261117 · Beschlussvorlage: Einleitung
Digitalisierungsprojekt `Wohni`
Kerndaten
- Nummer
- 261117
- Art
- Beschlussvorlage: Einleitung
- Veröffentlicht
- 19.06.2026
- Letzte Änderung
- 26.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
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Beschlussvorlage: Einleitung öffentlich 261117 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: Dezernat V Dezernat: Dez. V Digitalisierungsprojekt `Wohni` Beratungsfolge Ausschuss für Digitalisierung, Dienstleistung und Verwaltungsmodernisierung 07.07.2026 Empfehlung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 09.09.2026 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Einleitung des Vergabeverfahrens gem. Ziffer 3.5 der Vergabeordnung der Bundesstadt Bonn zur Beschaffung einer KI Software für den Bereich Wohngeld wird zugestimmt. Sachverhalt und Begründung: Seit der Wohngeld-Plus-Reform 2023 ist die Anzahl der Anträge in Bonn um 97 Prozent gestiegen, von 5.198 am 31.12.2022 auf 10.272 am 31.12.2025. Die Ausweitung des Anspruchskreises, etwa durch höhere Einkommensgrenzen sowie die Einführung einer Heizkosten- und einer Klimakomponente, führte dabei insbesondere zu folgenden Auswirkungen: · Es besteht ein Bearbeitungsrückstand von bis zu sechs Monaten. · Die Sachbearbeitung ist überlastet, was zu einer hohen Fluktuation im Fachbereich führt; derzeit sind vier Stellen unbesetzt. · Die Qualitätsstandards in der Sachbearbeitung mussten deutlich abgesenkt werden. - Pflichtaufgaben wie Rückforderungen und Bußgelder mussten zurückgestellt werden. Folgen: Bürgerinnen und Bürger warten monatelang auf die Wohngeldzahlungen, was zwangsläufig zu Mietschulden und im schlimmsten Fall zum Verlust derSeite 1 von 10 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Wohnung führt. Für die Sachbearbeitung bedeutet dies einen erheblichen administrativen Mehraufwand, da Bescheide für zurückliegende Monate ausgestellt und hohe Nachzahlungen angewiesen werden müssen. Zudem setzt sich die Verwaltung durch die Überschreitung von Fristen einem Reputationsverlust sowie möglichen rechtlichen Konsequenzen aus. Zweck und Nutzen: Mit der Einführung eines KI-gestützten Tools wird eine medienbruchfreie, effiziente und fehlerarme Sachbearbeitung im Wohngeldverfahren ermöglicht. Das Tool übernimmt zeitaufwändige Routineaufgaben und entlastet die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter durch intelligente Assistenzfunktionen – von der automatisierten Prüfung eingereichter Anträge bis zur strukturierten Überführung von Unterlagen in das Fachverfahren. Den Sachbearbeitenden wird dadurch die Möglichkeit gegeben, sich auf wesentliche Arbeitsschwerpunkte sowie schwierige Fallkonstellationen wie den Lastenschuss oder Selbstständige zu konzentrieren. Konkrete Mehrwerte: Durch die automatisierte Prüfung der Vollständigkeit von Anträgen lassen sich Zeitersparnis und Effizienzsteigerung erzielen. Die Trennung und Zuordnung von Anlagen sowie die Erstellung von Rückfragen zu fehlenden Unterlagen in Form von Anforderungsschreiben verkürzen die Bearbeitungszeiten erheblich. Die Qualitätssicherung und Fehlerreduzierung erfolgt durch standardisierte Prüfschritte sowie automatisierte Abgleiche, beispielsweise mit dem Melderegister, wodurch die Fehlerquote deutlich gesenkt wird. Intelligente Unterstützung durch Sprachassistenten: Der integrierte Sprachassistent beantwortet Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern Fragen zum Wohngeldgesetz oder zur Wohngeldverwaltungsvorschrift direkt und ohne Rechercheaufwand (KI-gestützte Rechtsauskunft (Amts-ChatGPT)) Die