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260815-02 ST · Stellungnahme der Verwaltung

GRÜNE/Volt-Antrag - Übergangslösung durch hybride Heizsysteme

Nummer
260815-02 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
18.09.2026
Letzte Änderung
01.11.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 30.09.2026 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 260815 GRÜNE/Volt-Antrag - Übergangslösung durch hybride Heizsysteme

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
260815-02 ST
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
Co-Dezernat
Dezernat:
Dez. OB
GRÜNE/Volt-Antrag - Übergangslösung durch
hybride Heizsysteme
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
30.09.2026 Kenntnisnahme
Rat 12.11.2026 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Die SWB Energie und Wasser nimmt wie folgt Stellung:
Die SWB bieten bereits seit 2023 im Rahmen ihres Wärmepumpen-
Contractings Lösungen an, die auch hybride Heizsysteme umfassen können.
Je nach Gebäude, energetischem Zustand und technischer Machbarkeit kön-
nen Wärmepumpen sowohl als monovalente oder monoenergetische Systeme
als auch in Kombination mit bestehenden Gasheizungen (hybride Heizsysteme)
im Rahmen eines Miet-Modells oder als Kaufanlage umgesetzt werden.
Bereits heute werden hybride Heizsysteme dort eingesetzt, wo dies technisch
und wirtschaftlich sinnvoll ist. Dies betrifft insbesondere Gebäude mit einem
geringen energetischen Standard. In diesen Fällen können hybride Systeme
einen praktikablen Einstieg in eine schrittweise Dekarbonisierung der Wärme-
versorgung ermöglichen. Sie werden so ausgelegt, dass mit fortschreitenden
energetischen Sanierungsmaßnahmen der Anteil erneuerbarer Wärme am Ge-
samtwärmebedarf kontinuierlich steigt. Die SWB beraten ihre Kundinnen und
Kunden technologieoffen und objektspezifisch. Gleichzeitig weisen sie auf die
Vorteile erneuerbarer Wärmeerzeugung sowie auf die derzeit nur eingeschränkt
prognostizierbaren langfristigen Kosten fossiler Energieträger hin und empfeh-
len grundsätzlich nachhaltige, zukunftsfähige Lösungen mit einem möglichst
hohen Anteil erneuerbarer Energien.
In der Praxis zeigt sich jedoch, dass hybride Übergangslösungen insbesondere
im Gebäudebestand häufig mit zusätzlichen Investitions- und Betriebskosten
verbunden sind. Sie stellen daher nicht in jedem Fall die wirtschaftlich sinnvolls-
te Übergangslösung dar. Aus Sicht der SWB sollte deshalb, soweit technisch
und wirtschaftlich möglich, eine langfristig tragfähige und möglichst vollständig
erneuerbare Wärmeversorgung angestrebt werden.
Eine besondere Herausforderung stellen Gebäude mit Etagenheizungen dar.
Hier bestehen häufig sowohl technische als auch eigentumsrechtliche Hürden.
Die SWB unterstützen Eigentümerinnen und Eigentümer durch eine individuelle
und bedarfsgerechte Beratung und prüfen gemeinsam mit den Beteiligten ge-
eignete sowie technisch umsetzbare Versorgungskonzepte. Da der Umstieg aufSeite 1 von 2
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
eine zentrale oder hybride Wärmeversorgung in der Regel die Zustimmung der
Wohnungseigentümergemeinschaft voraussetzt, sind eine frühzeitige Abstim-
mung und Koordination von wesentlicher Bedeutung. Zudem erfordert die Um-
stellung auf eine zentrale Wärmeerzeugungsanlage häufig zusätzliche Lei-
tungswege sowie Flächen für Übergabestationen, Speicher oder weitere tech-
nische Einrichtungen. Diese räumlichen Voraussetzungen sind in Bestandsge-
bäuden oftmals nur eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Neben den be-
grenzten baulichen Möglichkeiten zählt daher auch die erforderliche Einigung
innerhalb der Eigentümergemeinschaft zu den wesentlichen Herausforderun-
gen bei der Umsetzung gemeinsamer Wärmeversorgungslösungen.
Vor diesem Hintergrund sind eine individuelle Beratung und eine objektspezifi-
sche Bewertung der jeweiligen Rahmenbedingungen unerlässlich. Pauschale
oder standardisierte Übergangslösungen lassen sich aufgrund der unterschied-
lichen technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Ausgangssituationen nicht
auf alle Gebäude übertragen. Die SWB unterstützen Eigentümerinnen, Ei-
gentümer und weitere Interessierte dabei, geeignete und langfristig tragfähige
Versorgungskonzepte zu entwickeln und deren Umsetzbarkeit zu bewerten.
Weiterführende Informationen sowie die Kontaktdaten der persönlichen An-
sprechpartner stehen auf der Internetseite der SWB zur Verfügung: BonnPlus
Wärme - SWB Energie und Wasser
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 07:47 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de