261172 · Beschlussvorlage
Gewährung eines jährlichen Zuschusses zur Durchführung des "Peergroup-Treffs für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung"
Kerndaten
- Nummer
- 261172
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 17.06.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Auerberg Hauptort
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Entscheidung federführend
Dateien
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Volltext
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Beschlussvorlage öffentlich 261172 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 51 Amt für Kinder, Jugend und Familie Dezernat: Dez. V Gewährung eines jährlichen Zuschusses zur Durchführung des "Peergroup-Treffs für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung" Beratungsfolge Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 01.07.2026 Entscheidung Beschlussvorschlag Den Naturfreunden Deutschlands, Ortsgruppe Bonn e.V., wird zur Durch- führung des Projekts „Peergroup – Treffs für Jugendliche und Kinder mit geisti- ger Behinderung“ eine weitergehende Förderung von bis zu 7.500 Euro im Jahr 2026 gewährt. Begründung Die Naturfreunde Deutschland e.V. verstehen sich als ein sozial-ökologischer und gesellschaftspolitisch aktiver Verband für Umweltschutz, sanften Touris- mus sowie Sport und Kultur. Als eine von 540 Ortsgruppen engagieren sich die Naturfreunde Bonn e.V. ehrenamtlich für die nachhaltige Entwicklung der Stadtgesellschaft. Die eigenständige Jugendorganisation der Naturfreunde ist die Naturfreundejugend Deutschland. Auch in Bonn handelt dieser Jugendver- band nach den Grundsätzen Solidarität, Nachhaltigkeit, Demokratie, Mitbe- stimmung und Bildung. Die Naturfreundejugend Bonn wird durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie im Rahmen der Richtlinien zur Förderung der Ju- gendverbandsarbeit sowie der Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit bera- ten, begleitet und unterstützt. Die Naturfreunde Bonn haben mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie eine Vereinbarung zum Kinderschutz in der Ju- gendhilfe nach § 72a SGB VIII abgeschlossen. Das Projekt „Peergroup – Treff für Jugendliche und Kinder mit geistiger Behin- derung“ geht hervor aus dem bereits seit 2021 zunächst im Haus Müllestumpen angebotenem Treff für Schüler*innen mit Förderbedarf im Bereich geistiger Entwicklung. Seit Januar 2023 findet das Projekt in den Räumlichkeiten des Jugend- und Quartierszentrum Auerberg außerhalb der regulären Öffnungszei- ten ca. alle vier bis fünf Wochen an Samstagen statt. Seit dem Jahr 2023 wird das Projekt im Rahmen der Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit als Mo- dellmaßnahme nach Ziffer 7 (vgl. DS 231340) gefördert. Die derzeitige Förde- rung läuft im Juli 2026 aus, so dass es einer weitergehenden Beschlussfassung bedarf.Seite 1 von 4 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Konzeptionell verankert sich das Angebot im freizeitpädagogischen Bereich und lehnt sich an die Prinzipien Offener Jugendarbeit an. Den besonderen und äußerst heterogenen Bedarfen der Zielgruppe entsprechend (herausforderndes Verhalten, Hinlauftendenzen etc.) arbeitet der Träger mit Anmeldungen und bezieht Eltern und Vertrauenspersonen der Besuchenden in Planung und Aus- gestaltung der Angebote ein. Der Zugang zum Angebot gestaltet sich dennoch so niedrigschwellig wie möglich, es entstehen den Besuchenden keine Kosten. Besuchende können dabei aus einem breiten Angebotsspektrum frei und selbstbestimmt wählen. Im Jahr 2025 haben 13 Peergroup-Treffs für Jugendliche und Kinder mit geisti- ger Behinderung im Jugendzentrum Auerberg stattgefunden. Teilgenommen haben jeweils zwischen 6 und 25 Kinder und Jugendliche. Insgesamt wurden 46 verschiedene Personen erreicht. Die Treffen werden von drei bis sechs Be- treuer*innen begleitet, eine gemischtgeschlechtliche Betreuung ist immer ge- währleistet. Die Anzahl der Betreuer*innen richtet sich nach dem Bedarf der Besucher*innen und variiert beispielsweise zwischen jüngeren und älteren Gruppen. Von im Jahr 2025 eingesetzten 23 Betreuer*innen waren 11 durch ein pädagogisches Studium oder einer JuLeiCa Ausbildung qualifiziert, die wei- teren Personen wurden auf den Einsatz intensiv vorbereitet und in der Praxis durchgehend angeleitet. Die Mehrheit der Betreuer*innen ist zwischen 17 und 25 Jahren alt. Zu den Fachkräften des Jugendzentrums besteht ein regelmäßiger Austausch. 