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260862 · Mitteilungsvorlage

Tätigkeitsbericht der Kommunalen Gesundheitskonferenz 2025

Nummer
260862
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
05.05.2026
Letzte Änderung
24.10.2026
  • Schwarzrheindorf Ortsteil· Beuel Hauptort
  • Dreieck Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Ippendorf Ortsteil· Bonn
  • Vilich Ortsteil· Beuel
  • Tannenbusch Ortsteil· Bonn
  • Auerberg Ortsteil· Bonn
  • Dransdorf Ortsteil· Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Senioren 07.07.2026 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
260862
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
53 Gesundheitsamt
Dezernat:
Dez. II
Tätigkeitsbericht der Kommunalen
Gesundheitskonferenz 2025
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration,
Gesundheit, Wohnen und Senioren
21.05.2026 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Nach § 7 Abs. 3 der Geschäftsordnung der Kommunalen
Gesundheitskonferenz (KGK) erstellt die Geschäftsstelle der KGK jährlich einen
Tätigkeitsbericht. Dieser ist als Mitteilung dem zuständigen Ratsausschuss
vorzulegen.
Die KGK hat den Tätigkeitsbericht für den Zeitraum von Dezember 2024 bis
Dezember 2025 in ihrer Sitzung am 25. Februar 2026 genehmigt. Der Bericht
ist beigefügt.
Anlage/n
1 2025 KGK Tätigkeitsbericht (öffentlich)Seite 1 von 17
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Tätigkeitsbericht 2025
Gesundheitsamt Bonn
Kommunale Gesundheitskonferenz
Berichtszeitraum 12/2024 – 12/2025
Erstellt durch
Herr Sebastian Schneller
Frau Luisa Maria WaerdtSeite 2 von 17
I
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ......................................................................................................... - 1 -
2 Berichte zur Kommunalen Gesundheitskonferenz und den Arbeitskreisen ...... - 1 -
2.1 Kommunale Gesundheitskonferenz ......................................................... - 2 -
2.2 Arbeitskreis „Geriatrie“ ............................................................................. - 3 -
2.3 Arbeitskreis „Notfallversorgung und Ethik in der Medizin“ ........................ - 4 -
2.4 Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“ .......................................... - 5 -
2.5 Arbeitskreis Hitzeschutz ........................................................................... - 5 -
2.6 Arbeitskreis Gesundheitsförderung und Prävention ................................. - 7 -
2.7 Arbeitsgruppe Geburtshilfe ....................................................................... - 8 -
3 Präventionsprojekte nach § 20a SGB V ........................................................... - 9 -
3.1 BonnKids .................................................................................................. - 9 -
3.2 Draußen Aktiv......................................................................................... - 10 -
3.3 Starke Kids im Quartier .......................................................................... - 10 -
3.4 Bonner Gesundheitsimpulse .................................................................. - 11 -
4 Gesundheitsberichterstattung ........................................................................ - 11 -
4.1 Regelmäßige Gesundheitsberichterstattung .......................................... - 11 -
4.2 Anlassbezogene Gesundheitsberichtserstattung ................................... - 12 -
4.2.1 Hebammen Ambulanz Bonn e.V. .................................................... - 12 -
4.2.2 BonnKids ......................................................................................... - 12 -
4.2.3 Draußen Aktiv ................................................................................. - 12 -
4.2.4 Versorgungssituation bei Schwangerschaftsabbrüchen in Bonn ..... - 12 -
4.2.5 Teilhabeindex .................................................................................. - 13 -
4.2.6 Sonstige Gremienarbeit .................................................................. - 13 -
5 Zusammenfassung......................................................................................... - 14 -Seite 3 von 17
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Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
1 Einleitung
Nach § 7 Abs. 3 der Geschäftsordnung der Kommunalen Gesundheitskonferenz erstellt
die Geschäftsstelle jährlich einen Tätigkeitsbericht. Der diesjährige Tätigkeitsbericht
bezieht sich auf den Zeitraum Dezember 2024 bis Dezember 2025.
Der Tätigkeitsbericht wird der Kommunalen Gesundheitskonferenz in der Sitzung am
25. Februar 2026 zur Beratung vorgelegt und dann an den Ausschuss für Soziales,
Migration und Gesundheit weitergeleitet.
2 Berichte zur Kommunalen Gesundheitskonferenz und den
Arbeitskreisen
Die Aufgaben der Kommunalen Gesundheitskonferenz sind gemäß Geschäftsordnung
folgende:
• § 24 Abs. 2 Koordinierung, Vernetzung und Beratung der Akteur*innen der
öffentlichen gesundheitlichen Versorgung auf örtlicher Ebene
• § 24 Abs. 3 Kommunale Gesundheitsberichterstattung
Damit steht die Beratung gemeinsam interessierender gesundheitsrelevanter Themen
und Fragestellungen der Bundesstadt Bonn sowie eine umfassende Kooperation aller
Beteiligten im Fokus. Bei Bedarf entwickelt die Konferenz Handlungsempfehlungen,
deren Umsetzung unter Selbstverpflichtung der Beteiligten und im Einvernehmen erfolgt.
