260450 · Beschlussvorlage
Beteiligungskonzept Quartierskonzept Südstadt
Kerndaten
- Nummer
- 260450
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 29.04.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Bonner Talweg Hauptort
- Reuterstraße
- Poppelsdorfer Allee
- Adenauerallee
- Kaiserplatz
- Am Hof
- Am Neutor
- Kaiserstraße
- Am Hofgarten
- Markt
- Südstadt
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Entscheidung federführend
- Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung Empfehlung
- Sitzung des Beirates Kinder- und Jugendbeteiligung Empfehlung
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Beschlussvorlage öffentlich 260450 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Beteiligungskonzept Quartierskonzept Südstadt Beratungsfolge Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung 29.05.2026 Empfehlung Beirat Bürgerbeteiligung 03.06.2026 Empfehlung Bezirksvertretung Bonn 23.06.2026 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Verwaltung wird beauftragt, die Beteiligung zum Quartierskonzept Südstadt wie im Beteiligungskonzept dargelegt durchzuführen. Begründung Auf Basis des Ratsbeschlusses „Parken und Verkehr im Quartier verbessern“ (DS-Nr. 240781) vom 11.06.2024 wird aktuell ein Quartierskonzept für das Untersuchungsgebiet „Südstadt“ erarbeitet. In dem Konzept wird der ruhende Verkehr (Parkplätze im öffentlichen Straßenraum und ergänzend größere Stellplatzanlagen im privaten Raum) sowie der fließende Verkehr (Verkehrsführung) untersucht. Es werden zudem alternative Mobilitätsangebote (z. B. Fuß- und Radverkehr, ÖPNV, Shared Mobility) sowie Sonderflächen (z. B. Wirtschaftsparkplätze, Lieferzonen, Behindertenstellplätze) berücksichtigt. Die Beteiligung soll als zweistufiges Verfahren durchgeführt werden. In der ersten Stufe wird über das Projekt informiert und es werden die Anregungen und Ideen der Anwohnenden, der Gewerbetreibenden sowie weiterer interessierter Personen aufgenommen. Dies schließt eine Beteiligungsveranstaltung vor Ort, eine Online-Beteiligung (Beteiligungsplattform bonn-macht-mit.de), eine gezielte Kinder- und Jugendbeteiligung sowie ggf. eine aufsuchende Beteiligung mit ein. In der zweiten Stufe wird, nach der Vorstellung des Konzeptentwurfes in den politischen Gremien, dieses der Bürgerschaft, den Gewerbetreibenden sowie weiteren interessierten Personen im Rahmen einer weiteren Beteiligungsveranstaltung vor Ort und auf bonn-macht-mit.de vorgestellt. Kleinere Anpassungen können noch vorgenommen werden. Anschließend erfolgt die Finalisierung des Konzeptes. Detailliertere Angaben zum Projekt sowie eine ausführliche Beschreibung der vorgesehenen Beteiligung ist im Beteiligungskonzept in der Anlage zu finden. Wie aus der Vorlage ersichtlich, entfaltet der Beschluss finanzielle Auswirkungen und erfolgt vorbehaltlich der weiteren Prüfung im Rahmen desSeite 1 von 10 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) laufenden Projektes zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH- Planentwurfes 2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.12.07 Verkehrsplanung 1.12.07.01 Individualverkehrsplanung Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 4.000 € 161001207 / 72.1000 Innenauftrag: 6103006, 6.2.1.1 "Quartierskonzept" 2026 6103006 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 4.000 € Anlage/n 1 Beteiligungskonzept Quartierskonzept Südstadt (öffentlich)Seite 2 von 10 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Beteiligungskonzept