260592 · Große Anfrage
Große Anfrage der CDU-Liste: Förderung der Mehrsprachigkeit und interkulturellen Identität in Bonner Kindertageseinrichtungen. Weiterentwicklung der herkunftssprachlichen Bildung und interkulturellen Qualifizierung in der frühkindlichen Erziehung.
Kerndaten
- Nummer
- 260592
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 01.04.2026
- Letzte Änderung
- 28.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 260592 Fragesteller/in: Dr. Irina Volfson CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn 01.04.2026 Große Anfrage der CDU-Liste: Förderung der Mehrsprachigkeit und interkulturellen Identität in Bonner Kindertageseinrichtungen. Weiterentwicklung der herkunftssprachlichen Bildung und interkulturellen Qualifizierung in der frühkindlichen Erziehung. Beratungsfolge Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 23.04.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Die Verwaltung wird gebeten, zu den aufgeführten Themen die nachfolgenden Fragen zu beantworten: 1. Ausbau und Verstetigung bewährter Programme (Rucksack Kita) Das Programm „Rucksack Kita“ ist in Bonn ein Erfolgsprojekt zur Förderung der Muttersprache und der deutschen Sprache. Frage: Wie viele Kitas in Bonn nehmen aktuell aktiv am „Rucksack“-Programm teil? Plant die Verwaltung eine Ausweitung auf Sozialräume, in denen bisher kein entsprechendes Angebot besteht? Fokus: Inwieweit wird die Verzahnung zwischen den Elterngruppen (Stadtteilmüttern) und dem pädagogischen Fachpersonal gestärkt, um die Herkunftssprachen nicht nur als „Zusatz“, sondern als Ressource im Kita-Alltag zu verankern? 2. Gezielte Fachkräfteschulung und Coaching Die rein sprachliche Förderung reicht oft nicht aus, wenn die interkulturelle Sensibilisierung fehlt. Frage: Welche Fortbildungsmodule bietet das Kommunale Integrationszentrum (KI) Bonn aktuell explizit für Erzieher/-innen an, um die „alltagsintegrierte Sprachbildung“ in hochgradig heterogenen Gruppen umzusetzen? Bedarf: Gibt es Überlegungen, ein mobiles Coaching-Team zu etablieren, dasSeite 1 von 2 Seite 2 Kitas direkt vor Ort bei der Umsetzung von Mehrsprachigkeitskonzepten berät? 3. Zentrale Ressourcensteuerung und „Medienkoffer“ Die Anschaffung mehrsprachiger Materialien (z. B. Tonies in verschiedenen Sprachen, bilinguale Bilderbücher) ist für einzelne Einrichtungen oft kostspielig. Anfrage: Prüft die Stadt die Einrichtung eines zentralen Leihpools oder die Bereitstellung von „Medienkoffern“ über die Stadtbibliothek oder das KI, um Kitas unbürokratisch mit diversitätssensiblen Lernmaterialien auszustatten? Finanzierung: Gibt es zweckgebundene Mittel aus dem Integrationsbudget, die für die Anschaffung solcher Materialien durch die Träger abgerufen werden können? 4. Best Practices und Modellstandorte Bonn verfügt über Einrichtungen mit einem sehr hohen Anteil an Mehrsprachigkeit, die bereits innovative Wege gehen. Frage: Beabsichtigt die Verwaltung, ein „Netzwerk der Best Practice“ zu moderieren, in dem Modell-Kitas (z. B. solche mit Schwerpunkt Sprache) ihre Konzepte zur Einbindung von Familiensprachen an andere Einrichtungen weitergeben? Wettbewerb: Wäre die Auslobung eines Preises für „Gelebte Vielfalt in der Kita“ durch das Amt für Integration und Vielfalt denkbar, um Sichtbarkeit für gelungene Projekte zu schaffen? Wäre es möglich, die in Bonn existierende Programme wie Rucksack Kita oder Griffbereit mit der „alltagsintegrierten Sprachbildung“ (Landesförderung NRW) strategisch zu verknüpfen? Begründung Erfolgt mündlich. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 02:09 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de