Die Arbeitskreise der Kommunalen Gesundheitskonferenz haben die Beratung zu
gesundheitsbezogenen Themen sowie die Entwicklung von Handlungs- und
Lösungsansätzen als Aufgabe. Darunter gehört auch die Entwicklung bzw.
Durchführung von Angeboten, Projekten sowie die Beratung zu Konzepten und
Lösungsansätze zu entwickeln.Seite 4 von 17
Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
2.1 Kommunale Gesundheitskonferenz
Die Kommunale Gesundheitskonferenz (KGK) tagte im o.g. Zeitraum am
05. Februar 2025 in digitaler Form.
Zunächst stellte sich Herr Fark als neuer Dezernent für Dezernat II vor.
Das Protokoll der 26. Kommunalen Gesundheitskonferenz vom 21. Februar 2024 wurde
ohne Anmerkungen genehmigt.
Herr Schneller stellte die Planung der Arbeitskreise/ und -gruppen für 2025 vor, die über
die Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz organisiert werden. Dabei
wurde auf die Schulferien in NRW und die Karnevalstage Rücksicht genommen. Der
Arbeitskreis Gesundheitsförderung und Prävention wird wieder tagen, um eine bessere
Koordination der Präventionsprojekte innerhalb der Bundesstadt Bonn zu ermöglichen.
Zudem wurde darüber informiert, dass der Bedarf an Evaluationen und
Berichterstattungen unter anderem durch Präventionsprojekte (z.B. Bonn Kids,
Draußen Aktiv), durch Presseanfragen und durch die amtsübergreifende
Zusammenarbeit (z.B. Sozialberichterstattung, Hitzeaktionsplan, AKS e.V.) steigt.
Herr Schneller verwies auf die Geschäftsordnung und appellierte dazu, benötigte Daten
für die Gesundheitsberichterstattung auf Anfrage bereitzustellen, da die
Versorgungsituation in Bonn sonst nicht vollständig erfasst und Bedarfe ermittelt werden
können.
Des Weiteren wurde die Einrichtung des Arbeitskreises Hitzeschutz für die Erstellung
des Hitzeaktionsplans durch die Teilnehmenden der Kommunalen
Gesundheitskonferenz beschlossen. Die Gesundheitsgefährdung durch Hitze und
andere Wetterextreme stellt die Kommune zunehmend vor Herausforderungen. Um auf
diese Ereignisse angemessen zu reagieren, wird ein dynamisches Konzept zum
Umgang mit Hitze durch das Gesundheitsamt Bonn erstellt.
Weitere Themen waren die Bonner Gesundheitsgespräche und die Fokusbereiche 2025.
Zu den verschiedenen Themen erfolgte ein Austausch der Teilnehmenden.Seite 5 von 17
Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
- 3 -
Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
2.2 Arbeitskreis „Geriatrie“
Es fanden drei Sitzungen im o.g. Zeitraum statt.
In dem Arbeitskreis wird regelmäßig aus den Einrichtungen und von den Vertretungen
aus den Krankenhäusern und Kliniken über die aktuelle Versorgungslage vor Ort
berichtet. Insgesamt lässt sich festhalten, dass in den Kliniken von einer variablen
Infektionslage zu sprechen ist und die Krankenhausplanung viel Kapazität erfordert, was
die Weiterentwicklung der fachlichen Bereiche erschwert.
Schwerpunktmäßig wurde das Thema der Netzwerkförderung der Pflegeversicherung
nach §45c Abs. 9 SGB IX in allen drei Sitzungen behandelt. Anfang des Jahres 2025
wurde der Antrag auf Förderung regionaler Netzwerke für pflegebedürftige Menschen in
NRW bewilligt, sodass dem Arbeitskreis Geriatrie 25.000 Euro für Projekte zur
Verfügung standen. Geplante Inhalte der Förderung waren die Anschaffung weiterer
Bewegungsbänke inkl. Beschilderung (10.000 €), die Zercur-Weiterbildung (10.000 €)
und ein Rollator-/ Bewegungsangebot an den Bewegungsbänken (5.000 €).
Mit der Umwidmung von 18.000 € Fördermitteln wurden zwei neue Bewegungsbänke an
den Standorten „Haus Elisabeth“ in Ippendorf und „St. Adelheidis-Stift“ in Bonn-Vilich
aufgestellt, die von Bewohner*innen und Pflegekräften gut angenommen wurden.
Darüber hinaus wurde die Umplatzierung der Bewegungsbank vom
Gemeinschaftskrankenhaus Bonn – Haus St. Petrus zum Jugendzentrum in
Tannenbusch beschlossen. Eine neue Bewegungsbank wurde am
Universitätsklinikum Bonn zum Ende des Jahres 2025 aufgestellt. Eine App des
Herstellers, „IPitup“, ermöglicht eine einfache Steuerung und Einweisung in die Nutzung
der Bänke. Zudem wurde eine einheitliche Beschilderung für alle Standorte entworfen,
die Anfang 2026 angebracht werden sollen.