Quartierskonzept Südstadt Komplexes Verfahren gem. den Leitlinien der Stadt Bonn 20. März 2026 Bundesstadt Bonn Stadtplanungsamt Abteilung für Mobilität und VerkehrSeite 3 von 10 Beteiligungskonzept Quartierskonzept Südstadt Seite 2 von 8 06.03.2026 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 1 Beschreibung des Beteiligungsgegenstands und der Zielsetzungen des Mitwirkungsprozesses 1.1 Projektbeschreibung Ziel des Projektes ist die Erstellung eines Quartierskonzeptes für die Bonner Südstadt. In diesem wird der ruhende Verkehr (Parkraum) sowie der fließende Verkehr (Verkehrsführung) untersucht. Es werden zudem alternative Mobilitätsangebote (z. B. Fuß- und Radverkehr, ÖPNV, Shared Mobility) sowie Sonderflächen (z. B. Wirtschaftsparkplätze, Lieferzonen, Behindertenstellplätze) berücksichtigt. Teil des Konzeptes ist die Erarbeitung von Maßnahmen zur Optimierung des ruhenden und fließenden Verkehrs. Das Untersuchungsgebiet liegt südwestlich des Zentrums des Stadtbezirks Bonn auf der linken Rheinseite (Begrenzungen: Reuterstraße im Süden, Botanischer Garten und Poppelsdorfer Allee im Westen, Bahntrasse im Nordosten). Es ist nicht deckungsgleich mit dem Ortsteil Südstadt. Bereits im Herbst 2020 wurde eine Parkraumuntersuchung im Untersuchungsgebiet durchgeführt. In dieser wurde das Parkraumangebot (öffentliche Parkstände sowie überschlägig private Stellplätze) erhoben. Zudem wurde die Parkraumnachfrage erfasst und analysiert. Dabei wurde mit einer Auslastung von teilweise über 100 Prozent ein hoher Parkdruck festgestellt. Die Einführung einer flächendeckenden und einheitlichen Parkraumbewirtschaftung im Rahmen eines zu erstellenden Parkraumkonzeptes wurde empfohlen. Die Ergebnisse wurden 2023 in einer Bürger*innen- beteiligung sowie einer anschließenden Onlinebeteiligung vorgestellt und diskutiert. Die Ergebnisse fließen in die Erstellung des Quartierkonzeptes mit ein. Auf Grundlage der Ratsbeschlüsse zum Radentscheid sowie zur gesamtstädtischen Parkraumstrategie (DS-Nr. 212060) ist die Wiederherstellung von Mindestgehwegbreiten von 1,50 m als ein zentrales Ziel der Bonner Verkehrsplanung festgesetzt worden. Unter Berücksichtigung der vorherrschenden Bebauungsstrukturen und Gehwegbreiten ergeben sich in diesem Zusammenhang in einigen Straßen im Untersuchungsgebiet Konflikte mit der bisherigen Ausweisung von Parkmöglichkeiten, die eine Neuordnung des Parkraumangebotes erforderlich machen. Aufgrund dieser besonderen Situation und unter der Zielsetzung, möglichst viele Parkstände zu erhalten, wurde vom Rat der Bundesstadt Bonn beschlossen, dass das ursprünglich geplante Parkraumkonzept durch weitere Aspekte ergänzt werden soll (DS-Nr. 240781). So sollen auch Sonderflächen, wie z. B. Wirtschaftsparkplätze oder Lieferzonen, in dem zu erstellenden Quartierskonzept Berücksichtigung finden. Zudem ist neben dem ruhenden Verkehr auch eine Optimierung des fließenden Verkehrs vorzusehen. Durchgangsverkehre sind dabei näher zu betrachten und nach Möglichkeit zu reduzieren. Ausnahmen gelten u. a. für den verkehrswichtigen Bonner Talweg. In den umliegenden Straßen ist der Durchgangsverkehr zwar bereits durch verschiedene Einbahnstraßenregelungen reduziert, jedoch teilweise noch in erheblichem Umfang vorhanden. Die Verkehrslenkung im Plangebiet soll ein Bestandteil des Quartierskonzeptes sein. Der Vorschlag zur Verkehrslenkung soll jedoch nicht nur das oben beschriebene Untersuchungsgebiet umfassen, sondern aufgrund