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261022 · Mitteilungsvorlage

Jahresberichte des Naturparks Rheinland, des Naturparks Siebengebirge und des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge

Nummer
261022
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
09.06.2026
Letzte Änderung
23.10.2026
  • Kottenforst siedlung· Röttgen, Bonn Hauptort
  • Lindenstraße Straße· Küdinghoven, Beuel
  • Bonn Stadtbezirk
  • Ennert siedlung· Ramersdorf, Beuel
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 23.06.2026 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
261022
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Jahresberichte des Naturparks Rheinland, des
Naturparks Siebengebirge und des
Verschönerungsvereins für das Siebengebirge
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
23.06.2026 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die Verwaltung berichtet regelmäßig über die Aktivitäten der zwei Naturparke
Rheinland und Siebengebirge, sowie des Verschönerungsvereins für das
Siebengebirge, zuletzt mit der DS 252771.
Der Naturpark Rheinland, der neben Teilgebieten der Stadt Bonn auch
Flächen der Stadt Köln, des Rhein-Erft-Kreises, des Kreises Euskirchen sowie
der linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis-Kommunen umfasst, hat eine
Gesamtgröße von 1098 Quadratkilometern. Verwaltet wird das
Großschutzgebiet durch einen Zweckverband, dem neben den oben genannten
Gebietskörperschaften auch die RWE Power AG angehört.
Entsprechend der gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben hat sich die
Naturparkarbeit auch in den Jahren 2025 verstärkt auf die Themenfelder
Naherholung/ Nachhaltiger Tourismus, Umweltbildung/Bildung für nachhaltige
Entwicklung (BNE) sowie Regionalentwicklung und Naturschutz fokussiert.
Aufgabenfeld Naherholung/ Nachhaltiger Tourismus
Unter anderem wurden im Frühjahr 2025 neue Rast- und Lernstationen am
Erft-Radweg, die der Naturpark mit Fördergeldern errichtet hat, mit einem Rad-
Aktionswochenende eröffnet. In dem Zuge wurde gemeinsam mit den
Tourismus Organisationen das Routenteam des beliebten Radwegs, der ein
wichtiges Element für den Tourismus und der Naherholung in der Region
darstellt, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Hotels und der
gastronomischen Betriebe, wieder reaktiviert.
In Bezug auf den pauschalen Zuwendungsbetrag, den jeder Naturparkträger
nach Größe für Unterhaltungs- und Pflegemaßnahmen erhält, hat der
Naturpark Rheinland auch 2025, einen Teil der Mittel direkt an die Naturpark-
Kommunen weitergegeben– bei Übernahme der Eigenmittel und der
Fördermittelbindung. Hier wurden gemeinsame Projekte zum Naturschutz
sowie infrastrukturelle Maßnahmen, die der Naherholung dienen, umgesetzt.
Mit den weiteren Unterhaltungsmitteln wurde die Wanderinfrastruktur imSeite 1 von 24
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
gesamten Naturpark, darunter auch das Wegeleitsystem im Kottenforst,
gepflegt und verbessert.
Aufgabenfeld Umweltbildung/ BNE
Im Bereich der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE),
betreibt der Naturpark ein Netzwerk von 14 Naturpark-Schulen, einer
Naturpark-Kita, zwei BNE-Regionalzentren und 4 zertifizierten Naturpark-
Zentren - dazu gehört auch das Bonner „Haus der Natur“. Die BNE-
Regionalzentren werden durch Fördergelder des Landesumweltministerium
finanziert. Insgesamt erreichte der Naturpark mit seinen Programmen und
offenen Angeboten über 15.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Neu hinzugekommen ist ein Naturpark „Naturschutzmobil“, das mit
Fördermitteln angeschafft wurde und dessen Personalkosten durch den Rhein-
Erft-Kreis getragen werden. Mit dem Mobil können Angebote direkt an Schulen
durchgeführt werden.
Aufgabenfeld Regionalentwicklung und Naturschutz
Im Sinne einer nachhaltigen Regionalentwicklung hat der Naturpark auch 2025
als Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen verfasst und in zahlreichen
Gremiensitzungen und Arbeitskreisen dafür gesorgt, dass die
satzungsgemäßen Belange des Zweckverbandes auf unterschiedlichen
Ebenen Gehör finden. Außerdem hat er sich erneut an verschiedenen
Förderprogrammen beteiligt. Durch die erfolgreiche Beteiligung am
Landeswettbewerb Naturpark.2027.NRW – bei dem der Naturpark den zweiten
Platz belegte – stehen dem Naturpark für die kommenden beiden Jahre erneut
Fördermittel zur Verfügung. Unter dem Motto „Naturpark.Kennen.Lernen“ sollen
im Naturpark einheitliche Informationssysteme ausgebracht werden, die über
die Möglichkeiten der Naherholung, Verhaltensweisen in der Natur und
Besonderheiten der Kulturlandschaft informieren. Hierdurch soll die Bekanntheit
des Naturparks im Sinne eines nachhaltigen Tourismus und Naherholung
erhöht, und die Wertschätzung für die heimische Natur- und Kulturlandschaft
gefördert werden.
Überall im Naturparkgebiet unterstützt der Naturpark Rheinland aktiv
Baumpflanzungs- Initiativen von Kommunen und Vereinen. Zum Beispiel wurde
im Jahr 2025 mit Mitteln des Naturparks ein Mikrowald in der Gemeinde
Weilerswist angelegt.
Eine ausführliche Darstellung der Naturparkarbeit ist im Geschäftsbericht des
Naturpark Rheinland 2025 veröffentlicht und der Vorlage als Anlage beigefügt.
Er kann zudem auf der Website unter www.naturpark-rheinland.de abgerufen
werden.
Der Naturpark Siebengebirge, dessen Träger aktuell der Rhein-Sieg-Kreis ist,
hat eine Gesamtgröße von 112 Quadratkilometern. Damit ist das
Großschutzgebiet nicht nur der kleinste Naturpark in Nordrhein-Westfalen
(NRW), sondern wurde 1958 auch als erster Naturpark in NRW gegründet.
Neben dem Teilgebiet der Stadt Bonn, dem Naturschutzgebiet Ennert, umfasst
die Gebietskulisse mit Königswinter, Bad Honnef und Sankt Augustin auch drei
Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis. Als zweites und überregional bekanntes und
bedeutendes Naturschutzgebiet (NSG), befindet sich auch das NSGSeite 2 von 24
Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Siebengebirge vollumfänglich in der Gebietskulisse des Naturparks. Die beiden
NSG haben einen Flächenanteil von fast 50 Prozent an der Gesamtfläche des
Naturparks. Daraus ergibt sich, dass Themen des Naturschutzes und der
Landschaftspflege in vielen Bereichen der Naturparkarbeit impliziert sind und
grundsätzlich berücksichtigt werden.
Die Neubesetzung der Vollzeitstellen des Naturpark Siebengebirge hat zur
Mitte des Jahres 2025 zu einer Neugliederung der Aufgabenbereiche in der
Geschäftsstelle geführt. Der Umzug der Geschäftsstelle an den Ziepchensplatz
in Rhöndorf (Bad Honnef) im April 2025 war ein wichtiger Schritt für die
Sichtbarkeit des Naturparks vor Ort und bietet durch die zentrale Lage optimale
Voraussetzungen für die Organisation des operativen Geschäfts. Die Nähe zu
wichtigen Partnern und die verbesserte Erreichbarkeit für Besucherinnen und
Besucher tragen wesentlich zur Stärkung der Präsenz des Naturparks in der
Region bei.
