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260404 · Mitteilungsvorlage

Hochbaulicher Realisierungswettbewerb „Wohnbauliche Entwicklung Bereich Kommentalweg“ im Stadtbezirk Beuel, Ortsteil Vilich-Rheindorf - Ergebnis Wettbewerb

Nummer
260404
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
11.04.2026
Letzte Änderung
24.10.2026
  • Sankt Augustiner Straße Straße· Vilich, Beuel Hauptort
  • Kommentalweg Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • Niederkasseler Straße Straße· Schwarzrheindorf, Beuel
  • Am Köppekreuz Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • Mirecourtstraße Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • Rheindorfer Straße Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • F Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Vilich-Rheindorf Ortsteil· Beuel
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Rates 11.05.2026 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Denkmalschutz 17.06.2026 Kenntnisnahme
  3. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 29.04.2026 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
260404
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Hochbaulicher Realisierungswettbewerb
„Wohnbauliche Entwicklung Bereich
Kommentalweg“ im Stadtbezirk Beuel, Ortsteil
Vilich-Rheindorf - Ergebnis Wettbewerb
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Beuel 29.04.2026 Kenntnisnahme
Rat 07.05.2026 Kenntnisnahme
Ausschuss für Planen, Bauen und
Denkmalschutz
20.05.2026 Kenntnisnahme
Die Verwaltung teilt Folgendes mit:
Zwischen den Jahren 2008 und 2017 hat die Bonava Deutschland GmbH in
Bonn-Beuel an der Ecke Sankt Augustiner Straße (B 56) /Niederkasseler
Straße (L 16) die Wohnanlage „Stadttor Bonn Beuel“ mit 328 Wohnungen
entwickelt.
Als nördlicher städtebaulicher Abschluss des Neubauquartiers sollen an der
Niederkasseler Straße vier weitere Mehrfamilienhäuser mit ca. 50 bis 60
Wohneinheiten entstehen. Diese sollen zu 100 % als öffentlich geförderter
Wohnraum im EH-55-Standard realisiert werden (vgl. DS 253385).
Hierzu hat der Rat der Stadt Bonn in seiner Sitzung am 17.03.2022 die
Durchführung eines architektonischen Wettbewerbs beschlossen
(Drucksachennummer 200400-3).
Ziel dieses nichtoffenen hochbaulichen Realisierungswettbewerbs mit fünf
Teilnehmenden war die architektonische Ausformulierung der äußeren und
inneren Gestaltung, wirtschaftliche Fassadengestaltung mit einer
ansprechenden Anmutung und zweckmäßige, förderfähige Grundrisse für die
Menschen, die im neuen Ensemble leben werden.
In der Preisgerichtssitzung am 20. Februar 2026 überzeugte der Entwurf von
Prof. Peter Schmitz Architekten GmbH aus Köln die Jury, die sich aus
Fachpreisrichter*innen und politischen Vertreter*innen zusammensetzte. Der
Entwurf wurde einstimmig zum Sieger gekürt (vgl. Anlage).
Für die Entwicklung des Areals benötigt die Vorhabenträgerin städtische
Flächen, die in dem Entwurf überplant sind.Seite 1 von 5
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Auszug aus dem Protokoll:
„Die Arbeit hinterfragt die angedachte Geländemodellierung und entscheidet
sich dafür, die vorhandene Geländesituation aufzunehmen. Dies führt zu
weicheren und angemesseneren Übergängen in die Nachbarschaft,
insbesondere in der Abstufung der Häuser B und C zur gegenüberliegenden
Bestandsbebauung. Diese Herangehensweise erfüllt die Vorgaben zur
Höhenentwicklung im Verhältnis zur Nachbarschaft, auch ohne hier ein
Staffelgeschoss im baurechtlichen Sinn auszubilden.
Die neu geschaffene grüne Mitte wird durch eine Rückstaffelung der obersten
Gebäudegeschosse sowie einen bewussten Versprung in Haus B auf gut
nachvollziehbare Weise gestärkt.
[…]
Insgesamt ist eine hohe Wohnqualität zu erwarten. Im Vergleich bietet der
Entwurf die beste Flächeneffizienz und die meisten Wohnflächen. Der
Wohnungsmix gibt die Vorgaben sehr gut wieder.
Die Fassaden wirken offen und großzügig. Bodentiefe Fenster versprechen
eine gute Aufenthaltsqualität in den Innenräumen. Unterschiedliche
Putzstrukturen in geschossweisen Bändern gliedern die Gebäude in der Höhe.