der Relevanz der dortigen Verkehrsströme auch den östlich der Bahntrasse liegenden Bereich bis zur Adenauerallee einschließen. Dieses Areal grenzt im Norden an den Kaiserplatz, die sich anschließende Fußgängerzone Bonns und den Hofgarten an. Richtung Süden bis zur Reuterbrücke befindet sich ein durch Einbahnstraßen durchzogenes Mischquartier (geprägt durch Wohnbebauung, Institute der Universität Bonn und weitere soziale Einrichtungen). Die Achsen Am Hof/Am Neutor/Kaiserplatz sowie die Kaiserstraße stellen wichtige Zugänge des Busverkehrs zum ZOB dar. Über die Achse Am Hof/Am Neutor/Am Hofgarten werden die Verkehre aus dem südlichenSeite 4 von 10 Beteiligungskonzept Quartierskonzept Südstadt Seite 3 von 8 06.03.2026 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Zentrum Bonns bis zur Adenauerallee geführt. Dies betrifft insbesondere Lieferverkehre und Verkehre aus den Tiefgaragen (Markt- und Unigarage), aber auch in geringem Umfang Anwohnerverkehre. Im Bereich Am Hofgarten/Adenauerallee kommt es gerade zu Spitzenzeiten (insbes. zur Weihnachtszeit) immer wieder zu Stauungen. Gleichzeitig soll der MIV in diesem Bereich möglichst reduziert werden, um in dem sensiblen innerstädtischen Raum die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Vor dem Hintergrund dieses Zielkonflikts ist eine ausgewogene Lösung zu finden. Abbildung 1: Untersuchungsgebiete 1.2 Themen der Beteiligung Planung des Parkraums (inkl. alternativer Mobilitätsangebote, z. B. Fußverkehr, Shared Mobility und von Sonderflächen, z. B. Wirtschaftsparkplätze und Lieferzonen) sowie der Verkehrsführung (siehe Abbildung 1). 1.3 Ziele der Beteiligung Ziel ist die Information der Öffentlichkeit über • den Hintergrund des Projektes, den aktuellen Sachstand (Vorstellung Bestandserhebung) und das weitere Vorgehen. Die Beteiligung soll den Bürger*innen, Gewerbetreibenden sowie weiteren interessierten Personen die Möglichkeit bieten, wie folgt an der Planung mitzuwirken: • Fragen zum Projekt zu stellen, • die aktuelle Parkraumsituation und Verkehrsführung zu diskutieren und • eigene Vorschläge und Ideen zu den genannten Themen sowie auch zu alternativen Mobilitätsangeboten (z. B. Fußverkehr, Shared Mobility) sowie Sonderflächen (z. B. Wirtschaftsparkplätze und Lieferzonen) einzubringenSeite 5 von 10 Beteiligungskonzept Quartierskonzept Südstadt Seite 4 von 8 06.03.2026 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) • den zu erstellenden Konzeptentwurf zu diskutieren 2 Rahmenbedingungen 2.1 Einordnung in Bezug auf die Frühzeitigkeit und Ergebnisoffenheit • Die Entscheidung zur zukünftigen Ordnung des Parkraums und Verkehrsführung ist noch offen, hier können die Teilnehmenden ihre Einschätzungen und Anregungen abgeben. Problemstellen können identifiziert werden. Auch Bedarfe bzw. Anregungen bzgl. alternativer Mobilitätsangebote (z. B. Fahrradabstellanlagen) sowie Sonderflächen können bei der Planung des Straßenraumes noch aufgenommen werden. Bereits beschlossene Planungen, die im Bereich des Untersuchungsgebietes liegen, werden dabei berücksichtigt. Auf bestehende Planungen wird im Rahmen der Präsenzveranstaltung bei der Vorstellung des Projektes aufmerksam gemacht. Auch für die Online-Beteiligung werden diese aufbereitet und dargestellt. • Die Ergebnisse der Beteiligung werden im Rahmen der weiteren Planung berücksichtig und geprüft. Hierbei steht die Berücksichtigung sowie Abwägung der Interessen aller Verkehrsteilnehmenden im Mittelpunkt. 