260705 · Große Anfrage
Große Anfrage von BSW/SBI betr.: „Stand der Maßnahmen zur Verbesserung von Service, Erreichbarkeit und Verfahren im Ausländeramt“
Kerndaten
- Nummer
- 260705
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 18.06.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Untergeordnet
- Große Anfrage-Grüne: Stand der Maßnahmen zur Verbesserung von Service, Erreichbarkeit und Verfahren im Ausländeramt
- Große Anfrage von BSW/SBI betr.: „Stand der Maßnahmen zur Verbesserung von Service, Erreichbarkeit und Verfahren im Ausländeramt“
- Stellungnahme zu Große Anfrage: Stand der Maßnahmen zur Verbesserung von Service, Erreichbarkeit und Verfahren im Ausländeramt
Volltext
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Große Anfrage öffentlich 260705 Fragesteller/in: Moussa Acharki Hanno von Raußendorf 16.04.2026 Große Anfrage von BSW/SBI betr.: „Stand der Maßnahmen zur Verbesserung von Service, Erreichbarkeit und Verfahren im Ausländeramt“ Beratungsfolge Rat 09.07.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Im Vorfeld der aktuellen Legislaturperiode wurden verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Situation im Ausländeramt angekündigt. Ziel war es, Abläufe zu optimieren, Wartezeiten zu reduzieren sowie die Erreichbarkeit und Servicequalität für Bürgerinnen und Bürger spürbar zu verbessern. Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung um Auskunft zu folgenden Punkten gebeten: Maßnahmen und tatsächliche Verbesserungen 1. Welche konkreten Maßnahmen wurden seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode umgesetzt, um Abläufe, Wartezeiten und den Service im Ausländeramt zu verbessern? 2. Welche konkreten und messbaren Verbesserungen für Bürgerinnen und Bürger konnten hierdurch bislang erreicht werden? Terminvergabe und Zugang zum Amt 3. Wie ist der aktuelle Stand der Online-Terminvergabe, und welche Einschränkungen bestehen derzeit noch? 4. Welche konkreten Schritte sind geplant, um eine verlässliche und ausreichende Terminvergabe sicherzustellen? Personalsituation 5. Wie stellt sich die aktuelle Personalsituation im Ausländeramt dar, insbesondere hinsichtlich Stellenbesetzung, offener Stellen und Krankenstand? 6. In welchem Umfang konnte zusätzliches Personal gewonnen und eingearbeitet werden, und besteht weiterhin zusätzlicher Personalbedarf?Seite 1 von 4 Seite 2 Fiktionsbescheinigungen und Verfahrenssicherheit 7. Wie viele Fiktionsbescheinigungen sind aktuell im Umlauf? 8. Wie wird sichergestellt, dass Betroffene rechtzeitig Folgetermine erhalten und Verfahren nicht unnötig verzögert werden? Erreichbarkeit und organisatorische Verlässlichkeit 9. Wie bewertet die Verwaltung die aktuelle Erreichbarkeit per Telefon und E- Mail? 10. Wie wird organisatorisch sichergestellt, dass vereinbarte Termine auch bei kurzfristigen Personalausfällen möglichst stattfinden können? Externe Unterstützung 11. Wurden externe Dienstleister oder Beratungsunternehmen zur Verbesserung der Abläufe eingesetzt? Falls ja: a) Welcher konkrete Auftrag wurde vergeben? b) Welche Maßnahmen wurden umgesetzt? c) Welche Ergebnisse konnten hierdurch erzielt werden? 12. Besteht derzeit weiterhin externe Unterstützung durch Dritte? 13. Für welchen konkreten Zeitraum ist diese Unterstützung vertraglich vorgesehen? 14. Welche konkreten Zielsetzungen sind mit der externen Unterstützung verbunden, und welche Verbesserungen sollen hierdurch erreicht werden? Kommunales Integrationsmanagement (KIM) 15. Welche konkreten Aufgaben übernimmt das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) im Ausländeramt? 