260862 · Mitteilungsvorlage
Tätigkeitsbericht der Kommunalen Gesundheitskonferenz 2025
Kerndaten
- Nummer
- 260862
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 05.05.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Schwarzrheindorf Hauptort
- Dreieck
- Ippendorf
- Vilich
- Tannenbusch
- Auerberg
- Dransdorf
- Bonn
- Bad Godesberg
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 260862 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 53 Gesundheitsamt Dezernat: Dez. II Tätigkeitsbericht der Kommunalen Gesundheitskonferenz 2025 Beratungsfolge Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Senioren 21.05.2026 Kenntnisnahme Mitteilung: Nach § 7 Abs. 3 der Geschäftsordnung der Kommunalen Gesundheitskonferenz (KGK) erstellt die Geschäftsstelle der KGK jährlich einen Tätigkeitsbericht. Dieser ist als Mitteilung dem zuständigen Ratsausschuss vorzulegen. Die KGK hat den Tätigkeitsbericht für den Zeitraum von Dezember 2024 bis Dezember 2025 in ihrer Sitzung am 25. Februar 2026 genehmigt. Der Bericht ist beigefügt. Anlage/n 1 2025 KGK Tätigkeitsbericht (öffentlich)Seite 1 von 17 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Tätigkeitsbericht 2025 Gesundheitsamt Bonn Kommunale Gesundheitskonferenz Berichtszeitraum 12/2024 – 12/2025 Erstellt durch Herr Sebastian Schneller Frau Luisa Maria WaerdtSeite 2 von 17 I Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung ......................................................................................................... - 1 - 2 Berichte zur Kommunalen Gesundheitskonferenz und den Arbeitskreisen ...... - 1 - 2.1 Kommunale Gesundheitskonferenz ......................................................... - 2 - 2.2 Arbeitskreis „Geriatrie“ ............................................................................. - 3 - 2.3 Arbeitskreis „Notfallversorgung und Ethik in der Medizin“ ........................ - 4 - 2.4 Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“ .......................................... - 5 - 2.5 Arbeitskreis Hitzeschutz ........................................................................... - 5 - 2.6 Arbeitskreis Gesundheitsförderung und Prävention ................................. - 7 - 2.7 Arbeitsgruppe Geburtshilfe ....................................................................... - 8 - 3 Präventionsprojekte nach § 20a SGB V ........................................................... - 9 - 3.1 BonnKids .................................................................................................. - 9 - 3.2 Draußen Aktiv......................................................................................... - 10 - 3.3 Starke Kids im Quartier .......................................................................... - 10 - 3.4 Bonner Gesundheitsimpulse .................................................................. - 11 - 4 Gesundheitsberichterstattung ........................................................................ - 11 - 4.1 Regelmäßige Gesundheitsberichterstattung .......................................... - 11 - 4.2 Anlassbezogene Gesundheitsberichtserstattung ................................... - 12 - 4.2.1 Hebammen Ambulanz Bonn e.V. .................................................... - 12 - 4.2.2 BonnKids ......................................................................................... - 12 - 4.2.3 Draußen Aktiv ................................................................................. - 12 - 4.2.4 Versorgungssituation bei Schwangerschaftsabbrüchen in Bonn ..... - 12 - 4.2.5 Teilhabeindex .................................................................................. - 13 - 4.2.6 Sonstige Gremienarbeit .................................................................. - 13 - 5 Zusammenfassung......................................................................................... - 14 -Seite 3 von 17 - 1 - Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 1 Einleitung Nach § 7 Abs. 3 der Geschäftsordnung der Kommunalen Gesundheitskonferenz erstellt die Geschäftsstelle jährlich einen Tätigkeitsbericht. Der diesjährige Tätigkeitsbericht bezieht sich auf den Zeitraum Dezember 2024 bis Dezember 2025. Der Tätigkeitsbericht wird der Kommunalen Gesundheitskonferenz in der Sitzung am 25. Februar 2026 zur Beratung vorgelegt und dann an den Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit weitergeleitet. 