Ebenso wurde in allen Sitzungen die Zercur-Weiterbildung – Geriatrische
Zusatzqualifikation -, thematisiert. Die Weiterbildung richtet sich an Fachpflegepersonal,
um den wachsenden Bedarf im Bereich der Altersmedizin und Geriatrie im Bonner Raum
gerecht zu werden. Die Weiterbildung hat im Jahr 2024 ausschließlich positive
Rückmeldungen erhalten, sodass im Jahr 2025 erneut ein Kurs geplant wurde. Die
Termine haben Ende des Jahres stattgefunden.
Im Rahmen der Netzwerkförderung wurde ein Rollatortraining/ Bewegungsangebot
geplant. Die Maßnahmen konnte aufgrund fehlender Übungsleiter*innen nicht umgesetzt
werden. Die Fördermittel wurden für zusätzliche Kurse der Zercur-Weiterbildung
umgewidmet.Seite 6 von 17
Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
2.3 Arbeitskreis „Notfallversorgung und Ethik in der Medizin“
Der Arbeitskreis hat im o.g. Zeitraum zweimal getagt.
In der Sitzung im Mai wurde schwerpunktmäßig die Umsetzung der anonymen
Spurensicherung nach Sexualstraftaten (ASS), die gynäkologischen Untersuchungen
nach Sexualdelikten besprochen. Es wurde festgestellt, dass sowohl bei dem ASS-
Verfahren und der gynäkologischen Untersuchungen nach Sexualdelikten die
Aufnahmekapazitäten der Kliniken zeitlich stark eingeschränkt sind. Im Nachgang an die
Sitzung fanden weitere Gespräche zwischen den Teilnehmenden statt. Dadurch konnte,
insbesondere durch den Einsatz der Beratungsstelle für Sexualisierte Gewalt, erwirkt
werden, dass das Universitätsklinikum Bonn sowie das Johanniter-Krankenhaus dem
ASS-Verfahren beitreten. Des Weiteren soll zukünftig ein Vertrag zwischen der Polizei
und den GFO-Kliniken geschlossen werden, um die Situation der gynäkologischen
Untersuchungen nach Sexualdelikten zu verbessern.
In der Sitzung im November wurden über die Versorgungssituation bei
Schwangerschaftsabbrüchen, die Umsetzung der gesetzlichen Meldepflicht der §6
Meldungen über DEMIS, offene Tuberkulosefälle bei ausländischen Pflegekräften und
die Krisenresilienz thematisiert.
Das Gesundheitsamt Bonn hat in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen
Vereinigung Nordrhein und der pro familia Bonn im August 2025 eine erneute Befragung
der Praxisinhaber*innen im Fachbereich Frauenheilkunde durchgeführt, siehe 4.2.4.
Bei der Umsetzung der gesetzlichen Meldepflicht gemäß §14 IfSG mit Nutzung des
elektronischen Meldewegs über DEMIS durch Krankenhäuser und Arztpraxen wurde
Verbesserungsbedarf durch das Gesundheitsamt festgestellt. Das Gesundheitsamt hat
sowohl die Ärztlichen Leitungen der Krankenhäuser als auch die Kassenärztliche
Vereinigung in einem gesonderten Schreiben über die geltenden Meldepflichten und
vorgegebenen Meldewege informiert.
Der Arbeitskreis beriet zudem über die Fokusthemen für das Jahr 2026 und kam zu dem
Ergebnis, dass die Thematik der Krisenresilienz zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die
Rolle des öffentlichen Gesundheitsdienstes ist in diesem Zusammenhang derzeit jedoch
noch nicht abschließend geklärt. Sollte das Thema Krisenresilienz weiterverfolgt werden,
wäre gegebenenfalls die Einrichtung einer Unterarbeitsgruppe erforderlich.
Weitere Themen in den Sitzungen waren der Arbeitskreis Hitzeschutz, die Kooperation
mit der Universität Bonn, das Silbernetz und Informationen zur regionalen
Krankenhausplanung in den Leistungsgruppen LG 26.1 und LG 26.2, VG6.Seite 7 von 17
Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
2.4 Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“
Der Arbeitskreis tagte im o.g. Zeitraum zweimal.
In der Sitzung im April 2025 wurden die Themen Kinderfreundliche Kommune, ein
Bericht des Bunten Kreises Rheinland e. V., das Projekt Starke Kids im Quartier sowie
aktuelle Informationen zum Kinderstark-Lotsendienst behandelt. Das Programmbüro
Soziale Gerechtigkeit stellte die Kinderfreundliche Kommune mit den im Aktionsplan
verankerten Maßnahmen sowie der integrierten Sozialberichterstattung vor.
Der Bunte Kreis Rheinland e. V. thematisierte das Spannungsfeld zwischen Schulpflicht
und dem Recht auf Bildung bei Kindern mit schwerer kognitiver Beeinträchtigung.
Zunehmend herausfordernde Verhaltensweisen führen zu Kurzbeschulungen oder
Schulausschlüssen und belasten die betroffenen Familien erheblich. In der Folge fanden
weiterführende Gespräche mit Akteur*innen u. a. aus Eingliederungshilfe,
Gesundheitsamt, Inklusionsbüro, Schulsozialarbeit und dem Verein statt. Für das Jahr
2026 ist die Einrichtung einer Unterarbeitsgruppe vorgesehen, die den Prozess
systematisch erfassen, begleiten und Verbesserungsvorschläge erarbeiten soll.
