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261081 · Beschlussvorlage

Förderung des „Be Cool - Sozialkompetenztrainings“ von OLDERS Consult an der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule gemäß den Richtlinien zur Förderung von Gewaltprävention

Nummer
261081
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
09.06.2026
Letzte Änderung
23.10.2026
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg Hauptort
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Schulausschusses 08.07.2026 Empfehlung
  2. Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie 01.07.2026 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
261081
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
51 Amt für Kinder, Jugend und Familie
Dezernat:
Dez. V
Förderung des „Be Cool -
Sozialkompetenztrainings“ von OLDERS Consult
an der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule gemäß den
Richtlinien zur Förderung von Gewaltprävention
Beratungsfolge
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 01.07.2026 Entscheidung
Schulausschuss 08.07.2026 Empfehlung
Beschlussvorschlag
Zur Durchführung der Gewaltpräventionsmaßnahme „Be Cool - Sozialkompe-
tenztrainings“ erhält die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule eine Förderung von
bis zu 19.170 Euro.
Begründung
Die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule mit Sitz in Bad Godesberg beantragt eine
Förderung nach den Richtlinien zur Förderung von Gewaltprävention zur
Durchführung eines „Be Cool - Sozialkompetenztrainings“ im Schuljahr
2026/2027. Zielgruppe des Trainings sind alle sechs Klassen der Jahrgangsstu-
fe 6.
Der Antragsteller ist gemäß den oben genannten Richtlinien antragsberechtigt.
In der Vergangenheit hat die Schule bereits mehrere Förderungen für Gewalt-
präventionsmaßnahmen beantragt bzw. erhalten und ist der Fachberatung Ge-
waltprävention daher bekannt.
Der Anbieter der Maßnahme ist „OLDERS Consult“ mit Sitz in Viersen. Die
Wirksamkeit der Angebote wurde bisher nicht wissenschaftlich evaluiert und
nachgewiesen, weshalb diese nicht auf der Grüne Liste Prävention aufgeführt
sind. Der Anbieter ist der Fachberatung bekannt. Die Aufnahme in diese Liste
verlangt eine wissenschaftliche Untersuchung eines Angebotes nach bestimm-
ten Kriterien der „Betreiber“ der Grünen Liste (u.a. Landespräventionsrat Nie-
dersachsen), die mitunter hohe Kosten verursacht. Im Umkehrschluss darf und
kann nicht davon ausgegangen werden, dass Angebote, die nicht in dieser Lis-
te aufgeführt sind, automatisch schlechter oder überhaupt nicht wirksam sind.
Für das Amt für Kinder, Jugend und Familie bedeutet dies lediglich, dass alle
Angebote der Grünen Liste ohne weitere pädagogisch-inhaltliche Prüfung för-
derfähig sind. Nicht geprüfte Angebote werden von der Fachberatung Gewalt-Seite 1 von 3
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
prävention (51-52) inhaltlich anhand einer Checkliste geprüft. Nur wenn sie die
dort aufgeführten Kriterien erfüllen, wird eine Förderung befürwortet. Dies ge-
währleistet, dass die Förderung nur von solchen Maßnahmen befürwortet wird,
von denen das Jugendamt entweder aufgrund einer wissenschaftlichen
Bestätigung oder aufgrund einer eigenen Prüfung überzeugt ist, dass sie wirk-
sam sind und damit den politisch beschlossenen Zielen der Gewaltprävention in
Bonn entsprechen bzw. diese unterstützen. Die Maßnahme wird jeweils durch
zwei im Bereich der Gewaltprävention ausgebildete und erfahrene Trai-
ner*innen durchgeführt. Zusätzlich nimmt die Klassenleitung an den Trainings
teil.
Die Maßnahme „Be Cool - Sozialkompetenztrainings“ soll an drei Tagen inner-
halb einer Woche mit einem Stundenumfang von 16 Stunden pro Klasse statt-
finden. Die jeweilige Klassenleitung nimmt durchgehend am Projekt teil und
gewährleistet hierdurch die Nachhaltigkeit und den Transfer in den Schulalltag.