2024 begleiteten die Naturfreunde ihre Teilnehmenden an ausgewählten Tagen beim Besuch des Jugendzentrums zu regulären Öffnungszeiten. Damit konnten Zugangsbarrieren abgebaut werden, so dass inzwischen einige im Sozialraum wohnende Jugendliche mit geistiger Behinderung das Jugendzentrum auch unabhängig von Unterstützung besuchen. Die Modellmaßnahme „Peergroup – Treffs für Jugendliche und Kinder mit geis- tiger Behinderung“ hat sich etabliert und wird sehr gut angenommen. Die Natur- freunde passen das Angebot flexibel an die Bedürfnisse und Bedarfe ihrer Ziel- gruppe an und sind offen dafür, von dem Besucher*innen zu lernen. Partizipa- torische Elemente und bedarfsgerecht konzipierte Bildungsgelegenheiten er- möglichen wertvolle Selbstwirksamkeitserfahrungen und stiften Momente der Teilhabe. Prinzipien der Offenen Jugendarbeit werden zielgruppengerecht im Angebot integriert. Die Kooperationsstruktur zum städtischen Jugendzentrum haben beide Angebote „inklusiver“ werden lassen. Die Naturfreunde stehen in einem kontinuierlichen und transparenten Austausch mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie und berichten regelmäßig über Entwicklungen im Projekt. Entsprechend Ziffer 7 der Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit können „Modelle und Projekte maximal drei Jahre gefördert werden“. Aufgrund der be- sonderen Bedeutung und Wirkung des Projekts „Peergroup – Treffs für Jugend- liche und Kinder mit geistiger Behinderung“ für ein inklusives Bonn empfiehlt das Amt für Kinder, Jugend und Familie eine jährliche Förderung des Projekts im Umfang von 7.500 Euro. Aus Gründen der Qualitätssicherung und -entwick- lung sowie zur Erfüllung der gesetzlich geregelten Gesamtverantwortung der öffentlichen Träger der Jugendhilfe nach § 79 SGB VIII, werden die beteiligten Personen im Rahmen dieser Förderung an einem jährlichen Evaluationspro- zess bestehend aus einem schriftlichen, quantitativen Berichtswesen sowieSeite 2 von 4 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) einem qualitativen Evaluationsgespräch mit Fachkräften der Abteilung Jugend- förderung im Amt für Kinder, Jugend und Familie teilnehmen. Die benötigten Fördermittel sind im Haushalt 2025/2026 enthalten. Wie aus der Vorlage ersichtlich, entfaltet der Beschluss finanzielle Auswirkungen über das Jahr 2026 hinaus und erfolgt daher vorbehaltlich der weiteren Prüfung im Rah- men des laufenden Projektes zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH- Planentwurfes 2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung. Finanzielle Auswirkungen: 2026 Produktgruppe Produktgruppenbe- zeichnung Produkt Produktbezeichnung 151000603 Jugendarbeit 151.20.06.03.02 Kinder- und Jugendarbeit außerhalb von Einrichtungen freier Träger so- wie Zuschüsse an sonst. Einrichtun- gen freier Träger Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 7.500 EUR 151000603/ 731000 2026 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 7.500 EUR 2027 Produktgruppe Produktgruppenbe- zeichnung Produkt Produktbezeichnung 151000603 Jugendarbeit 151.20.06.03.02 Kinder- und Jugendarbeit außerhalb von Einrichtungen freier Träger so- wie Zuschüsse an sonst. Einrichtun- gen freier TrägerSeite 3 von 4 Seite 4Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 7.500 EUR 151000603/ 731000 2027 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 7.500 EUR 2028 Produktgruppe Produktgruppenbe- zeichnung Produkt Produktbezeichnung 151000603 Jugendarbeit 151.20.06.03.02 Kinder- und Jugendarbeit außerhalb von Einrichtungen freier Träger so- wie Zuschüsse an sonst. Einrichtun- gen freier Träger Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 7.500 EUR 151000603/ 731000 2028 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 7.500 EUR Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:19 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de