260756 · Antrag
Volt-Antrag: Einsetzung eines Bürger:innenrates im Rahmen des Prozesses „Zukunft der Bonner Bühnen“
Kerndaten
- Nummer
- 260756
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 23.04.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Kulturausschusses Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Untergeordnet
- Stellungnahme der Verwaltung zum Volt-Antrag: Einsetzung eines Bürger:innenrates im Rahmen des Prozesses „Zukunft der Bonner Bühnen“
- BBB-Änderungsantrag: Einsetzung eines Bürger:innenrates [sic] im Rahmen des Prozesses „Zukunft der Bonner Bühnen“ Drucksachenfolge 260756
- Volt-Antrag: Einsetzung eines Bürger:innenrates im Rahmen des Prozesses „Zukunft der Bonner Bühnen“ Antrag zur Vorlage 260756
- Linke-Änderungsantrag zu: Volt-Antrag: Einsetzung eines Bürger:innenrates im Rahmen des Prozesses „Zukunft der Bonner Bühnen“ Antrag zur Vorlage 260756
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (4.528 Zeichen)
Antrag öffentlich 260756 Antragsteller/in: Volt-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Uwe Feddern Karin Langer 22.04.2026 Volt-Antrag: Einsetzung eines Bürger:innenrates im Rahmen des Prozesses „Zukunft der Bonner Bühnen“ Beratungsfolge Kulturausschuss 25.06.2026 Empfehlung Rat 09.07.2026 Entscheidung Inhalt des Antrags Der Bonner Stadtrat beschließt, im Rahmen des laufenden Prozesses „Zukunft der Bonner Bühnen“ einen Bürger:innenrat einzusetzen, der die politischen Entscheidungsträger:innen mit einer evidenzbasierten, vielfältigen Bürger:innenperspektive berät. Die Verwaltung wird beauftragt: 1. Konzeption und Ausschreibung: Ein Konzept für die Durchführung eines Bürger:innenrates zu erarbeiten, das folgende Mindestanforderungen erfüllt: • Zufallsbasierte Auswahl der Teilnehmenden (nach Alter, Geschlecht, Wohnort, Bildungshintergrund etc.) zur Sicherstellung einer vielfältigen Zusammensetzung, • Mindestens drei Sitzungswochenenden mit ausreichend Zeit für Information, Beratung und Diskussion, • Einbindung unabhängiger Moderator:innen und Sachverständiger aus den Bereichen Kulturpolitik, Stadtentwicklung, Architektur/Sanierung sowie Finanzierung, • Barrierefreie Durchführung und Bereitstellung von Kinderbetreuung sowie Aufwandsentschädigungen für Teilnehmende. 2. Mandat und Fragestellung: Den Bürger:innenrat in Abstimmung mit dem Stadtrat mit einer klar definierten Leitfrage zu beauftragen, z. B.: „Wie soll die Stadt Bonn die Zukunft ihrer Bühnen – Oper, Schauspiel und weitere Spielstätten – gestalten, und welche Prioritäten sollen dabei gelten?“ 3. Transparenz und Öffentlichkeit: Den gesamten Prozess öffentlich zu dokumentieren und die Ergebnisse des Bürger:innenrates dem Rat der Stadt Bonn in einer öffentlichen Sitzung vorzustellen. Die Empfehlungen sind als eigenständige Vorlage in die politische Beratung einzuspeisen. 4. Politische Verbindlichkeit: Dem Rat der Stadt Bonn vorzulegen, wie die Empfehlungen des Bürger:innenrates in den weiterenSeite 1 von 3 Seite 2 Entscheidungsprozess einfließen. Sollte der Rat von den Empfehlungen abweichen, ist dies öffentlich zu begründen. Das Konzept dem zuständigen Ausschuss bis spätestens Ende August vorzulegen, sodass der Bürger:innenrat noch im Jahr 2026 durchgeführt werden kann. Begründung Zielsetzung Die Entscheidung über die Zukunft der Bonner Bühnen – ob Sanierung, Neubau oder alternative Konzepte – ist eine der bedeutendsten und kostspieligsten kulturpolitischen Weichenstellungen der Stadt Bonn in den kommenden Jahrzehnten. Sie betrifft nicht nur die Kulturlandschaft, sondern auch den Stadthaushalt, die Stadtentwicklung und das kulturelle Selbstverständnis der gesamten Stadtgesellschaft. Bürger:innenräte sind ein erprobtes Instrument der deliberativen Demokratie, das über klassische Bürgerbeteiligung hinausgeht: Durch die zufallsbasierte Auswahl werden Bevölkerungsgruppen einbezogen, die in politischen Prozessen häufig unterrepräsentiert sind. Die Teilnehmenden erarbeiten nach intensiver Information und Beratung fundierte Empfehlungen – frei von Parteilogik und Lobbyinteressen. Evidenz und Best-Practice-Beispiele Bürger:innenräte haben sich in zahlreichen Städten und Ländern bewährt: • In Stuttgart diskutierten 57 zufällig ausgeloste Bürger:innen die Frage der Opernhaussanierung – mit dem klaren Ergebnis: Konsens für die Sanierung des bestehenden Opernhauses • Aachen hat als eine der ersten deutschen Städte einen ständigen Bürger:innenrat eingerichtet, bei dem per Los ausgewählte Bürger:innen regelmäßig zu konkreten Stadtthemen beraten und ihre Empfehlungen direkt in den Stadtrat einbringen. • Die Bundeskunsthalle in Bonn hat mit ihrem Gesellschafts-Forum ein eigenes Beteiligungsformat entwickelt, das Bürger:innen aktiv in die Weiterentwicklung des Hauses einbezog – etwa zu Fragen der Infrastruktur, Inklusion und thematischen Ausrichtung. Diese Beispiele zeigen: Bürger:innenräte stärken das Vertrauen in politische Entscheidungen, erhöhen die Qualität der Abwägung und schaffen gesellschaftliche Legitimität – gerade bei komplexen, langfristigen und kostenintensiven Vorhaben. Relevanz für den Prozess "Zukunft der Bonner Bühnen" Der bisherige Diskurs über die Bonner Bühnen wurde überwiegend von Fachleuten, Kulturschaffenden, Kulturinteressierten und politischen Akteur:innen geführt. Eine strukturierte Einbindung der breitenSeite 2 von 3 Seite 3 Stadtgesellschaft fehlt bislang. Ein Bürger:innenrat schließt diese Lücke und ergänzt – nicht ersetzt – die Entscheidung im Bonner Stadtrat. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:09 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de