16. Inwiefern trägt KIM zur Verbesserung von Abläufen und zur besseren Koordination zwischen den beteiligten Stellen bei? 17. Welche konkreten und messbaren Verbesserungen konnten durch den Einsatz von KIM bislang erreicht werden? Begründung Die Situation im Ausländeramt ist seit längerer Zeit Gegenstand politischer und öffentlicher Diskussionen. Insbesondere im Vorfeld der aktuellen Legislaturperiode wurden verschiedene Maßnahmen angekündigt, um Abläufe zu verbessern, Wartezeiten zu reduzieren und den Service für die BürgerinnenSeite 2 von 4 Seite 3 und Bürger zu stärken. Hierzu zählen organisatorische Anpassungen, personelle Maßnahmen sowie der Einsatz externer Unterstützung und strukturverbessernder Ansätze, unter anderem im Rahmen des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM), das zur besseren Koordination und Optimierung von Abläufen beitragen soll. Gleichzeitig zeigen zahlreiche Rückmeldungen aus der Praxis, dass weiterhin erhebliche Herausforderungen bestehen. Insbesondere werden Schwierigkeiten bei der Terminvergabe, eingeschränkte Erreichbarkeit sowie eine fehlende Verlässlichkeit in Abläufen geschildert. Konkret berichten Betroffene unter anderem von nicht verfügbaren Terminen über längere Zeiträume, ausbleibenden Rückmeldungen auf Anfragen sowie kurzfristigen Änderungen oder Unsicherheiten im Verfahrensablauf. Zudem wird zunehmend ein deutlicher Unterschied zu anderen Verwaltungsbereichen, insbesondere zum Bürgeramt, wahrgenommen. Während dort eine funktionierende Online-Terminvergabe, eine bessere Erreichbarkeit sowie planbare Abläufe vielfach gewährleistet sind, sehen sich Nutzerinnen und Nutzer des Ausländeramtes weiterhin mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert. Dies verstärkt den Eindruck einer strukturellen Ungleichbehandlung innerhalb der Verwaltung im Sinne eines „Zweiklassensystems“ beim Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen. Gerade für eine international ausgerichtete Stadt mit hoher Zuwanderung und globaler Vernetzung hat das Ausländeramt eine zentrale Bedeutung. Es ist für viele Menschen die erste Anlaufstelle nach der Ankunft und prägt maßgeblich den ersten Eindruck von Verwaltung, Staatlichkeit und Willkommenskultur. Die Funktionsfähigkeit dieser Behörde ist damit nicht nur eine Frage der Verwaltungsorganisation, sondern auch ein wesentlicher Standortfaktor im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte, Studierende und qualifizierte Zuwanderung. Anhaltende strukturelle Defizite können sich somit unmittelbar negativ auf die Attraktivität und Wahrnehmung der Stadt auswirken. Für die Betroffenen haben diese strukturellen Defizite oft weitreichende Konsequenzen. Verzögerungen und fehlende Planbarkeit können zu erheblicher rechtlicher Unsicherheit führen und sich negativ auf zentrale Lebensbereiche wie Arbeitsverhältnisse, Ausbildung oder Wohnsituation auswirken. Auch die psychische Belastung durch anhaltende Unsicherheit und fehlende Verlässlichkeit wird vielfach geschildert. Dabei entsteht teilweise der Eindruck, dass eingeleitete Maßnahmen zwar Veränderungen angestoßen haben, deren konkrete Wirkung im Alltag der Betroffenen jedoch bislang nur begrenzt spürbar ist. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die tatsächliche Funktionsfähigkeit digitaler Angebote sowie die durchgehende organisatorische Verlässlichkeit. Vor diesem Hintergrund ist eine transparente Darstellung der umgesetzten Maßnahmen, ihrer tatsächlichen Effekte sowie der weiteren Planungen von besonderer Bedeutung. Ziel dieser Anfrage ist es daher,eine nachvollziehbare Bestandsaufnahme der aktuellen Situation zu erhalten, die Wirksamkeit bisheriger Maßnahmen zu bewerten und den weiteren Handlungsbedarf zur nachhaltigen VerbesserungSeite 3 von 4 Seite 4 klar aufzuzeigen. Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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