260689-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Große Anfrage der CDU- und SPD-Bezirksfraktionen: Baumersatzpflanzungen und Straßenbegleitgrün Brüser Berg
Kerndaten
- Nummer
- 260689-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 24.04.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Fahrenheitstraße Hauptort
- Hankelstraße
- Brüser Damm
- Brüser Berg
- Hardtberg
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 260689-01 ST Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Große Anfrage der CDU- und SPD- Bezirksfraktionen: Baumersatzpflanzungen und Straßenbegleitgrün Brüser Berg Beratungsfolge Bezirksvertretung Hardtberg 05.05.2026 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: 1. Ist der Beschluss der Bezirksvertretung Hardtberg zum „Baumersatz Brüser Berg 2024“ vollständig umgesetzt worden? In der Sitzung vom 08.10.2024 hat die Bezirksvertretung Hardtberg unter der DS 241613 einstimmig der Einleitung des Vergabeverfahrens zum Baumersatz Brüser Berg 2024 zugestimmt. Wie beschlossen wurden in der Pflanzperiode 2024/2025 zur Vervollständigung des Baumbestandes in diesem Stadtteil 19 Baumstandorte mit Bäumen wiederbesetzt. Kurz vor Beginn der Maßnahme wurden in der Hankelstraße 3 Bäume aus Zustandsgründen entfernt. Um einen längeren Leerstand der Baumscheiben an dieser Straße zu verhindern, wurden diese 3 Bäume als Nachtrag zusätzlich der Maßnahme hinzugefügt. Insgesamt wurden also im Rahmen dieser Maßnahme 22 Bäume ersetzt. 2. Hat sich die Maßnahme zu einer „klimaresilienten“ Baumersatzpflanzung bewährt und sind weitere Baumersatzpflanzungen dieser Art geplant? Diese Maßnahme zum Erhalt des Bonner Baumbestandes hat sich bewährt. Die Wiederbepflanzung von Baumstandorten wird auch künftig stadtweit fortgesetzt. Eine weitere Maßnahme zur Wiederbepflanzung leer stehender Baumscheiben im Bereich des Brüser Bergs ist derzeit in Planung und wird zu gegebener Zeit den politischen Gremien vorgestellt. Durch die Vorgaben des Bundesklimaanpassungsgesetzes (KAnG) und der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur sind Bund, Länder und Kommunen zu einer vorsorgenden Klimaanpassung durch Strategien und Maßnahmen aufgefordert. Im September 2025 wurde entsprechend das Integrierte Klimaanpassungskonzept für die Stadt Bonn (KLAKi) beschlossen, siehe DS 253040. Zielsetzung ist nicht nur der Erhalt, sondern ebenso die Erweiterung desSeite 1 von 3 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Bonner Baumbestandes, da Baumpflanzungen eines der wirkungsvollsten Mittel zur Abkühlung der versiegelten Bereiche, insbesondere des Straßenraumes, und somit ein unverzichtbarer Baustein für die Klimafolgenanpassung in allen Straßen der Stadt sind. 3. Aus welchem Grund und mit welchen Kosten hat die Verwaltung an der Einmündung Brüser Damm/Fahrenheitstraße den humushaltigen Untergrund des Straßenbegleitgrüns gegen einen schotterhaltigen Magerboden mit Pflanzen ausgetauscht? Die bienen- und insektenfreundliche Umwandlung des in die Jahre gekommenen Straßenbegleitgrüns an dieser Stelle bot sich an, um zum einen die „Einfahrt“ in diesen beliebten Bonner Stadtteil aufzuwerten und die Biodiversität dort zu fördern. Staudenmischpflanzungen sind ebenso wie Wildkräutereinsaaten wesentlich pflegeextensiver als Kurzschnittrasenflächen, wie sie bisher dort etabliert waren. Im Herbst 2025 wurden an diesem Einmündungsbereich 220 m² artenreiche Staudenmischpflanzungen hergestellt. Um die optimalen Standortbedingungen in Kombination mit einem dauerhaften extensiven Pflegeaufwand zu verbinden, wurde das Pflanzmilieu auf die dortigen Standortbedingungen pflanzenspezifisch abgestimmt und ausgetauscht. Ein Bodenaustausch ist dabei meist notwendig, weil die vorhandenen Bodenverhältnisse selten optimal für die geplante Pflanzengesellschaft sind. Dadurch werden bessere Startbedingungen und eine langfristige Stabilität der Pflanzung erzielt. Viele Staudenmischpflanzungen und Einsaaten werden gezielt nach bestimmten Konzepten (z. B. trockenheitsverträglich, prärieartig oder schattenliebend) zusammengestellt. Der vorhandene Boden ist dafür häufig zu schwer (lehmig), zu nährstoffreich/-arm oder hat eine ungeeignete Struktur. Ein weiterer Grund ist daher auch die Verbesserung der Bodenstruktur. Verdichtete, schlecht durchlüftete Böden führen zu Staunässe oder Wurzelfäule. Ein lockerer, gut drainierter Boden sorgt dagegen für gesunde Wurzelentwicklung und stabilere Pflanzenbestände. Auch die Unkrautreduktion spielt eine Rolle. Beim Austausch wird die obere, stark mit Unkrautsamen belastete Bodenschicht entfernt. Das erleichtert die Etablierung der Staudenmischung erheblich. Zusätzlich kann man durch Bodenaustausch den Nährstoffgehalt gezielt einstellen. Viele Pflanzengesellschaften funktionieren bewusst auf mageren Böden besser, weil sich so keine einzelnen, starkwüchsigen Arten durchsetzen und das Gleichgewicht erhalten bleibt. Der Bodenaustausch schafft also im Endeffekt kontrollierte, standortgerechte Bedingungen, damit die Staudenmischpflanzung dauerhaft stabil, pflegeleicht und gestalterisch überzeugend funktioniert. Die eher schattige Straßenseite des Einmündungsbereiches Brüser Damm / Fahrenheitstraße wurde mit der Staudenmischung „Schattenglanz“ und die sonnigere Straßenseite mit der Mischung „Pink Paradise“ begrünt. Die Kosten für diese Maßnahme betragen 35.000 €. Hierin enthalten sind die Entfernung der alten Vegetation, die Standortvorbereitung, die Lieferung und Pflanzung der Stauden, sowie die Fertigstellungs- und Entwicklungspflege bis März 2028.Seite 2 von 3 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 4. Ist diese Maßnahme des Bodenaustauschs und der Bepflanzung auch für andere Beete und Pflanzbereiche geplant? Die Aufwertung von pflegeintensiven, wenig artenreichen und ökologisch wenig ansprechenden Vegetationsflächen in artenreiche, bienen- und insektenfreundliche Pflanzungen und Einsaaten wird stadtweit forciert. Dies fördert nicht nur die Biodiversität, sondern wertet die Flächen auch optisch auf. Durch entsprechende Pflanzenmischungen können zudem gestalterische Aspekte hervorgehoben und ausgewählte Bereiche betont werden. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 12:13 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de