Die AOK Rheinland/Hamburg stellte das Projekt Starke Kids im Quartier vor, mit dem im
Quartier Tannenbusch eine Präventionskette für Kinder und Jugendliche von 0 bis 21
Jahren aufgebaut werden soll. Nach weiteren Abstimmungen wurde das Fokusthema
Gesundheitskompetenz festgelegt; die inhaltliche Ausarbeitung ist für 2026 geplant.
In der Sitzung im November 2025 wurden die Auswertung der
Schuleingangsuntersuchungen der Einschulungsjahre 2014 bis 2024, die Projekte
MiGeQua und ZuKiBa sowie die Mappe „Entwicklung unterstützen in Bonn“ vorgestellt.
Die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen sind Kapitel 4.1 dargestellt.
Die Projekte MiGeQua (Migrantische Gesundheit im Quartier) und ZuKiBa (Zugang zur
kinderärztlichen Versorgung in Bayern) untersuchen Gesundheitspraktiken in
migrantisch geprägten Quartieren bzw. den tatsächlichen Zugang zur kinderärztlichen
Versorgung und deren Auswirkungen auf Familien. Ein weiteres Forschungsprojekt zur
pädiatrischen Versorgung in urbanen Räumen, u. a. in Bonn, ist geplant und wird vom
Gesundheitsamt Bonn organisatorisch unterstützt.
Im interdisziplinären Qualitätszirkel wurde die Mappe „Entwicklung unterstützen in Bonn“
entwickelt. Sie richtet sich an Kinder mit besonderem Versorgungsbedarf und bündelt
zentrale Informationen, u. a. Medikamentenpläne, Austauschbögen sowie
Schweigepflichtentbindungen.Seite 8 von 17
Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
2.5 Arbeitskreis Hitzeschutz
Der Arbeitskreis tagte im o.g. Zeitraum zweimal.
In der ersten Sitzung im Mai wurde das durch die Lenkungsgruppe -bestehend aus
Mitarbeitenden des Infektionsschutzes, der Stabsstelle Gesundheitsförderung und der
Amtsleitung- erstellte Kurzkonzept, die Zielsetzung des Arbeitskreises sowie die
Ergebnisse der Abfrage zu den bereits bestehenden Hitzeschutzmaßnahmen der
Stadtverwaltung vorgestellt.
Der Hitzeaktionsplan (HAP) des Gesundheitsamts wird ausschließlich
verhaltenspräventive Maßnahmen enthalten, da die Verhältnisprävention im Rahmen
des integrierten Klimaanpassungskonzepts der Stadt Bonn (KLAKI) umgesetzt wird.
Im Rahmen der Abfrage vom 05. März 2025 wurden alle Dezernate und Ämter darum
gebeten, ihre Hitzeschutzmaßnahmen zu melden. Die Auswertung zeigt, dass bereits 22
Maßnahmen – z. B. die Sensibilisierung vulnerabler Gruppen, die Ausgabe von
Hitzeschutzmitteln sowie verschiedene Arbeitsschutzmaßnahmen – durchgeführt
werden oder geplant sind. Die Ausbildungsfirma Bonn-Up führte in Anlehnung an die
interne Abfrage verschiedene Recherchetätigkeiten durch und sichtete 50 weitere HAPs
unterschiedlicher Kommunen sowie Aktionen und Projekte verschiedener Institutionen,
Träger und Einrichtungen. Des Weiteren wurde die Maßnahme „Städtische
Kommunikationskaskade“ vorgestellt und im Nachgang abgestimmt. Die Bürgerschaft
wird bei der Erreichung einer Warnstufe über die aktuelle Situation durch die
Medienredaktion gewarnt.
In der Sitzung im Oktober 2025 wurde der aktuelle Stand des HAP Bonn, die vergangene
Hitzeperiode und zukünftige Maßnahmen besprochen.
Die Teilnehmenden berichteten, dass die Wasservergabe an die Mitarbeitenden und an
den Sportstätten über Trinkwasserspendern gut angenommen wurde. Zudem führen die
baulichen Maßnahmen an Kindertagesstätten zu einer besseren Hitzeresilienz.
Gleichzeitig wird zum Ausdruck gebracht, dass weitere Maßnahmen durch das SGB zum
Schutz der Mitarbeitenden notwendig sind. Die Rückmeldungen sind bekannt und stellen
verhältnispräventive Maßnahmen dar, weshalb kein Handlungsbedarf für den
Arbeitskreis abgeleitet wird.
Für das Jahr 2026 sind folgende Maßnahmen geplant: „Karte der Kühlen Orte“,
„Kommunikationsstruktur für die Mitarbeitenden der Stadt Bonn“ und „Verteilung der
Informationsmaterialien“. Alle Maßnahmen zielen auf die Befähigung der Bevölkerung
zum korrekten Handeln während der Hitzeperiode ab.Seite 9 von 17
Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
2.6 Arbeitskreis Gesundheitsförderung und Prävention
Die Kommunale Gesundheitskonferenz hat auf der diesjährigen Sitzung am
05. Februar 2025 beschlossen, den Arbeitskreis „Gesundheitsförderung und
Prävention“ erneut tagen zu lassen, nachdem die letzte Sitzung 2020 stattgefunden hat.
