260039 · Mitteilungsvorlage
Auszeichnung des kommunalen Gesamtkonzepts Kulturelle Bildung 2025
Kerndaten
- Nummer
- 260039
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 03.03.2026
- Letzte Änderung
- 25.10.2026
Orte
- Beuel Hauptort
- Zoppoter Straße
- F
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
- Sitzung des Kulturausschusses Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage öffentlich 260039 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 41 Kulturamt Dezernat: Dez. IV Auszeichnung des kommunalen Gesamtkonzepts Kulturelle Bildung 2025 Beratungsfolge Kulturausschuss 26.03.2026 Kenntnisnahme Rat 07.05.2026 Kenntnisnahme Mitteilung: Entsprechend DS-Nr. 252614 hat das Kulturamt gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der städtischen Kulturinstitute und Akteurinnen und Akteuren der freien Kulturszene sowie unter Einbeziehung eines Begleitgremiums Verwaltung ein kommunales Gesamtkonzept kultureller Bildung erstellt. Dieses wurde bis zum 31. August 2025 beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) zum Wettbewerb „Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung 2025“ eingereicht und mit einem Preis ausgezeichnet. Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Die symbolische Übergabe des Preisgeldes durch die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Ina Brandes, an Oberbürgermeister Guido Déus hat am 16. Januar 2026 im Theater Marabu stattgefunden. Die Auszeichnung würdigt die konzeptionelle Arbeit der beteiligten Akteurinnen und Akteure und das gemeinsam entwickelte Verständnis von kultureller Bildung als zentrale Zukunftsaufgabe. Das Preisgeld trägt dazu bei, dass 15 konkrete Maßnahmen umgesetzt werden können. Hintergrund: Mit dem Gesamtkonzept liegt eine umfassende Analyse der bestehenden Strukturen, Angebote und Rahmenbedingungen der kulturellen Bildung in Bonn vor. Darauf aufbauend wurden strategische Ziele formuliert, Maßnahmen gebündelt und Verantwortlichkeiten definiert. Das Konzept schafft eine erste Grundlage für ein dauerhaftes, stadtweit abgestimmtes Vorgehen aller beteiligten Bereiche und stärkt die Verbindung zwischen Kultur, Bildung und Jugend nachhaltig. Das Gesamtkonzept verfolgt das Ziel, allen Bonner Kindern und Jugendlichen – unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund oder Bildungsweg – einen gleichberechtigten Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen. ZentraleSeite 1 von 74 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Anliegen sind dabei, die Sichtbarkeit und Wertschätzung für kulturelle Bildung in der Zivilgesellschaft zu stärken, die Vernetzung zwischen allen Akteuren und Akteurinnen der kulturellen Bildung auszubauen, Partizipation von Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, Kulturelle Bildung strukturell in Schule, Kita und OGS zu verankern und die Förderstrukturen breiter aufzustellen und wo möglich zu vereinfachen. Zum Erreichen dieser Ziele wurden fünfzehn Maßnahmen entwickelt: 1. Netzwerk von Akteurinnen und Akteuren, das sich regelmäßig in der Öffentlichkeit und gegenüber Bildungseinrichtungen gut sichtbar präsentier 2. Digitale interaktive Landkarte mit Angeboten kultureller Bildung 3. Regelmäßiges Vernetzungsformat für kulturelle Bildung 4. Kulturbeauftragte in Kitas, Schulen & OGS 5. Jurys werden, wo möglich, durch Kinder und Jugendliche ergänzt 6. Bewerbung des KulturPass des Bundes zur besseren Nutzbarmachung für Kinder und Jugendliche sowie für Anbieterinnen und Anbieter kultureller Bildung 7. Wiedererkennungswert durch einheitliche Grafik für kulturelle Bildung herstellen 8. Raumbörse und kostenloser Zugang zu Räumlichkeiten für Anbieterinnen und Anbieter kultureller Bildung 9. Antragsstellung und Verwendungsnachweise für städtische Förderungen einfacher und transparenter gestalten 10. Öffentlichkeitsarbeit für kulturelle Bildung 11. Arbeitspaket „Partizipation“ für Kitas, Schulen, OGS, Einrichtungen der offenen Jugendarbeit und Anbieterinnen und Anbieter kultureller Bildung 12. Pilotprojekt: „Kunst auf dem Pausenhof“ 13. Festes Kooperationsmodell zwischen Schulen/OGS/Kitas und Kulturanbieterinnen und -anbieter 14. Kinder- und Jugendbeteiligung im Jahr 2026 15. Durchführung eines stadtweiten Festivals Kulturelle Bildung (biennal) Die Maßnahmen des Konzepts lassen sich teilweise mit vorhandenen personellen Ressourcen umsetzen (z. B. digitale Landkarte wird als Urban Data Platform angelegt und vom Kulturamt gepflegt, Maßnahme 2). Mit dem Preisgeld