2 Berichte zur Kommunalen Gesundheitskonferenz und den Arbeitskreisen Die Aufgaben der Kommunalen Gesundheitskonferenz sind gemäß Geschäftsordnung folgende: • § 24 Abs. 2 Koordinierung, Vernetzung und Beratung der Akteur*innen der öffentlichen gesundheitlichen Versorgung auf örtlicher Ebene • § 24 Abs. 3 Kommunale Gesundheitsberichterstattung Damit steht die Beratung gemeinsam interessierender gesundheitsrelevanter Themen und Fragestellungen der Bundesstadt Bonn sowie eine umfassende Kooperation aller Beteiligten im Fokus. Bei Bedarf entwickelt die Konferenz Handlungsempfehlungen, deren Umsetzung unter Selbstverpflichtung der Beteiligten und im Einvernehmen erfolgt. Die Arbeitskreise der Kommunalen Gesundheitskonferenz haben die Beratung zu gesundheitsbezogenen Themen sowie die Entwicklung von Handlungs- und Lösungsansätzen als Aufgabe. Darunter gehört auch die Entwicklung bzw. Durchführung von Angeboten, Projekten sowie die Beratung zu Konzepten und Lösungsansätze zu entwickeln.Seite 4 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 2 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 2.1 Kommunale Gesundheitskonferenz Die Kommunale Gesundheitskonferenz (KGK) tagte im o.g. Zeitraum am 05. Februar 2025 in digitaler Form. Zunächst stellte sich Herr Fark als neuer Dezernent für Dezernat II vor. Das Protokoll der 26. Kommunalen Gesundheitskonferenz vom 21. Februar 2024 wurde ohne Anmerkungen genehmigt. Herr Schneller stellte die Planung der Arbeitskreise/ und -gruppen für 2025 vor, die über die Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz organisiert werden. Dabei wurde auf die Schulferien in NRW und die Karnevalstage Rücksicht genommen. Der Arbeitskreis Gesundheitsförderung und Prävention wird wieder tagen, um eine bessere Koordination der Präventionsprojekte innerhalb der Bundesstadt Bonn zu ermöglichen. Zudem wurde darüber informiert, dass der Bedarf an Evaluationen und Berichterstattungen unter anderem durch Präventionsprojekte (z.B. Bonn Kids, Draußen Aktiv), durch Presseanfragen und durch die amtsübergreifende Zusammenarbeit (z.B. Sozialberichterstattung, Hitzeaktionsplan, AKS e.V.) steigt. Herr Schneller verwies auf die Geschäftsordnung und appellierte dazu, benötigte Daten für die Gesundheitsberichterstattung auf Anfrage bereitzustellen, da die Versorgungsituation in Bonn sonst nicht vollständig erfasst und Bedarfe ermittelt werden können. Des Weiteren wurde die Einrichtung des Arbeitskreises Hitzeschutz für die Erstellung des Hitzeaktionsplans durch die Teilnehmenden der Kommunalen Gesundheitskonferenz beschlossen. Die Gesundheitsgefährdung durch Hitze und andere Wetterextreme stellt die Kommune zunehmend vor Herausforderungen. Um auf diese Ereignisse angemessen zu reagieren, wird ein dynamisches Konzept zum Umgang mit Hitze durch das Gesundheitsamt Bonn erstellt. Weitere Themen waren die Bonner Gesundheitsgespräche und die Fokusbereiche 2025. Zu den verschiedenen Themen erfolgte ein Austausch der Teilnehmenden.Seite 5 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 3 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 2.2 Arbeitskreis „Geriatrie“ Es fanden drei Sitzungen im o.g. Zeitraum statt. In dem Arbeitskreis wird regelmäßig aus den Einrichtungen und von den Vertretungen aus den Krankenhäusern und Kliniken über die aktuelle Versorgungslage vor Ort berichtet. Insgesamt lässt sich festhalten, dass in den Kliniken von einer variablen Infektionslage zu sprechen ist und die Krankenhausplanung viel Kapazität erfordert, was die Weiterentwicklung der fachlichen Bereiche erschwert. Schwerpunktmäßig wurde das Thema der Netzwerkförderung der Pflegeversicherung nach §45c Abs. 9 SGB IX in allen drei Sitzungen behandelt. Anfang des Jahres 2025 wurde der Antrag auf Förderung regionaler Netzwerke für pflegebedürftige Menschen in NRW bewilligt, sodass dem Arbeitskreis Geriatrie 25.000 Euro für Projekte zur Verfügung standen. Geplante Inhalte der Förderung waren die Anschaffung weiterer Bewegungsbänke inkl. Beschilderung (10.000 €), die Zercur-Weiterbildung (10.000 €) und ein Rollator-/ Bewegungsangebot an den Bewegungsbänken (5.000 €). Mit der Umwidmung von 18.000 € Fördermitteln wurden zwei neue Bewegungsbänke an den Standorten „Haus Elisabeth“ in Ippendorf und „St. Adelheidis-Stift“ in Bonn-Vilich aufgestellt, die von Bewohner*innen und Pflegekräften gut angenommen wurden. Darüber hinaus wurde die Umplatzierung der Bewegungsbank vom Gemeinschaftskrankenhaus Bonn – Haus St. Petrus zum Jugendzentrum in Tannenbusch beschlossen. Eine neue Bewegungsbank wurde am Universitätsklinikum