260694 · Große Anfrage
Große Anfrage der FDP-Gruppe: Krankenhausaufnahmekapazitäten bei ziviler Verteidigung
Kerndaten
- Nummer
- 260694
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 15.04.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 260694 Fragesteller/in: FDP-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Sebastian Kempka Alessandro Balan 15.04.2026 Große Anfrage der FDP-Gruppe: Krankenhausaufnahmekapazitäten bei ziviler Verteidigung Beratungsfolge Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz 06.05.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Die Verwaltung möge bitte beantworten: 1. Welche Aufnahmekapazitäten bestehen aktuell in den Bonner Krankenhäusern, insbesondere im Universitätsklinikum Bonn als Maximalversorger, und wie schnell können diese im Ernstfall erweitert werden? 2. Welche standardisierten Konzepte bestehen für die schnelle Entlassung oder Verlegung weniger kritischer Patientinnen und Patienten im Verteidigungs- oder Katastrophenfall? 3. Wie wird gewährleistet, dass diese Verlegungen medizinisch verantwortbar, rechtssicher und organisatorisch zügig erfolgen können? 4. Existieren verbindliche Vereinbarungen mit aufnehmenden Krankenhäusern außerhalb Bonns (regional, landesweit), und wie sind diese ausgestaltet? 5. Welche Transportkapazitäten (Rettungsdienst, qualifizierte Krankentransporte, ggf. Sonderfahrzeuge) stehen für großflächige Krankenhausverlegungen zur Verfügung? 6. Wie bewertet die Verwaltung die Belastbarkeit des Rettungsdienstes, wenn parallel zur Regelversorgung umfangreiche Verlegungen über größere Entfernungen erforderlich werden? 7. Inwieweit wurden lange Fahrstrecken und der damit verbundene Zeit-, Personal- und Ressourcenaufwand in der Planung realistisch berücksichtigt? 8. Wie ist Bonn in überregionale Koordinierungsstrukturen (z.B. Landeskrisenstäbe, Bettennachweissysteme) eingebunden, und wie belastbar sind diese Strukturen im Echtbetrieb? 9. Wurde geprüft, ob bestehende Steuerungs- und Meldeverfahren zu komplex oder zu langsam sind, und falls ja: welche Vereinfachungen schlägt die Verwaltung vor? 10. Wann haben zuletzt realitätsnahe Übungen oder Planspiele stattgefunden, die eine massenhafte Aufnahme, Entlassung und Verlegung von Patientinnen und Patienten simuliert haben? 11. Welche konkreten Defizite oder Ineffizienzen wurden hierbei festgestellt,Seite 1 von 2 Seite 2 und welche Maßnahmen wurden zur Behebung ergriffen? 12. Welche Maßnahmen hält die Verwaltung für zwingend erforderlich, die bislang aus finanziellen oder organisatorischen Gründen nicht umgesetzt? Begründung Im Falle der zivilen Verteidigung wären durch die Bonner Krankenhäuser eine hohe Zahl an Patientinnen und Patienten in kurzer Zeit aufzunehmen. Gleichzeitig müssten weniger kritische Patienten entlassen oder in andere Krankenhäuser verlegt werden. Dies führt zu einem hohen logistischen Aufwand mit u.U. teils langen Fahrstrecken aufgrund der überregionalen Bedeutung einzelner Krankenhäuser insbesondere des Universitätsklinikums als Maximalversorger. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:59 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de