260423 · Mitteilungsvorlage
Kommunale Konferenz Alter und Pflege der Bundesstadt Bonn -Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025
Kerndaten
- Nummer
- 260423
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 18.03.2026
- Letzte Änderung
- 25.10.2026
Orte
- Dransdorf Hauptort
- Markt
- Bonn
Beratungsfolge
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 260423 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V Kommunale Konferenz Alter und Pflege der Bundesstadt Bonn -Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025 Beratungsfolge Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Senioren 14.04.2026 Kenntnisnahme Mitteilung: Gemäß § 8 Absatz 5 Alten- und Pflegegesetz Nordrhein-Westfalen (APG NRW) ist dem zuständigen Ministerium zum 31. Dezember eines jeden Jahres über die Ergebnisse der Beratungen der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege zu berichten. Vorab wird der Tätigkeitsbericht den Mitgliedern des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Gesundheit zur Kenntnisnahme vorgelegt. Bericht über die laufende Arbeit der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege: Die Kommunale Konferenz Alter und Pflege hat im vergangenen Jahr am 26. Mai 2025 sowie am 4. November 2025 getagt. Inhalte der Sitzung am 26. Mai 2025 waren: Aktuelles aus der Altenhilfe: • In der Fachstelle Alter und Pflege werden Ratsuchende trägerunabhängig von einem multiprofessionellen Team (Pflegefachkräfte, Sozialarbeiter, Verwaltungskräfte, eine Innenarchitektin) zu ambulanten, (teil-)stationären und ergänzenden Hilfen beraten. Mit der Einstellung eines zweiten Pflegeberaters Mitte Februar 2025 konnte das städtische Beratungsangebot erfreulicherweise nun nochmals personell verstärkt werden. • Im vergangenen Monat hat ein weiteres Fortbildungs- und Vernetzungstreffen der Anbietenden von niedrigschwelligen Leistungen nach der Anerkennungs- und Förderungsverordnung (AnFöVO) mit weit über 40 Teilnehmenden stattgefunden. Ebenso hat der Fachbereich zu einem zweiten Austausch der Ambulanten Dienste in Bonn eingeladen. Hier stand thematisch die gemeinsame Betrachtung im Fokus, ob von städtischer Seite etwas zur Unterstützung der ambulanten Dienste im Themenbereich „Anerkennung ausländischerSeite 1 von 6 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Berufsabschlüsse“ beigetragen werden kann, obwohl diese Thematik im Schwerpunkt natürlich unverändert im Zuständigkeitsbereich der Bezirksregierung liegt. Als Dialogpartnerinnen waren eine Kollegin des Amtes für Integration und Vielfalt sowie eine Mitarbeiterin von LernNet Bonn/Rhein-Sieg e.V. eingeladen. Trotz geringer Beteiligung ergab sich ein sehr guter Austausch, in dem einvernehmlich beschlossen wurde, dieses Thema im Herbst dieses Jahres nochmal im Rahmen eines weiteren Austauschtreffens anzubieten. • Auch die Thematik Demenz stand nochmal ganz explizit im Fokus: Im Rahmen der 25-Jahr-Feier der Alzheimer-Gesellschaft Bonn/Rhein-Sieg e.V. und dem von der Bürgerstiftung Rheinviertel ausgerichteten Demenztag haben zwei der Stadt über den Arbeitskreis Demenz eng verbundene, wichtige Bonner Akteure über Vorträge, Austausch und Öffentlichkeitsarbeit nochmal erfolgreich den Blick auf diese wichtige Thematik gelenkt. Bericht zum Behindertenpolitischen Teilhabeplan Bonn inklusiv – Teilhabeplan der Bundesstadt Bonn 2025 Der Behindertenpolitische Teilhabeplan für die Bundesstadt Bonn – „Bonn inklusiv“ genannt – wurde zunächst im Jahre 2011 vom Rat beschlossen. Er bildet seitdem die Basis für das Handeln der Stadt Bonn zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Der Rat hatte die Verwaltung auch beauftragt, den Plan kontinuierlich weiterzuentwickeln. Seit 2011 arbeiten alle Ämter und Organisations-Einheiten der Stadt Bonn an der Umsetzung der im Plan „Bonn Inklusiv“ verankerten Handlungsempfehlungen. Es hat sich aber gezeigt, dass sich die Handlungsempfehlungen aus 2011 zum Teil nicht oder nicht vollständig umsetzen ließen. Die Ausführung der Handlungsempfehlungen kam immer dann an ihre Grenzen, wenn es um Maßnahmen ging, für die die Stadt Bonn nicht originär zuständig ist oder die Stadt keine Möglichkeit der Einflussnahme hatte. Insgesamt war eine Evaluierung und Weiterentwicklung des Teilhabeplanes erforderlich. An der Weiterentwicklung waren beteiligt: Bürgerinnen und Bürger, Politik, die Behindertengemeinschaft Bonn e.V. als