260909 · Große Anfrage
Volt-Anfrage: Mitmachbudget Bad Godesberg — Transparenz und Weiterentwicklung
Kerndaten
- Nummer
- 260909
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 06.05.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Bad Godesberg Hauptort
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 260909 Fragesteller/in: Peter Schmidt 06.05.2026, gez. BBM Yildiz Volt-Anfrage: Mitmachbudget Bad Godesberg — Transparenz und Weiterentwicklung Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 27.05.2026 Kenntnisnahme Fragestellung 1. Wie gestaltet die Verwaltung die Kommunikation mit den Antragsteller*innen und der Bezirksvertretung im Rahmen des Mitmachbudgets 2025/26 — von der Beschlussfassung bis zum Abschluss der Umsetzung? a. Wurden alle Antragsteller*innen — sowohl der beschlossenen als auch der nicht berücksichtigten Projekte — über das Ergebnis der Abstimmung und den Beschluss der Bezirksvertretung vom 28. Januar 2026 informiert? Falls ja: in welcher Form und mit welchem Inhalt? Falls nein: aus welchem Grund nicht? b. Wird standardmäßig Kontakt zu den Antragsteller*innen aufgenommen, wenn sich abzeichnet, dass ein Projekt nicht oder nicht wie beschlossen durchgeführt werden kann? Falls nein: aus welchem Grund nicht? c. Werden die Bezirksvertretung und die Antragsteller*innen nach Abschluss der Umsetzung standardmäßig über die Ergebnisse informiert? Falls ja: in welcher Form und mit welchem Inhalt? Falls nein: aus welchem Grund nicht? d. Wie bewertet die Verwaltung die Einführung eines Status- Dashboards auf bonn-macht-mit.de, das den Umsetzungsstand beschlossener Projekte für alle Beteiligten transparent macht? 2. Die Verfahrensregeln sehen vor, dass Antragsteller*innen, die im letzten Zyklus nicht berücksichtigt wurden, im nächsten Zyklus erneut einreichen können (Quelle: bonn-macht-mit.de). a. Ist darüber hinaus eine automatische Übernahme nicht berücksichtigter Projekte in den nächsten Zyklus denkbar und möglich? b. Falls nicht: Gibt es Überlegungen, diese dauerhaft auf bonn- macht-mit.de zu archivieren, damit die Ideen sichtbar bleiben? c. Wie bewertet die Verwaltung den Mehrwert eines solchen Transparenz-Archivs für die Akzeptanz des Mitmachbudgets? 3. Wie geht die Verwaltung mit Abweichungen zwischen dem zugesprochenen Förderbetrag und den tatsächlichen Projektkosten um?Seite 1 von 3 Seite 2 a. Wie verfährt die Verwaltung, wenn bei einem beschlossenen Projekt der zugesprochene Förderbetrag nicht vollständig ausgeschöpft wird — und was geschieht in der Regel mit den nicht verwendeten Mitteln? b. Wie wird verfahren, wenn die Projektkosten den zugesprochenen Betrag übersteigen? Wer trägt die Mehrkosten und wer wird in welcher Form darüber informiert? 4. Die Verwaltung hat in der Beschlussvorlage DS 253944 zu den Projekten des Mitmachbudgets 2025/26 Stellung genommen – u. a. zur Umsetzbarkeit und zum Finanzaufwand, einschließlich konkreter Handlungsoptionen (Aufstockung, reduzierter Umsetzungsumfang, Planung mit Umsetzung im Doppelhaushalt 2027/28). Welchen rechtlichen Status haben die Stellungnahmen der Verwaltung zu Umsetzbarkeit und Finanzierung nach Beschlussfassung durch die Bezirksvertretung — insbesondere: Werden sie automatisch Bestandteil des Beschlusses, oder bedarf es einer ausdrücklichen Mitbeschlussfassung? Gilt dies entsprechend, wenn die Verwaltung mehrere Handlungsoptionen benennt? 5. Am 30. August 2025 wurde erstmals in Bonn ein Gemeinwohlcheck mit rund 60 zufällig ausgewählten Bürger*innen im Haus Vielinbusch durchgeführt (Quelle: bonn-macht-mit.de). a. Wie bewertet die Verwaltung die Erfahrungen mit diesem Format? Welche Erkenntnisse für das Verfahren des Gemeinwohlchecks wurden gewonnen und evaluiert? b. Hält die Verwaltung dessen dauerhafte Fortführung für sinnvoll — und wenn ja, wie kann die Finanzierung im Rahmen des bestehenden Budgets für Bürgerbeteiligung sichergestellt werden? 6. Die Abstimmung setzt bereits eine Registrierung voraus, um Mehrfachabstimmungen zu verhindern und den Budgetrahmen pro Person einzuhalten (Quelle: bonn-macht-mit.de). a. Wurde darüber hinaus geprüft, ob eine Anbindung an das Servicekonto NRW / die BundID oder vergleichbare Portale möglich ist, um zusätzlich sicherzustellen, dass ausschließlich in Bonn gemeldete Personen abstimmen — und damit Zweifeln an der Legitimität des Verfahrens strukturell zu begegnen? b. Falls ja: Wie bewertet die Verwaltung den damit verbundenen Aufwand im Verhältnis zum Gewinn an Legitimität? c. Welche alternativen und niederschwelligen Maßnahmen hält die Verwaltung für geeignet, um die Teilnahme auf in Bonn gemeldete Personen zu beschränken? 7. Welche Maßnahmen plant die Verwaltung, um das Mitmachbudget künftig bekannter zu machen und eine breitere Beteiligung der Bonner Bürger*innen zu erreichen — insbesondere in Stadtteilen und bei Bevölkerungsgruppen, die bisher weniger vertreten waren?Seite 2 von 3 Seite 3 Begründung Die vorliegende Anfrage zielt darauf ab, Transparenz über Verfahren und Umsetzung des Mitmachbudgets 2025/26 herzustellen. Konkret geht es um vier Dimensionen: die Kommunikation mit Antragsteller*innen vor, während und nach der Umsetzung; den Umgang mit beschlossenen Mitteln und Kostenabweichungen; die rechtliche Bindungswirkung von Verwaltungsstellungnahmen im Beschlussverfahren; sowie die Legitimität und Reichweite des Beteiligungsverfahrens. Bürgerbeteiligung entfaltet ihre demokratische Wirkung nur, wenn sie verlässlich, nachvollziehbar und offen für alle ist. Verfahrenslücken bei Kommunikation, Mittelverwaltung oder Abstimmungslegitimität untergraben das Vertrauen in das Format — unabhängig von der Qualität der einzelnen Projekte. Hinzu kommt eine haushalterische Dimension: Die Stadt Bonn plant den Doppelhaushalt 2027/28 unter einem Zero-Budgeting-Ansatz, der alle Ausgaben einer grundsätzlichen Rechtfertigungspflicht unterwirft. Das Mitmachbudget ist damit nicht automatisch gesichert. Eine fundierte Entscheidung über seine Fortführung setzt voraus, dass Wirksamkeit, Verfahrensqualität und Mitteleinsatz des laufenden Zyklus transparent und evaluierbar sind. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:19 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de