Ziel der Maßnahme ist es, die Sozialkompetenz der jungen Menschen zu för-
dern. Hierbei werden Konfliktlösungs- sowie Konfliktvermeidungsstrategien und
Deeskalationsstrategien erlernt. Mobbingstrukturen sollen erkannt und diesen
entgegengewirkt werden und die Klassengemeinschaft soll gestärkt werden.
Theoretischer Hintergrund für das Konzept ist die konfrontative Pädagogik.
Pädagogische Inhalte und Schwerpunkte, wurden nach den Kriterien der Richt-
linien zur Förderung von Gewaltprävention zum Beispiel im Hinblick auf die
Methodenvielfalt, die Zielbeschreibung oder die Projektstruktur geprüft und als
angemessen beurteilt. Die Mindestanzahl (ca. 160 Kinder) und das Alter (ca.
11-13 Jahre) der Teilnehmenden entsprechen den Förderkriterien der Richtlini-
en. Die Qualifizierung der Trainer*innen ist gewährleistet.
Im Rahmen des BeCool-Sozialkompetenztrainings legt Olders Consult großen
Wert auf eine inklusive Gestaltung der Trainings, sodass Kinder und Jugendli-
che mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und auch mit Behinderungen
aktiv teilnehmen können.
Die Trainings sind so konzipiert, dass sie methodisch niedrigschwellig, hand-
lungsorientiert und erfahrungsbasiert aufgebaut sind. Viele der eingesetzten
Übungen arbeiten mit Bewegung, Rollenspiel, Reflexionsrunden sowie koope-
rativen Gruppenaufgaben. Diese Methoden ermöglichen es Kindern mit unter-
schiedlichen Lernvoraussetzungen, Entwicklungsständen und auch mit körper-
lichen oder kognitiven Beeinträchtigungen aktiv teilzunehmen.
Die Übungen werden flexibel an Tempo, Komplexität und Rollenverteilung an-
gepasst, sodass alle Kinder entsprechend ihrer Möglichkeiten eingebunden
werden können. Gleichzeitig fördern die Trainings gezielt Empathie, gegensei-
tige Unterstützung und einen respektvollen Umgang mit Unterschiedlichkeit
innerhalb der Gruppe.
Bei Bedarf stimmen sich die Trainer*innen zudem mit Lehrkräften, Schulsozial-
arbeit oder Förderpersonal ab, um auf individuelle Unterstützungsbedarfe ein-
zelner Kinder angemessen eingehen zu können.
Das BeCool-Sozialkompetenztraining ist seit mehreren Jahren an der Schule
etabliert. Nach jedem stattgefundenen Training führt die Schule eine Umfrage
bei den Schüler*innen und Klassenleitungen durch, um auf die Trainingseffekte
zu schauen. Innerhalb der Schülerschaft wird das Training als positiv bewertet.
Fast drei Viertel der Schüler*innen gibt an durch das Training die Wichtigkeit
von Teamwork in der Klasse erkannt zu haben und dass dies ein guter RahmenSeite 2 von 3
Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
ist, um über eigene Verhaltensweisen sprechen zu können. Unter den Lehrkräf-
ten wird hervorgehoben, dass die Trainer*innen sich Zeit zum Austausch neh-
men und die Methoden angemessen sind.
Die Maßnahme wird aufgrund der Fördersumme von 19.170 Euro dem Aus-
schuss für Kinder, Jugend und Familie zum Beschluss vorgelegt. Die Ziele,
Inhalte und Methoden der Maßnahme entsprechen den Kriterien der Richtlinien
zur Förderung von Gewaltprävention und werden aus Sicht des Amtes für Kin-
der, Jugend und Familie als pädagogisch sinnvoll bewertet. Eine Förderung des
Angebotes wird befürwortet.
Wie aus der Vorlage ersichtlich, entfaltet der Beschluss finanzielle Auswirkun-
gen und erfolgt vorbehaltlich der weiteren Prüfung im Rahmen des laufenden
Projektes zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH-Planentwurfes
2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbe-
zeichnung
Produkt Produktbezeichnung
1.06.03 Jugendarbeit 1.06.03.2 Kinder-/Jugendarbeit außerhalb von
Einrichtungen freier Träger sowie
Zuschüsse an sonstige Einrichtun-
gen freier Träger
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
19.170,00 € 151000603/
731000
2026
Einzahlungen /
Erträge
0,00 €
Haushaltsbelastung
jährlich
19.170,00 €
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 22:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de