Bonn zum Ende des Jahres 2025 aufgestellt. Eine App des Herstellers, „IPitup“, ermöglicht eine einfache Steuerung und Einweisung in die Nutzung der Bänke. Zudem wurde eine einheitliche Beschilderung für alle Standorte entworfen, die Anfang 2026 angebracht werden sollen. Ebenso wurde in allen Sitzungen die Zercur-Weiterbildung – Geriatrische Zusatzqualifikation -, thematisiert. Die Weiterbildung richtet sich an Fachpflegepersonal, um den wachsenden Bedarf im Bereich der Altersmedizin und Geriatrie im Bonner Raum gerecht zu werden. Die Weiterbildung hat im Jahr 2024 ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten, sodass im Jahr 2025 erneut ein Kurs geplant wurde. Die Termine haben Ende des Jahres stattgefunden. Im Rahmen der Netzwerkförderung wurde ein Rollatortraining/ Bewegungsangebot geplant. Die Maßnahmen konnte aufgrund fehlender Übungsleiter*innen nicht umgesetzt werden. Die Fördermittel wurden für zusätzliche Kurse der Zercur-Weiterbildung umgewidmet.Seite 6 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 4 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 2.3 Arbeitskreis „Notfallversorgung und Ethik in der Medizin“ Der Arbeitskreis hat im o.g. Zeitraum zweimal getagt. In der Sitzung im Mai wurde schwerpunktmäßig die Umsetzung der anonymen Spurensicherung nach Sexualstraftaten (ASS), die gynäkologischen Untersuchungen nach Sexualdelikten besprochen. Es wurde festgestellt, dass sowohl bei dem ASS- Verfahren und der gynäkologischen Untersuchungen nach Sexualdelikten die Aufnahmekapazitäten der Kliniken zeitlich stark eingeschränkt sind. Im Nachgang an die Sitzung fanden weitere Gespräche zwischen den Teilnehmenden statt. Dadurch konnte, insbesondere durch den Einsatz der Beratungsstelle für Sexualisierte Gewalt, erwirkt werden, dass das Universitätsklinikum Bonn sowie das Johanniter-Krankenhaus dem ASS-Verfahren beitreten. Des Weiteren soll zukünftig ein Vertrag zwischen der Polizei und den GFO-Kliniken geschlossen werden, um die Situation der gynäkologischen Untersuchungen nach Sexualdelikten zu verbessern. In der Sitzung im November wurden über die Versorgungssituation bei Schwangerschaftsabbrüchen, die Umsetzung der gesetzlichen Meldepflicht der §6 Meldungen über DEMIS, offene Tuberkulosefälle bei ausländischen Pflegekräften und die Krisenresilienz thematisiert. Das Gesundheitsamt Bonn hat in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und der pro familia Bonn im August 2025 eine erneute Befragung der Praxisinhaber*innen im Fachbereich Frauenheilkunde durchgeführt, siehe 4.2.4. Bei der Umsetzung der gesetzlichen Meldepflicht gemäß §14 IfSG mit Nutzung des elektronischen Meldewegs über DEMIS durch Krankenhäuser und Arztpraxen wurde Verbesserungsbedarf durch das Gesundheitsamt festgestellt. Das Gesundheitsamt hat sowohl die Ärztlichen Leitungen der Krankenhäuser als auch die Kassenärztliche Vereinigung in einem gesonderten Schreiben über die geltenden Meldepflichten und vorgegebenen Meldewege informiert. Der Arbeitskreis beriet zudem über die Fokusthemen für das Jahr 2026 und kam zu dem Ergebnis, dass die Thematik der Krisenresilienz zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Rolle des öffentlichen Gesundheitsdienstes ist in diesem Zusammenhang derzeit jedoch noch nicht abschließend geklärt. Sollte das Thema Krisenresilienz weiterverfolgt werden, wäre gegebenenfalls die Einrichtung einer Unterarbeitsgruppe erforderlich. Weitere Themen in den Sitzungen waren der Arbeitskreis Hitzeschutz, die Kooperation mit der Universität Bonn, das Silbernetz und Informationen zur regionalen Krankenhausplanung in den Leistungsgruppen LG 26.1 und LG 26.2, VG6.Seite 7 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 5 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 2.4 Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“ Der Arbeitskreis tagte im o.g. Zeitraum zweimal. In der Sitzung im April 2025 wurden die Themen Kinderfreundliche Kommune, ein Bericht des Bunten Kreises Rheinland e. V., das Projekt Starke Kids im Quartier sowie aktuelle Informationen zum Kinderstark-Lotsendienst behandelt. Das Programmbüro Soziale Gerechtigkeit stellte die Kinderfreundliche Kommune mit den im Aktionsplan verankerten Maßnahmen sowie der integrierten Sozialberichterstattung vor. Der Bunte Kreis Rheinland e. V. thematisierte das Spannungsfeld zwischen Schulpflicht und dem Recht auf Bildung bei Kindern mit schwerer kognitiver Beeinträchtigung. Zunehmend herausfordernde Verhaltensweisen führen zu