260087-01 · Mitteilungsvorlage
Information über die Einleitung des Vergabeverfahrens zur Ausschreibung "Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners"
Kerndaten
- Nummer
- 260087-01
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 02.05.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Beratungsfolge
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 260087-02 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Information über die Einleitung des Vergabeverfahrens zur Ausschreibung "Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners" Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 19.05.2026 Kenntnisnahme Mitteilung In seiner Sitzung am 23.04.2026 hat der Finanzausschuss die Einleitung mit folgender Maßgabe ungeändert beschlossen: Der Beschluss erfolgt mit der Maßgabe, dass die Vorlage im Nachgang auch dem Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda zur Kenntnis gegeben wird. Die Verwaltung bittet die Mitglieder des AUKLA darum, die Vorlage DS 260087 zur Kenntnis zu nehmen. Der Einleitungsbeschluss war wie folgt begründet: Die erforderlichen Arbeiten zur Bekämpfung der Eichenprozessionsspinnerbestände sollen unmittelbar nach der Beschlussfassung ausgeschrieben und für 2026 und ein Folgejahr vergeben werden. Hintergrund: Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea L.) kommt an allen Eichen-Arten der Gattung Eiche vor. Neben den Fraßschäden liegt die eigentliche Schadwirkung des Eichenprozessionsspinners in den gesundheitlichen Auswirkungen der giftigen Raupenhaare auf den Menschen. Die Haare der Raupen führen beim Menschen zu Allergien. Gesundheitliche Beschwerden durch den Eichenprozessionsspinner können während des gesamten Jahres entstehen. Die Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners stellen eine akute gesundheitliche Gefährdung für Menschen dar. Ab dem drittenSeite 1 von 2 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Larvenstadium wachsen den Raupen sehr feine Brennhaare, die leicht brechen und bei günstiger Witterung durch Luftströmungen über weite Strecken getragen werden. Da die alten Larvenhäute nach der Häutung in den "Nestern bleiben", besitzen diese ebenfalls eine hohe Konzentration an Brennhaaren. Die akute Gefahr ist während der Raupenfraßzeit des Schädlings am größten. Alte Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners, ob am Baum haftend oder am Boden liegend, stellen eine anhaltende Gefahrenquelle dar. Da die Raupenhaare eine lange Haltbarkeit besitzen, reichern sie sich über mehrere Jahre in der Umgebung, besonders im Unterholz und im Bodenbewuchs, an. Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue allergische Reaktionen aus. Die bis zu 600.000 Brennhaare pro Raupe, können schwere Allergien und Schockreaktionen auslösen. Aufgrund dessen ist dies eine Pflichtaufgabe zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner-Raupen haben Widerhaken, sind hohl und enthalten als Brennsubstanz das lösliche Eiweiß Thaumetopoein. Ihre Reizwirkung an Hautstellen und an den Schleimhäuten ist mechanisch, da sie in die Haut eindringen. Die Raupen und Nester des Eichenprozessionsspinners werden daher mit speziellen Staubsauger abgesaugt. Das ist die einzige sinnvolle Methode die Kontamination mit den Brennhaaren im Baumumfeld zu reduzieren. Seit 1995 tritt der Schädling flächig in Massenvermehrung auf. Bei einmaligem Kahlfraß durch den Eichenprozessionsspinner verhindert die Regenerationskraft der Eichen Folgeschäden. Bei mehrjährig aufeinander folgendem starken Fraß wird die Vitalität geschwächt, die Disposition der Bäume gegenüber weiteren Schädlingen wie Mehltau oder Eichenprachtkäfer erhöht sich. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:16 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de