Behindertenbeauftragte, gesellschaftliche Akteure, Organisationen und Institutionen sowie die Stadtverwaltung. Die Ergebnisse einzelner Arbeitsgruppen wurden im Projektbeirat gebündelt und durch die Behindertenkoordination aufbereitet. Für verschiedene Lebensbereiche wurden neue Standards und Handlungsempfehlungen definiert. Die Lebensbereiche sind: Familie, Bildung, Arbeit, Wohnen, Teilnahme am kulturellen/gesellschaftlichen Leben, Gesundheit, Pflege, Barrierefreiheit im weitesten Sinne. Es gibt natürlich auch Lebensbereich übergreifende Themen. Insgesamt wurden 15 Standards, die stets mitgedacht werden müssen, und 81 Handlungsempfehlungen entwickelt, die umgesetzt werden sollen. Der Projektbeirat Behindertenpolitischer Teilhabeplan hat den Plan „Bonn Inklusiv“Seite 2 von 6 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) in seiner Sitzung am 25. März 2025 final beschlossen. Die Standards und Handlungsempfehlungen wurden mit den Verwaltungsbereichen, die für die künftige Umsetzung in Frage kommen, besprochen. Festgelegt wurde die Federführung für die Umsetzung und geklärt wurde die Frage, welche Ressourcen benötigt werden und in welcher Zeit eine Umsetzung möglich ist. Ein Teil der Handlungsempfehlungen ist ohne zusätzliche Ressourcen umsetzbar. In einigen Fällen kann mit der Umsetzung jedoch erst nach der Bereitstellung entsprechender Ressourcen begonnen werden. Der Teilhabeplan ist derzeit in Alltagssprache verfasst. Die Veröffentlichung des Teilhabeplans wird aber in Einfacher Sprache erfolgen. Die Übersetzung erfolgt durch die Geschäftsstelle Behindertenpolitischer Teilhabeplan in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten der Behindertengemeinschaft Bonn. Der Teilhabeplan ist aktuell in die politischen Gremien eingebracht worden und wurde durch den Rat in seiner Sitzung am 3. Juli 2025 beschlossen. Der Teilhabeplan ist wie folgt aufgebaut: Zu jedem Lebensbereich wird zunächst eine Vision formuliert. Danach folgen Standards für den betreffenden Lebensbereich. Danach folgen die einzelnen Handlungsempfehlungen. Diese sind wie folgt aufgebaut: Die Handlungsempfehlung als solche ist formuliert und das Ziel der Handlungsempfehlung ist dargestellt. Die Wirkungsmessung ab Umsetzung ist aufgeführt. Die Laufzeit ist angegeben und die benötigten Ressourcen sind aufgeführt (Personal, sonstiges). Die federführende Stelle ist angegeben. Das Werk umfasst 140 Seiten und ist über den Sitzungsdienst Allris abrufbar. Das bestehende Monitoring wird neu aufgestellt und von einer Gruppe von Expertinnen und Experten vorgenommen, die von der Behindertengemeinschaft ins Leben gerufen und koordiniert wird. Es ist vorgesehen, dass sowohl die Öffentlichkeit als auch die Politik kontinuierlich über die Umsetzung des Teilhabeplanes informiert werden. Außerdem ist vorgesehen, dass der Plan mindestens alle fünf Jahre weiterentwickelt wird. Vorstellung Ersatzneubau Haus Elisabeth (Seniorenzentren der Stadt Bonn) Der Ersatzneubau Haus Elisabeth wird mittels einer Präsentation vorgestellt. Vorstellung des Fördervereins der Sparkasse KölnBonn e.V. - #hiermitherz (Sparkasse KölnBonn) Der Förderverein der Sparkasse KölnBonn wird mittels einer Präsentation vorgestellt. Vorstellung des Erweiterungsprojektes WohnWerk (Mühlenbach eG) Das Erweiterungsprojekt WohnWerk wird seitens des Haus Mühlenbach vorgestellt. Aktuelles zur Arbeit des Kuratoriums der Stiftung Bonner Altenhilfe Aktuelles zur Arbeit des Kuratoriums wird dem Gremium vorgestellt. Verschiedenes Das Gesundheitsamt weist auf seinen Hitzeaktionsplan hin. Hierzu gibt es weitere und aktuelle Informationen auf https://www.bonn.de/.Seite 3 von 6 Seite 4Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Inhalte der Sitzung am 4. November 2025 waren: Bericht aus der Altenhilfe Rückblick Markt der Möglichkeiten 19. September 2025 Der Tag zeichnete sich wieder durch ein sehr gelungenes Miteinander aus, es gab noch zahlreichere positive Rückmeldungen als zum letzten Markt der Möglichkeiten. Da das begleitende Bühnenprogramm allgemein als sehr bereichernd und abwechslungsreich empfunden wurde, wird auch die Planung des Marktes der Möglichkeiten für das Jahr 2027 wieder eine Bühne vorsehen. Hinweis neuer Internetauftritt „Älter werden in Bonn“ Der Internetauftritt des Fachbereiches Alter und Pflege wurde neugestaltet. Unter www.bonn.de (Stichwort: Senioren) sind viele hilfreiche Informationen