2.2 Vorfestlegungen (z.B. rechtlicher Rahmen, Beschlüsse, Eigentumsverhältnisse) • Der Bereich der Bonner Südstadt wurde vom Rat der Stadt Bonn in seiner Sitzung am 10.02.2022 (DS 212060) als Parkraumkonzept in der gesamtstädtischen Parkraumstrategie beschlossen und in seiner Sitzung am 03.07.2025 (DS 252883) 2025 in der Fortschreibung der Priorisierung als „in Planung befindlich“ bestätigt. • Im Rahmen des Beschlusses „Parken und Verkehr im Quartier verbessern“ vom 11.06.2024 (DS 240781) wurde zudem festgelegt, dass geprüft werden soll, ob durch ein Verkehrskonzept der ruhende und fließende Verkehr optimiert werden kann. Ziel ist der größtmögliche Erhalt von Parkständen bei gleichzeitiger Verkehrsberuhigung (bspw. durch Einbahnstraßenregelungen). Auch Sonderflächen (Wirtschaftsparkplätze, Lieferzonen etc.) sollen dabei berücksichtigt werden. • Im Beschluss Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 vom 04.09.2025 (DS 253259) wird die Aufwertung und Umgestaltung Am Neutor und Kaiserplatz anvisiert. Ein Verkehrsführungskonzept soll das städtebauliche Konzept unterstützen, z. B. durch die Vermeidung von Durchgangsverkehr. 2.3 Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume Die Ordnung des Parkraums sowie der öffentlichen Verkehrsflächen sowie die Verkehrsführung wurden noch nicht festgelegt. Die Ideen, Anregungen und Vorschläge der Bürger*innen werden im Rahmen der technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen geprüft. Über die damit im Zusammenhang stehenden Maßnahmen, die Planung, den Kostenrahmen und die Realisierung entsprechender Maßnahmen beschließt die BV Bonn. 2.4 Konfliktlagen Konflikte ergeben sich insbesondere in Form von unterschiedlichen Ansprüchen an den begrenzten Raum: Die Interessen und Bedarfe der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden sind unter Berücksichtigung der politischen und gesetzlichen Vorgaben sorgfältig abzuwägen.Seite 6 von 10 Beteiligungskonzept Quartierskonzept Südstadt Seite 5 von 8 06.03.2026 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 2.5 Ergebnissicherung Die Verwaltung sammelt die Hinweise und Anregungen aus dem Beteiligungsprozess. Hierbei wird sie durch das beauftragte Planungsbüro VIA eG unterstützt. Anschließend setzen sich diese mit den Eingaben der Bürger*innen auseinander und prüft die Hinweise und vorgeschlagenen Maßnahmen und Ideen auf ihren Nutzen und die Umsetzbarkeit. Die Anregungen fließen in die anstehende Konzepterstellung mit ein. 3 Festlegung Projektbeauftragte Stadtplanungsamt Abteilung für Mobilität und Verkehr Ansprechpartnerin: Martina Reece (61-3) | Tel. 0228 77 60160 | martina.reece@bonn.de 4 Auswahl und Ansprache der zu Beteiligenden / konkrete Zielgruppen Welche konkreten Zielgruppen sollen speziell angesprochen werden? • die Anwohnenden des Untersuchungsgebietes sowie • die dort ansässigen Gewerbetreibenden. Welche Maßnahmen werden zur barrierefreien Gestaltung des Prozesses ergriffen? • Online-Beteiligung und nach Möglichkeit barrierefreie/-arme analoge Beteiligungsmöglichkeiten (Vor-Ort-Veranstaltungen, ggf. aufsuchende Beteiligung) Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Einwohnerinnen und Einwohner – insbesondere die schwer zu erreichenden Zielgruppen – zur Mitwirkung zu ermutigen? • Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere. auch über Social Media • Schriftliche Einladung über Informationsbrief • öffentliche Bekanntmachungen, Pressemitteilungen • Newsletter von Bonn-macht-mit.de • Einbinden von Multiplikatoren (z. B. der Runde Tisch Kaiserplatz, IHK, Behindertengemeinschaft, ADFC, Innenstadtmanagement, Schulen) • Ggf. aufsuchende Beteiligung 5 Kinder- und Jugendbeteiligung 5.1 Findet eine Kinder- und Jugendbeteiligung statt? • Ja. 5.2 Welche Altersgruppen werden beteiligt? • Insbesondere Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren werden über die untenstehende Onlinebeteiligung und die Kontaktaufnahme der Schulen angesprochen. 