260698 · Große Anfrage
Große Anfrage von BSW/SBI: Abrechnungsrückstände und nicht realisierte Einnahmen – insbesondere im Bereich Rettungsdienst
Kerndaten
- Nummer
- 260698
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 16.04.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Kenntnisnahme
- Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 260698Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Fragesteller/in: BSW/SBI-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Moussa Acharki Hanno von Raußendorf 15.04.2026 Große Anfrage von BSW/SBI: Abrechnungsrückstände und nicht realisierte Einnahmen – insbesondere im Bereich Rettungsdienst Beratungsfolge Rat 07.05.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 21.05.2026 Kenntnisnahme Rechnungsprüfungsausschuss 16.06.2026 Kenntnisnahme Fragestellung 1. Transparenz der Einnahmesituation Hat die Verwaltung dem Rat sämtliche bekannten Abrechnungsrückstände, offenen Forderungen sowie nicht realisierten Einnahmen vollständig, aktuell und nachvollziehbar offengelegt? Falls nein: - Welche Informationen wurden bislang nicht vorgelegt und aus welchen Gründen? 2. Rettungsdienst: Umfang und Kenntnisstand Trifft es zu, dass im Bereich des Rettungsdienstes Abrechnungsrückstände bzw. nicht realisierte Einnahmen in einer Größenordnung von rund 30 Millionen Euro bestehen oder bestanden haben? Falls ja: - Seit wann ist dieser Sachverhalt innerhalb der Verwaltung bekannt? - Wann wurden die Verwaltungsleitung und der Kämmerer jeweils darüber informiert? 3. Ursachen und Prioritätensetzung (Kernfrage) Welche konkreten Ursachen haben dazu geführt, dass diese erheblichen Einnahmen über einen längeren Zeitraum nicht abgerechnet bzw. realisiertSeite 1 von 3 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) wurden? - Welche organisatorischen, personellen oder technischen Defizite lagen vor? - Inwieweit wurden bestehende Verfahren und Zuständigkeiten eingehalten? - Warum wurde die Realisierung dieser Einnahmen trotz der angespannten Haushaltslage offenbar nicht mit der erforderlichen Priorität verfolgt? 4. Verantwortung und Maßnahmen des Kämmerers Welche konkreten Maßnahmen hat der Kämmerer seit Bekanntwerden des Sachverhalts ergriffen, - um die bestehenden Rückstände vollständig aufzuarbeiten, - um ausstehende Forderungen zu realisieren und - um vergleichbare Fälle künftig auszuschließen? 5. Steuerung, Kontrolle und weitere Risiken Welche bestehenden Steuerungs- und Kontrollmechanismen dienen der frühzeitigen Erkennung von Abrechnungsrückständen? - Warum haben diese im vorliegenden Fall nicht gegriffen? - Welche Konsequenzen wurden hieraus gezogen? - Sind der Verwaltung weitere Bereiche bekannt, in denen vergleichbare Rückstände oder nicht realisierte Einnahmen bestehen oder bestanden haben (inkl. Größenordnung und Information des Rates)? 6. Datengrundlage und Legitimation von Sparmaßnahmen Auf welcher konkreten Datengrundlage werden derzeit finanzpolitische Entscheidungen sowie mögliche Einsparmaßnahmen vorbereitet? - Inwieweit wurden bekannte, aber bislang nicht realisierte Einnahmen dabei berücksichtigt? - Wie bewertet die Verwaltung den Umstand, dass Einsparmaßnahmen gegenüber Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden, während gleichzeitig erhebliche Einnahmepotenziale nicht realisiert wurden? Begründung Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage der Stadt Bonn sowie der aktuellen Diskussionen über mögliche Einsparmaßnahmen ist es für den Rat von zentraler Bedeutung, dass die tatsächliche Einnahmesituation vollständig, transparent und belastbar dargestellt wird.Seite 2 von 3 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Es bestehen Hinweise auf erhebliche Abrechnungsrückstände und nicht realisierte Einnahmen, insbesondere im Bereich des Rettungsdienstes. Vor diesem Hintergrund ist zu klären, ob vorhandene Einnahmepotenziale konsequent realisiert wurden und ob bestehende Steuerungs- und Kontrollmechanismen ausreichend greifen. Eine belastbare und nachvollziehbare Darstellung der Einnahmesituation ist eine wesentliche Voraussetzung für verantwortungsvolle haushaltspolitische Entscheidungen. Die Hinweise auf erhebliche Abrechnungsrückstände werfen grundlegende Fragen zur Steuerungsfähigkeit der Verwaltung sowie zur Verlässlichkeit der finanziellen Datengrundlage auf. Für den Rat ist es daher erforderlich, einen vollständigen Überblick über bestehende Forderungen, realisierte und nicht realisierte Einnahmen sowie mögliche finanzielle Risiken zu erhalten. Zudem ist zu klären, ob vorhandene Einnahmepotenziale konsequent ausgeschöpft wurden, bevor Einsparmaßnahmen zulasten der Bürgerinnen und Bürger in Betracht gezogen werden. Ziel der Anfrage ist es, Transparenz über die tatsächliche Einnahmesituation und mögliche strukturelle Defizite zu schaffen, um eine verlässliche Grundlage für die weiteren finanzpolitischen Beratungen sicherzustellen. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:32 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de