260460-01 · Mitteilungsvorlage
Nachbericht 15. Bonner Wissenschaftsnacht „Diagnose: Zukunft“ und Mai der Wissenschaft
Kerndaten
- Nummer
- 260460-01
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 17.08.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Münsterplatz
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Liegenschaften und Arbeit Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 260460-01 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 03 Amt für Wirtschaftsförderung Dezernat: Dez. OB Nachbericht 15. Bonner Wissenschaftsnacht „Diagnose: Zukunft“ und Mai der Wissenschaft Beratungsfolge Ausschuss für Wirtschaft, Liegenschaften und Arbeit 03.09.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Wissenschaft, Europa und Internationales 10.09.2026 Kenntnisnahme Mitteilung: Die 15. Bonner Wissenschaftsnacht fand, wie in der Mitteilungsvorlage DS-Nr. 260460 angekündigt, am 21. und 22. Mai unter dem Motto „Diagnose: Zukunft“ statt und nahm aus vielfältigen Perspektiven Entwicklungen in den Blick, die unser Leben und unsere Gesellschaft in den kommenden Jahren prägen werden. Die Wissenschaftsnacht ist ein Projekt in der Wissenschaftsregion Bonn und wird von der Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn organisiert und durchgeführt, in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderungen des Rhein- Sieg-Kreises und des Kreis Ahrweilers, die sich auch finanziell an der Wissenschaftsnacht beteiligen. Angelehnt an das Motto des Wissenschaftsjahres 2026 „Medizin der Zukunft“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) präsentierten über 25 Forschungs- und Wissenschaftsinstitutionen der Region aktuelle Projekte und Entwicklungen aus den Themenbereichen KI, Medizin und Gesundheit, Luft- und Raumfahrt sowie Biodiversitätsforschung der Zukunft. In Gesprächen, mit interaktiven Exponaten und Mitmachstationen, mit Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden und Wissenschaftsshows zeigten sie die große Vielfalt und das hohe Potenzial der regionalen Forschungslandschaft. Mit 23 Zelten und über 20 Institutionen bot die Zeltstadt des Wissens auf dem Münsterplatz am Donnerstag und Freitag durchgehend ein abwechslungsreiches Programm für unterschiedliche Zielgruppen. Für Schülerinnen und Schüler ab der weiterführenden Schule bis zu Berufskollegs wurde erneut ein gesondertes Programm angeboten, in dem die Klassen in kleineren Gruppen auf vier thematischen Routen zu ausgewählten Stationen der Zeltstadt geführt wurden. Erstmals war auch ein zusätzlicher Workshop inSeite 1 von 4 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) den Räumen der Stadtbibliothek buchbar. Insgesamt haben 11 Klassen mit ca. je 20 Schüler*innen von der Mittelstufe bis zum Leistungskurs das Angebot genutzt. Ein Highlight für Groß und Klein in der Zeltstadt des Wissens war dieses Jahr der Spacebuzz One der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, ein begehbarer High-Tech-LKW, der äußerlich einer liegenden Rakete ähnelt und der zu virtuellen Flügen ins Weltall einlud. Ab Freitagnachmittag gab es ein zusätzliches Programm für die Besucher*innen und Besucher im Haus der Bildung/VHS und der Stadtbibliothek sowie im P26 – Haus des Wissens und der Forschung der Universität Bonn. Die Science Musical Show „Auf Kurs?“ von Jana Heysel wurde gleich zweimal aufgeführt, in der Kinderbibliothek gab es einen 3D- Workshop speziell für Kinder und Jugendliche während ein KI-Workshop gezielt junge Erwachsene und ältere Personen einlud, sich über einen längeren Zeitraum intensiv mit Fragestellungen rund um KI zu beschäftigen und selbst aktiv zu werden. Insgesamt konnten interessierte Besucher*innen aus 17 Vorträgen und Diskussionsrunden zu Themen wie z.B. Stoffwechselerkrankungen. Medizintechnik und unserem Gesundheitssystem 2050, zum Fliegen und den Kampf von Radartechnologie gegen Weltraumschrott sowie zum Einsatz von KI in der Biodiversitätsforschung auswählen. Alle Angebote waren sehr gut besucht. Ergänzend präsentierten im Haus der Bildung zwei weitere Forschungseinrichtungen aktuelle Projekte an Ausstellungsständen und luden zum Austausch ein. Ein Rahmenprogramm mit Kleinkunst, Live-Musik und besonderer Beleuchtung sorgte am Freitagabend zusätzlich für eine gute Stimmung bei bestem Sommerwetter. Am Freitagnachmittag hatte der Oberbürgermeister alle wissenschaftlichen Einrichtungen aus Bonn und der Region anlässlich der Wissenschaftsnacht zu einem Wissenschaftsempfang ins Alte Rathaus eingeladen, um deren Leistungen in Wissenschaft und Forschung und die Angebote im Bereich der Wissenschaftskommunikation zu würdigen. Insgesamt rund 70 Personen nahmen am Empfang teil, sowohl die Leitungen der Einrichtungen als auch aktive Mitwirkende an den Ausstellungsständen. Im Anschluss gab es einen gemeinsamen Rundgang mit Bürgermeisterin Nicole Unterseh und der Wirtschaftsförderin sowie