260608 · Antrag
Linke-Antrag: Prävention für Extremwetterlagen und Katastrophenfälle
Kerndaten
- Nummer
- 260608
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 07.04.2026
- Letzte Änderung
- 28.10.2026
Orte
- Möhneplatz Hauptort
- Beuel
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Anregung
- Sitzung des Ausschusses für Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Volltext
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Antrag öffentlich 260608 Antragsteller/in: Nils Klein 02.04.2026 gez. BBM Rudolph Linke-Antrag: Prävention für Extremwetterlagen und Katastrophenfälle Beratungsfolge Bezirksvertretung Beuel 29.04.2026 Anregung Inhalt des Antrags Die Verwaltung wird gebeten folgende Maßnahmen einzuleiten: 1. Einrichtung von Infopunkten, die als Anlaufstelle bei Stromausfällen dienen sollen. 2. Erstellung einer Übersicht (analog und digital) mit kühlen, unkommerziellen Orten (z.B. Museen oder Kirchen) während Hitzewellen, insbesondere mit Fokus auf vulnerable Gruppen. 3. Erstellung von Verschattungskonzepten für größere Asphaltierte Flächen (z.B. Möhneplatz). 4. Bereitstellung eines Flyers zum Thema „Notvorrat und Eigenvorsorge“ nach Empfehlungen des BBK. 5. Die Verwaltung wird gebeten zu berichten, welche Standorte im Stadtbezirk als Katastrophenschutz-Leuchttürme so nachgerüstet werden können, dass sie bei Blackouts als Info- und Wärmepunkte dienen und wie der Sachstand bei der Einrichtung dieser ist. Begründung Die Notwendigkeit präventiver Katastrophenschutzmaßnahmen auf kommunaler Ebene ist durch die veränderte Sicherheits- und Klimalage wissenschaftlich und statistisch belegt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen dienen der Sicherstellung der Daseinsvorsorge und dem Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen. Hitzewellen stellen mittlerweile das größte direkte klimawandelbedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland dar. Laut Deutschem Wetterdienst hat sich die Anzahl der „Heißen Tage“ (über 30°C) seit den 1950er Jahren verdreifacht. Der „Hitzereport 2023“ zeigt, dass besonders Senior*innen, Kleinkinder und chronisch kranke Menschen gefährdet sind. Asphaltierte Flächen wie der Möhneplatz wirken als sogenannte „Urban Heat Islands“. Während begrünte Flächen die Umgebung kühlen, können sich versiegelte Flächen auf über 50°C aufheizen und eine nächtliche Abkühlung derSeite 1 von 2 Seite 2 Umgebung merklich verringern. Eine Übersicht kühler Orte ist daher eine lebenswichtige Orientierungshilfe. Auch die lückenlose Stromversorgung ist in einer immer stärker digitalisierten Gesellschaft von großer Bedeutung. Bei einem flächendeckenden Stromausfall fallen Mobilfunknetze und Internet meist nach zwei bis vier Stunden aus. Große Teile der Bevölkerung wären dann vermutlich von offiziellen Informationskanälen abgeschnitten. Sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme – eine Empfehlung des BKK – dienen in diesen Fällen als „Ankerpunkte“, an denen Notrufe abgesetzt werden können und gesicherte Informationen bereitstehen. Laut einer aktuellen BBK-Umfrage haben nur etwa 15 % der Haushalte in Deutschland einen ausreichenden Notvorrat für 10 Tage. Die Erstellung und Verbreitung eines entsprechenden Infoflyers könnte weitere Beueler Haushalte auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 02:41 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de