Der Arbeitskreis tagte im o.g. Zeitraum einmal.
In der Sitzung wurden kurz die Aufgaben des Arbeitskreises sowie die Zielsetzung
vorgestellt. Der Arbeitskreis soll Angebote in Bonn bekannt machen, beraten, evaluieren
und koordinieren. Zudem wird er als Netzwerk fungieren, um gemeinsam weitere
Maßnahmen zur Gesundheitsförderung für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln.
Zudem wurde in der Sitzung die Kassenübergreifende Förderung für Kommunen in NRW
von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit NRW vorgestellt. Die
Grundlage für die Fördermöglichkeiten bildet das Präventionsgesetz (§20a SGB V)
sowie der Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes, der Handlungsfelder,
Förderkriterien und Qualifikationen für Übungsleitende regelt. Während des gesamten
Prozesses, von der Antragstellung bis zur Projektdurchführung, bietet die
Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit NRW Unterstützung.
In der Sitzung wurde zudem festgehalten, dass eine Bedarfsanalyse der einzelnen
Quartiere erfolgen soll. Dazu werden Daten aus allen Ämtern benötigt. Die Koordinierung
der Bedarfsanalyse erfolgt durch die Stabsstelle Gesundheitsförderung. Zudem wurde
beschlossen, dass der Fokus vorerst auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche gelegt
wird, da hierzu schon zahlreiche Daten vorliegen.Seite 10 von 17
Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
2.7 Arbeitsgruppe Geburtshilfe
Die Arbeitsgruppe Geburtshilfe tagte im o.g. Zeitraum einmal in Präsenz.
Schwerpunktmäßig wurden die Themen Hebammen Ambulanz Bonn e.V. sowie die
aktuelle Lage der Hebammen besprochen.
Die Evaluation der Hebammen Ambulanz Bonn e.V. wurde vorgestellt. Diese zeigt, dass
das Angebot dringend benötigt wird und erfolgreich Versorgungslücken in der vor- und
nachgeburtlichen Betreuung schließt. Zwischen November 2023 und Dezember 2024
wurden 297 Klientinnen betreut und 980 Leistungen erbracht. Die Ambulanz führt nicht-
ärztliche Untersuchungen durch und entlastet dadurch sowohl stationäre als auch
ambulante Einrichtungen. Besonders bei saisonalen Personalengpässen steigt die
Nachfrage. Die zunehmende Bekanntheit und die Schließung einer geburtshilflichen
Station deuten auf eine weiter steigende Nachfrage hin.
Zudem wurden aktuelle Informationen über die Hebammen Ambulanz e.V. gegeben.
Diese beschäftigt derzeit 13 freiberufliche Hebammen. Aufgrund der Schließung der
geburtshilflichen Station im St. Elisabeth Krankenhaus und der hohen Nachfrage aus
dem Rhein-Sieg-Kreis wird das Angebot kontinuierlich erweitert, etwa durch Stillcafés,
Baby-Erste-Hilfe-Kurse und Lehrbegleitungen. Ziel ist es, Versorgungsengpässe zu
vermeiden und die Hebammengemeinschaft zu entlasten.
In der Sitzung wurde ebenfalls die neue Hebammengebührenverordnung thematisiert.
In der Diskussion zur aktuellen Lage der Hebammen ging es insbesondere um die
Auswirkungen der neuen Hebammengebührenverordnung, die zu finanziellen Einbußen,
erhöhter Bürokratie und einer unsicheren Versorgung führen kann. Die geplante
Verbesserung der 1:1-Versorgung ist in der Praxis schwer umsetzbar, da Notfälle im
stationären Setting auftreten. Viele freiberufliche Hebammen erleben
Einkommensverluste und erwägen, den Beruf zu wechseln, was zu einem Engpass in
der Geburtshilfe führen könnte.
Die Auswirkungen sollen zukünftig mit den Bonner Einrichtungen in den dafür
vorgesehen Arbeitskreisen besprochen werden.Seite 11 von 17
Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
3 Präventionsprojekte nach § 20a SGB V
Im o. g. Zeitraum wurden zwei Präventionsprojekte für die Gesundheitsförderung in der
Kommune in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen AOK Rheinland und Techniker
Krankenkasse sowie kommunalen Partnern durchgeführt.
Die Präventionsprojekte wurden gemäß des Leitfaden Prävention des GKV-
Spitzverbandes zur Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten gemäß
§ 20a SGB V konzipiert und durchgeführt. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die
Gesundheitspotenziale und -risiken der Bonner Bürger*innen zu stärken bzw. zu
vermindern.
