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260140 · Mitteilungsvorlage

Bericht über Zusammenarbeit zwischen Theater Bonn und dem Jungen Theater Bonn der Spielzeit 2024/25

Nummer
260140
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
12.02.2026
Letzte Änderung
25.10.2026
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg Hauptort
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Kulturausschusses 26.03.2026 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
260140
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
46 Theater der Bundesstadt Bonn
Dezernat:
Dez. IV
Bericht über Zusammenarbeit zwischen Theater
Bonn und dem Jungen Theater Bonn der Spielzeit
2024/25
Beratungsfolge
Kulturausschuss 05.04.2026 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die zwischen dem Theater Bonn (TB) und dem Jungen Theater Bonn (JTB) seit
dem 01.08.2023 laufende engere Zusammenarbeit auf Basis des
Kooperationsvertrages wurde erfolgreich fortgesetzt und intensiviert.
1) Künstlerische, administrative und technische Unterstützung des JTB
Das JTB wird mit den Vertragsleistungen des TB weiter wirtschaftlich stabilisiert
und in die Lage versetzt, seine Arbeit qualitativ und quantitativ auf dem Niveau
der Vorjahre zu leisten und seinen Mitwirkenden dabei tarifkonforme Gehälter
zu zahlen. Ohne die Beiträge des TB in Form der vereinbarten Geld- und
Sachleistungen wäre das JTB sofort in seiner Existenz gefährdet.
2) Mitsprache des Generalintendanten des TB beim Spielplan des JTB
Die Intendanten Dr. Helmich und Seibert sind in permanentem Austausch zu
allen wesentlichen Fragen, auch zu allen geplanten neuen Stücken des JTB.
Die konkrete Absprache der Spielpläne fand wiederum zwischen dem
Schauspieldirektor Jens Groß und Moritz Seibert statt und verlief sehr
konstruktiv und freundschaftlich, wie die gesamte Kooperation.
3) Wichtiges kulturpolitisches Signal mit Strahlkraft
Während in Bonn die Überlegungen zur Zukunft der Kulturlandschaft und
insbesondere der städtischen Kultureinrichtungen gestartet oder intensiviert
wurden, wurde immer wieder auch sehr positiv auf das Kooperationsmodell
zwischen TB und JTB geblickt, das als innovativ und richtungsweisend im
Sinne einer besonders effizienten Verwendung öffentlicher Mittel durch die
Bündelung von Kräften und Talenten und die gemeinsame Nutzung von
Infrastruktur gilt.Seite 1 von 4
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
4) Erste große Koproduktion 'Spring Awakening' im April 2025
Das Musical 'Spring Awakening' nach Frank Wedekinds 'Frühlingserwachen'
war die erste große Koproduktion zwischen TB und JTB und hat im April 2025
auf der Bühne des JTB seine Bonn-Premiere gefeiert. Die zwölf jugendlichen
Hauptrollen wurden von einem jungen Ensemble übernommen, das teilweise
aus dem Jugendchor der Oper und teilweise aus dem Nachwuchsensemble
des JTB stammt. Die musikalische Leitung hat Ekaterina Klewitz übernommen,
Bernard Niemeyer führte Regie.
Auch hinter den Kulissen haben die Abteilungen der beiden Theater hier zum
ersten Mal intensiv künstlerisch an einem gemeinsamen Projekt
zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit lief völlig reibungslos und
freundschaftlich und wurde von allen Mitwirkenden als bereichernd empfunden.
‚Spring Awakening‘ hat bei der Premiere und bei allen weiteren Vorstellungen
das Publikum regelrecht begeistert und wurde regelmäßig mit ‚Standing
Ovations‘ belohnt. Auch die Presse schrieb sehr positiv über die Produktion. In
beiden Theatern war nach der Premiere der Stolz auf die gelungene Produktion
deutlich spürbar, und auch die Erkenntnis, hier gemeinsam etwas geschaffen
zu haben, was keiner der Partner alleine hätte schaffen können.
Aufgrund des großen Erfolges wurde die Spielzeit des Musicals nun bis Januar
2026 verlängert. Eine zweite große Koproduktion ist für April 2026 geplant
(siehe unter Punkt 9).
5) Schulkooperationen, Theaterpädagogik und intensivierte
Zusammenarbeit auch mit dem Theater Marabu
Auch die Kooperation mit dem Theater Marabu und die gemeinsamen
Aktivitäten mit dem BOB / PORTAL wurden erfolgreich fortgesetzt. Das Theater
Marabu hat mit finanzieller Unterstützung von TB das Stück SILENT CALLING
produziert und konnte damit auch die weggefallenen Mittel einer
Landesförderung kompensieren.
Die Spielpläne aller Akteure wurden aufeinander abgestimmt.
Gemeinsam veranstalten Portal, JTB und Theater Marabu darüber hinaus zwei
bis drei Veranstaltungen in jeder Spielzeit, die sich an Lehrerinnen und Lehrer
richten und denen die unterschiedlichen Spielpläne und theaterpädagogischen
Angebote nahegebracht werden sollen.
