ist er ausgefallen
(kritische/hohe Findings)?
o Welche Maßnahmen wurden abgeleitet und sind diese bereits
umgesetzt?
o Gibt es einen festgelegten Turnus?
2. Sicherheit städtischer Webseiten
• Werden die von der Stadt betriebenen Webseiten regelmäßig
automatisierten Sicherheitsscans unterzogen? Falls nein: Warum nicht?
• Falls ja: Welcher Umfang (nur bonn.de oder auch
Subdomains/Fachverfahren)? In welchem Rhythmus? Werden
Ergebnisse nachverfolgt?
3. Ergänzende Fragen
• Gibt es ein dokumentiertes IT-Sicherheitskonzept (angelehnt an BSI IT-
Grundschutz o.ä.)?
• Wie ist der Stand der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie?
• Gibt es ein geregeltes Patch- und Schwachstellenmanagement?
• Gibt es einen Incident-Response-Plan? Wurde dieser je getestet?
• Werden regelmäßige IT-Sicherheitsschulungen für Mitarbeitende
durchgeführt?
• Wie ist die Stadt auf Ransomware-Angriffe vorbereitet?
4. Schutz personenbezogener Daten der Bürger*innenSeite 1 von 2
Seite 2
• Wo werden sensible personenbezogene Daten der Bürger*innen (z. B.
Anträge für Sozialleistungen, Schwerbehinderung, Wohngeld,
Jugendhilfe) gespeichert und verarbeitet?
• Wie sind diese Daten gegen unbefugten Zugriff und Cyberangriffe
geschützt?
• Werden die Systeme, die Sozial- und Personendaten verarbeiten, in die
Penetrationstests und Sicherheitsscans einbezogen?
Begründung
Die digitale Infrastruktur der Stadt Bonn ist ein wesentlicher Bestandteil
kommunaler Daseinsvorsorge. Bürger*innen sind darauf angewiesen, dass
Verwaltungsleistungen zuverlässig, sicher und vertrauenswürdig funktionieren,
von der Beantragung von Sozialleistungen über Melde- und
Standesamtsangelegenheiten bis hin zu Angeboten in Bildung, Jugendhilfe und
Bürgerbeteiligung.
IT-Sicherheit ist deshalb kein rein technisches Thema, sondern eine Frage
öffentlicher Verantwortung. Werden kommunale Systeme kompromittiert oder
fallen sie aus, betrifft dies nicht nur interne Verwaltungsabläufe, sondern
unmittelbar die Handlungsfähigkeit der Stadt und die Menschen, die auf
funktionierende öffentliche Dienstleistungen angewiesen sind.
Vorfälle wie der Ausfall bei IT Regio haben gezeigt, wie verletzlich digitale
Verwaltungsinfrastrukturen sein können. Ransomware-Angriffe und andere
Cyberangriffe auf Kommunen führen nicht abstrakt zu technischen Störungen,
sondern können konkrete Auswirkungen auf Sozialämter, Bürgerdienste, Kitas,
Schulen, Standesämter und weitere zentrale Bereiche der kommunalen
Verwaltung haben.
Die Stadt Bonn trägt Verantwortung für den Schutz der Daten ihrer
Bürger*innen sowie für die Verfügbarkeit und Integrität ihrer digitalen Dienste.
Dazu gehört aus Sicht der Fragesteller auch, Sicherheitsmaßnahmen
regelmäßig zu überprüfen, erkannte Schwachstellen strukturiert zu beheben
und die Resilienz gegenüber Cyberangriffen kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Mit der Anfrage soll daher geklärt werden, ob und in welchem Umfang die
städtische IT-Infrastruktur sowie die von der Stadt betriebenen Webangebote
regelmäßig überprüft werden, welche Verfahren zur Schwachstellenbehandlung
bestehen und wie die Stadt Bonn organisatorisch auf IT-Sicherheitsvorfälle
vorbereitet ist.
Soweit die Beantwortung einzelner Fragen sicherheitsrelevante Details betrifft,
wird um eine geeignete nichtöffentliche Darstellung gebeten.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 20:00 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de