Kurzbeschulungen oder Schulausschlüssen und belasten die betroffenen Familien erheblich. In der Folge fanden weiterführende Gespräche mit Akteur*innen u. a. aus Eingliederungshilfe, Gesundheitsamt, Inklusionsbüro, Schulsozialarbeit und dem Verein statt. Für das Jahr 2026 ist die Einrichtung einer Unterarbeitsgruppe vorgesehen, die den Prozess systematisch erfassen, begleiten und Verbesserungsvorschläge erarbeiten soll. Die AOK Rheinland/Hamburg stellte das Projekt Starke Kids im Quartier vor, mit dem im Quartier Tannenbusch eine Präventionskette für Kinder und Jugendliche von 0 bis 21 Jahren aufgebaut werden soll. Nach weiteren Abstimmungen wurde das Fokusthema Gesundheitskompetenz festgelegt; die inhaltliche Ausarbeitung ist für 2026 geplant. In der Sitzung im November 2025 wurden die Auswertung der Schuleingangsuntersuchungen der Einschulungsjahre 2014 bis 2024, die Projekte MiGeQua und ZuKiBa sowie die Mappe „Entwicklung unterstützen in Bonn“ vorgestellt. Die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen sind Kapitel 4.1 dargestellt. Die Projekte MiGeQua (Migrantische Gesundheit im Quartier) und ZuKiBa (Zugang zur kinderärztlichen Versorgung in Bayern) untersuchen Gesundheitspraktiken in migrantisch geprägten Quartieren bzw. den tatsächlichen Zugang zur kinderärztlichen Versorgung und deren Auswirkungen auf Familien. Ein weiteres Forschungsprojekt zur pädiatrischen Versorgung in urbanen Räumen, u. a. in Bonn, ist geplant und wird vom Gesundheitsamt Bonn organisatorisch unterstützt. Im interdisziplinären Qualitätszirkel wurde die Mappe „Entwicklung unterstützen in Bonn“ entwickelt. Sie richtet sich an Kinder mit besonderem Versorgungsbedarf und bündelt zentrale Informationen, u. a. Medikamentenpläne, Austauschbögen sowie Schweigepflichtentbindungen.Seite 8 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 6 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 2.5 Arbeitskreis Hitzeschutz Der Arbeitskreis tagte im o.g. Zeitraum zweimal. In der ersten Sitzung im Mai wurde das durch die Lenkungsgruppe -bestehend aus Mitarbeitenden des Infektionsschutzes, der Stabsstelle Gesundheitsförderung und der Amtsleitung- erstellte Kurzkonzept, die Zielsetzung des Arbeitskreises sowie die Ergebnisse der Abfrage zu den bereits bestehenden Hitzeschutzmaßnahmen der Stadtverwaltung vorgestellt. Der Hitzeaktionsplan (HAP) des Gesundheitsamts wird ausschließlich verhaltenspräventive Maßnahmen enthalten, da die Verhältnisprävention im Rahmen des integrierten Klimaanpassungskonzepts der Stadt Bonn (KLAKI) umgesetzt wird. Im Rahmen der Abfrage vom 05. März 2025 wurden alle Dezernate und Ämter darum gebeten, ihre Hitzeschutzmaßnahmen zu melden. Die Auswertung zeigt, dass bereits 22 Maßnahmen – z. B. die Sensibilisierung vulnerabler Gruppen, die Ausgabe von Hitzeschutzmitteln sowie verschiedene Arbeitsschutzmaßnahmen – durchgeführt werden oder geplant sind. Die Ausbildungsfirma Bonn-Up führte in Anlehnung an die interne Abfrage verschiedene Recherchetätigkeiten durch und sichtete 50 weitere HAPs unterschiedlicher Kommunen sowie Aktionen und Projekte verschiedener Institutionen, Träger und Einrichtungen. Des Weiteren wurde die Maßnahme „Städtische Kommunikationskaskade“ vorgestellt und im Nachgang abgestimmt. Die Bürgerschaft wird bei der Erreichung einer Warnstufe über die aktuelle Situation durch die Medienredaktion gewarnt. In der Sitzung im Oktober 2025 wurde der aktuelle Stand des HAP Bonn, die vergangene Hitzeperiode und zukünftige Maßnahmen besprochen. Die Teilnehmenden berichteten, dass die Wasservergabe an die Mitarbeitenden und an den Sportstätten über Trinkwasserspendern gut angenommen wurde. Zudem führen die baulichen Maßnahmen an Kindertagesstätten zu einer besseren Hitzeresilienz. Gleichzeitig wird zum Ausdruck gebracht, dass weitere Maßnahmen durch das SGB zum Schutz der Mitarbeitenden notwendig sind. Die Rückmeldungen sind bekannt und stellen verhältnispräventive Maßnahmen dar, weshalb kein Handlungsbedarf für den Arbeitskreis abgeleitet wird. Für das Jahr 2026 sind folgende Maßnahmen geplant: „Karte der Kühlen Orte“, „Kommunikationsstruktur für die Mitarbeitenden der Stadt Bonn“ und „Verteilung der Informationsmaterialien“. Alle Maßnahmen zielen auf die Befähigung der Bevölkerung zum korrekten Handeln während der Hitzeperiode ab.Seite 9 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 7 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 2.6 Arbeitskreis Gesundheitsförderung und Prävention Die Kommunale