Die Gesamtsprache ist einladend, was durch eine angenehme Gliederung der
Gebäudekörper unterstützt wird.
Insgesamt zeigt der Vorschlag einen hochattraktiven baulichen Abschluss des
Gesamtquartiers.“
Weiteres Vorgehen:
Nach Überarbeitung des Entwurfes hinsichtlich der Anregungen des
Preisgerichts, plant die Bonava Deutschland GmbH im Mai/Juni 2026 einen
Bauantrag für die Wohngebäude einzureichen.
Sobald der Kaufvertrag über die städtischen Grundstücke endverhandelt ist,
wird das Ergebnis daraus dem zuständigen politischen Gremium zur
Entscheidung vorgelegt.
Anlage/n
1 Siegerentwurf (öffentlich)Seite 2 von 5
WOHNBAULICHE ENTWICKLUNG KOMMENTALWEG
SITUATION
Das Baufeld im Bonner Stadtteil Beuel liegt zwischen Stadtteilzentrum und
Schule/“Dorfkern“, als Abschluss der Wohnbebauung „Stadtor Bonn-Beuel“. Auf
dem Grundstück wurde bei den vorbereitenden Erdarbeiten 2018 ein großes früh-
mittelalterliches Gräberfeld gefunden, das eine Überbauung dieser Bereiche aus-
schließt.
Aus diesem Grund wurde eine Bauvoranfrage gestellt, die diese Zwänge berück-
sichtigt. Der Entwurf sieht 4 unterschiedliche, 4-geschossige Baukörper vor, deren
Anordnung die Grabstätten freihält.
Der „Kommentalweg“ der von Nord nach Süd über das Grundstück verläuft wird
nun allerdings durch die Stellung der Baukörper unterbrochen. Er soll als fußläu-
fige Verbindung beibehalten werden.
MASSNAHME / KONZEPT
Die in der direkten Nachbarschaft vorherrschende heterogene Situation aus Stra-
ßenrandbebauung, Ein- und Mehrfamilienhäusern unterschiedlicher Bauart und
-form bietet den neuen Stadtbausteinen die Chance, sich als Bindeglied zwischen
diesen Strukturen zu etablieren und ein neues, qualitätsvolles Quartier zu bilden.
Der Entwurf orientiert sich von seinen Außenabmessungen und –grenzen an den
in der Bauvoranfrage festgelegten städtebaulichen Kanten, bietet aber darüber hi-
naus einen Mehrwert für die Organisation des Wohnquartiers und lässt deutlich
qualitätvolleren Grünraum zu.
Entgegen der Bauvoranfrage wurde auf ein aufwändiges und teures Aufschütten
des Geländes verzichtet. Das Konzept sieht eine Höhenstaffelung der Baukörper
entlang des natürlich gewachsenen Geländes vor, was die Entwässerungssituati-
on vereinfacht und keine Stützbauwerke und Geländemodellierungen zu Nachbar-
grundstücken notwendig macht.
STÄDTEBAU
Der städtebauliche Entwurf hat die Schaffung von hochwertigem Wohnraum mit
großer Aufenthaltsqualität zum Ziel.
Der Entwurf der Bauvoranfrage wurde dergestalt überarbeitet, dass sich 3 der 4
Baukörper um einen zentralen Platz, die „Grüne Mitte“, gruppieren. Diese bildet
das Herzstück des Quartiers und bietet den Bewohnern einen Freiraum zur Begeg-
nung und Dialog. Zur Stärkung dieses Gedankens staffeln sich die Gebäude in den
obersten Geschossen zurück und lassen so auch in der Silhouette den Entwurfsge-
danken erlebbar werden. Während die Gebäude zur Straße die angrenzende Stra-
ßenrandbebauung in Ihrer 4-Geschossigkeit fortführen, setzt der Quartiersinnen-
bereich auf eine verträgliche Maßstäblichkeit mit 3 Geschossen.
Die Gebäude, entweder als Punktgebäude oder kurze Riegel ausgebildet, werden
durch gezielte Kopf-Ausbildungen und Vor-/Rücksprünge gegliedert, sodass eine
kleinteilige, gut ablesbare Struktur geschaffen und die Adressbildung gestärkt
wird.
ERSCHLIESSUNG
Die Haupterschließung für den Fahrverkehr, Müllabfuhr und Feuerwehr erfolgt,
wie in der Bauvoranfrage vorgesehen, vom südlichen Wendehammer „Am Köppe-
kreuz“. Die Tiefgarage des Quartieres wird von der „Mirecourtstraße“ erschlossen.
