260658-02 ST · Stellungnahme der Verwaltung
FDP und CDU Antrag: Prüfauftrag: Automatisierung und Digitalisierung der Abrechnung im Rettungsdienst
Kerndaten
- Nummer
- 260658-02 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 06.05.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Beratungsfolge
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 260658-02 ST Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 37 Feuerwehr und Rettungsdienst Dezernat: Dez. I FDP und CDU Antrag: Prüfauftrag: Automatisierung und Digitalisierung der Abrechnung im Rettungsdienst Beratungsfolge Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz 06.05.2026 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Für dieses Thema bestehen aktuell drei verschiedene Anfragen und ein Antrag, deren Inhalte sich teilweise überschneiden (DS 260657, DS 260658, DS 260697, DS 260698). Für die Bewertung der einzelnen Antworten sind außer- dem weitere Zusammenhänge erforderlich. Daher wird neben der konkreten Beantwortung zu dieser Drucksache hier, auch auf die zu der Fragestellung gefertigte, umfassende Gesamtstellungnahme verwiesen. In dieser wurde ver- sucht, alle Aspekte innerhalb einer inhaltlich nachvollziehbaren Gesamtdarstel- lung zu beantworten. Zu Frage 1: Eine spezialisierte Software zur Abrechnung von Rettungsdiensteinsätzen ist seit vielen Jahren im Einsatz. Auch Schnittstellen zum Einsatzleitsystem beste- hen bereits länger. Zu Frage 2: Hierzu wird auf die Beantwortung der Fragen 1 und 4 verwiesen. Zu Frage 3: Der Abrechnungsprozess beginnt nun bereits während des Einsatzes durch die digitale Erfassung medizinischer Daten, Behandlungsmaßnahmen sowie ab- rechnungsrelevanter Krankenkassendaten. Durch das Einlesen der elektroni- schen Gesundheitskarte im Rettungs- bzw. Krankentransportwagen werden diese Daten qualitativ hochwertig erfasst und unmittelbar weiterverarbeitet. Ein- satzdaten wie Einsatzort, Zeiten, beteiligte Rettungsmittel und Transportziel werden automatisiert über eine bestehende Schnittstelle aus dem Einsatzleit- system übernommen. Zu Frage 4: Bis Ende 2025 wurden Krankenkassendaten überwiegend handschriftlich auf Einsatzprotokollen dokumentiert. In der Einsatzrealität konnten Daten dabei nicht immer vollständig oder fehlerfrei erhoben werden. Nachträgliche Recher- chen, Korrekturen und Rückfragen waren daher regelmäßig erforderlich undSeite 1 von 2 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) verzögern die Abrechnung bis heute erheblich. Ein Großteil dieser fehleranfälli- gen und zeitintensiven Arbeitsschritte entfällt nun durch die digitale Erfassung und Systemverknüpfung. Nach Einsatzabschluss werden die Datensätze automatisiert in die Abrech- nungssoftware übernommen. Beide eingesetzten Systeme stammen von eta- blierten Anbietern. Die Kosten für die digitale Einsatz- und Patientendatener- fassung belaufen sich auf rund 277.000 € für die Implementierung sowie auf laufende Kosten von rund 83.200 € jährlich. Für die Abrechnungssoftware ent- standen einmalige Kosten von rund 64.000 € sowie laufende Kosten von rund 17.600 € jährlich. Die konkreten Auswirkungen dieses Großprojekts auf Bearbeitungsgeschwin- digkeit und Rückstandsabbau können derzeit nur geschätzt werden, da zunächst noch analoge Altfälle abzuarbeiten sind. Erste Testläufe zeigen je- doch eine deutlich verbesserte Datenqualität und einen effizienteren Abrech- nungsprozess. Die umfassende Schulung aller Mitarbeitenden des Rettungs- dienstes und der Abrechnungsstelle war hierbei ein wesentlicher Faktor. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 11:37 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de