KI kann Anträge anhand spezifischer Muster beispielsweise drohender Wohnungskündigungen aufgrund von Mietrückständen, filtern und diese im digitalen Posteingang der Sachbearbeitenden prioritär nach oben sortieren. Die KI unterstützt mithilfe automatisierter Textbausteine bei der Erstellung rechtssicherer und leicht verständlicher Begründungen für den Bescheid, wodurch das Risiko von Widersprüchen verringert wird. Geringere Fehleranfälligkeit bei Neustartern. Ein spezifisch trainierter Assistent kann als Sicherheitsnetz fungiere, wenn sie neue Mitarbeiter Schritt für Schritt durch den Prüfungsprozess führt und somit das Risiko von Berechnungsfehlern reduziert. Schnelleres Erkennen von besonderen Fallkonstellationen und Hinweise für Sachbearbeitenden generieren. Entlastung von Routineaufgaben: Automatisierte Zuständigkeitsprüfung, Fallanlage und Übernahme relevanter Daten in das Fachverfahren reduzieren administrative Belastungen.Seite 2 von 10 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Vergabeart Wie aus der Vorlage ersichtlich, entfaltet der Beschluss finanzielle Auswirkungen und erfolgt vorbehaltlich der weiteren Prüfung im Rahmen des laufenden Projektes zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH- Planentwurfes 2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung. Die Ausschreibung erfolgt in Abweichung von der grundsätzlich nach der Vergabeordnung vorgesehenen öffentlichen Vergabe im Wege einer Verhandlungsvergabe. Nach verwaltungsseitiger Marktkenntnis werden die Leistungsanforderungen derzeit nur von einer Software vollständig erfüllt. Diese ist bereits in weiteren vergleichbaren Kommunen im Einsatz. Über den Hersteller und die Software kann in der Sitzung seitens der Verwaltung gerne mündlich berichtet werden. Eine Nennung in der in öffentlicher Sitzung zu beratenden Vorlage ist aus Bieter- und Datenschutzgründen sowie aus dem vergaberechtlichen Geheimhaltungsgebot nicht möglich. öffentlich offen (EU) 1. aufgeforderte Firmen beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb x Freihändig bzw. Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) x Abweichung von der vorgeschriebenen Vergabeart Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto VOB X UVgO VgV 175.000€ (2026) Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto (konsumtiv) / Finanzposition (investiv) CO-Kontierung (konsumtiv) / Finanzstelle (investiv) 1.01.26 IT-Betrieb 542900 1029990 Konsumtive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen 175.000 110200126/74.1000 2026 Einzahlungen - - Investiver Finanzsaldo 175.000 2026 Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von MittelSeite 3 von 10 Seite 4Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Haushaltsresten ja x nein ja X nein X freigegeben vorgesehen Anlage/n 1 Wohni Board-DT-Digitalisierungsvorhaben-8 (öffentlich)Seite 4 von 10 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Digitalisierungsvorhaben Zur Einbringung in das Board Digitale Transformation Name des Vorhabens: Wohni Fachbereich: 50-5 Eingebracht durch: Julia Hühnermann Datum: 30.03.2026 Cluster: (Vorschlag) Verwaltungseffizienz Beschreibung des Problems, das gelöst werden soll / Auswirkungen des Problems auf Prozesse Seit der Wohngeld-Plus-Reform 2023 ist die Zahl der Anträge in Bonn um 65 % gestiegen (von 2805 zum 31.12.2022 auf 4635 zum 31.12.2024). Die Erweiterung des Anspruchskreises (Familien, Rentner:innen, Geringverdiener, Eigentümer) führt zu: • Bearbeitungsrückstau • Überlastung der Sachbearbeitung durch manuelle Prüfung (aktuell 9 unbesetzte VZÄ). • Fehleranfälligkeit. Folgen: