260516 · Große Anfrage
Grüne Anfrage: ABC-Klassen
Kerndaten
- Nummer
- 260516
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 27.03.2026
- Letzte Änderung
- 28.10.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Schulausschusses Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Große Anfrage öffentlich 260516 Fragesteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Berit Keiser Dr. Tobias Henson Rausch 26.03.2026 Grüne Anfrage: ABC-Klassen Beratungsfolge Schulausschuss 16.04.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Die Fraktion der GRÜNEN bittet die Verwaltung um eine Einschätzung der Pläne des Landes zur Einrichtung sogenannter ABC-Klassen und um Auskunft über ihre Stellungnahme gegenüber dem Städtetag. Dabei bitten wir insbesondere um die Beantwortung der folgenden Fragen: 1. Wie bewertet die Verwaltung die Pläne des Landes? 2. Welche Auswirkungen werden diese Pläne auf einen ggf. damit verbundenen zusätzlichen Personalbedarf haben und wie soll dieser Bedarf gedeckt werden? 3. Sind die erforderlichen Ressourcen bei der für die Schuleingangsuntersuchung zuständigen Stelle vorhanden, um das Sprachscreening flächendeckend umzusetzen? 4. Was bedeuten die Pläne der Landesregierung für die kommunale schulische Infrastruktur, auch im Zusammenhang mit dem Anspruch auf Ganztagsbetreuung und dem damit erhöhtem Raumbedarf? 5. Bestünden Räumlichkeiten, in den Kindertageseinrichtungen diese Klassen von Lehrkräften zu unterrichten, so dass Kinder nicht an einen unbekannten Lernort gebracht werden müssen? 6. Welche Auswirkungen sieht die Verwaltung auf bereits bestehende Maßnahmen der Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen? Begründung Die Landesregierung beabsichtigt, landesweit sogenannte ABC-Klassen einzuführen. Entsprechende Pläne hat die CDU-Schulministerin vorgestellt. Danach sollen zukünftig alle Kinder bei der Schulanmeldung eine landesweit einheitliche Sprachstandsfeststellung durchlaufen. Dazu soll die Schulanmeldung vom Herbst auf das Frühjahr des Jahres vor der Einschulung vorgezogen werden. Wenn die Kinder nicht über die notwendigen deutschen Sprachkenntnisse verfügen, sollen sie im Schuljahr vor der Einschulung in der Regel zweimal pro Woche für jeweils zwei Stunden verpflichtend eine ABC- Klasse besuchen. Die ABC-Klassen sollen in schulischer Verantwortung liegenSeite 1 von 2 Seite 2 und in den Räumlichkeiten einer öffentlichen Schule, einer Kindertageseinrichtung oder an einem anderen Ort und grundsätzlich von Grundschullehrkräften sowie von sozialpädagogischen Fachkräften aus der Schuleingangsphase durchgeführt werden. Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen, sollen durch den Schulträger zwischen der Kindertageseinrichtung und dem Ort der ABC-Klasse befördert werden. Für Kinder, die keine Kindertageseinrichtung besuchen, werden vom Schulträger die Fahrkosten für die wirtschaftlichste Beförderung erstattet. Die ersten verpflichtenden ABC-Klassen sollen im Schuljahr 2028/29 beginnen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:40 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de