Gesundheitskonferenz hat auf der diesjährigen Sitzung am 05. Februar 2025 beschlossen, den Arbeitskreis „Gesundheitsförderung und Prävention“ erneut tagen zu lassen, nachdem die letzte Sitzung 2020 stattgefunden hat. Der Arbeitskreis tagte im o.g. Zeitraum einmal. In der Sitzung wurden kurz die Aufgaben des Arbeitskreises sowie die Zielsetzung vorgestellt. Der Arbeitskreis soll Angebote in Bonn bekannt machen, beraten, evaluieren und koordinieren. Zudem wird er als Netzwerk fungieren, um gemeinsam weitere Maßnahmen zur Gesundheitsförderung für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln. Zudem wurde in der Sitzung die Kassenübergreifende Förderung für Kommunen in NRW von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit NRW vorgestellt. Die Grundlage für die Fördermöglichkeiten bildet das Präventionsgesetz (§20a SGB V) sowie der Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes, der Handlungsfelder, Förderkriterien und Qualifikationen für Übungsleitende regelt. Während des gesamten Prozesses, von der Antragstellung bis zur Projektdurchführung, bietet die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit NRW Unterstützung. In der Sitzung wurde zudem festgehalten, dass eine Bedarfsanalyse der einzelnen Quartiere erfolgen soll. Dazu werden Daten aus allen Ämtern benötigt. Die Koordinierung der Bedarfsanalyse erfolgt durch die Stabsstelle Gesundheitsförderung. Zudem wurde beschlossen, dass der Fokus vorerst auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche gelegt wird, da hierzu schon zahlreiche Daten vorliegen.Seite 10 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 8 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 2.7 Arbeitsgruppe Geburtshilfe Die Arbeitsgruppe Geburtshilfe tagte im o.g. Zeitraum einmal in Präsenz. Schwerpunktmäßig wurden die Themen Hebammen Ambulanz Bonn e.V. sowie die aktuelle Lage der Hebammen besprochen. Die Evaluation der Hebammen Ambulanz Bonn e.V. wurde vorgestellt. Diese zeigt, dass das Angebot dringend benötigt wird und erfolgreich Versorgungslücken in der vor- und nachgeburtlichen Betreuung schließt. Zwischen November 2023 und Dezember 2024 wurden 297 Klientinnen betreut und 980 Leistungen erbracht. Die Ambulanz führt nicht- ärztliche Untersuchungen durch und entlastet dadurch sowohl stationäre als auch ambulante Einrichtungen. Besonders bei saisonalen Personalengpässen steigt die Nachfrage. Die zunehmende Bekanntheit und die Schließung einer geburtshilflichen Station deuten auf eine weiter steigende Nachfrage hin. Zudem wurden aktuelle Informationen über die Hebammen Ambulanz e.V. gegeben. Diese beschäftigt derzeit 13 freiberufliche Hebammen. Aufgrund der Schließung der geburtshilflichen Station im St. Elisabeth Krankenhaus und der hohen Nachfrage aus dem Rhein-Sieg-Kreis wird das Angebot kontinuierlich erweitert, etwa durch Stillcafés, Baby-Erste-Hilfe-Kurse und Lehrbegleitungen. Ziel ist es, Versorgungsengpässe zu vermeiden und die Hebammengemeinschaft zu entlasten. In der Sitzung wurde ebenfalls die neue Hebammengebührenverordnung thematisiert. In der Diskussion zur aktuellen Lage der Hebammen ging es insbesondere um die Auswirkungen der neuen Hebammengebührenverordnung, die zu finanziellen Einbußen, erhöhter Bürokratie und einer unsicheren Versorgung führen kann. Die geplante Verbesserung der 1:1-Versorgung ist in der Praxis schwer umsetzbar, da Notfälle im stationären Setting auftreten. Viele freiberufliche Hebammen erleben Einkommensverluste und erwägen, den Beruf zu wechseln, was zu einem Engpass in der Geburtshilfe führen könnte. Die Auswirkungen sollen zukünftig mit den Bonner Einrichtungen in den dafür vorgesehen Arbeitskreisen besprochen werden.Seite 11 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 9 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 3 Präventionsprojekte nach § 20a SGB V Im o. g. Zeitraum wurden zwei Präventionsprojekte für die Gesundheitsförderung in der Kommune in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen AOK Rheinland und Techniker Krankenkasse sowie kommunalen Partnern durchgeführt. Die Präventionsprojekte wurden gemäß des Leitfaden Prävention des GKV- Spitzverbandes zur Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten gemäß § 20a SGB V konzipiert und durchgeführt. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Gesundheitspotenziale und -risiken der Bonner Bürger*innen zu stärken bzw. zu vermindern. 