5.3 Wie werden die Kinder und Jugendlichen angesprochen und beteiligt? • Es werden Schulen im Untersuchungsgebiet kontaktiert und gebeten an der Onlinebeteiligung über Bonn-macht-mit teilzunehmen.Seite 7 von 10 Beteiligungskonzept Quartierskonzept Südstadt Seite 6 von 8 06.03.2026 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) • Es wird mit Schulen Kontakt aufgenommen und bei vorhandener Bereitschaft mit den Jugendlichen in einem Vor-Ort-Termin (im Rahmen einer Schulstunde oder eines Workshops) über das Quartierskonzept zu sprechen und ihre Ideen und Anregungen aufzunehmen. • Bei einer ggf. stattfindenden aufsuchenden Beteiligung (Durchführung bei ausreichend zeitlichen und personellen Ressourcen) werden Jugendliche gezielt angesprochen. 6 Prozessplanung und -umsetzung 6.1 Beteiligungsprozess Die Beteiligung soll als zweistufiges Verfahren durchgeführt werden. Die erste Stufe der Beteiligung erfolgt nach der Bestandsaufnahme (Parkraum und Verkehrsführung) durch das Planungsbüro VIA eG. In dieser Stufe wird über das Projekt informiert und es werden die Anregungen und Ideen der Anwohnenden, der Gewerbetreibenden sowie weiterer interessierter Personen aufgenommen. Dies schließt eine Beteiligungsveranstaltung vor Ort, eine Online-Beteiligung (Beteiligungsplattform bonn- macht-mit.de), eine gezielte Kinder- und Jugendbeteiligung sowie ggf. eine aufsuchende Beteiligung mit ein. In der zweiten Stufe der Beteiligung wird nach der Vorstellung des Konzeptentwurfes in den politischen Gremien (in Form einer Beschlussvorlage), dieses der Bürgerschaft, den Gewerbetreibenden sowie weiteren interessierten Personen im Rahmen einer weiteren Beteiligungsveranstaltung vor Ort und auf bonn-macht-mit.de vorgestellt. Kleinere Anpassungen können noch vorgenommen werden. Anschließend erfolgt die Finalisierung des Konzeptes, das der BV Bonn daraufhin zum Beschluss vorgelegt wird. 6.2 Beteiligungsmethoden Welche Beteiligungsmethoden sollen voraussichtlich gewählt werden? Präsenzveranstaltung / Abendveranstaltung • Ende Q2/Anfang Q3 2026 findet eine Präsenzveranstaltungen statt: o Begrüßung im Plenum/Input zum Projekt/Sachstand o Diskussion an Thementischen (u. a. zur Verkehrsführung sowie der Parksituation) o Abschluss im Plenum/Kurzzusammenfassung der Kernergebnisse • Ende Q3/Anfang Q4 findet eine zweite Präsenzveranstaltung statt: o Begrüßung im Plenum und Vorstellung des Konzeptes o Aufnahme letzter Hinweise/Anregungen o Abschluss im Plenum Ggf. Aufsuchende Beteiligung (abhängig von den personellen und zeitlichen Ressourcen) • Ende Q2/Anfang Q3 finden sich Mitarbeitende des Stadtplanungsamts im Bereich des verkehrswichtigen Bonner Talwegs ein. Anwohnende sowie Besucher der ansässigen Geschäfte und Betriebe können sich hier über die Planung informieren und ihre Anregungen und Ideen einbringen. Onlinebeteiligung Das Beteiligungsverfahren wird auf der Beteiligungsplattform Bonn-macht-mit.de vorgestellt. Dort wird laufend über das Vorhaben informiert.Seite 8 von 10 Beteiligungskonzept