260717 · Mitteilungsvorlage
„Hall of Fame“ am Brassertufer: 4. Graffiti-Wettbewerb zur Gestaltung eines temporären Sommerbildes
Kerndaten
- Nummer
- 260717
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 30.04.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Medinghoven Hauptort
- Brassertufer
- Bonn
- Beuel
- Rheinaue
Beratungsfolge
- Sitzung des Kulturausschusses Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 260717 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 41 Kulturamt Dezernat: Dez. IV „Hall of Fame“ am Brassertufer: 4. Graffiti- Wettbewerb zur Gestaltung eines temporären Sommerbildes Beratungsfolge Kulturausschuss 19.05.2026 Kenntnisnahme Mitteilung: Hintergrund Das AMERON Bonn Hotel Königshof, der Bonner Künstler Eugen Schramm und das Kulturamt haben Ende 2022 gemeinsam eine neue Übungswand für legales Graffiti und Street Art, eine sogenannte „Hall of Fame“, am Brassertufer, unterhalb des Hotels Königshof eröffnet. Diese, neben der Rheinaue, der Beethovenhalle, dem Reuterpark und dem Park Medinghoven, aktuell fünfte legale Wand für Sprayerinnen und Sprayer ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Rheinuferpromenade und lädt Bonnerinnen und Bonner sowie Gäste dazu ein, sich mit dem Thema Graffiti zu beschäftigen und bei Interesse vor Ort mit den Künstlerinnen und Künstlern in Kontakt zu kommen. Die Nutzung der privaten Wand macht das Hotel kostenlos möglich und bietet damit eine zentral gelegene Möglichkeit sich an der öffentlichen Übungswand (legal) auszuprobieren. Auf der rund 60 Meter langen und knapp 6 Meter hohen Fläche entstehen so immer im Zeitraum zwischen dem 15. Oktober und dem 15. März neue Street Art-Kunstwerke. Im Sommerhalbjahr, zwischen dem 16. März und dem 14. Oktober, ziert ein dauerhaftes, großformatiges Graffiti-Werk, ein sogenannten „Mural“ die Wand, das nicht übermalt werden darf. So ist der Terrassenbetrieb des Hotels nicht beeinträchtigt. Sommer-Murals 2023 bis 2025 Bereits im Jahr 2023 wurde ein erster Wettbewerb ausgeschrieben, der zum Ziel hatte, Einreichungen für ein großformatiges Sommer-Mural, zu erhalten. Der erste Wettbewerb richtete sich an Einzelkünstlerinnen, -künstler und Crews und hatte, nach Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde, das Thema „Grenze – Rhein – Limes“. Sieben Einreichungen wurden umgesetzt. Der Wettbewerb für das Sommer-Mural 2024 nahm unter anderem Bezug auf das Jubiläum der Weiberfastnacht in Beuel. Hier entstand 1824 aus einer Frauenbewegung heraus das erste Beueler Damenkomitee, womit sich die Beueler Wäscherinnen gegen das Patriarchat und die damit verbundene Ausbeutung der Frauen wehrten. Die Gleichstellung der Geschlechter spielt immer noch eine bedeutende Rolle in unserer Gesellschaft. Daher stand die Ausschreibung 2024 unter dem Thema „Starke Frauen – Tradition, Vielfalt undSeite 1 von 4 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Gleichberechtigung in Bonn“. Insgesamt gab es 20 Bewerbungen mit vielfältigen Entwürfen. Im Jahr 2025 wurde auf Anregung und mit Beteiligung des Stadtplanungsamtes und des Innenstadt-Managements Bonn das Thema Stadtentwicklung beleuchtet. Das Wettbewerbsthema „Bonn – Stadt – Heimat. Gestern – heute – morgen“ nahm dabei über die die planerische Stadtentwicklung hinaus auf alle damit zusammenhängenden Aspekte Bezug: Was macht eine Stadt für uns heute aus? Was bedeutet Heimat? Was macht Bonn unverwechselbar und wie könnte das Bonn der Zukunft aussehen? Die künstlerische Aktion wurde zudem im Auftrag des Stadtplanungsamtes filmisch begleitet und als Bonner Beitrag zum Tag der Städtebauförderung NRW präsentiert. Wettbewerb und Mural 2026 Auch im vierten Jahr stand der Wettbewerb wieder unter einem übergeordneten Thema, das diesmal auf Anregung und unter Beteiligung des Amtes für Internationales und globale Nachhaltigkeit „30 Jahre UN-Stadt Bonn“ lautete. Gemeinsam mit dem Verein Arts four love und dem Hotel wurde dazu aufgerufen, Motive einzureichen, die sich diesem Oberthema widmen. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens Bonns als UN-Standort setzte sich der Wettbewerb mit der Internationalität der Bundesstadt und der Bedeutung der Vereinten Nationen für Bonn und die Welt auseinander. Die Themen Frieden, Gerechtigkeit und nachhaltige Zukunft inspirierten so viele Künstlerinnen und Künstler wie noch in keinem städtischen Graffiti-Wettbewerb zuvor. Die Einreichungen waren vielfältig: Von abstrakten, symbolhaften bis zu konkreten, teilweise auch kritischen Interpretationen finden sich nun die verschiedensten, zum Teil hochaktuellen Motive an der Wand wieder. So wird das Mural zum Statement für eine weltoffene, friedliche und auch kontroverse Gesellschaft und verweist auf die Rolle und den Beitrag der UN-Organisationen in Bonn. Das Gesamtbild setzt sich wie in den Vorjahren aus vielen verschiedenen Entwürfen zusammen. Eingereicht wurden insgesamt 29 Skizzen von 48 lokalen und (über-)regionalen Künstlerinnen und Künstlern aus Berlin, Bonn, Koblenz, Köln, Leverkusen, dem Rhein-Sieg-Kreis und Wuppertal. Nach eingehender Diskussion entschied die Jury, bestehend aus Street-Art- Expertinnen und -experten, Politik und Verwaltung schließlich alle Beiträge zuzulassen, wodurch auch der besonderen Haltung der Graffiti-Szene entsprochen werden konnte. Für die Umsetzung des Bildes wurde Material in einem vorgegebenen Farbspektrum zur Verfügung gestellt. Das Mural wurde in Abstimmung mit dem Hotel Königshof in der zweiten Märzhälfte 2026 aufgebracht und ist noch bis Mitte Oktober zu sehen. Wie aus der Vorlage ersichtlich, entfaltet die Mitteilungsvorlage finanzielle Auswirkungen und erfolgt mit dem Vorbehalt der weiteren Prüfung im Rahmen des laufenden Projektes zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH- Planentwurfes 2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung.Seite 2 von 4 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.04.01 1.01.02 Kulturelle Projekte Internationales und globale Nachhaltigkeit 1.41.00.04.01.01 1.01.00.01.02. Kulturelle Projekte Internationales und globale Nachhaltigkeit Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 1.200,00 800,00 141000401, 74.1000 101000102 / 72.10000 2026 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 2.000,00 Anlage/n 1 Arts four love Sommerbild 2026 - Panorama copyright Eugen Schramm (öffentlich)Seite 3 von 4 Seite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:27 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de