Darüber hinaus waren die Jahre 2024 sowie 2025 geprägt durch die
Umsetzung der Projekte aus den Fördermitteln des Landes NRW. Diese
Investitionen haben nicht nur die touristische Infrastruktur verbessert, sondern
auch die nachhaltige Entwicklung des Naturparks vorangetrieben. Die
Maßnahmen reichten von der Aufwertung bestehender Wanderwege über den
Naturschutz bis hin zur intensiven Netzwerkarbeit mit regionalen Partnern.
Aufgabenfeld Naturschutz
Im Bereich des Naturschutzes konnte der Naturpark Siebengebirge in den
letzten zwei Jahren diverse Projekte erfolgreich umsetzen. Durch die
Förderrichtlinie Naturschutz des Landes Nordrhein-Westfalens steht dem
Naturpark eine jährliche Förderung von insgesamt 28.000 € zur Verfügung, die
zu 80 % vom Land gefördert wird. Zunächst konnten die im Jahr 2024
begonnenen Projekte im Naturschutzgebiet Ennert in Bonn erfolgreich
abgeschlossen werden. Hierbei wurden bestehende Betonbecken zum Schutz
der „Gelbbauchunken“ aufgewertet und erneuert. Außerdem konnte ein
Schutzzaun um die Pützchens Wiesen im Ennert errichtet werden, um den
Lebensraum der streng geschützten Schmetterlingsart „Ameisenbläuling“, zu
beruhigen und zu schützen. Des Weiteren wurde das Naturschutzprojekt des
Jahres 2025 erfolgreich umgesetzt, bei dem ein Teilabschnitt des
Premiumwanderwegs „Rheinsteig“ zwischen Rhöndorf und Drachenfels
ausgebessert wurde. Dort hatten sich über die letzten Jahre diverse illegale
Trampelpfade um den offiziellen Weg herum gebildet. Mit Hilfe von
vorhandenem Totholz und einer Drahtseilbezäunung wurde der ursprüngliche
Weg begrenzt und wiederhergestellt und somit die angrenzende Natur im
Naturschutzgebiet geschützt.
Aufgabenfeld Tourismus/Naherholung
Im Jahr 2025 standen mehrere bedeutende Projekte im Aufgabenfeld des
Tourismus und der Naherholung im Mittelpunkt. Zum zwanzigjährigen Jubiläum
des Premiumwanderwegs Rheinsteig wurde ein Willkommensportal, gefördert
mit rund 17.000 €, auf dem Drachenfels errichtet, ein weiteres steht auf dem
Stuxberg in Unkel. Die rund zwei Meter hohen Konstruktionen bestehen aus
sechs Cortenstahlplatten, die gemeinsam das Rheinsteig-Logo formen.Seite 3 von 24
Seite 4Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Darüber hinaus wurde im Jahr 2025, anlässlich des 150. Geburtstags von
Konrad Adenauer im Jahr 2026, ein etwa zehn Kilometer langer
Rundwanderweg mit Start in Rhöndorf konzipiert, welcher in diesem Jahr
umgesetzt und eröffnet werden soll. Der Wanderweg stellt Adenauer als
Persönlichkeit in den Mittelpunkt und soll Orte im Siebengebirge verbinden, die
mit seinem Leben verknüpft sind. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit der
Stiftung Konrad-Adenauer-Haus und der Stadt Bad Honnef. Zusätzlich wurde
die Neumarkierung des Beethovenwanderwegs vorgenommen, um die
Orientierung für Wandernde wieder zu verbessern und die Attraktivität des
Weges zu steigern.
Aufgabenfeld Umweltbildung
Im Jahr 2025 hat der Naturpark Siebengebirge nach erfolgreicher Bewerbung
den dritten Platz beim „Landeswettbewerb Naturpark.2027.NRW“ belegt und
somit ein Preisgeld von 90.000 € erhalten, welches zu 80 % von der
Landesregierung gefördert wird. In der dreijährigen Projektlaufzeit von 2025 bis
2027 sollen im Naturpark Siebengebirge außerschulische Lernorte aufgebaut
werden, um Umweltbildungsangebote, beispielsweise für die zwei zertifizierten
Naturparkschulen, in der Natur durchführen zu können. Dazu werden
pädagogische Programme sowie Lehr- und Lernmaterialien für verschiedene
Zielgruppen entwickelt. Die außerschulischen Lernorte zeichnen sich durch
eine in die Natur integrierte Lernumgebung aus, die für
Umweltbildungsaktionen mit größeren Gruppen genutzt werden kann und zum
Entdecken, Forschen und Erleben einlädt. Diese sollen durch kleinere bauliche
Maßnahmen, wie beispielsweise das Aufstellen von Sitzgelegenheiten aus
Naturmaterialien, gestaltet werden.
Aufgabenfeld Nachhaltige Regionalentwicklung
Auch die Netzwerkarbeit und nachhaltige Regionalentwicklung wurden intensiv
vorangetrieben. Die Geschäftsstelle beteiligte sich am Programm Naturpark-
Partner des Verbandes Deutscher Naturparke im Rahmen des
Katzensprungprojekts und gehört damit zu einem der 20 Modellnaturparke
Deutschlands. Im April 2025 erhielten fünfzehn Naturpark-Partner ihre
Zertifizierung. Im August und November fanden Netzwerktreffen statt, bei
denen die Partner Raum für Austausch und Vernetzung hatten. Ein besonderes
Highlight war der Tag der Regionalen Produkte am 12. Oktober 2025 auf dem
Ziepchensplatz in Rhöndorf, der gemeinsam mit den Naturpark-Partnern
erfolgreich durchgeführt wurde. Die Veranstaltung setzte ein klares Zeichen für
nachhaltige Produkte und erhöhte die Sichtbarkeit regionaler Anbieter im
Naturpark.
Fortführung Kooperation zum Aufbau Naturpark Siebengebirge
Als Träger des Naturpark Siebengebirges bedient sich der Rhein-Sieg-Kreis
(RSK) seit 2017 der Erfahrung der Geschäftsstelle des Naturpark Rheinland
zum Aufbau einer neuen Trägerstruktur für das Siebengebirge. Der RSK stellt
hierfür die erforderlichen Mittel zur Verfügung. Auch im Jahr 2025 ist der
Naturpark Rheinland den Verpflichtungen, die sich aus der
Kooperationsvereinbarung ergeben haben, nachgekommen und hat hierzu 2,5
Personen angestellt. 2025 erfolgte der Umzug der Geschäftsstelle aus demSeite 4 von 24
Seite 5Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Kreishaus in Siegburg nach Bad Honnef.
Die Kooperationsvereinbarung wurde mit Zustimmung der
Verbandsversammlung des Naturpark Rheinland nochmals um ein weiteres
Jahr verlängert und endet nach Ablauf des Jahres 2026. Aufgrund der
zahlreichen Synergien, die sich aus der Zusammenarbeit ergeben, hat die
Naturparkversammlung des Naturpark Siebengebirges in ihrer
Jahresversammlung am 16. Oktober den Rhein-Sieg-Kreis beauftragt zu
prüfen, wie eine Zusammenarbeit mit dem Naturpark Rheinland dauerhaft
rechts- und finanzsicher fortgeführt werden kann.
Über die Ergebnisse und die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen
wird das Gremium in einer eigenen Beschlussvorlage informiert und zur
Beratung vorgelegt.
Der Verschönerungsverein Siebengebirge (VVS) wurde 1869/70 mit dem
Ziel gegründet, das Siebengebirge für den wachsenden Erholungsverkehr zu
erschließen. Seit 1899 gehört auch der Schutz des Siebengebirges zu seinen
Aufgaben. Von 1986 bis 2018 war der VVS Träger des Naturparks
Siebengebirge. Inzwischen ist die Trägerschaft auf den Rhein-Sieg-Kreis
übergegangen, der Naturpark Rheinland ist mit der Geschäftsführung befasst.