nun wesentlich bedienerfreundlicher verfügbar. Tätigkeitsbericht WTG-Behörde 2023/2024 Die Beratungs- und Prüfbehörde nach dem Wohn- und Teilhabegesetz NRW (WTG-Behörde) hat nach der Vorgabe des § 14 Wohn- und Teilhabegesetz NRW alle zwei Jahre einen Tätigkeitsbericht über ihre Arbeit zu erstellen, der den Gremien und Aufsichtsbehörden zur Kenntnis zu geben und anschließend zu veröffentlichen ist. Der aktuelle Bericht ist zwischenzeitlich online abrufbar https://www.bonn.de/medien-global/amt- 50/Taetigkeitsbericht-2023_2024.pdf und auch als Anlage beigefügt. Prüfergebnisse Weiterhin bestehen in den Bonner Einrichtungen in der überwiegenden Anzahl der Prüfkriterien keine Mängel, geringfügige Mängel werden vor Ort detailliert besprochen und meist umgehend abgestellt bzw. zeitnah aufgearbeitet. Die einzelnen Mängelinhalte sind gleichbleibend wie in den Vorjahren, hier handelt es sich um Mängel • im Medikamentenmanagement • in der Dokumentation • in Form der fehlenden Beratung bzw. vollständigen Umsetzung der Expertenstandards • bei der personellen Ausstattung. Bei Eingliederungshilfeeinrichtungen sind als häufigste Mängel eine unkonkrete Zielsetzung in Bezug auf die pädagogische Betreuung sowie wenig aussagekräftige Beschreibungen der täglichen Arbeit zu benennen. Beschwerden Die Beschwerdelage ist im Berichtszeitraum leicht gestiegen und ging einher mit einem Anstieg der als begründet festzustellenden Beschwerden. Diese steht nach hiesiger Ansicht jedoch auch in unmittelbarem Zusammenhang mit der steigenden Komplexität der eingehenden Beschwerden, die mittlerweile immer mehr kleine Teilaspekte umfassen. Im Zentrum der Beschwerden standen wie in den Vorjahren Mängel inSeite 4 von 6 Seite 5Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) der pflegerischen Versorgung und Betreuung sowie (empfundener) Personalmangel im Fokus. Thema Personalmangel Hier scheint sich die Situation erwartungsgemäß weiter zu verschärfen. Während sich im Berichtszeitraum 2021 / 2022 vier vollstationäre Einrichtungen aufgrund von Personalmangel einen freiwilligen Belegungsstopp auferlegten, betraf dies im aktuellen Zeitraum 2023 / 2024 nunmehr neun Einrichtungen. Hinzu kommen noch die vielen kleinen Stilllegungen von Zimmern oder sogar Wohnbereichen, die die Einrichtungen korrigierend ohne Einbindung der WTG-Behörde vorgenommen haben. Zu dem seit dem 1. Juli 2023 bundesweit geltenden neuen Personalbemessungsverfahren und der damit angestrebten Verbesserung der Personalsituation kann im Berichtszeitraum noch keine Aussage getroffen werden, da flächendeckend die einjährig Ausgebildeten noch fehlen. Fazit Die Bonner WTG-Behörde kann im Rahmen der ihr auferlegten behördlichen Qualitätssicherung eindeutig festhalten, dass auch weiterhin in der überwiegenden Anzahl der geprüften Einrichtungen eine gute Qualität in der Betreuung und Versorgung vorliegt. Frau Oepen freut sich über die Tatsache, dass die Mitarbeitenden der Bonner WTG-Behörde in diesen doch zunehmend für alle Beteiligten anspruchsvoller werdenden Zeiten und Rahmenbedingungen immer häufiger auch proaktiv von den Einrichtungen kontaktiert und um Rat gefragt werden. Zudem werden die allermeisten Beteiligten trotz situativ stressiger Prüfsituation als ausgesprochen aufgeschlossen, kooperativ und konstruktiv erlebt. Bericht zum Behindertenpolitischen Teilhabeplan Der Rat hat in seiner Sitzung am 3. Juli 2025 den Plan „Bonn Inklusiv“- Teilhabeplan der Stadt Bonn Version 2025 - beschlossen. Der Projektbeirat „Behindertenpolitischer Teilhabeplan“ bleibt als begleitendes Gremium bestehen. Vorstellung des Projektes Silbernetz e.V. Eine Vertreterin des Vereins Silbernetz e.V. stellt das Projekt im Rahmen einer Präsentation vor. Vorstellung des Berichtes Pflege und Alter in Bonn 2025 Die Stabsstelle stellt den Bericht Alter und Pflege in Bonn für das Jahr 2025 vor. Bericht aus der Abteilung wirtschaftliche Hilfen Der Fachbereich stellt den Bericht aus der Abteilung Wirtschaftliche Hilfen mittels einer Präsentation vor. Bericht über die Montagstiftung (Planungen auf dem Dransdorfer Berg) Die Planungen für das neue Wohnprojekt in der Alten Stadtgärtnerei werden mittels einer Präsentation vorgestellt.Seite 5 von 6 Seite 6Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Anlage/n KeineSeite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:12 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de