3.1 BonnKids Das Präventionsprojekt BonnKids wurde bis zum 31. August 2025 durch die AOK Rheinland/Hamburg gefördert und ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Gesundheitsamt Bonn, dem Sport- und Bäderamt, dem Amt für Soziales und Wohnen, dem Amt für Kinder, Jugend und Familie und dem Förderverein Psychomotorik e.V. Das Projekt ist am 1. September 2022 gestartet und hatte eine Laufzeit von drei Jahren. Seit Ende der Laufzeit zum 01. September 2025 wird das Bewegungsprogramm selbstständig fortgeführt. Zur Fortführung des Projektes stehen dem Projekt 10.000€ über den Haushalt und 4.500€ über die Bürgerstiftung IVG für ein Jahr zur Verfügung. Das Angebot wird weiterhin an den beiden bisherigen Standorten durchgeführt. Der Wochentag und die Uhrzeiten bleiben vorerst auch bestehen. "BonnKids - aktiv und bewegt" findet wöchentlich montags ab 16.30 Uhr auf den Freiflächen oder im Mehrzweckraum des Spielhauses KBE-Dreieck in Tannenbusch und freitags ab 16.30 Uhr am Jugend- und Quartierszentrum in Auerberg statt. Pro Standort sollen weiterhin zwei Stunden erfolgen, allerdings wird hier der Fokus auf die jüngeren Kinder gerichtet. Ältere Kinder und Jugendliche dürfen in Absprache aber gerne teilnehmen. Die Übungsleiterin wird über den Förderverein Psychomotorik e.V. für das Angebot bereitgestellt. Insgesamt fanden im Jahr 2025 (Vom 01. Januar 2025 bis zum 31. August 2025) 78 einstündige Termine statt, bei denen bis zu 10 Kinder teilgenommen haben. Davon waren 42 Einheiten in Tannenbusch und 26 Einheiten in Auerberg. Die Altersspanne lag überwiegend zwischen sechs und 14 Jahren. In den Schulfeiern sowie an Feiertagen fanden keine Angebote statt. Im o. g. Zeitraum fanden vier Steuerungsgruppentreffen statt. Es wurden zwei Projektberichte und ein Evaluationsbericht verfasst.Seite 12 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 10 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 3.2 Draußen Aktiv Das Präventionsprojekt Draußen Aktiv wird durch die Techniker Krankenkasse gefördert und stellt eine Kooperation zwischen Gesundheitsamt Bonn, Sport- und Bäderamt, Amt für Soziales, Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie Stadtsportbund Bonn dar. Das Projekt ist am 1. September 2024 gestartet und hat eine Laufzeit von vier Jahren. Die wöchentlichen Bewegungsangebote finden an den Standorten Rigal´sche Wiese, Dransdorf, Reuterpark und Schwarzrheindorf statt und nutzen bereits vorhandene Ressourcen, wie Outdoor-Fitnessanlagen. „Draußen Aktiv“ findet wöchentlich ab 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr statt und beinhalten zwei einstündige Angebote pro Standort. Die Übungsleiter*innen werden über den Stadtsportbund bereitgestellt. Insgesamt fanden im Jahr 2025 (Stand 31. August 2025) 85 einstündige Termine statt, bei denen bis zu zwölf Teilnehmer*innen teilgenommen haben. Die Gesamtzahl der Teilnehmer*innen beläuft sich auf 612 Personen. Die Teilnehmer*innen bilden alle Altersgruppen mit Ausnahme der Gruppe Kinder (0 bis 12 Jahren) ab. Das Angebot fand von April bis Oktober statt und soll im Jahr 2026 von Mai bis Oktober erfolgen. Zusätzlich zu den regulären Angeboten wurden drei Multiplikator*innenschulungen in Bad Godesberg und Dransdorf durchgeführt. Insgesamt nahmen 25 Personen teil. Aufgrund der Anregungen der Teilnehmenden sollen im Jahr 2026 zielgruppenspezifischere Schulungen z. B. für weibliche Personen oder Übungsleiter*innen stattfinden. Des Weiteren wurde eine Zusammenarbeit mit der Hochschule Koblenz erreicht. Über den gesamten Projektzeitraum werden Studierendengruppen Daten erheben und eine Evaluation konzipieren und durchführen. Die fachliche Begleitung der Studierenden erfolgt durch die Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz. Im o. g. Zeitraum fanden zusätzlich sechs Steuerungsgruppentreffen statt und ein Evaluationsbericht wurde erstellt. 3.3 Starke Kids im Quartier Das Präventionsprojekt Bonn Kids wird durch die AOK Rheinland gefördert. Ziel des Projektes ist die Etablierung einer Präventionskette von 0 bis 21 Jahren im Quartier Tannenbusch. Im Laufe des Jahres fanden hierzu verschiedene Netzwerktreffen statt, um das konkrete Ziel auszuarbeiten. Aufgrund der bereits hohen Angebotsdichte und weiterer externer Faktoren wurden keine konkreten Maßnahmen erarbeitet. In Absprache mit der AOKSeite 13 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 11 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Rheinland/ Hamburg und aufgrund der Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen sowie der HLS-GER 3 Studie wurde das Fokusthema „Gesundheitskompetenz“ festgelegt. Im Jahr 2026 wird das Projekt neu ausgerichtet und konzipiert. 