Der VVS ist außerdem Mitglied der Naturparkversammlung NPS. Diese setzt
sich zusammen aus Vertretern des Rhein-Sieg-Kreises, der Stadt Bonn sowie
allen an der Gebietskulisse des Naturparks partizipierenden Kommunen.
Die Kernaufgaben des VVS bestehen darin, das Siebengebirge und seine
Wälder dauerhaft vor Zerstörung und Schädigung zu schützen, sonstige
Maßnahmen zum Schutz von Natur und Landschaft im Naturschutzgebiet
Siebengebirge zu fördern und dabei die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu
schützen, Wege und Anlagen zur Annehmlichkeit der Besucher herzustellen
und zu unterhalten und Kenntnisse über Geologie, Geschichte, Tier- und
Pflanzenwelt des Siebengebirges sowie Natur- und Umweltschutz zu verbreiten
und für einen schonenden Umgang mit den Schätzen der Natur zu werben.
Die Verwaltung wird weiterhin zu den Angeboten und Entwicklungen der beiden
Naturparke berichten. Federführend für die Betreuung der Naturparke und des
VVS in der Stadtverwaltung Bonn ist das Amt für Umwelt und Stadtgrün.
Wie aus der Vorlage ersichtlich, entfaltet die Mitteilungsvorlage finanzielle
Auswirkungen durch die halbjährlich anfallenden Verbandsumlagen und dem
Mitgliedbeitrag und erfolgt mit dem Vorbehalt der weiteren Prüfung im Rahmen
des laufenden Projektes zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH-
Planentwurfes 2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung.
Die Begründung zur Erhöhung der Verbandsumlage für den Naturpark
Siebengebirge nach Ablauf des Jahres 2026 durch die Übernahme in den
Zweckverband Naturpark Rheinland erfolgt in separater
Beschlussvorlage DS 261021.
Anlage/nSeite 5 von 24
Seite 6Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
1 2025-Jahresbericht-NPR (öffentlich)Seite 6 von 24
Jahresbericht 2025
Mit Ausblick 2026Seite 7 von 24
Einleitung
1. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
2. Der Naturpark als Projektentwickler
und Umsetzer
3. Bildung für nachhaltige Entwicklung
(BNE) und Umweltbildung
4. Naturschutz
5. Allgemeine Aufgaben und Verwaltung
6. Mitwirkung
7. Ausblick Aktivitäten in 2026
Seite 2 Jahresbericht
Inhaltsverzeichnis
Seite 3
Seite 4
Seite 6
Seite 8
Seite 13
Seite 15
Seite 16
Seite 17Seite 8 von 24
Darstellung der Aktivitäten im Naturpark Rheinland im Jahr 2025
Erneut kann der Naturpark
Rheinland auf ein ereignisreiches
und erfolgreiches Jahr zurück-
blicken. Unter anderem haben wir
im Frühjahr neuen Rast- und Lern-
stationen am Erft-Radweg mit
einem Rad-Aktionswochenende
eröffnet. In dem Zuge wurde
gemeinsam mit den Tourismus-
Organisationen das Routenteam des
Erft-Radwegs, bestehend aus
Vertreterinnen und Vertretern der
Hotels und der gastronomischen
Betriebe, wieder reaktiviert. Im
Sommer konnte unser neues
Naturpark-Umweltmobil in Betrieb
genommen werden, welches ab
sofort die BNE- und Umwelt-
bildungsarbeit der vier Naturpark-
Zentren und der beiden BNE-
Regionalzentren ergänzt.
Auch die Weichen für das Jahr 2026
wurden gestellt:
Durch die erfolgreiche Beteiligung
am Landeswettbewerb
Naturpark.2027.NRW – hier haben
wir den 2. Platz belegt – stehen dem
Naturpark für die kommenden bei-
den Jahre erneut Fördermittel zur
Verfügung. Unter dem Motto
„Naturpark.Kennen.Lernen“ sollen
im über 1.000 qm großem Naturpark
einheitliche Informationssysteme
ausgebracht werden, die über die
Möglichkeiten der Naherholung,
Verhaltensweisen in der Natur und
Besonderheiten der Kulturland-
schaft informieren. Wir hoffen so,
die Bekanntheit des Naturparks im
Sinne eines nachhaltigen Tourismus
und Naherholung zu erhöhen und
die Wertschätzung für unsere
heimische Natur- und Kulturland-
schaft zu fördern.
Die Maßnahmen und Betätigungs-
felder des Naturparks im Jahr 2025
werden auf den folgenden Seiten
näher erläutert.
In Bezug auf den pauschalen Zu-
wendungsbetrag, den jeder Natur-
parkträger nach Größe für Unter-
haltungs- und Pflegemaßnahmen
erhält, hat der Naturpark Rheinland
wieder den Weg gewählt, einen Teil
der Mittel direkt an die Naturpark-
Kommunen – bei Übernahme der
Eigenmittel und der Fördermittel-
bindung – weiterzuleiten. Nach
Rückmeldungen aus Weilerswist,
Swisttal, Bergheim und Wesseling
wurden in diesen Kommunen
gemeinsam Projekte umgesetzt –
zum Beispiel die Renovierung der
sogenannten „Himmelsleiter“ in
Glessen, eine Treppe, die auf den
Gipfel der Glessener Höhe führt.
Mit den weiteren Unterhaltungs-
mitteln wurde die Wanderinfra-
struktur im gesamten Naturpark
gepflegt und verbessert.
Eröffnung der Rast- und Lern-
station in Bedburg
Seite 3 Jahresbericht
Jahresbericht 2025
Einweihung des Naturpark-Umwelt-
mobils mit Naturpark-Schule in
ElsdorfSeite 9 von 24
1. Presse- und
ÖffentlichkeitsarbeitUm die zahlreichen Naherholungs-
angebote im Naturpark Rheinland
der Öffentlichkeit bekannt zu
machen, den Tourismus zu fördern
und die Besucher*innen im Sinne
des Naturschutzes zu lenken und zu
leiten, liegt ein Schwerpunkt der
Arbeit des Naturparks auf dem
Gebiet der Presse- und Öffentlich-
keitsarbeit. Mit Beschluss der
Verbandsversammlung verwendet
der Naturpark Rheinland seit März
2024 das Corporate Design des
Nationalen Naturlandschaften e.V.
(NNL). Zu den NNL gehören, neben
den über 100 Naturparken, auch die
Nationalparks, Biosphärenreservate
und Wildnisgebiete. Durch die
deutschlandweite Verwendung des
NNL-Designs erhofft sich der Natur-
park Rheinland eine verbesserte
Wahrnehmung als Schutzgebiet und
eine Attraktivitätssteigerung im
Sinne des nachhaltigen Tourismus
und der Naherholung.
Auch das neue Projekt aus dem
Landeswettbewerb 2027
„Naturpark.Kennen.Lernen“ zahlt
auf diese Strategie ein und soll
dabei helfen, den Naturpark auch in
der Landschaft „sichtbarer“ zu
machen.
Social Media und Pressearbeit
Neben der Internetpräsenz des
Naturparks und dem Naturpark-
Zentrum Gymnicher Mühle liefern
Die Karten „Brühl und die Ville-Seen“
und „Bonn, Rheinbach und der
Kottenforst“, decken im wander-
freundlichen Maßstab nahezu das
gesamte Naturparkgebiet ab. Die
Rückseiten enthalten zahlreiche
Wandervorschläge sowie Hinweise
zum Verhalten in der Natur.
Besonders beliebt ist die Broschüre
„Wandern im Naturpark Rheinland“,
die in 2025 erneut neu aufgelegt
werden musste.
Alle Naturpark-Routen können über
die Webseite des Naturparks und
auch über Apps wie „Komoot“
abgerufen werden.
