260596 · Große Anfrage
Große Anfrage von BSW/SBI: Finanzielle Auswirkungen der baulichen Zukunft der Theaterliegenschaften und weiterer städtischer Großprojekte auf die Haushaltslage der Bundesstadt Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 260596
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 02.04.2026
- Letzte Änderung
- 28.10.2026
Orte
- Stadthaus Hauptort
- Bonn
Beratungsfolge
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Große Anfrage öffentlich 260596 Fragesteller/in: BSW/SBI-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Moussa Acharki Hanno von Raußendorf Mouad Malk 01.04.2026 Große Anfrage von BSW/SBI: Finanzielle Auswirkungen der baulichen Zukunft der Theaterliegenschaften und weiterer städtischer Großprojekte auf die Haushaltslage der Bundesstadt Bonn Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 23.04.2026 Kenntnisnahme Rat 07.05.2026 Kenntnisnahme Kulturausschuss 19.05.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage der Bundesstadt Bonn, der anhaltenden Konsolidierungsnotwendigkeit sowie mehrerer parallel geplanter oder bereits angestoßener Großprojekte bittet die Ratsgruppe BSW/SBI die Verwaltung, die folgenden Fragen ausführlich zu beantworten: 1. Wie hoch ist nach aktuellem Stand der zu erwartende Investitionsbedarf für die bauliche Zukunft der Theaterliegenschaften in der Bundesstadt Bonn? 2. Welche baulichen, sanierungsbezogenen oder strukturellen Varianten werden aktuell geprüft beziehungsweise den politischen Gremien vorgelegt, und mit welchen jeweiligen Kostenansätzen sind sie verbunden? 3. Welche Auswirkungen hätte die Umsetzung der jeweiligen Varianten auf den städtischen Haushalt, insbesondere auf die mittelfristige Finanzplanung, den Investitionshaushalt, den Ergebnisplan sowie die Verschuldung der Bundesstadt Bonn? 4. In welchen Haushaltsjahren würden die finanziellen Belastungen voraussichtlich anfallen? 5. Welche weiteren investitionsintensiven Großprojekte befinden sich derzeit parallel in Planung, Vorbereitung oder Umsetzung, insbesondere mit Blick auf das Stadthaus, die Seilbahn sowie weitere größere bauliche Vorhaben in den Stadtbezirken, etwa Veranstaltungs- oder Infrastrukturimmobilien?Seite 1 von 4 Seite 2 6. Mit welchen aktuellen Kostenansätzen werden diese weiteren Großprojekte jeweils geführt? 7. Wie bewertet die Verwaltung vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage die gleichzeitige Finanzierbarkeit dieser Projekte? 8. Nach welchen Kriterien priorisiert die Verwaltung investive Großprojekte, wenn mehrere Maßnahmen gleichzeitig haushaltswirksam werden? 9. Welche Projekte sind aus Sicht der Verwaltung zwingend und kurzfristig umzusetzen, und welche Projekte wären grundsätzlich zeitlich verschiebbar oder streckbar? 10. Welche Fördermittel von Bund, Land oder sonstigen Dritten kommen für die Theaterliegenschaften sowie für andere Großprojekte in Betracht, und in welcher Höhe rechnet die Verwaltung jeweils realistisch mit entsprechenden Zuwendungen? 11. Welche Kostenrisiken sieht die Verwaltung bei den Theaterliegenschaften und den übrigen Großprojekten, insbesondere mit Blick auf Baupreissteigerung, Altlasten, technische Anforderungen, Interimsunterbringungen, Zeitverzögerungen oder Planungsänderungen? 12. Welche dauerhaften Folgekosten wären nach Umsetzung der Maßnahmen an den Theaterliegenschaften zu erwarten? 13. Welche Auswirkungen hätte die Finanzierung dieser oder anderer Großprojekte auf die Konsolidierungsbemühungen der Bundesstadt Bonn? 14. Sieht die Verwaltung die Gefahr, dass zur Finanzierung dieser Großprojekte andere investive oder konsumtive Maßnahmen, insbesondere in freiwilligen Aufgabenbereichen, zurückgestellt, gekürzt oder aufgegeben werden müssten? Wenn ja, welche? 