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260535 · Mitteilungsvorlage

S 13-Vorlaufbetrieb – Betriebskonzept im Jahresfahrplan 2027 (Mitteilungsvorlage des RSK)

Nummer
260535
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
30.03.2026
Letzte Änderung
28.10.2026
  • Vilich Ortsteil· Beuel Hauptort
  • F Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte
  1. Gemeinsame Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr mit dem Rhein-Sieg-Kreis 15.04.2026 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
260535
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
S 13-Vorlaufbetrieb – Betriebskonzept im
Jahresfahrplan 2027 (Mitteilungsvorlage des RSK)
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 15.04.2026 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die Mitteilungsvorlage des RSK ist als Anlage beigefügt.
Anlage/n
1 Vorlage RSK - S 13-Vorlaufbetrieb – Betriebskonzept im Jahresfahrplan 2027
(öffentlich)Seite 1 von 4
Seite 1/3
Drucksachennummer
M I T T E I L U N G go.Rheinland-25/2026
BL GF A GF B GF C GF D
Uhl Rei ./. Vo Geu ö f f e n t l i c h
B e r a t u n g s f o l g e D a t u m
Verbandsversammlung TOP 10.1 27.03.2026
Gegenstand:
S 13-Vorlaufbetrieb – Betriebskonzept im Jahresfahrplan 2027
Erläuterungen:
Gemäß dem Beschluss Ds.-Nr. go.Rheinland-110/2025 wurde ein Zielkonzept für den S 13-Vorlaufbetrieb
zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel hergeleitet und beschlossen. Gleichzeitig ist festgestellt worden, dass
eine Umsetzung der Vorzugsvariante 6 im Jahresfahrplan 2027 aufgrund ausstehender mikroskopischer
Überprüfungen seitens der DB InfraGO AG sowie aufgrund zu kurzer Vorlaufzeiten für das Eisenbahnver-
kehrsunternehmen (EVU)U DB Regio NRW noch nicht möglich sein wird. Außerdem wurde auf die ver-
schiedenen Großbaumaßnahmen der DB InfraGO links- wie rechtsrheinisch hingewiesen, die ebenfalls
auf das Betriebskonzept einwirken.
Gegenwärtig stellt sich die Sachlage so dar, dass die mikroskopische Überprüfung der Vorzugsvariante 6
seitens der DB InfraGO AG aufgrund der Komplexität noch nicht abgeschlossen werden konnte. Parallel
wurden bereits Gespräche zur Betriebsaufnahme im Fahrplanjahr 2027 auf Basis der Beschlusslage zur
Umsetzung von der Alternativvariante 5 geführt. Das Fahrplanjahr 2027 beginnt allerdings mit einer Groß-
baumaßnahme auf der Siegstrecke (Nebenkorridor Sieg) vom 13.12.2026 – 09.07.2027. Im engen Aus-
tausch mit der DB InfraGO AG ist es gelungen, diesen räumlich auf den Abschnitt Hennef – Siegen einzu-
kürzen. Zwischen Hennef und Troisdorf wird es zwar zeitweise Sperrungen geben, allerdings nicht mehr –
wie ursprünglich geplant – eine durchgehende Totalsperrung im o.g. Zeitraum.
Nichtsdestotrotz begrenzt dieser Baukorridor die betrieblichen Möglichkeiten rund um Troisdorf. Dies hängt
insbesondere damit zusammen, dass in Hennef nur ein Gleis zum Wenden von Zügen zur Verfügung
stehen wird, da die anderen Gleise für die Baulogistik benötigt werden. In der Folge führt diese einge-
schränkte Infrastruktur dazu, dass weder alle bisher nach Hennef verkehrenden Züge noch die gemäß
Variante 5 nach Hennef verkehrenden Züge dort wenden können.
Planerisches Ziel unter diesen Rahmenbedingungen war, ein Betriebskonzept zu entwickeln, das stabil
fahrbar ist und nach Möglichkeit auch über den Baukorridor hinaus umsetzbar ist, damit für Betreiber wie
Fahrgast nicht zu viele Konzeptwechsel erfolgen. Auf dieser Basis fanden intensive Gespräche zwischenSeite 2 von 4
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den beteiligten Aufgabenträgern, den verschiedenen zuständigen Stellen der DB InfraGO sowie dem Be-
treiber der betroffenen Linien, DB Regio NRW, statt.
Im Ergebnis wurde eine Weiterentwicklung des bisherigen Variantenspektrums unter Berücksichtigung der
baubedingten Restriktionen sowie der offenen Prüfaufträge gem. Ds.-Nr. go.Rheinland-110/2025 vorge-