3.1 BonnKids
Das Präventionsprojekt BonnKids wurde bis zum 31. August 2025 durch die
AOK Rheinland/Hamburg gefördert und ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem
Gesundheitsamt Bonn, dem Sport- und Bäderamt, dem Amt für Soziales und Wohnen,
dem Amt für Kinder, Jugend und Familie und dem Förderverein Psychomotorik e.V. Das
Projekt ist am 1. September 2022 gestartet und hatte eine Laufzeit von drei Jahren. Seit
Ende der Laufzeit zum 01. September 2025 wird das Bewegungsprogramm
selbstständig fortgeführt. Zur Fortführung des Projektes stehen dem Projekt 10.000€
über den Haushalt und 4.500€ über die Bürgerstiftung IVG für ein Jahr zur Verfügung.
Das Angebot wird weiterhin an den beiden bisherigen Standorten durchgeführt. Der
Wochentag und die Uhrzeiten bleiben vorerst auch bestehen. "BonnKids - aktiv und
bewegt" findet wöchentlich montags ab 16.30 Uhr auf den Freiflächen oder im
Mehrzweckraum des Spielhauses KBE-Dreieck in Tannenbusch und freitags ab 16.30
Uhr am Jugend- und Quartierszentrum in Auerberg statt. Pro Standort sollen weiterhin
zwei Stunden erfolgen, allerdings wird hier der Fokus auf die jüngeren Kinder gerichtet.
Ältere Kinder und Jugendliche dürfen in Absprache aber gerne teilnehmen. Die
Übungsleiterin wird über den Förderverein Psychomotorik e.V. für das Angebot
bereitgestellt.
Insgesamt fanden im Jahr 2025 (Vom 01. Januar 2025 bis zum 31. August 2025) 78
einstündige Termine statt, bei denen bis zu 10 Kinder teilgenommen haben. Davon
waren 42 Einheiten in Tannenbusch und 26 Einheiten in Auerberg. Die Altersspanne lag
überwiegend zwischen sechs und 14 Jahren. In den Schulfeiern sowie an Feiertagen
fanden keine Angebote statt. Im o. g. Zeitraum fanden vier Steuerungsgruppentreffen
statt. Es wurden zwei Projektberichte und ein Evaluationsbericht verfasst.Seite 12 von 17
Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
3.2 Draußen Aktiv
Das Präventionsprojekt Draußen Aktiv wird durch die Techniker Krankenkasse gefördert
und stellt eine Kooperation zwischen Gesundheitsamt Bonn, Sport- und Bäderamt, Amt
für Soziales, Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie Stadtsportbund Bonn dar.
Das Projekt ist am 1. September 2024 gestartet und hat eine Laufzeit von vier Jahren.
Die wöchentlichen Bewegungsangebote finden an den Standorten Rigal´sche Wiese,
Dransdorf, Reuterpark und Schwarzrheindorf statt und nutzen bereits vorhandene
Ressourcen, wie Outdoor-Fitnessanlagen. „Draußen Aktiv“ findet wöchentlich ab
17:30 Uhr bis 19:30 Uhr statt und beinhalten zwei einstündige Angebote pro Standort.
Die Übungsleiter*innen werden über den Stadtsportbund bereitgestellt.
Insgesamt fanden im Jahr 2025 (Stand 31. August 2025) 85 einstündige Termine statt,
bei denen bis zu zwölf Teilnehmer*innen teilgenommen haben. Die Gesamtzahl der
Teilnehmer*innen beläuft sich auf 612 Personen. Die Teilnehmer*innen bilden alle
Altersgruppen mit Ausnahme der Gruppe Kinder (0 bis 12 Jahren) ab. Das Angebot fand
von April bis Oktober statt und soll im Jahr 2026 von Mai bis Oktober erfolgen.
Zusätzlich zu den regulären Angeboten wurden drei Multiplikator*innenschulungen in
Bad Godesberg und Dransdorf durchgeführt. Insgesamt nahmen 25 Personen teil.
Aufgrund der Anregungen der Teilnehmenden sollen im Jahr 2026
zielgruppenspezifischere Schulungen z. B. für weibliche Personen oder
Übungsleiter*innen stattfinden.
Des Weiteren wurde eine Zusammenarbeit mit der Hochschule Koblenz erreicht. Über
den gesamten Projektzeitraum werden Studierendengruppen Daten erheben und eine
Evaluation konzipieren und durchführen. Die fachliche Begleitung der Studierenden
erfolgt durch die Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz.
Im o. g. Zeitraum fanden zusätzlich sechs Steuerungsgruppentreffen statt und ein
Evaluationsbericht wurde erstellt.
3.3 Starke Kids im Quartier
Das Präventionsprojekt Bonn Kids wird durch die AOK Rheinland gefördert. Ziel des
Projektes ist die Etablierung einer Präventionskette von 0 bis 21 Jahren im Quartier
Tannenbusch.
Im Laufe des Jahres fanden hierzu verschiedene Netzwerktreffen statt, um das konkrete
Ziel auszuarbeiten. Aufgrund der bereits hohen Angebotsdichte und weiterer externer
Faktoren wurden keine konkreten Maßnahmen erarbeitet. In Absprache mit der AOKSeite 13 von 17
Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Rheinland/ Hamburg und aufgrund der Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen
sowie der HLS-GER 3 Studie wurde das Fokusthema „Gesundheitskompetenz“
festgelegt. Im Jahr 2026 wird das Projekt neu ausgerichtet und konzipiert.
