← Vorlagen

260087 · Beschlussvorlage: Einleitung

Einleitung des Vergabeverfahrens zur Ausschreibung "Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners"

Nummer
260087
Art
Beschlussvorlage: Einleitung
Veröffentlicht
12.03.2026
Letzte Änderung
25.10.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 23.04.2026 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 85,4 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 260087-01 Information über die Einleitung des Vergabeverfahrens zur Ausschreibung "Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners"

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (3.981 Zeichen)
Beschlussvorlage: Einleitung
öffentlich
260087
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Einleitung des Vergabeverfahrens zur
Ausschreibung "Bekämpfung des
Eichenprozessionsspinners"
Beratungsfolge
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
23.04.2026 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Der Einleitung des Vergabeverfahrens zur Ausschreibung "Bekämpfung des
Eichenprozessionsspinners“ wird zugestimmt.
Begründung
Die erforderlichen Arbeiten zur Bekämpfung der
Eichenprozessionsspinnerbestände sollen unmittelbar nach der
Beschlussfassung ausgeschrieben und für 2026 und ein Folgejahr vergeben
werden.
Hintergrund:
Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea L.) kommt an
allen Eichen-Arten der Gattung Eiche vor.
Neben den Fraßschäden liegt die eigentliche Schadwirkung des
Eichenprozessionsspinners in den gesundheitlichen Auswirkungen der giftigen
Raupenhaare auf den Menschen. Die Haare der Raupen führen beim
Menschen zu Allergien. Gesundheitliche Beschwerden durch den
Eichenprozessionsspinner können während des gesamten Jahres entstehen.
Die Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners stellen eine akute
gesundheitliche Gefährdung für Menschen dar. Ab dem dritten Larvenstadium
wachsen den Raupen sehr feine Brennhaare, die leicht brechen und bei
günstiger Witterung durch Luftströmungen über weite Strecken getragen
werden. Da die alten Larvenhäute nach der Häutung in den "Nestern bleiben",
besitzen diese ebenfalls eine hohe Konzentration an Brennhaaren.
Die akute Gefahr ist während der Raupenfraßzeit des Schädlings am größten.
Alte Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners, ob am Baum haftend oderSeite 1 von 3
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
am Boden liegend, stellen eine anhaltende Gefahrenquelle dar. Da die
Raupenhaare eine lange Haltbarkeit besitzen, reichern sie sich über mehrere
Jahre in der Umgebung, besonders im Unterholz und im Bodenbewuchs, an.
Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen
stets neue allergische Reaktionen aus.
Die bis zu 600.000 Brennhaare pro Raupe, können schwere Allergien und
Schockreaktionen auslösen. Aufgrund dessen ist dies eine Pflichtaufgabe zum
Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Die Brennhaare der
Eichenprozessionsspinner-Raupen haben Widerhaken, sind hohl und enthalten
als Brennsubstanz das lösliche Eiweiß Thaumetopoein. Ihre Reizwirkung an
Hautstellen und an den Schleimhäuten ist mechanisch, da sie in die Haut
eindringen. Die Raupen und Nester des Eichenprozessionsspinners werden
daher mit speziellen Staubsauger abgesaugt. Das ist die einzige sinnvolle
Methode die Kontamination mit den Brennhaaren im Baumumfeld zu
reduzieren.
Seit 1995 tritt der Schädling flächig in Massenvermehrung auf. Bei einmaligem
Kahlfraß durch den Eichenprozessionsspinner verhindert die
Regenerationskraft der Eichen Folgeschäden. Bei mehrjährig aufeinander
folgendem starken Fraß wird die Vitalität geschwächt, die Disposition der
Bäume gegenüber weiteren Schädlingen wie Mehltau oder Eichenprachtkäfer
erhöht sich.
Vergabeart
öffentlich offen (EU) 7 aufgeforderte Firmen
x beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem
Teilnahmewettbewerb
Freihändig bzw.
Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) Abweichung von der
vorgeschriebenen Vergabeart
Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto
x VOB UVgO VgV 01.05.2026 bis
30.04.2027
180000,00 €
Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto
(konsumtiv) /
Finanzposition
(investiv)
CO-Kontierung
(konsumtiv) /
Finanzstelle
(investiv)
1.13 Natur- und Landschaftspflege 521110 680010
Grünanlagen
680014
Kinderspielplatz
6804000 Schulen
6806600
Verkehrsgrün
6890008 Friedhöfe
Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von
Haushaltsresten
Mittel
ja nein ja nein freigegeben vorgesehenSeite 2 von 3
Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 23:13 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de