nommen. Diese Variante wird im folgenden Variante 6+ genannt. Variante 6+ beinhaltet folgendes Basis-
Betriebskonzept in der Haupt- und Nebenverkehrszeit (HVZ/NVZ):
• S 12: Je eine Leistung verkehrt mit allen Zwischenhalten ab/bis Bonn-Beuel, Hennef und Au
(Sieg)
• S 19: Je eine Leistung verkehrt mit allen Zwischenhalten ab/bis Bonn-Beuel, Blankenberg und
Au (Sieg)
• RB 27: Verkehrt ohne Halt in Friedrich-Wilhelms-Hütte und Menden, hält ganztägig am neuen
Halt Bonn-Vilich
• RE 8: Verkehrt beschleunigt ohne Halt zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel
• RE 9: Verkehrt unverändert
Durch dieses Betriebskonzept kann für die Siegstrecke trotz Angebotsreduzierung eine gute Anbindung in
dichter Taktung beibehalten werden. Das obere Siegtal (Hennef – Au) bleibt unverändert mit dem 30-
Minuten-Takt aus S 12 und S 19 sowie dem überlagerten RE 9. Für Hennef und Siegburg/Bonn verbleiben
grundsätzlich fünf stündliche Züge pro Stunde und Richtung bzw. während des Baukorridors vier. Durch
die in diesem Konzept vorgesehenen verlängerten Wendezeiten ist zudem mit einer Abnahme vorzeitiger
Wenden zu rechnen. Im Bereich der Stadt Köln verbleibt das Angebot wie gehabt, es ergibt sich also keine
veränderte Anbindung von Porz.
Für die neue S-Bahn-Strecke zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel entsteht in Variante 6+ für alle Zwischen-
halte ein 30-Minuten-Takt aus S 12 und S 19. Am wichtigen Verknüpfungspunkt Bonn-Vilich ergeben sich
durch den Halt der RB 27 sogar drei stündliche Züge pro Stunde und Richtung. Vom Mengengerüst ent-
spricht diese Aufteilung der Zielvariante 6.
In der Schwachverkehrszeit (SVZ) orientiert sich das Konzept der Variante 6+ an der Variante 5:
• S 12: Je eine Leistung verkehrt nach Hennef und Au (Sieg)
• S 19: Je eine Leistung verkehrt nach Hennef/Au (Sieg) und Bonn-Beuel
• RB 27: Verkehrt mit allen Halten über die neue S-Bahn-Strecke
• RE 8: Verkehrt beschleunigt ohne Halt zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel
• RE 9: Verkehrt unverändert
Somit besteht für das obere Siegtal ein unverändertes Angebot in der SVZ. Zwischen Troisdorf und Hennef
überlagern sich die verbleibenden Takte der S-Bahn und des RE 9 zu einem angenäherten 15-Minuten-
Takt. Zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel bestehen mit S 19 und RB 27 zwei stündliche Verbindungen für
alle Halte. Überlagert verkehrt der RE 8 analog zur HVZ/NVZ.Seite 3 von 4
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Während des Baukorridors müssen die S-Bahnen auf der Siegstrecke aufgrund der genannten Restriktio-
nen bereits in Hennef wenden, der RE 9 außer an Sonn- und Feiertagen bereits in Köln. Die Variante 6+
kann auf der rechten Rheinstrecke stabil für den gesamten Jahresfahrplan 2027, d.h. unabhängig von der
Baumaßnahme auf der Siegstrecke, umgesetzt werden.
Das Betriebskonzept der Variante 6+ wurde von der DB InfraGO AG sowohl für den Baustellen- als auch
für den Regelfahrplan mikroskopisch geprüft und als fahrbar testiert. Auch seitens DB Regio NRW ist eine
Umsetzung des Konzeptes machbar und befindet sich bereits in der Umsetzungsplanung bezüglich Fahr-
zeug- und Personaleinsatz.
Abhängig vom Ergebnis der Überprüfung der Zielvariante des Vorlaufbetriebs (Variante 6) sowie der wei-
teren baubedingten Einschränkungen wird Variante 6+ ggf. über 2027 hinaus umgesetzt werden müssen.
Insbesondere die anstehende Generalsanierung der linken Rheinstrecke im 1. Halbjahr 2028 und die Brü-
ckensanierungen auf dem Kölner Westring ab dem 2. Halbjahr 2028 wirken auf die Betriebskonzepte süd-
lich von Köln. Aus verkehrlicher Sicht besteht durch die verbesserte Anbindung von Bonn-Vilich aber zu-
mindest in Variante 6+ bereits eine gute Grundlage, auf der die weiteren Konzepte ggf. aufgebaut werden
könnten.
gez. Ramers
Der VerbandsvorsteherSeite 4 von 4

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Datenstand: 02.11.2026, 22:15 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de