Quartierskonzept Südstadt Seite 7 von 8 06.03.2026 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) • In der ersten Beteiligungsstufe wird eine digitale Karte des Untersuchungsgebietes zur Verfügung gestellt. Dort können die Teilnehmenden Markierungen an Orten einfügen, an denen Sie Anregungen zu den oben genannten Themen (Parkraumsituation/Verkehrsführung/alternative Mobilitätsangebote/Sonderflächen) mitteilen können. • In der zweiten Beteiligungsstufe wird der Konzeptentwurf ebenfalls auf Bonn-macht-mit.de zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmenden können letzte Hinweis und Anregungen zum Entwurf abgeben. Transparenz • Die Öffentlichkeit wird über Pressemitteilungen und das Internet über das Vorhaben und den Beteiligungsprozess informiert. 6.3 Zuständigkeiten Vorklärung von Verantwortlichkeiten, Zuständigkeiten und Rollen – Wie ist der Prozess der Bürgerbeteiligung in das kommunale Geschehen eingebettet? • Das Fachamt 61 benennt die*den Projektverantwortliche*n und koordiniert die Bürgerbeteiligung in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Planungsbüro VIA eG. • Die Stabsstelle Bürgerbeteiligung ist in die Planung und Durchführung der Beteiligungen wie beschrieben eingebunden. • Der Beirat Bürgerbeteiligung wird über den Prozess informiert. • Der Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Gremien werden bedarfsweise über Mitteilungsvorlagen informiert. 7 Umgang mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses Die Verwaltung setzt sich mit den Eingaben auseinander und prüft die Hinweise und vorgeschlagenen Maßnahmen und Ideen auf ihren Nutzen und die Umsetzbarkeit. Hierbei wird sie durch das beauftragte Planungsbüro VIA eG unterstützt. Eine zusammenfassende Dokumentation der Beteiligungsformate wird der Öffentlichkeit und der Politik zur Verfügung gestellt. Die Anregungen fließen in die anstehende Konzepterstellung mit ein. Der Beirat Bürgerbeteiligung, der Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung und der Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger werden in Form einer Mitteilungsvorlage über den Abschluss und die Ergebnisse des Beteiligungsverfahren informiert. 8 Dokumentation, Auswertung und Reflexion Die Verwaltung setzt sich mit den Eingaben auseinander und prüft die Hinweise und vorgeschlagenen Maßnahmen und Ideen auf ihren Nutzen (anhand der Projektziele) und die Umsetzbarkeit (wesentliche Kriterien sind: finanzielle und technische Machbarkeit). Hierbei wird sie durch das beauftragte Planungsbüro VIA eG unterstützt. Nach Abschluss der Beteiligung wird auf Bonn-macht- mit dokumentiert, wie mit den Vorschlägen verfahren wurde. Eine zusammenfassende Dokumentation der Beteiligungsformate wird der Öffentlichkeit und der Politik zur Verfügung gestellt. Die Anregungen fließen in die Konzepterstellung mit ein. 9 Zeitrahmen und Finanzierung • Beginn des Beteiligungsverfahrens: Ende Mai 2026 • Voraussichtlicher Abschluss: Ende Oktober 2026Seite 9 von 10 Beteiligungskonzept Quartierskonzept Südstadt Seite 8 von 8 06.03.2026 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) • Kosten der geplanten Beteiligung: Die konkreten Kosten können noch nicht benannt werden, ggf. kommen Kosten für die Raummieten auf die Stadtverwaltung zu. • Finanzierung: Für die Begleitung durch ein Planungsbüro und Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit stehen im Haushalt Mittel zur Verfügung.Seite 10 von 10
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