Die Naturpark-Karten werden gegen
eine Schutzgebühr von 1,00 € und
die Faltblätter kostenfrei herausge-
geben. Alle Printprodukte sind in der
Geschäftsstelle, an den Naturpark-
Zentren und an verschiedenen
Touristinfos und Rathäusern sowie
über den Naturpark Online-Shop
erhältlich.die Facebook- und Instagram-
Kanäle auf der Basis eines zuvor
erstellten Mediaplans regelmäßig
Informationen zu aktuellen und
allgemeinen Themen. Ergänzt
werden die Social-Media-Aktivitäten
durch einen monatlich erscheinen-
den Newsletter und durch klassische
Pressemitteilungen. Insgesamt
verfügen die Kanäle über 1.000
Follower (482 Naturpark/ 785 NPZ
Gymnicher Mühle).
Es wurden rund 100 Posts abge-
setzt, 12 Newsletter versendet, 10
Pressemitteilungen herausgegeben
und im gesamten Gebiet des
Naturparks 8 Pressetermine zu
unterschiedlichen Themen, wie zum
Beispiel der Vorstellung des neuen
Naturpark-Umweltmobils oder der
Auszeichnung neuer Naturpark-
Schulen, abgehalten.
Der Naturpark betreibt und pflegt
die folgenden Internetseiten:
www.naturpark-rheinland.de
www.naturparkzentrum-
gymnichermuehle.de
www.bne-regionalzentrum.de
www.erftforscher.de
Karten und Faltblätter
Der Naturpark stellt nach wir vor
auch analoge Informationsmedien
bereit. Dazu gehören die beliebte
Faltblattserie und die Naturpark-
Karten.
Seite 4 JahresberichtSeite 10 von 24
1. Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitVeranstaltungen und Infomobil
Ein weiteres wichtiges Mittel der
Öffentlichkeitsarbeit ist die Teil-
nahme des Naturparks an Messen
und Veranstaltungen in den
Naturpark-Kommunen.
Bei Outdoorveranstaltungen wird
regelmäßig das Naturpark-
Infomobil genutzt. Der Oldtimer aus
dem Jahr 1964 erzielt nach wie vor
hohe Aufmerksamkeit und ist sehr
praktisch, um Infomaterialien zu
transportieren und attraktiv zu
präsentieren.
Insgesamt hat der Naturpark 2025
an 6 Wochenend-Veranstaltungen
mit dem Infomobil teilgenommen.
Darunter: die zweitägige Messe
„OutdoorWelt“ in Köln, die Eus-
kirchener Burgenfahrt, der Bonner
Frühlingsmarkt, das Bürgerfest „50
Jahre Rhein-Erft-Kreis“ und das
Sommerfest „Treff Natur“ in
Euskirchen.
Darüber hinaus organisiert der
Naturpark auch eigene Veranstal-
tungen. Am ersten Wochenende der
Osterferien feierte der Naturpark imRahmen des Naturparkwettbe-
werbs „Naturpark.2024.NRW“ mit
einem Rad-Aktionswochenende die
Eröffnung der neuen Rast- und
Lernstationen entlang des Erft-
Radweges.
Das Veranstaltungsformat
„Naturparke24“, welches der
Naturpark Rheinland im Jahr 2009
ursprünglich entwickelt hat, ist
mittlerweile als Gemeinschaftspro-
jekt der 12 nordrhein-westfälischen
Naturparke in NRW etabliert. An
einem Wochenende rund um den
„Tag der Parke“, am 24. Mai, finden
insgesamt 24 eigens dazu ent-
wickelte Aktionen statt. Je Natur-
park werden immer zwei exklusive
Naturerlebnisse direkt vor der
eigenen Haustüre für die Teilneh-
menden ausgearbeitet und erlebbar
gemacht.
Auch in diesem, Jahr beteiligte sich
der Naturpark Rheinland – u. a. mit
einer barrierefreien Waldführung für
blinde und sehbehinderte Menschen
– an der Aktion, die überregional in
ganz NRW beworben wird.
Seite 5 Jahresbericht
Ebenfalls wurde gemeinsam mit der
Brühler Ortsgruppe des Eifelvereins
im Rahmen der „Brühler Naturerleb-
nisse“ eine Themenwanderung auf
der knapp 17 km langen Naturpark-
Route „Klüttenweg“ auf der Ville-
Seenplatte durchgeführt.Seite 11 von 24
2. Der Naturpark als
Projektentwickler
und UmsetzerDer Naturpark Rheinland ist sehr
erfolgreich im Bereich der Dritt-
mittelakquise. Regelmäßig werden
Fördermittel eingeworben, die zur
Finanzierung der satzungsgemäßen
Aufgaben genutzt werden. Darüber
hinaus wirkt der Naturpark als
Partner bei Projekten in der Region
mit und berät Kommunen und
Partner*innen bei der Projektent-
wicklung und Fördermittelakquise.
Dazu gehörten in diesem Jahr die
Projekte „Wasserturm“ in Brühl, der
zu einem touristischen Informa-
tions- und Bildungszentrum ausge-
baut werden soll, das Projekt „Die
rheinische Seenlandschaft – Klima-
resiliente Naherholung und ein
naturbezogener Tourismus der
Zukunft für die Ville-Seen im nörd-
lichen Naturpark Rheinland“ und die
„Rheinische Revier-Route“, die in
Kooperation mit dem Rhein-Erft
Tourismus e.V. und dem Rhein-Erft-
Kreis in den Förderaufruf „REVIER.
GESTALTEN“ eingespielt wurde.
Auch im Jahr 2025 konnten Projekte
umgesetzt werden, die zum großen
Teil aus Fördermitteln finanziert
wurden. Dazu gehören u. a. die
Naturpark-Wettbewerbe des Landes
NRW: „Naturpark.2024.NRW“ und
„Naturpark.2027.NRW“.
Das Land fördert seit 2009, in einem
Turnus von drei Jahren, einen
Wettbewerb die Naturparke in NRW.
Rathäusern und Touristinfos oder an
Wanderparkplätzen ausgebracht
werden. Ziel ist es, die Sichtbarkeit
des Naturparks in der Fläche zu
erhöhen und somit den Bekannt-
heitsgrad zu steigern sowie mehr
Akzeptanz für den Schutz der Natur-
und Landschaft zu erwirken.Von den sieben Wettbewerben, die
seitdem stattgefunden haben, ist
der Naturpark Rheinland dreimalig
als „Naturpark des Jahres“ ausge-
zeichnet worden und hat insgesamt
fünf Mal Fördermittel erhalten.
Im Frühjahr 2025 wurden mit den
Restmitteln des Wettbewerbs
„Naturpark.2024.NRW“ Rast- und
Lernstationen entlang des Erft-
Radwegs in Betrieb genommen und
mit einem Rad-Aktionswochenende
eröffnet. Darüber hinaus diente ein
Fotoshooting entlang des Erft-
Radwegs den touristischen Ver-
marktungsorganisationen als
Grundlage für die zukünftige
Bewerbung der Route.
Im aktuellen Sieger-Beitrag
„Naturpark.Kennen.Lernen“, der von
der Jury im Frühjahr 2025 mit dem
2. Platz ausgezeichnet wurde,
stehen dem Naturpark für die Jahre
2025 bis 2027 insgesamt rund
100.000 € Projektmittel zur
Verfügung.