15. Beabsichtigt die Verwaltung, den politischen Gremien eine fortlaufende aktualisierte Gesamtübersicht sämtlicher investitionsrelevanter Großprojekte mit Kosten, Zeitplanung, Finanzierungsquellen, Priorisierung und Risikobewertung vorzulegen? Wenn ja, wann? 16. Welche unmittelbaren oder mittelbaren Auswirkungen der geplanten baulichen Maßnahmen an den Theaterliegenschaften erwartet die Verwaltung für die Bürgerinnen und Bürger der Bundesstadt Bonn? 17. Ist infolge der geplanten baulichen Maßnahmen mit einer Anpassung der Entgeltordnung des Theater Bonn, insbesondere mit Eintrittspreiserhöhungen oder sonstigen finanziellen Mehrbelastungen für Besucherinnen und Besucher, zu rechnen? 18. Falls eine Anpassung der Entgeltordnung nicht ausgeschlossen wird: In welcher Größenordnung könnten solche Änderungen nach derzeitigerSeite 2 von 4 Seite 3 Einschätzung sich bewegen? 19. Rechnet die Verwaltung infolge der baulichen Maßnahmen mit zusätzlichen Belastungen für den städtischen Haushalt, die mittelbar auch Auswirkungen auf Gebühren, Entgelte oder andere Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger haben könnten? 20. Welche Einschränkungen für die Öffentlichkeit, für Besucherinnen und Besucher sowie für den laufenden Kulturbetrieb wären während einer Umbau-, Sanierungs- oder Interimsphase zu erwarten? 21. In welchem Umfang wäre während der baulichen Maßnahmen mit Einschränkungen des Spielbetriebs, verringerter Erreichbarkeit, Ausweichstandorten oder einer Reduzierung des Angebots zu rechnen? 22. Welche Maßnahmen plant die Verwaltung, um mögliche Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie für das kulturelle Angebot möglichst gering zu halten? Begründung Die Bundesstadt Bonn befindet sich in einer haushaltspolitisch äußerst angespannten Lage. In der jüngeren Vergangenheit wurde in einer Mitteilungsvorlage zum Thema „Aufgabenkritik“ und „Zero-Based-Budgeting“ im Rat sowie im Ausschuss für Finanzen, Beteiligung und Vergabe beraten. Darüber hinaus wurde mehrfacht betont, dass Einsparungen, Prioritätensetzungen und eine strikte Haushaltsdisziplin erforderlich sind. Gleichzeitig stehen mehrere finanzwirksame Großprojekte im Raum, die den städtischen Haushalt über Jahre hinweg belasten können. Hierzu zählen insbesondere die geplanten Maßnahmen im Bereich der Theaterliegenschaften, aber auch weitere Vorhaben wie das Projekt Stadthaus, die Seilbahn sowie zusätzliche bauliche Großprojekte in den Bezirken. Gerade im Hinblick auf die bauliche Zukunft der Theaterliegenschaften ist es aus Sicht der Ratsgruppe BSW/SBI erforderlich, nicht nur die fachliche Notwendigkeit, sondern vor allem auch die finanzielle Tragfähigkeit im Gesamtkontext aller städtischen Investitionsvorhaben transparent darzustellen. Neben unmittelbaren Auswirkungen auf den städtischen Haushalt ist auch von erheblicher Bedeutung, ob und in welcher Weise sich die geplanten baulichen Maßnahmen auf die Bürgerinnen und Bürger der Bundesstadt Bonn auswirken. Dies betrifft insbesondere mögliche Veränderungen bei Eintrittspreisen, Entgelten und der Zugänglichkeit kultureller Angebote, mögliche Einschränkungen des Spielbetriebs sowie mittelbare finanzielle Belastungen infolge zusätzlicher Haushaltsanspannungen. Die politische Bewertung eines einzelnen Projekts kann nicht losgelöst von der Gesamtbelastung des Haushalts erfolgen. Deshalb ist eine nachvollziehbare Übersicht über Kosten, Prioritäten, Risiken, Fördermöglichkeiten und zeitliche Realisierungsperspektiven erforderlich. Nur so kann der Ausschuss für Finanzen, Beteiligung und Vergabe seiner Verantwortung für eine solide und generationengerechte Finanzpolitik gerecht werden. Wir wären der VerwaltungSeite 3 von 4 Seite 4 ebenfalls sehr dankbar, wenn sie uns in ihrer Stellungnahme eine entsprechende Tabelle vorlegen könnte. Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:10 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de