3.4 Bonner Gesundheitsimpulse
Die Bonner Gesundheitsimpulse – eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der
Volkshochschule und des Gesundheitsamtes der Stadt Bonn – starteten im Herbst 2025
mit drei Veranstaltungen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist die Stärkung der
Gesundheitskompetenz. Insgesamt sind pro Jahr sechs Vorträge zu verschiedenen
Themen geplant. Im Jahr 2025 wurden die Themen „Männergesundheit heute“ und
„Zähneputzen mit Kindern – muss das sein?“ angedacht. Der Vortrag über
Zahngesundheit musste aufgrund von nicht-ausreichender Nachfrage abgesagt werden.
4 Gesundheitsberichterstattung
Die Gesundheitsberichterstattung wird in die regelmäßige Berichterstattung und
anlassbezogene Berichterstattung unterteilt.
Die regelmäßige Berichterstattung erfolgt gemäß § 21 ÖGDG NRW und nutzt als
Datengrundlage Ergebnisse aus den Reihenuntersuchungen des Gesundheitsamt
Bonn. Ziel ist es gesundheitsrelevante Trends (Verhaltensweisen, Risiken, Zustand der
Bevölkerung) zu erkennen und diese Informationen zur Ableitung von Maßnahmen zu
nutzen.
Die anlassbezogene Berichterstattung erfolgt ohne einheitliche Rechtsgrundlage und
kann sowohl aufgrund von Projekten als auch auf Anfrage zur Unterstützung durch
andere Ämter durchgeführt werden. Ziel kann u.a. die Erstellung eines
Wirksamkeitsnachweises zur Fortführung bzw. Anpassung von Projekten oder
Entscheidungshilfen für den städtischen Haushalt sein.
4.1 Regelmäßige Gesundheitsberichterstattung
Die regelmäßige Gesundheitsberichterstattung erfolgte im Bereich des Kinder- und
Jugendärztlichen Dienstes. Für den o. g. Zeitraum wurden ein Bericht erstellt. Die
Datengrundlage für die Auswertungen bilden die durch das Landeszentrum Gesundheit
NRW aufbereiteten Daten der Schuleingangsuntersuchung.
Zusammengefasst zeigen die Daten, dass über 40 % der 2024 untersuchten Kinder eine
andere Erstsprache als Deutsch sprechen. Die altersgerechte Sprachkompetenz von
Kindern, die in den ersten vier Lebensjahren hauptsächlich deutsch gesprochen haben,
zeigt einen abnehmenden Trend. Der Anteil der normalgewichtigen, übergewichtigenSeite 14 von 17
Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
- 12 -
Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
und adipösen Kinder ist annähernd konstant geblieben. Eine deutliche Zunahme zeigt
sich bei den (stark) untergewichtigen Kindern. In den Bereichen „visuelle
Wahrnehmung“, „selektive Aufmerksamkeit“, „Körperkoordination“ und
„Mengenvorwissen“ zeigt sich ein positiver 10-jahres-Trend. Der Anteil der Kinder mit
einem unauffälligen Ergebnis liegt über den zu erwartenden Wert von 75%.
Zukünftig wird die Datenanalyse ohne Aufbereitung durch das Landeszentrum
Gesundheit NRW angestrebt. Des Weiteren wurden Grundlagen zur standardisieren
Datenerfassung in weiteren amtsärztlichen Diensten geschaffen, um zukünftig weitere
Berichte zu erstellen.
4.2 Anlassbezogene Gesundheitsberichtserstattung
Im Bereich der anlassbezogenen Gesundheitsberichterstattung wurden sieben Berichte
für folgende Projekte erstellt.
4.2.1 Hebammen Ambulanz Bonn e.V.
Die Bonner Hebammen Ambulanz e.V. wurde aufgrund eines dringenden Appelles des
Runden Tisches Geburtshilfe eingerichtet und nahm seine Tätigkeit am 01.10.2023 auf.
Für die Datenanalyse wurde ein Evaluationskonzept mit der Hebammen Ambulanz Bonn
e.V. erarbeitet und zwei Berichte erstellt.
4.2.2 BonnKids
Das Bewegungsförderungsprojekt BonnKids wurde zum Stand 31. August 2025
evaluiert. Dazu wurden Befragungen mit den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen,
den leitenden Personen der beiden Jugendzentren sowie mit der Übungsleiterin
durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Projektsteuergruppe vorgestellt
und werden der AOK Rheinland/ Hamburg vorgelegt.
4.2.3 Draußen Aktiv
Das Präventionsprojekt Draußen Aktiv wird gemäß der Förderleitlinien der Techniker
Krankenkasse regelmäßig evaluiert. Im Zeitraum 2025 wurden die Zeiträume 2024 bis
August 2025 analysiert und ein Zwischenbericht erstellt und der Steuerungsgruppe
vorgestellt. Aufgrund der Ergebnisse werden Anpassungen für das Jahr 2025
vorgenommen.
