260897 · Mitteilungsvorlage
Tarifreform des Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) zum 1.6.2026
Kerndaten
- Nummer
- 260897
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 20.05.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
- Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 260897 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Tarifreform des Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) zum 1.6.2026 Beratungsfolge Rat 11.06.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Mobilität und Verkehr 15.09.2026 Kenntnisnahme Mitteilung: Zum 1. Juni 2026 wird eine Reform des Tarifsystems des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) umgesetzt. Mit dieser Mitteilung wird die Politik über die grundlegende Neuausrichtung der Tarifstruktur informiert. Es handelt sich dabei unter anderen um die folgenden grundsätzlichen Veränderungen: • Die bisherigen Tarife von VRS und Aachener Verkehrsverbund (AVV) werden in den neuen „Rheinlandtarif“ zusammengeführt; • Die Struktur der sogenannten „Bartarife“ (z.B. Einzelticket, 24-h-Ticket und 4-er-Ticket usw.) im Rheinlandtarif wird im Vergleich zum VRS-Tarif vereinfacht. Hintergrund: Im Rahmen der gemeinsamen Zweckverbandsversammlung von AVV und VRS am 12. Dezember 2025 wurde die grundlegende Entscheidung für die Tarifreform getroffen. Dabei wurde sowohl die Systematik des künftigen Bartarifs – einschließlich der Tarifierungslogik und Preisstruktur – als auch die ab dem 1. Juni 2026 gültigen eezy.nrw-Preise beschlossen. Übergeordnetes Ziel der Reform ist es, die bislang unterschiedlichen Tarifstrukturen beider Verbünde in ein gemeinsames, deutlich vereinfachtes und wirtschaftlich tragfähiges Tarifsystem zu überführen und zugleich den Übergang zu digitalen Tarifangeboten – insbesondere zum Produkt eezy.nrw – zu stärken. Das künftige Tarifsystem des Rheinlandgebiets (die bisherigen VRS- und AVV- Gebiete) soll aus drei Säulen bestehen: • Das Deutschlandticket • Der eezy.nrw-Tarif • Der Rheinlandtarif Jedes Ticketsortiment übernimmt eine besondere Rolle, um die Bedürfnisse der Fahrgäste besser und übersichtlicher abdecken zu können. • Das Deutschlandticket ist die Hauptticketvariante für die Kunden im Abonnement, also für die Menschen, die regelmäßig mit dem ÖPNV unterwegs sind. • Dazu kommt der in den letzten Jahren neu eingeführte eezy.nrw-Tarif. Auf Basis der Luftlinien-Entfernung können Gelegenheitsfahrer einfachSeite 1 von 2 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) und digital unterwegs sein. Es ist vorgesehen, dass eezy.nrw-Tarif den konventionellen Bartarif künftig weitgehend ablösen. Der neue Rheinlandtarif soll dazu dienen, die nicht durch Deutschlandticket und eezy.nrw-Tarif abgedeckten Angebote oder spezifische Zielgruppenprodukte zu bedienen. Außer den Tickets für Jedermann (wie z.B. Einzelticket, 24-h-Ticket und Monatsticket) gibt es noch Ticketsortiment für spezifische Zielgruppen (etwa Schülerticket, Jobticket und Mobilpass-Ticket). Die Änderungen im Wesentlichen: Beim eezy.nrw-Tarif: Anstelle der bestehenden Tarifen eezy.nrw im AVV und eezy.nrw im VRS wird zum 01. Juni 2026 der eezy.nrw im Rheinland gelten. Dabei wird der sogenannte „Grundpreis“ (also der Preis pro Fahrt) von 1,77 Euro auf 1,66 Euro und „Arbeitspreis“ (der Preis pro Luftlinien-km) von 0,25 Euro/km auf 0,27 Euro/km angepasst. Der 24h-Preisdeckel wird von 29,70 Euro auf 27,80 Euro gesenkt. Beim Rheinlandtarif: Die bisherige Preisstufensystematik des VRS wird durch ein vereinfachtes System des Rheinlandtarifs ersetzt. Künftig gibt es drei Preisstufen statt aktuell sieben. Die Stufe 1 gilt für eine Fahrt innerhalb einer Kommune (für Großstädte wie Bonn, Köln und Aachen gilt die Unterstufe 1b); die Stufe 2 ermöglicht eine Fahrt in die unmittelbar benachbarten Kommune; für das ganze Rheinlandgebiet gilt die Stufe 3. Außerdem bleibt ein Kurzstreckenticket (Stufe K) nur in einer Übergangsphase von zwei Jahren bis zum 31. Mai 2028 bestehen. Nach der Übergangsphase soll der digitale eezy.nrw-Tarif im kurzstreckigen, gelegentlichen Verkehr weiter etabliert werden. Bei der Bonner Flughafenbuslinie SB60 gilt weiterhin ein Schnellbuszuschlag. Im Rahmen der Tarifreform wird vorgeschlagen, den Zuschlag beizubehalten. Allerdings soll die Produktpalette mit einer Reduzierung auf das Einzelticket (Erwachsene und Kinder) ausgedünnt werden. Die Erwachsenen-Variante soll dann 5,00 Euro kosten, die Kinder-Variante 2,50 Euro. Außerdem soll die Fortführung der bisherigen Preisstufenregelung für das Basisticket (Preisstufe 2) vorgenommen werden. Die Stichtage für die Einführung des Schülertickets und Jobtickets im neuen Rheinlandtarif sind jeweils abweichend zum 01. August 2026 und 01. Januar 2027. Darüber hinaus werden mehrere bisherige Ticketarten bei der Reform zum 1. Juni 2026 entfallen, wie z.B. 4erTicket, WochenTicket und AzubiTicket etc. Weitere Informationen zu den Änderungen von eezy.nrw-Tarif und dem neuen Rheinlandtarif sind von der Webseite des VRS zu entnehmen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:53 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de