Teilnehmenden durch die Zeltstadt des Wissens. Die 15. Bonner Wissenschaftsnacht war gleichzeitig auch das Ende des erstmalig durchgeführten und ebenfalls von der Stabstelle Wissenschaft im Amt für Wirtschaftsförderung organisierten Mai der Wissenschaft. Vom 4. bis 22. Mai fanden 28 Veranstaltungen und Aktionen statt wie wirtschaftswissenschaftliche Laborexperimente, ein Science Dinner, PopUp Veranstaltungen in der Fußgängerzone oder das Testen eines Escaperooms und auch klassische Diskussionsrunden, Vorträge oder Vorlesungen der Kinderunis. Zu Themen wie Biodiversität, Geopolitik, Space Economy und personalisierte Medizin haben die Institutionen mit kreativen Formaten die Vielfalt, Innovationskraft und gesellschaftliche Relevanz von Wissenschaft undSeite 2 von 4 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Forschung in der Region an verschiedenen Orten sichtbar und erlebbar gemacht. Eine Zählung oder quantitative Analyse der Besucher*innenzahl ist aufgrund der exponierten, frei zugänglichen Lage in der Bonner Innenstadt nicht möglich – gezielte Gäste der Wissenschaftsnacht sind von Passant*innen nicht eindeutig zu unterscheiden. Individuelles Feedback zeigt jedoch, dass gerade durch diese Lage oft auch Menschen kurz stehen bleiben, mit Forschung in Kontakt und mit Wissenschaftler*innen ins Gespräch kommen, die aus anderen Gründen in der Stadt unterwegs sind. Dies wird auch von den Ausstellenden selbst sehr geschätzt, sowie die große Vielfalt von Themen und Institutionen auf kleinem Raum, der so auch Interesse für weitere Themen bei Besucher*innen weckt, die zunächst gezielt für einzelne Projekte gekommen waren. In diesem Jahr wurde eine Befragung der Vortragenden und Ausstellenden im Rahmen eines Seminars zur Wissenschaftskommunikation von Studierenden der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zur Intention und Perspektive der Wissenschaftseinrichtungen durchgeführt. Die Auswertung steht noch aus. Wie in den Vorjahren wurden die Ausstellenden von der Verwaltung befragt, die Rückmeldungen werden zur weiteren Gestaltung der Veranstaltung an sich sowie für zukünftige Bedarfe für die Wissenschaftskommunikation in der Region herangezogen. Die meisten gaben an, dass eine erneute Teilnahme ihrer Institution an der zukünftigen Wissenschaftsnacht sehr wahrscheinlich sei. Den Mehrwert dieser Veranstaltung sehen sie vor allem in der Sichtbarkeit, dem Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, der Wissenschaftskommunikation allgemein und teilweise auch in der Nachwuchsgewinnung. Aus Antworten mit Freitext geht zudem hervor, dass insbesondere die Gespräche und Interaktionen mit den Besucherinnen und Besuchern und die Zeit dafür ein wertvoller Aspekt der Veranstaltung für die Ausstellenden sind. Grundsätzlich ist das Feedback sehr positiv, auch hinsichtlich der Organisation und Durchführung durch die Wirtschaftsförderung. Teilgenommen haben an der Umfrage etwas mehr als die Hälfte der ausstellenden Institutionen. Im Jahr 2000 als erste Wissenschaftsnacht deutschlandweit gestartet, liegt die Bonner Wissenschaftsnacht mit ihrem Format und ihrer Ausgestaltung auch aktuell weiter im Trend von Aktivitäten, die Wissenschaft und Gesellschaft zusammenbringen. Mittlerweile gibt es in sehr vielen Städten – unabhängig von ihrer Größe – vergleichbare Formate und Aktionen, die zunehmend sogar weiter ausgebaut werden, mit dem Ziel, Wissenschaft für die Öffentlichkeit nicht nur sichtbar, sondern sie auch möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Weiter im Fokus steht bei den diversen Wissenschaftsnächten, aber auch Wochen oder Monaten der Wissenschaft dabei oft der individuelle Austausch der Menschen mit Wissenschaftler*innen und die Rolle von Wissenschaft für das eigene Leben sowie gesamtgesellschaftliche Entwicklungen. Die zentrale Organisation der Bonner Wissenschaftsnacht in der Innenstadt und das Zusammenbringen der über die gesamte RegionSeite 3 von 4 Seite 4Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) verteilten Einrichtungen von Sankt Augustin, über Bonn bis hin nach Wachtberg, Remagen und Bad Neuenahr-Ahrweiler an einem Ort ermöglicht dies in einer besonders ansprechenden und leichten Art und Weise und erreicht somit auch viele Menschen, die sich nicht bereits per se für Wissenschaft und die Arbeit der Institutionen interessieren. Die 16. Bonner Wissenschaftsnacht ist für 2028 vorgesehen. Der „Mai der Wissenschaft“ soll jährlich angeboten werden. Wie aus der Vorlage ersichtlich, entfaltet die Mitteilungsvorlage finanzielle Auswirkungen und erfolgt mit dem Vorbehalt der weiteren Prüfung im Rahmen des laufenden Projektes zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH- Planentwurfes 2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung. Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:14 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de