4.2.4 Versorgungssituation bei Schwangerschaftsabbrüchen in Bonn
Die Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz thematisiert die
Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen seit dem Jahr 2022 sowohl in der
KGK als auch im Arbeitskreis Notfallversorgung und Ethik in der Medizin. In derSeite 15 von 17
Tätigkeitsbericht 2025 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Ausgangssituation 2022 waren im ambulanten Bereich nur zwei Gynäkolog*innen in
Bonn bekannt, die Schwangerschaftsabbrüche durchführten. Durch den kontinuierlichen
Austausch mit den Beratungsstellen sowie die Thematisierung der Situation in den
Qualitätszirkeln durch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) stieg die
Anzahl der Leistungserbringer*innen auf vier Praxen. Im Bonner Raum werden zum
Stand 21. Oktober 2025 sowohl medikamentöse als auch instrumentelle Abbrüche
durchgeführt. Die Anzahl der Leistungserbringer*innen stieg trotz der altersbedingten
Fluktuation in den letzten drei Jahren an. Die Umfrage von 2025 ergab zudem, dass zwei
weitere Praxisinhaber*innen künftig planen, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen.
Die Versorgungssituation in Bonn wird dadurch als gesichert eingeschätzt.
4.2.5 Teilhabeindex
Der Teilhabeindex von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Bonn soll ihre
Teilhabe(chancen) und ihre Benachteiligungen als Instrument eines regelmäßigen
Monitorings aufzeigen. Dadurch können die konkreten Bedarfs- und Problemlagen von
Kindern und Jugendlichen abgebildet und in den Steuerungsprozess aufgenommen
werden.
Der Fachbereich „Gesundheit“ wurde dem Gesundheitsamt zugewiesen. In
Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendärztlichen Dienst wurden fünf Variablen
identifiziert, die standardisiert während der Schuleingangsuntersuchung erhoben
werden. Eine erste Auswertung wurde erstellt und dem Programmbüro Soziale
Gerechtigkeit kommuniziert.
4.2.6 Sonstige Gremienarbeit
Zur Erfüllung der Aufgaben gemäß § 24 Abs. 2 ÖGDG NRW nahmen die
Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz an 24
weiteren Gremien und Arbeitskreisen/-gruppen teil. Die Fokusthemen lassen sich grob
in die Bereiche Prävention, Inklusion und soziale Gerechtigkeit unterteilen. Um eine
Verbesserung in diesen Bereichen zu erzielen, gilt es die nächsten Jahre eine Übersicht,
Koordination und verbesserte Kommunikation zwischen den internen (städtischen) als
auch externen Beratungsstellen und Leistungserbringern zu erstellen.
Dazu bedarf es der Zusammenarbeit aller Akteur*innen sowie der Pflege und
Koordination der vorhandenen Netzwerke, um unter Anbetracht der jetzigen und
zukünftigen Herausforderungen Doppelstrukturen abzuschaffen und Ressourcen
effizient zu verwenden.Seite 16 von 17
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Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Die Kommunale Gesundheitskonferenz hat sich deshalb u. a. dazu bereit erklärt, das
Programmbüro Soziale Gerechtigkeit bzgl. der Zertifizierung zur Kinderfreundlichen
Kommune mit der Gesundheitsberichterstattung als Teil der Sozialberichterstattung zu
unterstützen. Des Weiteren wird die Gesundheitsberichterstattung im Bereich der Kinder
und Jugendlichen weiter ausgebaut, um bedarfsgerechte Maßnahmen zur Prävention
und Gesundheitsförderung abzuleiten.
Ebenfalls unterstützt die Geschäftsstelle die Überarbeitung des Behindertenpolitischen
Teilhabeplans der Bundesstadt Bonn und übernimmt dort im Bereich „Gesundheit“ die
Verantwortung zur Verbreitung und Sensibilisierung von Informationen für die Belange
von Menschen mit Behinderung und die Thematik der Gesundheitskompetenzen. Die
Umsetzung der ersten drei Maßnahmen erfolgt im Jahr 2026.
5 Zusammenfassung
Die Kommunale Gesundheitskonferenz und ihre Arbeitskreise tagten im o. g. Zeitraum
beständig. Die Sitzungen fanden sowohl in digitaler Form als auch in Präsenz statt. Die
Gremien haben sich mit vielfältigen Fragestellungen des Gesundheitswesens sowie mit
der Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung der Bürger*innen in Bonn
beschäftigt.
Schwerpunktmäßig wurde sich auch 2025 mit den Bereichen Prävention, Inklusion und
soziale Gerechtigkeit befasst.
Die Besprechung spezifischer Themen in den genannten Arbeitskreisen hat sich auch
weiterhin als hilfreich und positiv erwiesen. Auch zukünftig werden gesundheitlich
relevante Themen und Fragestellungen aufgrund ihrer Komplexität und Dringlichkeit in
den Arbeitskreisen behandelt.
Die Geschäftsstelle dankt allen beteiligten Personen für die geleistete und engagierte
Mitarbeit im Zeitraum 2024/ 2025.Seite 17 von 17

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Datenstand: 02.11.2026, 21:57 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de