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260354 · Dringlichkeitsantrag

Volt-Dringlichkeitsantrag: Aufarbeitung des IT-Ausfalls bei RegioIT am 3. März 2026

Nummer
260354
Art
Dringlichkeitsantrag
Veröffentlicht
04.03.2026
Letzte Änderung
25.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Einreichung erledigt · 04.03.2026
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 07.05.2026

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Rates 12.03.2026 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Rates 07.05.2026 Entscheidung federführend
  3. Sitzung des Ausschusses für Digitalisierung, Dienstleistung und Verwaltungsmodernisierung 05.05.2026 Empfehlung
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 76,5 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 260354-03 ST Volt-Dringlichkeitsantrag: Aufarbeitung des IT-Ausfalls bei RegioIT am 3. März 2026
  2. 260354-02 AA Änderungsantrag von CDU und SPD-Fraktion sowie der FDP-Gruppe: Aufarbeitung des IT-Ausfalls bei RegioIT am 3. März 2026 Antrag zur Vorlage 260354
  3. 260354-01 ST Volt-Dringlichkeitsantrag: Aufarbeitung des IT-Ausfalls bei RegioIT am 3. März 2026

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Dringlichkeitsantrag
öffentlich
260354
Antragsteller/in:
Volt-Gruppe im Rat der Stadt Bonn
Uwe Feddern
04.03.2026
Volt-Dringlichkeitsantrag: Aufarbeitung des IT-
Ausfalls bei RegioIT am 3. März 2026
Beratungsfolge
Rat 12.03.2026 Entscheidung
Begründung der Dringlichkeit:
Am 3. März 2026 kam es zu einem schwerwiegenden IT-Ausfall im
Rechenzentrum des Dienstleisters RegioIT in Aachen, der erhebliche
Auswirkungen auf die Verwaltungsarbeit der Stadt Bonn und zahlreicher
weiterer Kommunen in der Region hatte. Der Bürgerservice war zeitweise nicht
funktionsfähig, Termine mussten abgesagt werden und die E-Mail-
Kommunikation war unterbrochen. Hintergrund war nach
Unternehmensangaben vom 3. März 2026 ein nächtlicher Stromausfall, der
eine Kettenreaktion und technische Ausfälle im Rechenzentrum auslöste. Auch
die Notstromversorgung habe versagt.
Inhalt des Dringlichkeitsantrags
Der Bonner Stadtrat bittet die Verwaltung
um eine umfassende Aufarbeitung des IT-Ausfalls bei RegioIT am 3. März
2026 in Form eines Berichtes, der einerseits die Ursachen des Vorfalls
analysiert, andererseits aber vor allem davon ausgehend konkrete
Verbesserungsmaßnahmen aufführt, um künftig Vorfälle dieser Art zu
vermeiden.
Der Bericht sollte dabei auf folgende Aspekte eingehen:
1. Ursachen und Ablauf des Ausfalls
a. Welche genauen Ursachen hatte der Ausfall im Rechenzentrum
der RegioIT in Aachen in der Nacht zum 3. März 2026?
b. Um welche Uhrzeit begann der Ausfall, wann wurde er bemerkt,
und wann wurde die Stadtverwaltung Bonn darüber informiert?
c. Welche Dienste bzw. Services, die von der RegioIT für die Stadt
Bonn bereitgestellt werden, waren von dem Ausfall betroffen?
Welche standen weiterhin zur Verfügung und wie ist dies zu
erklären?
d. Wann genau wurden die Basisdienste wiederhergestellt? WannSeite 1 von 4
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war der vollständige Normalbetrieb wiederhergestellt?
e. Gab es Datenverluste oder Beschädigungen von Daten durch
den Ausfall? Wenn ja, in welchem Umfang?
2. Vertragliche Grundlagen und Verantwortlichkeiten
a. Welche vertraglichen Vereinbarungen bestehen zwischen der
Stadt Bonn und der RegioIT hinsichtlich Verfügbarkeit,
Ausfallsicherheit und Notfallmanagement?
b. Wurden vertragliche Service-Level-Agreements (SLAs) durch
den Ausfall verletzt? Wenn ja, welche Konsequenzen hat dies?
c. Welche Haftungs- und Schadensersatzregelungen greifen im
Fall eines solchen Ausfalls?
d. Wie wird die Einhaltung von Sicherheits- und
Verfügbarkeitsstandards seitens der Stadt überprüft und
kontrolliert?
3. Notfallmanagement und Krisenreaktion
a. Wie viele Termine mussten in der Stadt Bonn abgesagt werden?
Wie wird die Nachholung organisiert?
b. Konnten während des Ausfalls Ersatzlösungen genutzt werden,
