261037-02 AA · Änderungsantrag
Änderungsantrag CDU-SPD-FDP: Vorstellung Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplans 2026-2030 Antrag zur Vorlage 261037
Kerndaten
- Nummer
- 261037-02 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 09.09.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Entscheidung federführend
Dateien
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Änderungsantrag öffentlich 261037-02 AADokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Antragsteller/in: CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Feyza Yildiz SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Max Biniek Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Anja Lamodke Manuel Esser (Kinder- und Jugendring Bonn e.V.) Ellen Heimes (Kinderschutzbund Bonn) Jutta Oster (Familienkreis Bonn e.V.) Jean Pierre Schneider (Caritas Bonn) Dr. Anne Segbers (Kinder- und Jugendring Bonn e.V.) Johanna Strohmeier (Asa - Ausbildung statt Abschiebung e.V.) Katja Weich (Kleiner Muck e.V.), e 09.09.2026 Änderungsantrag CDU-SPD-FDP: Vorstellung Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplans 2026-2030 Antrag zur Vorlage 261037 Beratungsfolge Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 09.09.2026 Entscheidung Inhalt des Änderungsantrags Die Vorlage wird wie folgt ergänzt: 1. Die Ergebnisse der Jugendbefragung 2026 sind vor der abschließenden Festlegung der Ziele und Schwerpunkte des neuen Kinder- und Jugendförderplans vollständig auszuwerten und in den weiteren Fortschreibungsprozess einzubeziehen. Soweit bereits zuvor eine vorläufige Ziel- und Schwerpunktsetzung erfolgt, ist nach Vorlage der Ergebnisse eine verbindliche Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung vorzusehen. 2. Nach Erstellung eines Entwurfs des Kinder- und Jugendförderplans und vor dessen Einbringung in die abschließende politische Beratung wird eine geeignete Beteiligung junger Menschen durchgeführt. Den beteiligten jungen Menschen soll dabei die Möglichkeit gegeben werden, zum Entwurf Stellung zu nehmen und Änderungen anzuregen. 3. Die Verwaltung stellt transparent dar, welche Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung sowie der Jugendbefragung in den Kinder- und Jugendförderplan eingeflossen sind und wie mit Anregungen umgegangen wurde, die nicht berücksichtigt werden konnten. 4. Die Verwaltung legt dem Ausschuss einen verbindlichen Zeit- und Beteiligungsplan für die weiteren Schritte bis zur Beschlussfassung des Kinder- und Jugendförderplans vor.Seite 1 von 3 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Begründung Der Kinder- und Jugendförderplan ist das zentrale Steuerelement der Jugendförderung. Für den öffentlichen Träger gibt er konkrete Ziele und Maßnahmen vor, den freien Träger gibt er Verlässlichkeit indem Bedarfe verbindlich festgestellt und mit den notwendigen Finanzmitteln hinterlegt werden. Vor dem Hintergrund dieser Wirkung ist es umso wichtiger, dass seine Evaluation und Fortschreibung transparent verläuft und alle relevanten Akteure, insbesondere Kinder und Jugendliche als eigentlichen Adressat:innen, wesentlich an daran beteiligt werden. Neben der Weitung der Perspektive durch die Beteiligung junger Menschen, als Expert:innen in eigener Sache, hat diese auch immer die Facette der Demokratiebildung durch Erfahrungslernen. Kinder und Jugendliche erleben nicht nur wie ihre Ideen gehört werden, sondern gestalten aktiv an der Entwicklung ihrer Lebenswelten mit. Sie können dabei ihren Einfluss ganz auf die Entscheidungen wahrnehmen. Diese Selbstwirksamkeitsefahrungen sind zentrales Fundament für eine freiheitlich demokratische Gesellschaft