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260984 · Antrag

Prüfauftrag zur Einführung einer „Digitalen Bürgerwabe“ für den Bonner Bürgerservice

Nummer
260984
Art
Antrag
Veröffentlicht
20.05.2026
Letzte Änderung
24.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Einreichung erledigt · 20.05.2026
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 07.07.2026

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung noch nicht verknüpft Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für Digitalisierung, Dienstleistung und Verwaltungsmodernisierung 07.07.2026 Empfehlung
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Untergeordnet

  1. 260984-01 ST Prüfauftrag zur Einführung einer „Digitalen Bürgerwabe“ für den Bonner Bürgerservice

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Antrag
öffentlich
260984
Antragsteller/in:
Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Astrid Grunewald
Dr. Bendikt Reiz
Patric Lenhart
19.5.2026
Prüfauftrag zur Einführung einer „Digitalen
Bürgerwabe“ für den Bonner Bürgerservice
Beratungsfolge
Ausschuss für Digitalisierung, Dienstleistung
und Verwaltungsmodernisierung
09.06.2026 Empfehlung
Hauptausschuss 30.06.2026 Entscheidung
Inhalt des Antrags
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob und in welcher Form ein
modularer Vor-Ort-Servicepunkt nach dem Vorbild des Pilotprojekts „Digitale
Bürgerwabe“ (Landkreis Roth1) in Bonn für einzelne, bürokratisch komplexe
oder personalintensive Prozesse (z. B. Wohngeld) im Rahmen einer Testphase
erprobt werden kann.
Der Prüfauftrag soll insbesondere folgende technische und organisatorische
Aspekte klären:
1. Pilotierung bei Schwerpunkt-Leistungen: Für welche stark
nachgefragten und bürokratisch komplexen Antragsverfahren (z. B.
Wohngeld) ist der Einsatz eines solchen assistierten Terminals am
sinnvollsten?
2. Relevante Funktionalitäten: Welche der technologischen Hilfsmittel
des Pilotprojekts besitzen für Bonn die höchste Relevanz? Zu prüfen
sind hierbei insbesondere:
o Sprachbasierte Antragstellung und automatische Transkription,
o Automatisierte Ausfüllhilfe mit Plausibilitäts- und
Vollständigkeitsprüfung,
o Sichere Identitätsprüfung (Ausweis-Scan/ Echtzeit-Abgleich) und
integrierter Dokumentenscanner.
3. Standorte und Erreichbarkeit: Welche (dezentralen) Standorte eignen
sich für eine Aufstellung, auch um Bürgerservice unabhängig von
starren Öffnungszeiten anzubieten?
4. Technische Schnittstellen: Welche datenschutzkonformen
Voraussetzungen müssen für eine medienbruchfreie undSeite 1 von 2
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datenschutzkonforme Übernahme der Daten in die Bonner
Fachverfahren geschaffen werden?
5. Fördermittel: Welche Innovationsförderprogramme des Landes NRW
oder des Bundes können für die Implementierung herangezogen
werden?
1 https://www.stmd.bayern.de/pilotprojekt-digitale-buergerwabe-in-roth-
kuenstliche-intelligenz-erleichtert-behoerdengaenge/
Begründung
Die Verwaltungsdigitalisierung darf nicht zu einer reinen „Online-Pflicht“ führen,
die Menschen ohne Hardware oder digitales Vorwissen abhängt. Gleichzeitig
ist es dringend geboten das Verwaltungspersonal zu entlasten. Das im April
2026 vorgestellte Pilotprojekt der „Digitalen Bürgerwabe“ in Roth zeigt einen
innovativen, hybriden Ausweg: Ein geschützter Servicepunkt vor Ort verbindet
digitale Werkzeuge mit dem gewohnten Behördengang.
Die Technik agiert dabei als Hilfsmittel im Hintergrund: Sie transkribiert
gesprochene Sprache, übersetzt, prüft Dokumente auf Vollständigkeit und
unterstützt beim Ausfüllen der Formulare. Für die Bürgerinnen und Bürger
bedeutet dies eine verständliche, begleitete Antragstellung. Dieser hybride
Ansatz bietet selbst bei einer Teilautomatisierung enorme Gewinne – auch
wenn ein Prozess nicht sofort komplett digital abgebildet werden kann.
Bürgerinnen und Bürger erhalten bei Bedarf weiterhin direkt Hilfe durch
Mitarbeitende vor Ort, während gut vorausgefüllte Formulare sowie bereits
strukturiert erfasste Daten die Verwaltung massiv entlasten und langwierige
Nachbearbeitungen hinfällig machen. Bonn sollte die Machbarkeit dieses
Modells zügig für ausgewählte Prozesse prüfen.
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 20:29 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de