260146 · Beschlussvorlage
Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle: Bereitstellung weiterer investiver Mittel zur Aufstockung des Gesamtbudgets und Freigabe des Gesamtkostenrahmens zugunsten der Projektleitung
Kerndaten
- Nummer
- 260146
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 02.02.2026
- Letzte Änderung
- 25.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 260146 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn Dezernat: SGB Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle: Bereitstellung weiterer investiver Mittel zur Aufstockung des Gesamtbudgets und Freigabe des Gesamtkostenrahmens zugunsten der Projektleitung Beratungsfolge Rat 05.02.2026 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Für die laufende Abrechnung der eingehenden Rechnungen ist das im Haus- halt 2026 veranschlagte investive Baubudget in Höhe von EUR 3,0 Mio. bereits aufgebraucht. Damit stehen für die Begleichung weiterer Schlussrechnungen sowie für die Finanzierung der dargestellten Kostensteigerungen im Jahr 2026 derzeit keine ausreichenden Haushaltsmittel mehr zur Verfügung. Beschlussvorschlag Der überplanmäßigen Bereitstellung investiver Mittel in Höhe von EUR 6.046.400,25 einschließlich anteiliger Umsatzsteuer (inkl. einer Reserve von 10% vom Mehraufwand) zur Aufstockung des Gesamtbudgets und Freigabe des Gesamtkostenrahmens zugunsten der Projektleitung Beethovenhalle Bonn wird zugestimmt Begründung Die Notwendigkeit der oben genannten Budgeterhöhung ergibt sich aus Fol- genden Umständen: 1. Auflösung sämtlicher Rückstellungen Seit Mai 2025 stehen keine Rückstellungen mehr zur Verfügung.Seite 1 von 6 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Im August 2025 (Stand Projektbeirat 26.08.2025) beliefen sich die liqui- den Mittel noch auf 14,3 Mio. €, was zu diesem Zeitpunkt – angesichts des Baufortschritts – als ausreichend und angemessen eingeschätzt wurde. 2. Eintritt in die Schlussrechnungsphase Bei den aktuell vorliegenden Abrechnungen handelt es sich überwie- gend um Schlussrechnungen der Abrechnungsaufträge (Masse x Ein- heitspreis, wobei diese Massen erst zum Ende des Projektes bekannt sind). Diese Phase liefert erstmals belastbare Erkenntnisse über den tatsäch- lichen Kostenaufwand. Derzeit sind ca. 40 % der Schlussrechnungen abgerechnet; mit jedem weiteren Monat erhöht sich die Prognosesi- cherheit. 3. Neue Prognose In Vorbereitung auf die Kostenfeststellung wurde die Prognose vollstän- dig neu auf den Prüfstand gestellt. Im Ergebnis werden ca. 5.989.500,00 EURO netto zzgl. EUR 56.900,25 anteiliger Umsatzsteuer (inkl. einer Reserve von 10% vom Mehraufwand) Mehrbudget benötigt. 4. Erläuterung Das angemeldete Mehrbudget in Höhe von 5.989.500,00 € netto ergibt sich nicht aus einer Einzelmaßnahme, sondern aus einer Mischkalkula- tion auf Grundlage der bislang vorliegenden und geprüften Schluss- rechnungen sowie der noch ausstehenden Abrechnungen. Darin berücksichtigt sind insbesondere: • Seitens der beauftragten Objektüberwachungen wurde über den Projektverlauf hinweg prognostiziert, dass sich im Zuge der Schlussrechnungsphase Minderkosten ergeben würden. Diese Prognose hat sich überwiegend nicht bestätigt. Stattdessen sind in der aktuellen Schlussrechnungsphase zusätzliche Mehrauf- wände bekannt geworden. • Laufend unvollständige Leistungsverzeichnisse sowie erheblicheSeite 2 von 6 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Massenabweichungen machten zusätzliche Leistungen erforder- lich, die für die Vollständigkeit, Funktionsfähigkeit und Genehmi- gungsfähigkeit der Beethovenhalle zwingend notwendig waren. Nicht alle hieraus resultierenden Mehraufwendungen konnten über die ursprünglich vorhandenen Rückstellungen