3.4 Bonner Gesundheitsimpulse Die Bonner Gesundheitsimpulse – eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Volkshochschule und des Gesundheitsamtes der Stadt Bonn – starteten im Herbst 2025 mit drei Veranstaltungen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist die Stärkung der Gesundheitskompetenz. Insgesamt sind pro Jahr sechs Vorträge zu verschiedenen Themen geplant. Im Jahr 2025 wurden die Themen „Männergesundheit heute“ und „Zähneputzen mit Kindern – muss das sein?“ angedacht. Der Vortrag über Zahngesundheit musste aufgrund von nicht-ausreichender Nachfrage abgesagt werden. 4 Gesundheitsberichterstattung Die Gesundheitsberichterstattung wird in die regelmäßige Berichterstattung und anlassbezogene Berichterstattung unterteilt. Die regelmäßige Berichterstattung erfolgt gemäß § 21 ÖGDG NRW und nutzt als Datengrundlage Ergebnisse aus den Reihenuntersuchungen des Gesundheitsamt Bonn. Ziel ist es gesundheitsrelevante Trends (Verhaltensweisen, Risiken, Zustand der Bevölkerung) zu erkennen und diese Informationen zur Ableitung von Maßnahmen zu nutzen. Die anlassbezogene Berichterstattung erfolgt ohne einheitliche Rechtsgrundlage und kann sowohl aufgrund von Projekten als auch auf Anfrage zur Unterstützung durch andere Ämter durchgeführt werden. Ziel kann u.a. die Erstellung eines Wirksamkeitsnachweises zur Fortführung bzw. Anpassung von Projekten oder Entscheidungshilfen für den städtischen Haushalt sein. 4.1 Regelmäßige Gesundheitsberichterstattung Die regelmäßige Gesundheitsberichterstattung erfolgte im Bereich des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes. Für den o. g. Zeitraum wurden ein Bericht erstellt. Die Datengrundlage für die Auswertungen bilden die durch das Landeszentrum Gesundheit NRW aufbereiteten Daten der Schuleingangsuntersuchung. Zusammengefasst zeigen die Daten, dass über 40 % der 2024 untersuchten Kinder eine andere Erstsprache als Deutsch sprechen. Die altersgerechte Sprachkompetenz von Kindern, die in den ersten vier Lebensjahren hauptsächlich deutsch gesprochen haben, zeigt einen abnehmenden Trend. Der Anteil der normalgewichtigen, übergewichtigenSeite 14 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 12 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) und adipösen Kinder ist annähernd konstant geblieben. Eine deutliche Zunahme zeigt sich bei den (stark) untergewichtigen Kindern. In den Bereichen „visuelle Wahrnehmung“, „selektive Aufmerksamkeit“, „Körperkoordination“ und „Mengenvorwissen“ zeigt sich ein positiver 10-jahres-Trend. Der Anteil der Kinder mit einem unauffälligen Ergebnis liegt über den zu erwartenden Wert von 75%. Zukünftig wird die Datenanalyse ohne Aufbereitung durch das Landeszentrum Gesundheit NRW angestrebt. Des Weiteren wurden Grundlagen zur standardisieren Datenerfassung in weiteren amtsärztlichen Diensten geschaffen, um zukünftig weitere Berichte zu erstellen. 4.2 Anlassbezogene Gesundheitsberichtserstattung Im Bereich der anlassbezogenen Gesundheitsberichterstattung wurden sieben Berichte für folgende Projekte erstellt. 4.2.1 Hebammen Ambulanz Bonn e.V. Die Bonner Hebammen Ambulanz e.V. wurde aufgrund eines dringenden Appelles des Runden Tisches Geburtshilfe eingerichtet und nahm seine Tätigkeit am 01.10.2023 auf. Für die Datenanalyse wurde ein Evaluationskonzept mit der Hebammen Ambulanz Bonn e.V. erarbeitet und zwei Berichte erstellt. 4.2.2 BonnKids Das Bewegungsförderungsprojekt BonnKids wurde zum Stand 31. August 2025 evaluiert. Dazu wurden Befragungen mit den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen, den leitenden Personen der beiden Jugendzentren sowie mit der Übungsleiterin durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Projektsteuergruppe vorgestellt und werden der AOK Rheinland/ Hamburg vorgelegt. 4.2.3 Draußen Aktiv Das Präventionsprojekt Draußen Aktiv wird gemäß der Förderleitlinien der Techniker Krankenkasse regelmäßig evaluiert. Im Zeitraum 2025 wurden die Zeiträume 2024 bis August 2025 analysiert und ein Zwischenbericht erstellt und der Steuerungsgruppe vorgestellt. Aufgrund der Ergebnisse werden Anpassungen für das Jahr 2025 vorgenommen. 