Unter Beteiligung von allen Stake-
holdern sowie verschiedener
Gruppen von Naherolungs-Suchen-
den und -Nutzenden soll in den
kommenden Jahren ein hierarchisch
aufgebautes Informationssystem
entwickelt werden. Dieses soll an
touristisch relevanten und stark
frequentierten Orten, wie zum
Beispiel den Naturpark-Zentren, den
Seite 6 JahresberichtSeite 12 von 24
2. Der Naturpark als Projektentwickler und UmsetzerUnterhaltungspauschale
„Förderrichtlinie Naturschutz“
Das Land NRW unterstützt die
Naturparke jährlich mit rund
900.000 € bei der Erhaltung und
Instandsetzung der Infrastruktur in
den Parken sowie mit weiteren
Fördermitteln bei der Aufstellung
von Naturparkplänen und der
Umsetzung von Projekten (FöNa-
Richtlinie).
Die Höhe der pauschalen Mittel wird
nach der Fläche des Naturparks
berechnet. Der Naturpark Rheinland
erhält aufgrund seiner Größe von
1.098 km² eine 80 prozentige
Förderung i. H. v. 54.900 € (100 % =
68.625 €). Einen Teil der Mittel setzt
der Naturpark für den Aufbau und
Erhalt der Wander- und Naherho-
lungsinfrastruktur ein. Partner ist
hier der Eifelverein e. V., dessen
Ortsgruppen regelmäßig die Wan-
derwege kontrollieren und Mängel
melden.
Da sowohl die Eigenmittel und die
Fördermittelbindung als auch die
personellen Kapazitäten des Natur-
parks begrenzt sind, wurden auch in
diesem Jahr die Naturpark-
Kommunen wieder direkt in die
Naturparkarbeit eingebunden.Die Kommunen konnten sich bis
März mit guten Projekten bis zu
einer Höhe von 20.000 € um die
Fördermittel bewerben. Der
Naturpark leitet die Mittel weiter
und hilft bei der Umsetzung. Die
Kommunen übernehmen im Gegen-
zug die Eigenmittel und die Förder-
mittelbindung.
Im Jahr 2025 wurden aus den
Pauschalmitteln unter anderem
folgende Maßnahmen umgesetzt
(Stand 11/25):
Heimat und Verschönerungs-
verein Buschhoven: Austausch
von zwei Bänken (2.846 €)
Kreisstadt Bergheim: Bunte Bank
Wanderweg (Errichtung von 9
Sitzbänken (6.700 €))
Landesbetrieb Wald und Holz
NRW: Renovierung „Himmels-
leiter“ Glessener Höhe (4.825 €)
Gemeinde Weilerswist: Anlage
eines Mikrowaldes (8.695 €)
Stadt Wesseling: Austausch
verschiedener Sitzmöglichkeiten
im Entenfanggelände (18.000 €)
Seite 7 JahresberichtSeite 13 von 24
3. Bildung für nachhaltige
Entwicklung (BNE) und
UmweltbildungUm u. a. die Konflikte zwischen den
Naturpark-Säulen nachhaltiger
Tourismus, Naherholung und Natur-
schutz zu vermeiden, ist Umwelt-
bildung, und hier vor allem eine
Bildung für nachhaltige Entwicklung
(BNE), eine wichtige Säule der
Naturparkarbeit. Daher betreibt der
Naturpark seit vielen Jahren ein
Netzwerk an Naturpark-Zentren. Der
Naturpark wird durch das Land NRW
seit 2017 mit einem und seit 2024
auch mit einem zweiten BNE-
Regionalzentrum im Landesnetz-
werk NRW gefördert. Von den
umfangreichen pädagogischen
Angeboten profitieren vor allem die
Naturpark-Schulen und die Natur-
park-Kita, mit denen der Naturpark
eng kooperiert.
BNE-Regionalzentren
Zu den gesetzlichen Aufgaben der
Naturparke ist im Bundesnatur-
schutzgesetz (BNatSchG §27) ge-
fordert, dass Naturparke „auch der
Bildung für nachhaltige Entwicklung
dienen“. Daher ist es sehr erfreulich,
dass der Naturpark nicht nur eine
weitere Förderzusage für die Jahre
2023 bis 2026 für das BNE-Regional-
zentrum im Naturpark-Zentrum
Gymnicher Mühle, sondern für die
Jahre 2024 bis 2027 auch ein zwei-
tes BNE-Regionalzentrum mit Sitz
gehören beispielsweise der „H²-
Summit“ im Rhein-Erft-Kreis oder
das Nachhaltigkeitsfest im Kreis
Euskirchen sowie weitere Veran-
staltungen an Schulen. Außerdem
hat der Naturpark an verschiedenen
BNE-Netzwerken teilgenommen, u.
a. auch im Rheinischen Revier und
auf Landesebene.
im Naturpark-Zentrum Himmeroder
Hof erhalten hat. Bildung für nach-
haltige Entwicklung (BNE) ist eine
Bildungsform, die Menschen zu zu-
kunftsfähigem Denken und Handeln
befähigt. Die Auswirkungen des
eigenen Handelns auf die Welt
sollen verstanden und verant-
wortungsvolle Entscheidungen
getroffen werden. Bei der
Vermittlung dieser Kompetenzen
werden ökologische, ökonomische,
soziale und globale Sachverhalte
einbezogen. Mit der Förderung ist es
möglich, die pädagogische Arbeit zu
stärken und einen Beitrag zur Nach-
haltigkeitsstrategie des Landes NRW
im gesamten Naturparkgebiet zu
leisten. Der Naturpark Rheinland ist
bisher der einzige Naturpark in NRW,
dem es gelungen ist, eine Förderung
des Landes für BNE zu erhalten. Mit
den Fördergeldern wurden in 2025
u. a. 200 kostenfreie Kurse für Schul-
klassen und Kindergärten an den
Naturpark-Zentren durchgeführt
und es fanden Multiplikatoren-
Schulungen und Fortbildungen für
Lehrkräfte statt. Die Schulen aus der
Region, die am Landesprojekt
„Schule der Zukunft“ teilnehmen,
wurden ebenfalls über die BNE-
Regionalzentren informiert und
betreut. Zu den weiteren
Veranstaltungen, die mit Hilfe des
BNE-Teams durchgeführt wurden,
Seite 8 JahresberichtSeite 14 von 24
3. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und UmweltbildungNaturpark-Umweltmobil
Im Beisein von Staatssekretär Viktor
Haase hat der Naturpark Rheinland
im Sommer 2025 sein neues
Naturpark-Umweltmobil in Betrieb
genommen. Das rund 100.000 €
teure E-Fahrzeug wurde mit Förder-
geldern des Landes NRW aus dem
Wettbewerb „Naturpark.2024.NRW“
und den Eigenmitteln des Rhein-
Erft-Kreises (REK) finanziert. Der REK
übernimmt darüber hinaus für die
Dauer der Fördermittelbindung von
10 Jahren die Personalkosten für
eine pädagogische Fachkraft und
die Unterhaltungskosten des Fahr-
zeugs. Bei dem Fahrzeug handelt es
sich um einen zu 100% elektrisch
betriebenen Mercedes Sprinter, der
multifunktional mit pädagogischen
Materialien zur Erkundung der im
Naturpark typischen Landschaftsbe-
standteilen Wald, Wasser und Wiese
ausgestattet ist. Das Angebot richtet
sich vor allem an Schulen im REK,
die - u. a. aufgrund gestiegener
Buskosten - nicht zu einem der
Naturpark-Zentren reisen können.Netzwerk der Naturpark-Zentren
Auf der Grundlage eines gemeinsam
entwickelten pädagogischen Leit-
bildes und eines pädagogischen
Konzeptes, bieten die vier Natur-
park-Zentren „Gymnicher Mühle“ in
Erftstadt, „Himmeroder Hof“ in
Rheinbach, „Friesheimer Busch“ in
Erftstadt und „Haus der Natur“ in
Bonn ein umfangreiches päda-
gogisches Angebot an. Alle vier
Zentren sind BNE-zertifiziert bzw.
sogar einmal rezertifiziert worden.
