260711 · Antrag
BBB-Antrag: Verzicht auf Gendersprache in der Bonner Stadtverwaltung
Kerndaten
- Nummer
- 260711
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 17.04.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Antrag öffentlich 260711 Antragsteller/in: BBB-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Marcel Schmitt Johannes Schott Jutta Acar 16.04.2026 BBB-Antrag: Verzicht auf Gendersprache in der Bonner Stadtverwaltung Beratungsfolge Rat 07.05.2026 Entscheidung Inhalt des Antrags 1. Die Verwaltung der Stadt Bonn verzichtet in ihrer analogen und digitalen Kommunikation nach innen und außen auf sogenannte geschlechterneutrale Sprache. Mehrgeschlechtliche Schreibweisen durch Wortbinnenzeichen wie Genderstern, Doppelpunkt, Gender-Gap oder Mediopunkt sind dabei künftig nicht mehr zulässig. Die von der Stadtverwaltung zur Kommunikation verwendete Sprache soll sich fortan wieder ausschließlich an den Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung orientieren. Sogenannte adjektivisch flektierte Substantivierung wie etwa „Einwohnende“ oder „Radfahrende“ zur Umgehung des geschlechtsneutralen Generischen Maskulinums bzw. zum Ersatz von Formulierungen, die beide Geschlechter explizit ansprechen, wie etwa Bürgerinnen und Bürger, sollen dabei unterbleiben. Statt Anreden im Schriftverkehr wie "Guten Tag Vorname Familienname!" oder "Sehr geehrte Interessierte" sind standartmäßig die respektvolle Ansprachen in Form von "Sehr geehrte Frau", "Sehr geehrter Herr" und "Sehr geehrte Damen und Herren" zu verwenden. 2. Die Verwendung eines -laut Veröffentlichung vom 6. November 2025 im städtischen Intranet (Vgl. Anlage)- von einem Arbeitskreis der Ämter 04, 10 und 13 unter Zustimmung des Verwaltungsvorstandes entwickelten Leitfadens für eine geschlechtergerechte Sprache in der Stadtverwaltung Bonn (Schriftverkehr, Formulare, Veröffentlichungen) wird damit für die Binnen- und Außenkommuniktaion der Stadtverwaltung unzulässig. Der sogenannte Leitfaden wird abgeschafft und aus dem Intranet der Stadt Bonn entfernt. Begründung Auf Anweisung der im September 2025 vom Amt der Bonner Oberbürgermeisterin abgewählten Katja Dörner (B90/Grüne) müssen die Mitarbeiter der Bonner Stadtverwaltung seit dem Jahre 2021 grundsätzlich auf geschlechtsneutrale Bezeichnungen zurückgreifen. So wurde aus dem Fahrzeughalter die "Fahrzeughaltende Person“ und wenn eineSeite 1 von 8 Seite 2 geschlechtsneutrale Umformulierung nicht möglich ist, wird in und von der Stadtverwaltung der Gender-Stern verwendet. Die krampfhaften Bestrebungen, das bewährte generische Maskulinum mit dem Gender-Sternchen zu ersetzen, missachten die Rechtschreibregeln und machen Texte schwer lesbar. Das Gendern stellt keine natürliche Sprachentwicklung dar, sondern kommt einer Verballhornung der deutschen Sprache gleich. Besonders wird dies sichtbar, wenn der Binnen-Stern oder das Binnen-I in einer Art „Schluckauf-Sprache“ wiedergegeben wird. Mit dem Gendersprech einhergehende Unworte wie „Entbindende Person“ statt Mutter, wie im April 2023 auf der Online-Seite der ARD-Tagesschau in einem Artikel über einen Gesetzesentwurf der damaligen Familienministerin Lisa Paus zu lesen war, haben deren ohnehin nie verankerte Akzeptanz in der breiten Bevölkerung immer weiter sinken lassen. Ein Leitfaden für die Stadtverwaltung für verständliches und unbürokratisches Deutsch im Umgang mit der Bonner Bevölkerung bleibt hingegen Mangelware. Wer nun geglaubt hat, mit dem neuen Oberbürgermeister Guido Déus (CDU) würde der ideologisch motivierte Gebrauch unserer Sprache zum Zwecke gesellschaftlicher Veränderung in der Bonner Verwaltung wieder abgeschafft, sieht sich bislang eines Besseren belehrt. Wie aus der am 16. April 2026 mittels Bildschirmabdruck des städtischen Intranetauftritts gefertigten Anlage zu entnehmen, wird dort mit Veröffentlichungsdatum vom 6. November 2025 auf einen Leitfaden für eine geschlechtergerechte Sprache in Schriftverkehr, Formularen und Veröffentlichungen der Stadtverwaltung Bonn hingewiesen, der von einem Arbeitskreis der Ämter 04, 10 und 13 unter Zustimmung des Verwaltungsvorstandes entwickelt wurde. Anlage/n 1 Anlage Schluss mit Gendern (öffentlich)Seite 2 von 8 Seite 3 von 8 Seite 4 von 8 Seite 5 von 8 Seite 6 von 8 Seite 7 von 8 Quelle: https://intranet.bonn.de/meine-arbeitshilfen/schriftverkehr-vorlagen/geschlechtergerechte-sprache.phpSeite 8 von 8
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:01 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de