4.2.4 Versorgungssituation bei Schwangerschaftsabbrüchen in Bonn Die Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz thematisiert die Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen seit dem Jahr 2022 sowohl in der KGK als auch im Arbeitskreis Notfallversorgung und Ethik in der Medizin. In derSeite 15 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 13 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Ausgangssituation 2022 waren im ambulanten Bereich nur zwei Gynäkolog*innen in Bonn bekannt, die Schwangerschaftsabbrüche durchführten. Durch den kontinuierlichen Austausch mit den Beratungsstellen sowie die Thematisierung der Situation in den Qualitätszirkeln durch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) stieg die Anzahl der Leistungserbringer*innen auf vier Praxen. Im Bonner Raum werden zum Stand 21. Oktober 2025 sowohl medikamentöse als auch instrumentelle Abbrüche durchgeführt. Die Anzahl der Leistungserbringer*innen stieg trotz der altersbedingten Fluktuation in den letzten drei Jahren an. Die Umfrage von 2025 ergab zudem, dass zwei weitere Praxisinhaber*innen künftig planen, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Die Versorgungssituation in Bonn wird dadurch als gesichert eingeschätzt. 4.2.5 Teilhabeindex Der Teilhabeindex von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Bonn soll ihre Teilhabe(chancen) und ihre Benachteiligungen als Instrument eines regelmäßigen Monitorings aufzeigen. Dadurch können die konkreten Bedarfs- und Problemlagen von Kindern und Jugendlichen abgebildet und in den Steuerungsprozess aufgenommen werden. Der Fachbereich „Gesundheit“ wurde dem Gesundheitsamt zugewiesen. In Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendärztlichen Dienst wurden fünf Variablen identifiziert, die standardisiert während der Schuleingangsuntersuchung erhoben werden. Eine erste Auswertung wurde erstellt und dem Programmbüro Soziale Gerechtigkeit kommuniziert. 4.2.6 Sonstige Gremienarbeit Zur Erfüllung der Aufgaben gemäß § 24 Abs. 2 ÖGDG NRW nahmen die Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz an 24 weiteren Gremien und Arbeitskreisen/-gruppen teil. Die Fokusthemen lassen sich grob in die Bereiche Prävention, Inklusion und soziale Gerechtigkeit unterteilen. Um eine Verbesserung in diesen Bereichen zu erzielen, gilt es die nächsten Jahre eine Übersicht, Koordination und verbesserte Kommunikation zwischen den internen (städtischen) als auch externen Beratungsstellen und Leistungserbringern zu erstellen. Dazu bedarf es der Zusammenarbeit aller Akteur*innen sowie der Pflege und Koordination der vorhandenen Netzwerke, um unter Anbetracht der jetzigen und zukünftigen Herausforderungen Doppelstrukturen abzuschaffen und Ressourcen effizient zu verwenden.Seite 16 von 17 Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn - 14 - Stand: 08.01.2025 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Die Kommunale Gesundheitskonferenz hat sich deshalb u. a. dazu bereit erklärt, das Programmbüro Soziale Gerechtigkeit bzgl. der Zertifizierung zur Kinderfreundlichen Kommune mit der Gesundheitsberichterstattung als Teil der Sozialberichterstattung zu unterstützen. Des Weiteren wird die Gesundheitsberichterstattung im Bereich der Kinder und Jugendlichen weiter ausgebaut, um bedarfsgerechte Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung abzuleiten. Ebenfalls unterstützt die Geschäftsstelle die Überarbeitung des Behindertenpolitischen Teilhabeplans der Bundesstadt Bonn und übernimmt dort im Bereich „Gesundheit“ die Verantwortung zur Verbreitung und Sensibilisierung von Informationen für die Belange von Menschen mit Behinderung und die Thematik der Gesundheitskompetenzen. Die Umsetzung der ersten drei Maßnahmen erfolgt im Jahr 2026. 5 Zusammenfassung Die Kommunale Gesundheitskonferenz und ihre Arbeitskreise tagten im o. g. Zeitraum beständig. Die Sitzungen fanden sowohl in digitaler Form als auch in Präsenz statt. Die Gremien haben sich mit vielfältigen Fragestellungen des Gesundheitswesens sowie mit der Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung der Bürger*innen in Bonn beschäftigt. Schwerpunktmäßig wurde sich auch 2025 mit den Bereichen Prävention, Inklusion und soziale Gerechtigkeit befasst. Die Besprechung spezifischer Themen in den genannten Arbeitskreisen hat sich auch weiterhin als hilfreich und positiv erwiesen. Auch zukünftig werden gesundheitlich relevante Themen und Fragestellungen aufgrund ihrer Komplexität und Dringlichkeit in den Arbeitskreisen behandelt. Die Geschäftsstelle dankt allen beteiligten Personen für die geleistete und engagierte Mitarbeit im Zeitraum 2024/ 2025.Seite 17 von 17
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:57 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de