Die durch das Land NRW durchge-
führte Zertifizierung gilt für drei
Jahre und ist Grundvoraussetzung
dafür, dass sich der Naturpark
weiterhin um eine Förderung im
Rahmen der Förderrichtline BNE
beim Land NRW bewerben kann.
Die vier Zentren sind in einem Netz-
werk organisiert und stehen zu
verschiedenen Themen im regel-
mäßigen und engen Austausch
miteinander. Die Naturpark-Zentren
sind auf-grund ihrer Lage „Einstiegs-
orte“ in den Naturpark. Sie bieten
nicht nur buchbare pädagogischeProgramme und offene Termine an,
sondern zeigen auch in Sonder- und
Dauerausstellungen die Besonder-
heiten der Natur und Landschaft im
Naturpark Rheinland.
Aktuell wird von Seiten der Stadt
Euskirchen geprüft, ob auch der
sogenannte „Treff Natur“ in der
renaturierten Erftaue eine Koopera-
tion mit dem Naturpark eingeht, um
in das Netzwerk der Zentren aufge-
nommen zu werden.
Der Naturpark Rheinland betreibt
eigenständig die beiden Naturpark-
Zentren Gymnicher Mühle und
Himmeroder Hof.
Seite 9 JahresberichtSeite 15 von 24
3. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Umweltbildung
Projekt Naturpark-Schulen und
Naturpark-KiTa
„Naturpark-Schulen“ bringen
Schüler*innen Naturparke als
vielfältige Lern- und Erfahrungsorte
nahe. Sie sensibilisieren sie für die
Besonderheiten der Heimat, ermög-
lichen einen regionalen Bezug zu
Bildungsplänen sowie die originäre
Erfahrung von Natur und Kultur im
Umfeld der Schule und leisten einen
Beitrag zur Bildung für nachhaltige
Entwicklung (BNE).
Die Auszeichnung zur Naturpark-
Schule erfolgt durch den Naturpark
und den Verband der Deutschen
Naturparke e.V. (VDN) und nach
speziellen Kriterien, in denen sich
die Schulen verpflichten, Natur-
parkthemen regelmäßig und dauer-
haft im Unterricht zu verankern.
Durch die Kooperationen werden
gemeinsame Lernziele definiert und
eine Wissensvermittlung von regio-
nalen Themen, im Sinne einer Bil-
dung für nachhaltige Entwicklung
(BNE), im Schul- und Kita-Alltag
etabliert. Die pädagogische Um-
setzung erfolgt in Form von Projekt-
tagen und Exkursionen sowie der
Einbindung von Expert*innen (Na-
turschützer*innen, Förster*innen
oder Landwirt*innen) und von
außerschulischen Lernorten.
Im Jahr 2024 wurde das Label
„Naturpark-Schule“ auch als eines
von insgesamt 7 bundesweiten
Labeln in die Weiterentwicklung der
Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie
als Indikator für BNE aufgenommen.
Damit wird das intensive Engage-
ment der deutschen Naturparke für
BNE deutlich und anerkannt.
In den vergangenen Jahren konnte
im Naturpark ein stetig wachsendes
Netzwerk an Naturpark-Schulen
aufgebaut werden. Derzeit sind 13
Naturpark-Schulen eine Kooperation
mit dem Naturpark eingegangen.
Seit 2022 nimmt der Naturpark auch
an dem Programm „Naturpark-KiTa“
teil, dass der VDN mit der Generali-
Versicherung durchführt.
Durch die Unbterstützung erhält der
Naturpark 3 Jahre lang je 2.500 €,
um das Projekt mit einer Kinder-
tagesstätte zu erproben.
2023 konnte mit der KiTa St. Katha-
rina aus Alt Hürth die erste Natur-
park-KiTa ausgezeichnet werden.
Die Kinder und deren Betreuer*innen
besuchen neben verschiedenen
Angeboten der Naturpark-Zentren
regelmäßig den ökologisch
revitalisierten, natur-nahen Garten
mit Wildblumen- und Streuobst-
wiese an der Geschäfts-stelle im
Löhrerhof auf, um hier die Natur vor
der eigenen Haustür zu erleben.
Naturpark-KiTa St. Katharina
Seite 10 JahresberichtSeite 16 von 24
Naturpark-Zentrum Himmeroder Hof
und Römerkanal-Infozentrum
Das Naturpark-Zentrum
Himmeroder Hof in Rheinbach
befindet sich gemeinsam mit dem
Glasmuseum und dem Römerkanal
Infozentrum im mittelalterlichen
Hofensemble des Himmeroder
Hofes.
Der Öffnungsbetrieb der Ausstellung
im Naturpark-Zentrum und des
Römerkanal-Informationszentrums
wird durch den Naturpark Rheinland
gesichert. Hierfür stehen insgesamt
6 Mitarbeitende auf Minijob-Basis
zur Verfügung. Der pädagogische
Betrieb wird im Wesentlichen von
den Mitarbeitenden des BNE-
Regionalzentrums und freiberuf-
lichen Kräften sichergestellt.
Im Jahr 2025 besuchten insgesamt
fast 3.600 Personen das Naturpark-
Zentrum und das Römerkanal-
Infozentrum.
Insgesamt wurden am Standort 81
Kurse durchgeführt. An den Kursen
nahmen ca. 1.700 Kinder, überwie-
gend aus Grundschulen und Kinder-
gärten der näheren Umgebung, teil.
Am 7. September fand das Hoffest
im Himmeroder Hof statt. Das Fest
wurde von allen ansässigen
Institutionen (Naturpark-Zentrum,
Glasmuseum Rheinbach, Römer-
kanal-Informationszentrum und
Stadtarchiv Rheinbach) erfolgreich
gemeinsam organisiert und
umgesetzt.
Hoffest im Naturpark-Zentrum
Himmeroder HofSeite 17 von 24
Naturpark-Zentrum Gymnicher Mühle
Auf der Grundlage einer Koopera-
tionsvereinbarung mit dem Rhein-
Erft-Kreis und dem Erftverband
betreibt der Naturpark seit 2014 das
„Naturpark-Zentrum Gymnicher
Mühle“. Der außerschulische Lern-
ort, besteht aus einem „Wasser-
labor“, dem „Wassererlebnispark“,
dem „Erftmuseum“ und der „Lehr-
bäckerei“ mit der Ausstellung „Vom
„Korn zum Brot“. Zur Bewältigung
dieser vielfältigen Aufgaben am
Standort Gymnicher Mühle erhält
der Naturpark einen ergänzenden
Zuschuss durch den Rhein-Erft-Kreis.
Mit den zur Verfügung gestellten
Mitteln beschäftigt der Naturpark
2,5 festangestellte Fachkräfte. Seit
dem Jahr 2023 finanziert der Rhein-
Erft-Kreis auch eine halbe Stelle zum
Betrieb der am Standort befind-
lichen „Lehrbäckerei“. Hierdurch
konnte das Bildungsangebot um die
wichtigen Bausteine „Regionale
Produkte“, traditionelles Handwerk
und Ernährung erweitert werden.
Für den Öffnungsbetrieb und die
Durchführung der pädagogischen
Programme sind neben den fest-
angestellten Mitarbeitenden weitere
16 Minijobbende, vier Bundesfrei-
willigendienstleistende und zahl-
reiche Freiberufler*innen eingebun-
den. Das Team wird zusätzlich
unterstützt durch die 1,5 Projekt-
stellen des BNE-Regionalzentrums,
das Büroräume im Mühlengebäude
angemietet hat.