Bürger:innen warten monatelang auf Bescheide. Die Verwaltung riskiert Reputationsverlust und rechtliche Konsequenzen bei Fristüberschreitungen. Bestehende IT- Systeme, die vom Vorhaben betroffen sind (z. B. Fachverfahren) Fachverfahren CZ Straussberg Kurze und aussagekräftige Beschreibung des angestrebten Vorhabens (Use Case) Ziel 1 Kürzere Bearbeitungszeit der Wohngeldanträge Ziel 2 Geringerer Aufwand pro Wohngeldantrag. Unterstützung durch KI bei der automatisierten Vollständigkeitsprüfung und Plausibilitätskontrolle von Anträgen. Ziel 3 Bekannte (Software-) Lösungen für einen möglichen künftigen Einsatz `Wohni` der Firma FormL - Dokumentenklassifizierung - Bearbeitungshinweise: KI generiert Handlungsempfehlungen (z. B. „Einkommensänderung prüfen“). - Sprachassistent: Beantwortet rechtliche Fragen für Quereinsteiger:innen (DSGVO-konform).Seite 5 von 10 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Angestrebter Start und Ende Hinweis: Ab wann stehen Ressourcen durch den einbringenden Fachbereich zur Verfügung? Der Zeitpunkt der Amt 10-seitigen Unterstützung wird nachlaufend geprüft. Angestrebter Start 06/2026 Angestrebtes Ende 06/2027 Gab es bereits Kontakt zu Amt 10 / 10-2 zu diesem Vorhaben? Wenn ja, in welcher Form? Ja. Austausch mit David Adler in einer Austauschrunde mit Dezernatsleitung, CDO und Referent. Kostenschätzung Geschätzte Aufwände: Hier ist es wichtig, dass Sie die Aufwände so gut wie möglich einschätzen. Die Schätzungen stellen nicht die finalen Aufwände dar. Diese werden erst in der Planungsphase ermittelt. (Je Verwendungszweck eine Zeile) Haushaltsjahr Konsumtiv (Euro) Verwendungszweck Investiv (Euro) Verwendungszweck Gesamtsumme je HH-Jahr (Euro) Kosten des Vorhabens 2026 175.000 Anschaffung, Lizenz, Wartung Gesamtsumme je Kostenart Laufende Betriebskosten nach Abschluss des Vorhabens/Einführung 175.000 Deckung (Mehrfachauswahl möglich) ☐ Ist über das CDO-Büro (LADT-Mittel) für den Wählen Sie ein Element aus. in folgender Höhe angemeldet: Haushaltsjahr Konsumtiv Investiv 2026 2027 2028 ☐ Ist im Fachbereich verfügbar: Haushaltsjahr Konsumtiv investiv 2026 2027 2028 Bitte hier Deckung erläutern und begründen, warum nicht über das CDO-Büro im gesamtstädtischen Digitalisierungsbudget angemeldet ist. ………..Seite 6 von 10 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) ☒ Ist nicht vorhanden. Bitte hier erläutern und begründen, warum nicht über das CDO-Büro im gesamtstädtischen Digitalisierungsbudget angemeldet ist........ ☐ Fördermittel ☐ sind verfügbar in Höhe von: ☒ nicht vorhanden ☐ werden geprüft Priorisierung Unterstützung der Ziele der Dachstrategie Digitale Transformation und des Aktionsplans Bitte geben Sie an, inwiefern Ihr Vorhaben auf die Ziele der Dachstrategie und die Umsetzung des Aktionsplans einzahlt. Auswählen: Begründung (Stichpunkte): ☒ Förderung papierloses Arbeiten ☒ Optimierung von Prozessen (z.B. weniger Medienbrüche, verkürzte Durchlaufzeiten) Gesamter Prozess wird beschleunigt. Bearbeitungszeiten werden verkürzt. ☒ Digitalisierung eines Workflows Programm fordert automatisch fehlende Dokumente nach und übergibt sortierte Datensätze an Mitarbeitende der Wohngeldbehörde. ☒ Prozessteilautomatisierung Programm prüft automatisch Unterlagen auf Vollständigkeit. ☐ Softwarekonsolidierung und PlattformenausbauSeite 7 von 10 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) ☐ Daten werden aus der Urban Data Plattform (UDP) bezogen oder in diese integriert. ☐ Steigerung der Nutzungsmöglichkeit von Wissen und Daten Digitale Dividende/Nutzenportfolio Um strategische Ziele zu quantifizieren, benötigt es messbare Kennzahlen, die den Erfolg oder Fortschritt eines Projektes ersichtlich machen. Diese Schlüsselkennzahlen werden KPI (Key Performance Indicators) genannt und sind im weiteren LADT-Prozess fortlaufend zu konkretisieren. Bei den Angaben zu Einsparungen handelt es sich um erste grobe Schätzungen basierend auf bisherigen Erfahrungswerten (z.B. durchschnittlicher Stundenlohn). 