Wichtiger Bestandteil der übergeordneten fußläufigen Wegeverbindung bildet
der „Kommentalweg“, der von Nord nach Süd über das Grundstück verläuft. Die-
ser verbindet, vom Verkehr der Niederkasseler Straße geschützt, die südlichen
Wohngebiete und in seiner Verlängerung das Stadtteilzentrum von Beuel mit der
Arnold-von-Wied Grundschule und dem „Dorfkern“ im Norden. Entlang seines
Weges befinden sich Orte der Begegnung als kleine „Perlen“ - wie ein Spielplatz,
das urban-gardening der bestehenden Wohnbebauung, die Frankengräber und die
neu geschaffene „Grüne Mitte“ des neuen Quartiers. Seine Bedeutung wird durch
den neu modellierten Verlauf, der zentral durch das neue Quartier hindurchführt,
gestärkt und fügt entlang seines geschwungenen Wegeverlaufs einen weiteren
Baustein hinzu.
GRÜNRAUM
Nördlich des Quartiers befindet sich ein Grünraum mit einem beachtlichen Baum-
bestand, dessen Qualitäten dem Quartier zugutekommen. Das Entwurfskonzept
bindet diesen mit ein und ermöglicht so eine durchgrünte, parkähnliche Grün-
struktur. Die Stellung der Baukörper als einzelne (Punkt-) Häuser schafft darüber
hinaus eine „Grüne Mitte“, die als zentraler Ort der Begegnung des Quartieres ein
qualitätsvolles Wohnen für die Bewohner bietet.
EINGANG HAUS BHAUS A EINGANG HAUS C QUARTIERSWEG
QUARTIERSWEGNIEDERKASSLER STR.
KOMMENTALWEG
LAGEPLAN M 1:500
ANSICHT NORD M 1:200
AUSGANGSSITUATION - BAUVORANFRAGE
KÖRNUNG - AKZENTUIERUNG
VISUALISIERUNG
GRÜNE MITTE
MÄANDER KOMMENTALWEG
SCHWARZPLAN O.M.
GRÜNE MITTE/
SPIELPLATZ
SCHULE /
"DORFKERN"
SPIELPLATZ /
WOHNGEBIET
STADTTEILZENTRUM
BONN-BEUEL
URBAN
GARDENINGSeite 3 von 5
WOHNBAULICHE ENTWICKLUNG KOMMENTALWEG
NIEDERKASSLER STR.
ZUWEGUNG HAUS A
BODENDENKMAL FRANKENGRÄBER
KOMMENTALWEG
RHEINDORFER STR. QUARTIERSWEG + ZUFAHRT TG HAUS C HAUS B
HAUS A
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F A H R R A D
3-Zimmer
ca. 69m²
3-Zimmer
ca. 69m²
4-Zimmer
ca. 87m²
5-Zimmer
ca. 102m² 4-Zimmer
ca. 91m²
2-Zimmer
ca. 54m²
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ca. 74m²
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ca. 45m²
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ca. 52m²
3-Zimmer
ca. 71m²
3-Zimmer
ca. 67m²
4-Zimmer
ca. 88m²
2-Zimmer
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ca. 45m²
53,50
ANSICHT SÜD M 1:200
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3-Zimmer
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4-Zimmer
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5-Zimmer
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2-Zimmer
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3-Zimmer
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2-Zimmer
ca. 45m²
2-Zimmer
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3-Zimmer
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3-Zimmer
ca. 67m²
4-Zimmer
ca. 88m²
2-Zimmer
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2-Zimmer
ca. 45m²
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GRÜNE MITTE/
SPIELPLATZ
SCHULE /
ZENTRUM
WOHNGEBIET
URBAN
GARDENING
Drehleiter Aufstellfläche
Handleiter Aufstellfläche
Feuerwehrdurchfahrt
WOHNUNGSMIX
2-Zi. WE: 18 Stk - 34%
3-Zi. WE: 17 Stk - 32%
4-Zi. WE: 13 Stk - 25%
5-Zi. WE: 05 Stk - 09%
53 Stk - 100%Gesamt:
GRUNDRISS REGELGESCHOSS M 1:200
GRUNDRISS ERDGESCHOSS M 1:200
GRÜNE MITTEQUARTIERSWEG
LANDSCHAFTSRAUM
QUERSCHNITT A-A M 1:200Seite 4 von 5
Seite 5 von 5

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Datenstand: 02.11.2026, 18:37 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de