Auch im 11. Jahr seines Bestehens
konnte der außerschulische Lernort
2025 insbesondere im pädago-
gischen Bereich wieder sehr gute
Zahlen verbuchen. Am umfang-
reichen pädagogischen Angebot, zu
dem seit den Sommermonaten auch
das Naturpark-Umweltmobil gehört,
haben fast 12.000 Kindergartenkin-
der, Schüler*innen und Erwachsene
teilgenommen. Zur Verbesserung
der Erreichbarkeit des Standortes
stellte der Rhein-Erft-Kreis Mittel in
Höhe von bis zu 30.000 € für die
Anreise von Schulen und
Kindergärten aus dem Rhein-Erft-
Kreis per ÖPNV und Reisebus zur
Verfügung.
Den Wassererlebnispark haben rund
23.000 Personen in den Sommer-
monaten aufgesucht. Das sind
weniger Gäste als im Vorjahr, was
vermutlich auf das schlechtere
Wetter mit vielen Regentagen an
Wochenenden und in den Ferien
zurückzuführen ist.
Die neue Dauerausstellung „Die Flut
2021“ im Erftmuseum hat hingegen
zu einer deutlichen Steigerung der
Besuchendenzahlen gegenüber den
Vorjahren geführt. Im ersten Jahr
nach der Eröffnung hatten rund
4.000 Besucher*innen und 60
Gruppen das Museum und die neue
Ausstellung besichtigt, im Jahr 2025
waren es rund 3.800 Besuchende.
Die Aktivitäten des Naturpark-
Zentrums Gymnicher Mühle sind in
einen gesonderten Geschäftsbericht
ausführlich dargestellt.Seite 18 von 24
Termin: 20 Juni 2035Mitarbeitenden des Kölner Standorts
der globalen Beratungsfirma Guide-
house ertüchtigt und mit neuen
Infoschilder ausgestattet. Mit rund
40 Mitarbeitenden der naturstrom
AG wurden bereits im dritten Jahr in
Folge Pflegemaßnahme im Umwelt-
und Naturpark-Zentrum Friesheimer
Busch sowie in einer nahegelegen
Kiesgrube durchgeführt. Für die
Organisation und Anschaffung
benötigter Werkzeuge erhält der
Naturpark einen finanziellen
Zuschuss durch den NNL e.V.
Baumpflanzaktionen
Überall im Naturparkgebiet unter-
stützt der Naturpark Rheinland aktiv
die Initiativen von Kommunen und
Vereinen Bäume zu pflanzen. Zum
Beispiel wurde im Jahr 2025 mit
Mitteln des Naturparks ein Mikro-
wald in der Gemeinde Weilerswist
angelegt.
4. NaturschutzAnders als in den meisten bundes-
deutschen Naturparken werden in
Nordrhein-Westfalen die
Biologischen Stationen durch das
Land und die Landschaftsverbände
gefördert, um Themen des Natur-
schutzes zu bearbeiten. Dennoch
leisten auch die 12 nordrhein-
westfälischen Naturparke
wesentliche Beiträge zum
Artenschutz und der Biodiversität.
Im Naturpark Rheinland sind hier für
das Jahr 2025 unter anderem
folgende Aktionen zu nennen:
„Corporate Volunteering“ Projekt
des Nationalen Naturlandschaften
e.V.
Durch die Kooperation der Natur-
park-Dachverbände Verband
deutscher Naturparke e.V. (VDN) mit
dem Nationalen Naturlandschaften
e.V. (NNL), der deutschen Sektion
der EUROPARC Fédération, in denen
Nationalparke, Wildnisgebiete, Bio-
sphärenreservate und Naturparke
organisiert sind, haben sich neue
Fördermöglichkeiten und Aufgaben-
felder entwickelt. Dazu gehört das
Projekt „Corporate Volunteering“,
bei dem Firmen ihre Mitarbeitenden
für Naturschutzmaßnahmen in
Naturparken freistellen.
2025 wurde in Kooperation mit
Vereinen und Verbänden (z. B. dem
NABU Rhein-Erft) in diesem Rahmen
der Baumlehrpfad in Pulheim-
Stommeln durch den Einsatz von
Seite 13 JahresberichtSeite 19 von 24
4. Naturschutz
Zertifizierte Natur- und
Landschaftsführer*innen (ZNL)
In 2024 veranstaltete der Naturpark
Rheinland diesen Zertifikats-
Lehrgang bereits zum siebten Mal
gemeinsam mit der Natur- und
Umweltschutzagentur NRW (NUA).
Im Rahmen des 10-tägigen Lehr-
gangs, der im Wesentlichen durch
die Mitarbeitenden des Naturparks
organisiert wird, erwerben die Teil-
nehmenden Kenntnisse über die
verschiedenen Facetten und
Themen des Naturpark Rheinland.
Dazu vermitteln Fachleute aus der
Region u.a. naturkundliche und
naturschutzrechtliche Grundlagen
sowie Besonderheiten der Tier- und
Pflanzenvorkommen und informie-
ren über die regionalen Zusammen-
hänge von Natur, Kultur und (Land-)
Wirtschaft. Zudem erlangen die
zukünftigen ZNLer*innen Einblicke in
die Bereiche Umwelt- und Erlebnis-
pädagogik (Bildung für Nachhaltige
Entwicklung), Tourismus, Marketing
und Kommunikation.
Zum Erhalt des Zertifikates, welches
für die Dauer von 5 Jahren gilt,
legen die Teilnehmenden eine drei-
teilige Prüfung ab.
Diese besteht aus einem Multiple
Choice Test, einer Hausarbeit und
einer praktischen Prüfung. Um die
Zertifizierung, aufrecht zu erhalten,
ist es erforderlich, dass die
Teilnehmenden regelmäßig an
Fortbildungen und Netzwerkveran-
staltungen teilnehmen, die u. a.
auch der Naturpark organisiert.
Im Fokus der Netzwerktreffen steht
der Austausch zu den aktuellen
Einsatzfelder der ZNLer*innen sowie
die generelle Ausgestaltung der
Zusammenarbeit mit dem
Naturpark.
Insgesamt hat der Naturpark in den
vergangenen 15 Jahren bereits über
100 Multiplikator*innen zertifiziert.
Einige von ihnen sind selbstständig
als Freiberufler*innen oder Übungs-
leiter*innen an unseren Naturpark-
Zentren tätig oder in den Gäste-
führerverbänden im Rhein-Erft- bzw.
Rhein-Sieg-Kreis organisiert und
engagiert.
Seite 14 JahresberichtSeite 20 von 24
Rheinland nochmals um ein wei-
teres Jahr verlängert und endet
dann. Aufgrund der zahlreichen
Synergien, die sich aus der Zusam-
menarbeit ergeben, hat die Natur-
parkversammlung des Naturpark
Siebengebirges in ihrer Jahresver-
sammlung am 16. Oktober den
Rhein-Sieg-Kreis jedoch beauftragt
zu prüfen, wie eine Zusammenarbeit
mit dem Naturpark Rheinland
dauerhaft rechts- und finanzsicher
fortgeführt werden kann.
Die Arbeit des Naturpark Sieben-
gebirge ist in einem eigenen
Geschäftsbericht dargestellt.
5. Allgemeine Aufgaben
und VerwaltungZu den allgemeinen Aufgaben der
Geschäftsstelle gehört, neben der
Drittmittel- und Projektmittel-
akquise, auch die Anliegen und Ziele
des Zweckverbandes auf Regional-
und Landesebene zu vertreten und
politische Lobbyarbeit zu betreiben.
Ziel ist es dabei vor allem, die finan-
zielle und personelle Ausstattung
der Naturparke insgesamt zu ver-
bessern und die Bedeutung der
Naturparkarbeit hervorzuheben.
Aktuell laufen Verhandlungen mit
dem Land NRW, dass die Naturparke
zukünftig eine bessere finanzielle
Ausstattung erhalten sollen, was in
anderen Bundesländern oftmals
bereits die Regel ist.