um Verwaltungsleistungen auf anderem Wege zu erbringen?
c. Welche Lehren zieht die Stadtverwaltung aus der
Krisenkommunikation? Was hätte besser laufen können?
4. Technische Infrastruktur und Redundanzen
Welche Vorgaben macht die Stadt seinen Dienstleistern bezüglich
Hochverfügbarkeit kritischer Systeme?
5. Bisherige Sicherheitsmaßnahmen und -audits
a. Wann wurden zuletzt IT-Sicherheitsaudits bzw. Risikoanalysen
für die von der Stadt beauftragten Rechenzentren durchgeführt?
b. Welche Zertifizierungen (z.B. ISO 27001, BSI Standards) gelten
für die von der RegioIT bezogenen Services?
6. Geplante Verbesserungsmaßnahmen
a. Welche konkreten technischen Maßnahmen plant die RegioIT,
um die Ausfallsicherheit der Stromversorgung und
Notstromversorgung zu verbessern?Seite 2 von 4
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b. Welche organisatorischen Verbesserungen sind geplant (z.B. im
Notfallmanagement, Monitoring, Alarmierung)? Werden diese
Maßnahmen einer unabhängigen externen Überprüfung
unterzogen?
c. In welchem Zeitrahmen sollen diese Maßnahmen umgesetzt
werden?
d. Wie wird die Stadt Bonn als Auftraggeberin in die Planung und
Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen eingebunden?
7. Langfristige strategische Überlegungen
a. Plant die Stadtverwaltung zukünftig eine engere Steuerung der
Dienstleister? Wenn ja, inwiefern?
b. Welche Maßnahmen plant die Stadt, um ihre digitale
Souveränität und Resilienz zu stärken?
8. Finanzielle Auswirkungen
a. Welche direkten Kosten sind der Stadt Bonn durch den Ausfall
entstanden (z.B. Arbeitsausfall, Mehraufwand für
Nachholtermine)?
b. Welche indirekten Kosten werden geschätzt (z.B.
Reputationsschaden, Vertrauensverlust)?
9. Kommunikation und Transparenz
a. Wie plant die Stadtverwaltung, die Öffentlichkeit über die
Ergebnisse der Aufarbeitung und die geplanten Maßnahmen zu
informieren?
b. Wird ein öffentlicher Abschlussbericht zum Vorfall erstellt? Wenn
ja, wann ist dieser zu erwarten?
c. Wie wird sichergestellt, dass der Stadtrat und die Ausschüsse
für Digitalisierung, Dienstleistung und
Verwaltungsmodernisierung sowie Sicherheit, Ordnung und
Bevölkerungsschutz kontinuierlich über den Fortschritt der
Verbesserungsmaßnahmen informiert werden?
Die Verwaltung stellt den Bericht dem Stadtrat vor und steht für Rückfragen zur
Verfügung.
Begründung
Der in der Dringlichkeitsbegründung beschriebene Vorfall wirft grundsätzliche
Fragen zur Resilienz und Sicherheit der kommunalen IT-Infrastruktur auf. Die
Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch auf zuverlässigeSeite 3 von 4
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Verwaltungsdienstleistungen.
Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Gefahrenlage gewinnt die
Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen an Bedeutung. Der großflächige
Stromausfall zu Jahresbeginn in Berlin hat gezeigt, wie verwundbar moderne
Großstädte sind und welche Kettenreaktionen Ausfälle auslösen können.
Cyberangriffe auf öffentliche Einrichtungen, geopolitische Spannungen sowie
die Auswirkungen des Klimawandels auf die Energieversorgung stellen die
kommunale Infrastruktur vor neue Herausforderungen.
Der Ausfall am 3. März 2026 zeigt exemplarisch, wie schnell auch die Stadt
Bonn handlungsunfähig werden kann, wenn Redundanzen und Notfallkonzepte
versagen. Entsprechend muss die Absicherung der IT-Infrastruktur sowie
digitaler Verwaltungsdienstleistungen als elementare Bestandteile der
Daseinsvorsorge höchste Priorität haben.
Der Stadtrat bittet daher um umfassende Aufklärung und Darstellung der
geplanten Verbesserungsmaßnahmen. Dabei sollte nicht nur der konkrete
Vorfall bei der RegioIT im Fokus stehen, sondern auch die
gesamtgesellschaftliche Notwendigkeit, die Resilienz städtischer Infrastrukturen
zu stärken, mitgedacht werden.
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 22:23 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de