6) Nutzung der Werkstätten und der Fundi des TB
Das TB hat auch im zweiten Jahr der Kooperation für mehrere Stücke des JTB
die Ausstattung / das Bühnenbild zu erheblichen Teilen in seinen Werkstätten
gebaut. Kostüme und Requisiten wurden aus den Fundi des TB bereitgestellt.
Der Bau von Bühnenbildern wird gesondert vom TB in Rechnung gestellt und
läuft außerhalb der Förderung. Das TB stellt dem JTB außerdem bei BedarfSeite 2 von 4
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Gegenstände (Ausstattung oder Technik) aus seinen Fundi zur Verfügung.
7) Gemeinsame Kommunikation zwischen TB und JTB
Die Markenkommunikation von TB und JTB wurde in allen Publikationen und
Werbemitteln beider Häuser etabliert. Außerdem werden die
Spielplanangebote, print wie online, gegenseitig sichtbar gemacht, sodass die
Kooperation für die Öffentlichkeit deutlich erkennbar ist.
Das TB ist weiter in allen Spielplan- und Kursprogrammheften des JTB mit
mehrseitigen Anzeigen präsent. Das TB bewirbt das JTB im jährlichen Abo-
und Serviceheft und in der dem GA beigelegten Theaterzeitung mit sechs bis
sieben Ausgaben pro Saison. Die Marketingabteilungen sind eng vernetzt und
bewerben auch in ihren Newslettern und sozialen Medien regelmäßig aktuelle
Veranstaltungen des jeweiligen Kooperationspartners. Ebenso werden Events
wie das jährliche Theaterfest des TB gemeinschaftlich für Auftritte und die
jeweilige Öffentlichkeitsarbeit genutzt.
8) Finanzielle Unterstützung des TB an das JTB
Das TB leistet einen finanziellen Beitrag in Höhe von max. 450.000 € jährlich
als Geldleistung und zusätzliche Sachleistungen in Höhe von ca. 38.800 €
jährlich (insbes. Lagerfläche für Kulissen) an das JTB.
In der Spielzeit 2024/25 wurde die Gesamtsumme in Höhe von 450.000 €
seitens des JTB vom TB abgerufen.
Den Mittelabrufen liegen jeweils aktuelle Gewinn- und Verlustrechnungen des
JTB und Bestätigungen vor, dass die Mittel wirtschaftlich und sparsam
verwendet werden. Es wird dadurch auch sichergestellt, dass die vorrangig
einzusetzenden Fördermittel Dritter abgerufen wurden.
Die weiteren Sachkosten werden im Controlling erfasst, dies war aber zwischen
TB und JTB ausgeglichen (z.B. gegenseitige Werbung), sodass dies nicht
gegenseitig in Rechnung gestellt wurde.
Die Nutzung der Lagerflächen entspricht den zusagten Flächen und Beträgen.
9) Ausblick auf die weiteren Planungen:
Zukunftsprozess Bonner Bühnen
Im Rahmen des Zukunftsprozesses Bonner Bühnen wird zu überlegen sein,
wie die weitere Zusammenarbeit mit dem JTB über Spielzeit 2028/29 hinaus
ausgestaltet werden kann.
Theaterfest zum Spielzeitauftakt
Das JTB wurde an der Gestaltung des Theaterfestes, das diesmal am
13.09.2025 im und um das Schauspielhaus in Bad Godesberg stattgefundenSeite 3 von 4
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hat, umfangreich beteiligt. Das JTB hat Vorstellungen, öffentliche Proben und
verschiedene Workshops für Kinder und Jugendliche angeboten und
durchgeführt, und hat das Theaterfest über seine Medien und Kanäle
mitbeworben.
Zweite große Koproduktion 'Dear Evan Hansen' im Frühjahr 2026
Nach dem großen Erfolg von 'Spring Awakening' werden TB und JTB auch in
der Spielzeit 2025/26 ein großes Musical koproduzieren, nämlich ‚Dear Evan
Hansen‘, das am Broadway uraufgeführt und dort ebenso wie in London
triumphal gefeiert wurde. Nach der deutschsprachigen Erstaufführung in Fürth
wird die Bonner Inszenierung eine der ersten in deutscher Sprache sein.
Der Stoff eignet sich ideal, um die besonderen Stärken der ersten Koproduktion
weiterzuentwickeln. Im Ensemble und hinter den Kulissen werden die
besonderen Kompetenzen und Talente beider Häuser gebündelt, um diese
spannende, sehr emotionale und zugleich relevante Geschichte umzusetzen.
Aus der Sicht des Publikums schließt ‚Dear Evan Hansen‘ ebenso wie ‚Spring
Awakening‘ eine Lücke im Angebot beider Theater und richtet sich an ein
Publikum, das älter als das Stammpublikum des JTB ist, und jünger als das
Stammpublikum des TB.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 10:11 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de