Darüber hinaus wirkt der Naturpark
Rheinland auch auf Landes- und
Bundesebene in zahlreichen
Gremien mit. So ist der Geschäfts-
führer beispielsweise Sprecher der
Interessenvertretung der BNE-
Regionalzentren in NRW und als
Qualitätsscout bundesweit für die
Qualitätsoffensive des VDN aktiv.
Stellungnahmen/ Gutachten als
Träger öffentlicher Belange
Ein wichtiges Instrument zur
Einbindung der Ziele des Naturparks
aus seinem Naturparkplan sind die
Stellungnahmen als Träger öffent-
licher Belange. Von den 30 einge-
gangenen Verfahren betrafen in
diesem Jahr allerdings keine denNaturpark Rheinland und seine
Aufgaben, da die vorgesehenen
Flächen außerhalb des Verbands-
gebietes oder innerhalb der Sied-
lungszone lagen.
Fortführung Kooperation zum
Aufbau Naturpark Siebengebirge
Als Träger des Naturpark Sieben-
gebirges bedient sich der Rhein-
Sieg-Kreis (RSK) seit 2017 der Erfah-
rung der Geschäftsstelle des Natur-
park Rheinland zum Aufbau einer
neuen Trägerstruktur für das Sie-
bengebirge. Der RSK stellt hierfür die
erforderlichen Mittel zur Verfügung.
Auch im Jahr 2025 ist der Naturpark
Rheinland den Verpflichtungen, die
sich aus der Kooperationsvereinba-
rung ergeben haben, nachgekom-
men und hat hierzu 2,5 Personen
angestellt. 2025 erfolgte der Umzug
der Geschäftsstelle aus dem Kreis-
haus in Siegburg nach Bad Honnef.
Die Kooperationsvereinbarung
wurde mit Zustimmung der Ver-
bandsversammlung des Naturpark
Seite 15 JahresberichtSeite 21 von 24
Mit folgenden Organisationen bestehen
Mitgliedschaften und Kooperationsverträge:
Verband Deutscher Naturparke e.V.
Naturparke NRW e.V.
Rhein-Erft-Kreis und Erftverband zum „Naturpark-
Zentrum Gymnicher Mühle“
Rhein-Erft-Kreis zur „Lehrbäckerei“ Gymnicher
Mühle
Rhein-Erft-Kreis „Naturschutzmobil“
Rhein-Sieg-Kreis „Naturpark Siebengebirge“
Biologische Station Bonn/Rhein-Erft e.V.
Eifelverein e.V.
Umwelt- und Naturpark-Zentrum Friesheimer Busch
Rhein-Erft Tourismus e.V.
Rhein-Voreifel Touristik e.V.
Radregion Rheinland e.V.
Nordeifel Tourismus GmbH
Freundeskreis Römerkanal e.V.
Stadt Rheinbach
Zweckverband NP Bergisches Land
Technische Hochschule Köln
Natur- und Kulturstiftung Schloss TürnichUm die Interessen des Zweckverbands auf Regional-
und Landesebene zu vertreten ist die Netzwerkarbeit ist
eine wesentliche Säule der Naturparkarbeit. Daher ist
der Naturpark Rheinland auch im Jahr 2025 in zahl-
reichen Gremien aktiv eingebunden.
Dazu gehören u.a.:
AK Natur und Landschaft des Region Köln/Bonn e.V.
AK Tourismus und Naherholung des Region Köln/
Bonn e.V.
Arbeitsgemeinschaft Naturparke NRW e.V.
Innovationsnetzwerk Tourismus im Rheinischen
Revier
AK Rheinische Naturparke des LVR
LVR-Netzwerk Landschaftliche Kulturpflege mit den
Biologischen Stationen
Lenkungskreis Römerkanal-Wanderweg
Lenkungskreis Römerkanal-Infozentrum
AK Umweltbildung im Naturpark Rheinland
AK Natur und Schule Bildungspartner NRW
Landesnetzwerk der BNE-Regionalzentren NRW
Sprecher*innen-Rat BNE-Regionalzentren NRW
AK Rheinische BNE-Regionalzentren
AK Landesnetzwerk BNE-Regionalzentren NRW
Mitglied erweiterter Vorstand LEADER-Region
Zülpicher Börde e.V.
Mitglied LEADER-Region Voreifel – Die Bäche der
Swist e.V.
Vorstand Rhein-Voreifel Touristik e.V.
Mitglied Marketingausschuss Nordeifel-Tourismus
Marketingausschuss Radregion RheinlandGremien, in Arbeitskreisen und Kooperationen
Seite 16 Jahresbericht
6. MitwirkungSeite 22 von 24
Aufbau und Betreuung eines „Freiwilligennetz-
werks“ mit ZNLer*innen und Eifelverein e.V.
Naturschutzmaßnahmen mit „Freiwilligen“ im
Rahmen des NNL-Volunteer Projektes
Teilnahme an Veranstaltungen/Messen mit dem
Infomobil im Verbandsgebiet
Betrieb und Mitwirkung Naturpark Siebengebirge
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben zudem
gezeigt, dass der Naturpark flexibel auf neue
Fördermöglichkeiten und Projekte reagieren muss, um
somit im Sinne seiner Träger, Kommunen und Kreise
kurzfristig Projekte realisieren zu können. Daher können
weitere Aufgaben in der Jahresagenda hinzukommen.Im Jahr 2026 sind unter anderem folgende Aufgaben
und Projekte zur Umsetzung geplant:
Betrieb des BNE-Regionalzentrums, des Naturpark-
Zentrums und des „Römerkanal-
Informationszentrums“ im Himmeroder Hof in
Rheinbach
Betrieb des BNE-Regionalzentrums, des Naturpark-
Zentrums mit Lehrbäckerei, Öffnungsbetrieb der
Ausstellung „Vom-Korn zum Brot“ am Naturpark-
Zentrum Gymnicher Mühle
Betrieb Naturpark-Umweltmobil
Kooperation „Grünes Klassenzimmer“ Euskirchen
(Neues Naturpark-Zentrum)
Kooperation „Grünes Klassenzimmer“ Schloss
Paffendorf
Fortführung Projekt „Naturpark-Schulen“ und
„Naturpark-Kita“
Teilnahme LEADER Regionen „Zülpicher Börde“ und
„Voreifel – Die Bäche der Swist“
Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen, neue
Wanderparkplatzschilder etc.
Weiterleitung der Unterhaltungspauschale an
Naturpark-Kommunen
Projektdurchführung „Klimaresiliente Naherholung
der Zukunft – Am Beispiel der Ville-Seen“
Durchführung des Projektes
„Naturpark.Kennen.Lernen“ des Wettbewerbs
„Naturpark.2027.NRW“
Durchführung von 2 Workshops im Rahmen des
Projektes „Naturpark.Kennen.Lernen“
Projektentwicklung/Durchführung Förderprojekt
„Rheinische Revier Route“
Projektentwicklung Stadt Brühl/Kletterwald
Wasserturm
Team-Tag am Schloss Paffendorf
Seite 17 Jahresbericht
7. Ausblick
Aktivitäten in 2026Seite 23 von 24
Naturpark Rheinland | Lindenstraße 20 | 530354 Hürth
Tel.: 02233/ 7100-777 | info@naturpark-rheinland.de | www.naturpark-rheinland.deHerausgeber:Der Naturpark Rheinland ist Teil der Nationalen Naturlandschaften (NNL), dem
Bündnis der deutschen Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate und
Wildnisgebiete. www.nationale-naturlandschaften.deSeite 24 von 24

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

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Datenstand: 02.11.2026, 18:46 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de