260852-02 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Antrag von CDU, SPD und FDP: Safe Cities Initiative
Kerndaten
- Nummer
- 260852-02 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 08.06.2026
- Letzte Änderung
- 01.11.2026
Orte
- Poppelsdorfer Allee Hauptort
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft, Europa und Internationales Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Denkmalschutz Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Senioren Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Liegenschaften und Arbeit Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 260852-02 ST Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 02 Amt für Internationales und globale Nachhaltigkeit Dezernat: Dez. OB Antrag von CDU, SPD und FDP: Safe Cities Initiative Beratungsfolge Ausschuss für Wirtschaft, Liegenschaften und Arbeit 10.06.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Planen, Bauen und Denkmalschutz 17.06.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz 25.06.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Senioren 07.07.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Wissenschaft, Europa und Internationales 08.07.2026 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Der Stadt Bonn ist es ein wichtiges Anliegen, Mädchen und Frauen vor sexuellen Belästigungen und Übergriffen im öffentlichen Raum zu schützen. Um diesem Schutz gerecht zu werden, hat die Stadt Bonn bereits zahlreiche Maßnahmen in diesem Bereich umgesetzt. Auch die Gleichstellungsstelle bringt das Thema „Gewalt gegen Frauen“ durch Projekte wie die „Orangenen Bänke“, Gestaltung der Unterführung Poppelsdorfer Allee, Fahnenaktionen und sonstige Veranstaltungen - insbesondere rund um den Internationalen Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen (25. November) - in die Öffentlichkeit. Die vorgeschlagene Mitgliedschaft in der UN Women-Initiative „Safe Cities and Safe Public Spaces for Women and Girls” (Sichere Städte und sichere öffentliche Räume für Frauen und Mädchen) ist mit umfangreichen Verpflichtungen der teilnehmenden Kommune verbunden (s.u.). Dies bedeutet für die Verwaltung einen erheblichen zusätzlichen Personal- und Kostenaufwand. Die Mitwirkung an der Initiative wäre eine neue Aufgabe, die vor dem Hintergrund des Projektes „Aufgabenkritik“, „Zero-Based-Budgeting“ und der laufenden Haushaltskonsolidierung kritisch betrachtet werden muss. So wichtig und richtig die Ziele der Initiative „Safe Cities and Safe Public Spaces for Women and Girls” auch sind rät die Verwaltung, aus den genannten Gründen dem Antrag nicht zu folgen. Im Folgenden sind die Mitwirkungskriterien, zu denen sich die Kommunen im Rahmen der Initiative verpflichten, aufgeführt: 1. Identifizierung geschlechtergerechter, lokal relevanter und eigenverantwortlich durchgeführter Maßnahmen Wesentlich ist die Durchführung einer Bestandsaufnahme, umSeite 1 von 3 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) spezifische Daten zur sexualisierten Gewalt im öffentlichen Raum zu erhalten und die Lage vor Ort zu verstehen. Stakeholder werden in die Bewertung der Studienergebnisse ebenso eingebunden wie in die darauf basierende Entwicklung von Programmen für Sicherheit von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum in gemeinsamer Verantwortung. 2. Entwicklung und wirksame Umsetzung umfassender Gesetze und Strategien zur Prävention und Bekämpfung sexueller Gewalt im öffentlichen Raum Durch Kapazitätsaufbau, Sensibilisierung, Mobilisierung der Bevölkerung und andere Strategien sollen Behörden, Frauen an der Basis und Partner in den Kommunen befähigt werden, sich für die Entwicklung und wirksame Umsetzung von Gesetzen und Strategien einzusetzen, diese zu entwickeln und zu überwachen. Dafür müssen zusätzliche Ressourcen bereitgestellt werden. 3. Investitionen in die Sicherheit und wirtschaftliche Tragfähigkeit öffentlicher Räume Ein geschlechtergerechter Ansatz in der Stadt- und Verkehrsplanung soll sicherstellen, dass die Bedürfnisse aller Frauen und Männer in den verschiedenen kommunalen Fachbereichen berücksichtigt werden. Das betrifft die städtische Infrastruktur (u.a. sicheres Trinkwasser, verbesserte Sanitätsversorgung, digitale Konnektivität) ebenso wie Zugang zu Bildung, Finanzierung und wirtschaftlichen Chancen. 4. Veränderung sozialer Normen, um das Recht von Frauen und Mädchen auf einen gewaltfreien Zugang zu öffentlichen Räumen zu fördern. Arbeit an institutionellen und systemischen Veränderungen sozialer Normen, die für die Gleichstellung der Geschlechter erforderlich sind. Mädchen, Jungen sowie einflussreiche Fürsprecherinnen und Fürsprecher engagieren sich in transformativen Maßnahmen in Schulen und anderen Umgebungen. Sie stehen ein für respektvolle Beziehungen, Geschlechtergerechtigkeit und Sicherheit in öffentlichen Räumen. Eine Kurzübersicht der UN Women Safe Cities and Safe Public Spaces- Initiative in englischer Sprache finden sich hier: https://www.unwomen.org/sites/default/files/Headquarters/Attachments/Section s/How%20We%20Work/flagship%20programmes/UN-Women-Flagship- programme-Safe-cities-public-spaces-en.pdf Der „Global Results Report“ der Initiative kann hier abgerufen werden: https://www.unwomen.org/sites/default/files/Headquarters/Attachments/Section s/Library/Publications/2017/Safe-Cities-and-Safe-Public-Spaces-Global-results- report-en.pdf Anlage/n KeineSeite 2 von 3 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)Seite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 01:13 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de