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260661 · Große Anfrage

FDP-Große Anfrage: Versorgungssicherheit der Bonner Krankenhäuser mit Trinkwasser

Nummer
260661
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
14.04.2026
Letzte Änderung
24.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Sitzung des Ausschusses für Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz 25.06.2026 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 67,2 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 260661-02 ST Stellungnahme zur FDP-Große Anfrage: Versorgungssicherheit der Bonner Krankenhäuser mit Trinkwasser
  2. 260661-01 ST Vertagungsbitte zur Großen Anfrage der FDP: Versorgungssicherheit der Bonner Krankenhäuser mit Trinkwasser

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Text anzeigen (4.306 Zeichen)
Große Anfrage
öffentlich
260661
Fragesteller/in:
FDP-Gruppe im Rat der Stadt Bonn
Sebastian Kempka
Alessandro Balan
13.04.2026
FDP-Große Anfrage: Versorgungssicherheit der
Bonner Krankenhäuser mit Trinkwasser
Beratungsfolge
Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und
Bevölkerungsschutz
06.05.2026 Kenntnisnahme
Fragestellung
Die Verwaltung wird vor dem Hintergrund der Sicherstellung der
Versorgungssicherheit für die Bevölkerung in den Bonner Krankenhäusern
gebeten, die nachfolgenden Fragen zu beantworten, um eine Bewertung des
Ist-Zustandes zu ermöglichen und einen gegebenenfalls bestehenden
Anpassungsbedarf zu ermitteln:
1. Welche Rolle nimmt die Stadt Bonn im Rahmen der KRITIS-Vorsorge
für Krankenhäuser konkret ein, und wie sind die Zuständigkeiten
zwischen Stadt, Wasserversorger, Gesundheitsamt und
Krankenhausbetreibern geregelt?
2. In welcher Form findet eine regelmäßige Abstimmung oder
Zusammenarbeit mit den Krankenhausbetreibern zur Krisenvorsorge im
Bereich Wasser statt?
3. Wie bewertet die Verwaltung die Abhängigkeit der Wasserversorgung in
Krankenhäusern von der Stromversorgung, insbesondere bei länger
andauernden Stromausfällen?
4. Liegen der Stadt Bonn Risikobewertungen oder Vulnerabilitätsanalysen
speziell zur Wasserversorgung von Krankenhäusern vor, und wenn ja,
von wann stammen diese?
5. Welche Notfall- und Ersatzversorgungskonzepte bestehen für Bonner
Krankenhäuser bei einem vollständigen oder teilweisen Ausfall der
Trinkwasserversorgung?
6. In welchem Umfang verfügen die Krankenhäuser über eigene
Notwasserreserven, Brunnenanlagen oder andere redundante
Wasserversorgungssysteme, und für welche Mindestbetriebsdauer sind
diese ausgelegt?
7. Welche Risikoszenarien (z.￿B. Trinkwasserausfall, Druckabfall,
Qualitätsbeeinträchtigung, Kontamination) werden für Krankenhäuser in
Bonn zugrunde gelegt, und auf welchen Zeitdauern
(Stunden/Tage/Wochen) beruhen diese Annahmen?
8. Gibt es stadtseitige oder zwischen Stadt, Wasserversorger und
Krankenhäusern abgestimmte Notfallpläne zur priorisiertenSeite 1 von 2
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Wasserversorgung von Krankenhäusern?
9. Wurden in den letzten Jahren Übungen, Planspiele oder Simulationen
zu einem Trinkwasserausfall in Krankenhäusern durchgeführt, und mit
welchen Ergebnissen?
10. In welchem Umfang verfügen die Krankenhäuser über eigene
Notwasserreserven, Brunnenanlagen oder andere redundante
Wasserversorgungssysteme, und für welche Mindestbetriebsdauer sind
diese ausgelegt?
11. Sieht die Verwaltung Handlungsbedarf, um die Resilienz der Bonner
Krankenhäuser gegenüber Ausfällen der Trinkwasserversorgung zu
verbessern, und wenn ja: in welchen Bereichen konkret?
12. Welche Investitionen oder organisatorischen Maßnahmen wären aus
Sicht der Verwaltung kurz-, mittel- und langfristig erforderlich?
13. Welche Förderprogramme von Land, Bund oder EU werden hierfür
genutzt oder könnten genutzt werden?
Begründung
Krankenhäuser zählen Länder zur kritischen Infrastruktur (KRITIS) und sind in
besonderem Maße von Ausfällen oder Einschränkungen der
Trinkwasserversorgung betroffen. Eine verlässliche Wasserversorgung ist für
den Krankenhausbetrieb unverzichtbar und dient nicht nur hygienischen
Zwecken wie Reinigung und Sterilisation, sondern ist integraler Bestandteil
zahlreicher medizinischer Behandlungen.
Insbesondere bei wasserintensiven Therapieformen – wie der extrakorporalen
Hämodialyse – werden pro Patient und Behandlung erhebliche Wassermengen
von etwa 200 bis 400 Litern benötigt. Auch weitere medizinische Prozesse,
etwa in der Aufbereitung von Medizinprodukten, der Intensivmedizin, der
Medikamentenherstellung, der Versorgung von Laboren sowie in der
Grundversorgung der Patientinnen und Patienten, sind unmittelbar von einer
kontinuierlichen und qualitativ einwandfreien Wasserversorgung abhängig.
Ein länger andauernder oder großflächiger Ausfall der Trinkwasserversorgung
kann daher zu einer massiven Einschränkung oder im Extremfall zum Abbruch
des Krankenhausbetriebs führen und stellt ein erhebliches Risiko für die
Gesundheit und Sicherheit der Patientinnen und Patienten dar. Vor dem
Hintergrund zunehmender Extremwetterereignisse, technischer Störfälle oder
möglicher Schadenslagen gewinnt die Frage der Vorsorge, Redundanz und
Notfallplanung in Krankenhäusern daher besondere Bedeutung.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 01:18 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de