1. Personalkosten Werden durch das Vorhaben Prozesse optimiert und/oder automatisiert, wodurch nach Projektabschluss Bearbeitungszeiten verkürzt und somit Personalkosten eingespart werden können? ☒ Es entstehen Minderaufwände = Einsparungen bei Personalkosten ☐ Der Aufwand verhält sich neutral zur bisherigen Lösung = keine Einsparungen ☐ Es entstehen Mehraufwände = keine Einsparungen bei Personalkosten Geschätzte Einsparung (in Euro): 9 VZÄ die aktuell nicht besetzt sind. Geschätzte Mehrkosten (in Euro): Begründung (KPI in Stichpunkten): Beispiel KPIs: Einsparungen pro Jahr von Netto-VZÄ oder Stundenentgelte (vorgegebener Durchschnittswert VZÄ: 85.540,34 Euro; vorgegebener Durchschnittswert pro Stunde: 54,80 Euro) ergeben sich z. B. durch Zeitersparnis pro Vorgang, Überstundenabbau, Personalaufstockung bei fehlender digitaler Lösung, etc. 2. Betriebs- und Sachkosten Werden durch das Vorhaben nach Projektabschluss Betriebs- und Sachkosten eingespart? ☐ Es entstehen weniger Betriebs- und Sachkosten. ☐ Die Betriebs- und Sachkosten verhalten sich zur bisherigen Lösung neutral = keine Einsparungen ☒ Es entstehen mehr Betriebs- und Sachkosten.Seite 8 von 10 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Geschätzte Einsparung (in Euro): Geschätzte Mehrkosten (in Euro): Jährlich 175.000 Euro Begründung (KPI in Stichpunkten): Lizenzkosten Beispiel KPIs: Büromaterialkosten, Archivierungs- und Lagerkosten, Energieverbrauch, Lizenzkosten, externe Dienstleistungskosten, Inanspruchnahme Dienstleister als Ersatz für Eigenleistung, zusätzliche Einnahmen, etc. 3. Servicequalität Werden durch das Vorhaben Prozesse optimiert, wodurch sich nach Projektabschluss Verbesserungen nach „außen“, d.h. für Bürger*innen/Stadtgesellschaft ergeben? ☒ Das Vorhaben hat positive Auswirkungen auf die Servicequalität. ☐ Das Vorhaben hat keine Auswirkungen auf die Servicequalität. ☐ Das Vorhaben hat negative Auswirkungen auf die Servicequalität. Begründung (KPIs in Stichpunkten): Schnellere Bearbeitungszeiten. Entlastungen der Mitarbeitenden. Beispiel KPIs: Schnellere Bearbeitungsdauer, bessere Erreichbarkeit, geringere Fehlerquote und kürzere Nachbearbeitung, Rückgang von Beschwerden, Stärkung des Stadtimages, mehr Service in Form von digitalen Angeboten, Steigerung Nutzungsquote, etc. 4. Sonstige strategisch relevante Effekte Werden durch das Vorhaben nach Projektabschluss sonstige strategisch relevante Effekte erzielt, die sich nicht zwingend monetär auswirken? ☐ Es werden positive strategisch relevante Effekte erzielt. ☐ Es werden keine sonstigen strategisch relevanten Effekte erzielt. ☐ Es entstehen negative Auswirkungen auf strategisch relevante Ziele. Begründung (KPI in Stichpunkten):Seite 9 von 10 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Beispiel KPIs: Zugangsgleichheit, digitale Teilhabe und Bildung, CO₂-Reduktion, Erreichung strategischer Ziele des Fachbereiches oder Dezernates, Arbeitgeberattraktivität, Reduktion Fluktuation, Krisenresilienz, etc. Abstimmung mit Auftraggeber*in ☐ Abstimmung erfolgt am Klicken oder tippen Sie, um ein Datum einzugeben.Seite 10 von 10
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:12 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de