261176 · Dringlichkeitsantrag
Dringlichkeitsantrag - Grüne/Volt: Sperrung der Nordbrücke
Kerndaten
- Nummer
- 261176
- Art
- Dringlichkeitsantrag
- Veröffentlicht
- 10.06.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Bertha-von-Suttner-Platz Hauptort
- Kölnstraße
- Oxfordstraße
- Belderberg
- Stiftsplatz
- Bonngasse
- Graurheindorf
- Bonn
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Volltext
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Dringlichkeitsantrag öffentlich 261176 Antragsteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Friederike Dietsch Dr. Barbara Krausz Dr. Daniel Rutte Volt-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Karin Langer 10.06.2026 Dringlichkeitsantrag - Grüne/Volt: Sperrung der Nordbrücke Beratungsfolge Rat 11.06.2026 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Die Dringlichkeit ist vorhanden, da die Sperrung der Nordbrücke umgehendes Handeln notwendig macht. Dazu muss die Politik umfangreich und fundiert informiert werden. Inhalt des Dringlichkeitsantrags Die Verwaltung wird gebeten, 1. die Autobahn GmbH des Bundes umgehend zur Sitzung des Rates der Bundesstadt Bonn am 09. Juli 2026 einzuladen, damit diese über die Ergebnisse der Untersuchungen an der Nordbrücke sowie die kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen zur Bewältigung der aktuellen Situation sowie zur Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit der Rheinquerung berichtet. 2. unverzüglich eine wöchentliche Informationsrunde einzurichten, in der die Ratsfraktionen und -gruppen über den aktuellen Sachstand, neue Erkenntnisse sowie geplante Maßnahmen informiert werden. Zudem soll die Verwaltung sicherstellen, dass alle Maßnahmen mit mittelfristigen oder dauerhaften Auswirkungen auf die Mobilität in Bonn dem Mobilitätsausschuss sowie dem Rat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden. 3. Den ÖPNV zu priorisieren und konkrete Maßnahmen hierfür einzuleiten. 4. Die Umsetzung von sicheren und leistungsfähigen Fahrradrouten durch das Stadtgebiet weiter voranzutreiben. Die Velorouten sollen kurzfristig provisorisch ausgeschildert und kommuniziert werden (z.B. Ströer-Flächen). Außerdem ist das Angebot der Leihräder Welo kurzfristig bedarfsgerecht auszuweiten. 5. die Verkehrspolizei zu bitten, an kritischen Knotenpunkten (z.B. Kölnstraße/Oxfordstraße) den Verkehr zu regeln, so dass KfZ nichtSeite 1 von 3 Seite 2 die Kreuzung blockieren. 6. die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen sicherzustellen. Zudem soll ein besonderes Augenmerk auf die Bewältigung und Sicherung von alltäglichen Wegen, beispielsweise Schulwegen, bei der Müllabholung etc. gelegt werden. Begründung Mit der Sperrung der Nordbrücke ist eine außergewöhnliche und für die Region hoch belastende Verkehrssituation entstanden. Die Brücke stellt eine der wichtigsten Rheinquerungen im Bonner Raum dar und ist von erheblicher Bedeutung für den Pendlerverkehr, den Wirtschaftsverkehr, den ÖPNV sowie den Rad- und Fußverkehr. Die Auswirkungen der Sperrung reichen weit über das unmittelbare Umfeld der Brücke hinaus und betreffen das gesamte Stadtgebiet sowie die angrenzenden Kommunen. Daher ist eine umfassende, transparente und kontinuierliche Information der politischen Gremien erforderlich. Menschen, die in dieser angespannten Verkehrssituation aufs Fahrrad umsteigen wollen, müssen sichere Wegeverbindungen vorfinden. Mehr Fahrradfahrer*innen entlasten die Hauptverkehrsachsen für den MIV. Vorderstes Ziel sollte in dieser katastrophalen Lage die Unterstützung des ÖPNV sein. Beispielsweise wären folgende Maßnahmen denkbar: · Einführung zusätzlicher Sonderfahrten, ggf. auch weiterer Linien aus der Region und Kapazitätserweiterungen im ÖPNV. Die Mehrkosten hierfür sind zu ermitteln, den politischen Gremien vorzulegen und eine Kostenbeteiligung von Bund und Land ist anzustreben. · Freihaltung der Umwelt- und Sonderspuren für den ÖPNV sowie für Rettungsfahrzeuge im Einsatz. · Busse sollen von der Kennedybrücke kommend direkt links auf den Belderberg abbiegen können, um eine weitere Beschleunigung zu erreichen und die Schleife um den Stiftsplatz zu sparen. Das soll von der Verkehrspolizei geregelt werden. Die Linienführung ist entsprechend provisorisch anzupassen. · Der Linksabbieger aus der Kölnstraße soll beschleunigt werden, damit der Rückstau in der Kölnstraße erheblich reduziert wird und auch die Bahnen dort nicht mehr im Stau stehen. Hierzu wird die Fußgängerampel am Bertha-von Suttner-Platz auf Höhe der Bonngasse provisorisch aufgehoben, um einen zweispurigen Abbieger aus der Kölnstraße auf den Bertha-von-Suttner-Platz mit verlängerter Grünphase einzurichten.Seite 2 von 3 Seite 3 · Ein von Bund/Land befristet einzuführendes kostenloses oder kostengünstiges ÖPNV-Ticket für Fahrten in der Region über den Rhein. · Mehrfahrten und Ausweitung der Betriebszeiten der Fährverbindung Niederkassel-Mondorf - Bonn-Graurheindorf · Priorisierte Umsetzung und Vermarktung von Park-and-Ride- Angeboten In dieser Notsituation sind pragmatische Lösungen gefragt. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass mittel- und langfristig wirkende Entscheidungen unter Beteiligung des Mobilitätsausschusses und des Rates getroffen werden, da zahlreiche der nun erforderlichen Maßnahmen erhebliche Auswirkungen auf die zukünftige Verkehrs- und Mobilitätsentwicklung in Bonn haben können. Nur durch ein abgestimmtes Vorgehen von Verwaltung, Politik, Autobahn GmbH, Verkehrsunternehmen und den Kommunen der Region kann die aktuelle Ausnahmesituation bewältigt werden. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:30 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de