und wichtige Bedingung für ein gelingendes Aufwachsen. Von großer Bedeutung ist dabei, dass die Prozesse für junge Menschen nachvollziehbar bleiben. Das meint sowohl den Zeitspanne, der die kürzeren Horizonte von Kindern und Jugnedlichen in berücksichtigen muss, als auch den Umgang mit Anregungen, Forderungen und Wünschen, insbesondere derer, die nicht Teil des späteren Ergebnis sind. Die Antragstellenden schließen sich daher der Einschätzung und den Vorschlägen der Stellungnahme AG78 Jugendföderung an. Ad 1.) Die zur Zeit von die Stabstelle Bürgerbeteiliung durchgeführte Jugendbefragung ist ein Teil des Aktionplans Kinderfreundliche Kommune. Der Fokus liegt hier auf einer quantitativen Beteiligung und einem Erkenntnisgewinn in der Breite. Inhaltlich sind die Jugendbefragung und die Fortschreibung des KJFP unbedingt miteinander zu verknüpfen. Jedoch ergibt sich nach der akutellen Planung ein zeitlich Konflikt, den es transparent aufzulösen gilt. Für eine sinnvolle Verknüfpung der Prozesse plädieren die Antragstellenden dafür, dass vor Finalisierug eines Planentwurfs die Befragung vollständig auszuwerten sind und die Erkenntnis unbedingt auf den Plan anzuwenden sind. Ad 2.) Um junge Menschen nicht nur anzuhören, sondern an zentraler Stelle gestalten zu lassen, schlagen die Antragstellenden eine zusätzliche Feebackschleife am Ende vor. Im Gegensatz zu einer breiten Jugendbefragung, soll es hier um eine qualitive Beteiligung gehen. Einen besonderen Mehwert kann es darstellen die Fachkräfte aus den Angeboten und Einrichtungen vor Ort als Multiplikator:innen mit einzubeziehen, um die inhaltliche Tiefe der Aufbereitung zu gewährleisten. Methodisch ist dies mit eher kleineren Gruppen gut umsetzbar. Dankbar wären beispielswese vorbereitete Gruppenstunden, die dann in verschiedenen Einrichtungen und Jugendgruppen durchgeführt wird. Über die weitere Entwicklung eines geeigneten Formats sollte der Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung entscheiden. Ad 3.) Nachvollziehbarkeit der Entscheidungswege und des weiteren Umgangs mit Beteiligungsergebnissen sind ein wichtiger Baustein umSeite 2 von 3 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen. Menschen die an Beteiligungsprozessen teilnehmen, stellen nicht nur ihre Zeit zur Verfügung. Indem sie ihre Interessen und Vorstellungen mit anderen teilen bereichen sie den Diskurs um ihres Perspektiven. Daher sind Beteilgungsergebnisse grundsätzlich immer zu würdigen und ein transparenter Umgang zeigt auch die Wertschätzung des eingebrachten Engagements. Dies bildet die Grundlage, um Demokratielernen nachhaltig zu gestalten. Ad 4.) Die Fortschreibung des KJFP ist ein umfangreicher Prozess, an dem viele Akteure auch außerhalb der Stadtverwaltung beteiligt sind. Um einen Überlick zu schaffen und falschen Erwartungen vorzubeugen, ist ein Meilensteinplan mit alle relevanten Teilziele und verbindlichen Daten ein bewertes Instrument aus dem Prozessmangement. Darüber hinaus stellt es die Steuerungshoheit des JHA sicher. Die aktuelle Vorlage beschreibt die Schritte (1-3) bis zur Strategiekonfernz im Oktober 2026 bereits konkret. Für die weiteren Schritte (4-7) bis zur Einbringung in den Ausschuss bleit die zeitliche Planung jedoch vage. Darüber hinaus halten die Antragstellenden eine Beschlussfassung im JHA erst im Herbst 2027 für realistisch. Hier ist Klarheit herzustellen. Denn ein verlässlicher Prozess, ermöglicht schließlich allen Akteuren sich zu fokussieren und an passender Stelle mit ihrer Expertise einzubringen. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:33 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de