abgedeckt werden. Das tatsächliche Ausmaß dieser Mehrkosten hat sich erst im Zuge der Schlussrechnungsphase konkretisiert. • Im August 2025 standen noch 14,3 Mio. € liquide Mittel zur Ver- fügung, was für ein Großbauprojekt in diesem Bauzustand als sehr gut zu bewerten war. In den Monaten Oktober bis Dezem- ber 2025 lag der Fokus ausschließlich auf der Fertigstellung der Baustelle. Relevante Einsparmöglichkeiten bestanden nicht. In der Annahme, dass die verfügbaren liquiden Mittel ausreichen würden, wurden die zur Fertigstellung erforderlichen Leistungen umgesetzt. Hierzu zählten u. a.: • akustische Optimierungsmaßnahmen, • zusätzliche Anforderungen von Feuerwehren und Ge- nehmigungsbehörden, • notwendige technische Anpassungen der Bühnen- und Medientechnik (Update auf aktuellen Stand der Technik zur Sicherstellung der Kompatibilität), • archäologische Begleitung der Freianlagen aufgrund zuvor unbekannter neuer Funde. • Zusätzlich wurden Anforderungen des zukünftigen Be- treibers BonnCC umgesetzt. Die Übernahme der Beethovenhalle war an die Umsetzung dieser Anforde- rungen gekoppelt. Die Realisierung im Rahmen derSeite 3 von 6 Seite 4Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) laufenden Baumaßnahme war wirtschaftlicher als eine spätere Nachrüstung. Finanzielle Auswirkungen: Das bislang vom Rat freigegebene Gesamtbudget für die denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle Bonn beläuft sich auf EUR 224,3 Mio. einschließlich anteiliger Umsatzsteuer (Stand: Rat 8. Dezem- ber 2022). Mit der vorstehenden Bereitstellung weiterer Mittel zur Aufstockung des investiven Budgets erhöht sich das Gesamtbudget auf EUR 230,3 Mio. einschließlich anteiliger Umsatzsteuer (Vgl. Anlage 1). Dieser Betrag stellt die tatsächliche Belastung des Haushaltes dar. Im Haushalt 2026 sind investive Mittel in Höhe von EUR 3,0 Mio. veranschlagt. Die zusätzlichen benötigten Mittel (EUR 6. Mio.) sind in 2026 überplanmäßig bereitzustellen. Das sich hieraus ergebende investive und konsumtive Gesamtbudget von EUR 230,3 Mio. einschließlich anteiliger Umsatzsteuer wird zugunsten der Projektlei- tung freigegeben, so dass für dessen Verwendung im Rahmen des Projektes keine weiteren Budgetbeschlüsse erforderlich sind. Produktgruppe Produktgruppenbe- zeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.15.08 Beethovenhalle 1.15.08.03 Beethovenhalle, Eigentümer allge- mein (BgA) Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen 3.000.000 EUR 59000150810 10/ 78530 2026 6.046.400,25 EUR Gesamthaus- halt Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen Einzahlungen /Seite 4 von 6 Seite 5Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Erträge Haushaltsbelastung jährlich Anlage/n 1 Budgetentwicklung_BHB_Stand_30.1.2026 (öffentlich)Seite 5 von 6 II-1 Gesamthaushaltsbudget für die denkmalgerechte Instandsetzung und Stand: 30. Januar 2026 Modernisierung der Beethovenhalle Beschlüsse des Rates vom 7.4.2016 bis 8.12.2022 Rat DS-Nr.: Beschluss EUR Netto investiv Anteil Eigen- nutzung Anteilige USt. Netto zzgl. anteilige USt. 8.12.2022 Bisher freigegebenes Gesamtbudget (investiv) 218.680.398,00 2.651.723,04 221.332.121,04 137. 5.2.2026 260146 Bereitstellung weiterer investiver Mittel zur Aufstockung des Gesamtbudgets. 5.989.500,00 5% 56.900,25 6.046.400,25 Fortschreibung Gesamtbudget (investiv) 224.669.898,00 2.708.623,29 227.378.521,29 8.12.2022 Bisher freigegebenes Gesamtbudget (konsumtiv) 2.870.102,00 26.887,06 2.896.989,06 Gesamtkostenrahmen (investiv und konsumtiv) 227.540.000,00 2.735.510,35 230.275.510,35 Seite 1 von 1 # Dokumentenklasse A (öffentlich)Seite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:23 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de