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260679 · Große Anfrage

Linke Große Anfrage: Software-Lizenzen

Nummer
260679
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
14.04.2026
Letzte Änderung
24.10.2026
  • F Straße· Bonn-Zentrum, Bonn Hauptort
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Digitalisierung, Dienstleistung und Verwaltungsmodernisierung 05.05.2026 Kenntnisnahme
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Große Anfrage
öffentlich
260679
Fragesteller/in:
Die Linke-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Dennis Kocis
Patrick Tollasz
14.04.2026
Linke Große Anfrage: Software-Lizenzen
Beratungsfolge
Ausschuss für Digitalisierung, Dienstleistung
und Verwaltungsmodernisierung
05.05.2026 Kenntnisnahme
Fragestellung
Die Verwaltung wird um Beantwortung der folgenden Fragen gebeten:
1. Wie hoch waren die Kosten für Softwarelizenzen im Jahr 2025 insgesamt?
2. Wie viele Verwaltungsarbeitsplätze waren zum Stichtag 31.12.2025 mit
Microsoft-Produkten ausgestattet und wie viele Arbeitsplätze sind mit
alternativen Produkten, wie z.B. OpenDesk, ausgestattet (bitte angeben,
welche Alternative genutzt wird)?
3. Wie hoch waren die Kosten für Microsoft-Arbeitsplatzlizenzen im Jahr 2025
und nach welchen Rahmenverträgen wurde diese gekauft (Auftragsvolumen
und Vertragslaufzeit)?
4. Mit welchen Kostensteigerungen rechnet die Verwaltung aufgrund der von
Microsoft angekündigten Preissteigerungen für Office Lizenzen zum 1. Juli
2026?
5. Plant die Verwaltung Arbeitsplätze (teilweise) auf Microsoft-Alternativen
umzustellen, wie z.B. auf Open Desk, das vom Zentrum für Digitale
Souveränität angeboten wird? Wenn ja, in welchem Umfang und Zeitrahmen ist
eine Umstellung geplant?
6. Wie hoch waren die Kosten für zusätzliche Microsoft-Produkte im Jahr 2025
und nach welchen Rahmenverträgen wurden diese gekauft (Auftragsvolumen
und Vertragslaufzeit)?
7. Wie wirkte sich die Umstellung auf Windows 11 aus?
a) Sind alle Verwaltungsarbeitsplätze komplett auf Windows 11 umgestellt?
Falls nicht, zu welchem Anteil wurde umgestellt?
b) Wird ein verlängerter Windows 10 Support in Anspruch genommen und
wenn ja, wie hoch sind die dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten?
c) Wie viele Arbeitsplatzrechner und Laptops mussten oder müssen noch
ausgetauscht werden, weil eine Kompatibilität mit Windows 11 nicht gegeben
ist?Seite 1 von 3
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d) Wie alt sind die entsprechenden Rechner?
8. Werden in der Verwaltung Produkte (auch kostenlose) der folgenden
Anbieter verwendet?
a) Alphabet Inc. (Google Konzern),
b) Adobe Inc.,
c) Apple Inc.,
d) Amazon.com Inc.,
e) Meta Platforms Inc.,
f) OpenAI,
g) Cisco Systems Inc.,
h) Oracle Corporation,
i) Citrix Systems Inc.,
j) Zoom Communications Inc.,
k) weitere, die aus Sicht der Verwaltung Risiken für die digitale Souveränität
bergen könnten? Wenn ja, welche und in welchem Umfang? Handelt es sich
dabei um lokal gehostete Produkte oder werden Cloudkomponenten
verwendet?
9. Wie würde sich ein Ausfall der Produkte der jeweiligen Anbieter aus Frage 8
(z.B. bei Lizenzentzug oder fehlendem Zugriff auf Onlineressourcen) auf die
Verwaltungstätigkeiten auswirken?
10. Wie bewertet die Verwaltung das Risiko, dass schützenswerte Daten durch
die Nutzung privater Software an Dritte gelangen bzw. weitergegeben werden
können? Welche Vorsichtsmaßnahmen ergreift die Verwaltung, um dieses
Risiko zu minimieren?
11. Wie würden sich internationale Sanktionen gegen
Verwaltungsmitarbeitende auf die digitale Souveränität der Verwaltung
auswirken, so wie es z.B. bei den Geschäftsführerinnen von Hate Aid der Fall
ist?
Begründung
Der Erwerb von Softwarelizenzen macht einen nicht unerheblichen Teil der
konsumtiven Ausgaben des städtischen Haushalts aus. Infolge verkürzter
Lizenzlaufzeiten sowie bestehender Lock-in-Effekte können zunehmende
Abhängigkeiten von einzelnen Softwareherstellern entstehen, die potenzielle
Risiken für die digitale Souveränität der Verwaltung bergen. Vor diesem
Hintergrund interessieren sich die Fragesteller*innen für eine umfassende
Darstellung der gegenwärtigen Softwarestruktur der städtischen IT.Seite 2 von 3
Seite 3
Aktuelle Entwicklungen, etwa in Schleswig-Holstein oder dem Internationalen
Strafgerichtshof, demonstrieren die Machbarkeit einer Migration hin zu digital
souveränen Open-Source-Lösungen wie openDesk (ZenDiS). Die Stadt Bonn
sollte prüfen, welche strategischen Maßnahmen sie ergreifen kann, um ihre
digitale Unabhängigkeit zu stärken.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 23:54 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de