260844 · Große Anfrage
SPD/FDP Große Anfrage: Statusbericht zur Planung und Finanzierung physischer Maßnahmen gegen Sturzfluten am Godesberger Bach
Kerndaten
- Nummer
- 260844
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 30.04.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Bad Godesberg Hauptort
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 260844 Fragesteller/in: FDP-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Wolfgang Heedt Aaron Eßelborn SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Uli Barth Niklas Hausemann 30.04.2026 gez. BBM Yildiz SPD/FDP Große Anfrage: Statusbericht zur Planung und Finanzierung physischer Maßnahmen gegen Sturzfluten am Godesberger Bach Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 27.05.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 23.06.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Die Verwaltung möge so zeitnah zu den folgenden Fragen Stellung nehmen, dass die hieraus erwachsenden Erkenntnisse in die laufende Aufgabenkritik des Haushalts sowie für die Aufstellung zukünftiger städtischer Haushalte einfließen können: 1. Welche planerischen Fortschritte wurden seit der Mitteilungsvorlage DS 242181 aus dem Januar 2025 sowie den Erörterungen aus DS 242330- 02 aus dem August 2025 gemacht? 2. Welche Szenarien wurden seitens der Verwaltung entwickelt, um kurzfristig Schutzziele unterhalb eines hundertjährigen Hochwassers zu erreichen und zu welchen prognostizierten Kosten, beispielsweise durch die (ergänzende) Errichtung von Rückhalteeinrichtungen im Marienforster Tal? (Anm.: Das Hochwasserereignis von 2016 wurde als ca. zwanzigjährig eingestuft, wodurch sich in Bezug auf ein hundertjähriges Hochwasser Abstufungsmöglichkeiten ergeben) 3. Welche Prognose kann das Tiefbauamt geben zu Zeitpunkten für einen erste Spatenstiche bezogen auf unterschiedliche Niveaus von Schutzzielen aus Frage 2.? 4. Mit welcher Priorität hat das Tiefbauamt den Hochwasserschutz am Godesberger Bach eingestuft und welche Projekte des Tiefbauamts wurden mit höherer Priorität eingestuft? Wie kann auf die Prioritätenfestlegung Einfluss genommen werden? 5. Wurde seitens des Tiefbauamtes in Abstimmung mit der Gemeinde Wachtberg schon einmal über kurzfristige und kostengünstig umzusetzende Maßnahmen nachgedacht, wie z.B. Treibgutrechen im Marienforster Tal in einer Qualität, wie sie auch in den Alpen zum Einsatz kommen? 6. Welche Kapazitäten personeller Art und welche finanziellen Ressourcen stehen für die Planung von Hochwasserschutzmaßnahmen amSeite 1 von 2 Seite 2 Godesberger Bach zu Verfügung und lassen sich zur Beschleunigung der Planung diese Kapazitäten nötigenfalls durch externe Planungsbüros erweitern (Booster)? Begründung In DS 242330-02 hat das Tiefbauamt ausgeführt, Zitat: “ ... den bestmöglichen Schutz der Bürgerinnen und Bürger umzusetzen. Daher betrachten wir für alle Hochwasserschutzmaßnahmen ein Schutzziel von HQ100, wenn möglich, sogar höher.” Ergebnis der nunmehr zehn Jahre währenden Suche nach dem bestmöglichen Schutz ist, dass die Bad Godesberger Innenstadt nach wie vor immer noch gänzlich ohne Schutz dasteht, so wie 2016. Es entsteht der Eindruck, dass die gesamte Verwaltung, die natürlich interdependent auf die Prioritäten und Finanzen des Tiefbauamts Einfluss ausübt, beim Schutz von Leib und Leben von Anrainern des Godesberger Bachs nicht mit der gebotenen Dringlichkeit bei der Sache ist, insbesondere, wenn man den Bezug herstellt zum Wiederaufbau des Ahrtals. Es sei darum hier erneut darauf hingewiesen, dass bei einer Wiederholung des Ereignisses von 2016 selbst bei mittlerweile verbesserter Vorwarnung die Vorwarnzeit insgesamt nicht ausreicht, um Menschen warnen zu können, die sich in der Bad Godesberger Innenstadt in Produktions- und Lagerräumen in Kellern sowie Tiefgaragen aufhalten. Es besteht somit weiterhin ein hohes Gefährdungspotenzial für Leib und Leben. Insbesondere „kleinere“ Maßnahmen, die Hochwassergefahren minimieren, sollten mit in den Blick genommen werden, selbst wenn sie isoliert betrachtet nicht das angestrebte Schutzniveau erreichen. Maßnahmen wie die Errichtung von Rückhalteflächen im Marienforster Tal und erst recht die Installation eines Treibgutrechens können substantielle Beiträge leisten, um die Schäden bei einem erneuten Hochwasser zu minimieren. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:45 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de