des Landes NRW können darüber hinaus auch weitere Maßnahmen realisiert bzw. begonnen werden (z. B. Pilotprojekt „Kunst auf dem Pausenhof“, Maßnahme 12). Für die Umsetzung des Festivals (Maßnahme 15) werden weitere Drittmittel notwendig, die eingeworben werden sollen. Im Anschluss an die Prämierung kann nach frühestens zwei Jahren ein weiterentwickeltes Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2027 zum Wettbewerb eingereicht werden, um die Fortschritte der Maßnahmen zu untersuchen, Strukturen weiter auszubauen und neue Schwerpunkte zu setzen. Eine konkrete Planung ist, den Offenen Ganztag künftig stärker einzubeziehen und das Netzwerk dahingehend auszuweiten. In der Folge soll im Jahr 2027 mit dem Gesamtkonzept Kulturelle Bildung auch eine „Sonderzulage Ganztag“ beim Land NRW beantragt werden. - - - - - Die Verwaltung weist darauf hin, dass Projekte für die Folgejahre, dieSeite 2 von 74 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) finanzielle Auswirkungen entfalten, unter dem Vorbehalt der weiteren Prüfung im Rahmen des laufenden Projektes zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH-Planentwurfes 2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung stehen. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.04.01 Kulturelle Projekte 4104011 Kulturelle Projekte Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 15.000,00 74.1000 (10.000,00) 72.1000 (5.000,00) Einzahlungen / Erträge 15.000,00 61.1000 Haushaltsbelastung jährlich 0,0 Anlage/n 1 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 (öffentlich) 2 Anhang Gesamtkonzept Kulturelle Bildung (öffentlich)Seite 3 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025Seite 4 von 74 Teile des Prozesses wurden mit freundlicher Unterstützung der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW realisiert: Titelbild Das Titelbild ist eine Collage verschiedener Urheber*innen von der Plattform Pexels. Die Auflistung erfolgt von links nach rechts sowie von oben nach unten: 1. Ivan Samkov, 2. Anil Sharma, 3. Antoni Shkraba Studio, 4. bis 8. cottonbro studio, 9. Vanessa Loring. Dieser Bericht darf nur ungekürzt vervielfältigt werden. Eine Veröffentlichung bedarf der Genehmigung durch die Bundesstadt Bonn. Für Fragen und Anmerkungen zum Gesamtkonzept Kulturelle Bildung steht die Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung unter KulturelleBildung@Bonn.de gerne zur Verfügung. Bildnachweis: Titel Collage, Pexels (näheres siehe oben) Seite 4 Benjamin Westhoff, Bundesstadt Bonn Seite 5 Giacomo Zucca, Bundesstadt Bonn Seite 7 Giacomo Zucca, Bundesstadt Bonn Seite 8 links: ILT Education, rechts: Sascha Engst, Bundesstadt Bonn Seite 9 links: Monika Dietz, rechts: Lara Krahnke, Bundesstadt Bonn Seite 10 minhle17vn, Pexels Seite 11 yan krukov, Pexels Seite 13 Amt für Bodenmanagement und Geoinformation, Bundesstadt Bonn Seite 14 ron lach, Pexels Seite 15 yan krukov, Pexels Seite 16 Vlada Prisenko, Bundesstadt Bonn Seite 17 Nijuscha Nazif, Bundesstadt BonnSeite 5 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 | 3 Inhalt Grußwort von Oberbürgermeisterin Katja Dörner.............................................................. 4 Grußwort von Sport- und Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-Bönninger ................. 5 1. Einleitung .......................................................................................................................... 6 2. Besonderheiten und Rahmenbedingungen für kulturelle Bildung in Bonn .............. 6 3. Bestehende Angebote kultureller Bildung in Bonn: Ein Überblick ............................. 8 4. Aktueller Stand: Eine Bewertung ................................................................................12 5. Wegmarken: Bereits Erreichtes ....................................................................................14 6. Bonner Netzwerk Kulturelle Bildung............................................................................16 Kerngruppe .....................................................................................................................16 Begleitgremium Verwaltung ............................................................................................17 7. Auf dem weiteren Weg: Kommende Schritte ..............................................................18 Ziele ................................................................................................................................18 Maßnahmen ....................................................................................................................19 8. Fazit ..................................................................................................................................27Seite 6 von 74 4 | Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 Grußworte Grußwort von Oberbürgermeisterin Katja Dörner Liebe Kulturakteurinnen und -akteure, liebe Kinder und Jugendliche, liebe interessierte Bürgerinnen und Bürger, eine Stadt, die ihre Zukunft aktiv gestalten will, muss bei den Jüngsten beginnen. Kulturelle Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie eröffnet Kindern und Jugendlichen Räume, sich auszudrücken, eigene Potenziale zu entdecken und die Welt um sich herum aktiv mitzugestal- ten. Mit dem Gesamtkonzept Kulturelle Bildung verfolgt die Stadt Bonn einen wichtigen Schritt hin zu mehr Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit und kultureller Vielfalt. Das Konzept ist Ausdruck eines gemeinsamen Verständnisses davon, dass kulturelle Bildung in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen verankert sein muss – in ihren Schulen, Kitas, Freizeitorten und auch im öffentlichen Raum. Das Gesamtkonzept fügt sich hervorragend in das Selbstverständnis der Stadt Bonn als kinderfreundli- che Kommune, Learning City und engagierte Stadt im Sinne der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ein. Es steht im Einklang mit der Nachhaltigen Kulturstrategie der Stadt und leistet einen wesentlichen Beitrag zu hochwertiger Bildung (SDG 4), zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit (SDG 5), zu mehr Chancengleichheit (SDG 10) sowie zur Entwicklung lebendiger und nachhaltiger Städte und Gemeinden (SDG 11). Besonders freut es mich, dass dieses Konzept im engen Austausch mit vielen Akteur*innen aus Kultur, Bildung, Jugendhilfe und der Verwaltung und vor allem mit Blick auf die Perspektiven junger Menschen entstanden ist. Beteiligung ist nicht nur ein Ziel, sondern ein Prinzip dieses Konzeptes. Denn Kinder und Jugendliche wissen selbst am besten, was sie brauchen, um sich künstlerisch entfalten und Selbstwirk- samkeit erfahren zu können. Ich danke allen, die an diesem Konzept mitgewirkt haben, und wünsche uns allen, dass es ein lebendiger Impulsgeber ist – für konkrete Maßnahmen, neue Kooperationen und viele inspirierende kulturelle Bil- dungsprozesse in unserer Stadt. Gestalten wir gemeinsam eine Stadt, in der kulturelle Teilhabe für alle jungen Menschen selbstverständ- lich wird. Ihre Katja DörnerSeite 7 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 | 5 Grußwort von Sport- und Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-Bönninger Liebe Kulturakteurinnen und -akteure, liebe Mitwirkende aus Bildung, Jugendhilfe und Verwaltung, sehr geehrte Damen und Herren, kulturelle Bildung ist ein zentrales Handlungsfeld kultureller Stadtentwicklung. Sie eröffnet jungen Menschen kreative Ausdrucksformen, fördert persönliche Entwicklung und schafft gesellschaftliche Teilhabe. Kulturelle Bildung bereitet den Boden für Offenheit, Engagement, Partizipation und demokratische Prozesse. Mit dem Gesamtkonzept Kulturelle Bildung liegt nun eine gemeinsame Grundlage vor, die die unter- schiedlichen Perspektiven aus Kultur, Bildung, Jugendarbeit und Verwaltung zusammenführt. Es ist ein erstes Ergebnis eines von Kulturakteur*innen, Bildungseinrichtungen, Träger*innen der offenen Jugend- arbeit und der Verwaltung getragenen Prozesses. Dieser intensive und interdisziplinäre Austausch hat deutlich gemacht, wie groß die Bereitschaft ist, die kulturelle Bildung in Bonn gemeinsam weiterzuentwi- ckeln; dort gemeinsam weiterzumachen, wo bereits eine fruchtbare Grundlage besteht. Kulturelle Bildung beginnt nicht erst im Theater oder im Museum, sondern oft dort, wo Kinder erste Zu- gänge zur Kunst erhalten – beim Malen, Musizieren, Spielen oder im Dialog mit Künstler*innen. Umso wichtiger ist es, diese Zugänge niedrigschwellig, vielfältig und dauerhaft zu gestalten. Das Konzept be- nennt dafür konkrete Maßnahmen – von der besseren Verzahnung der Angebote über Förderstrukturen bis hin zur strukturellen Verankerung in Kita, Schule und Offenem Ganztag. Es zeigt, wie viel möglich ist, wenn kulturelle Verantwortung geteilt wird – von kommunalen Einrichtungen ebenso wie von freier Szene, Träger*innen und Fachkräften. Allen, die an der Erarbeitung dieses Konzepts beteiligt waren, gilt mein herzlicher Dank. Mit Ihrer Exper- tise, Ihrer Praxisnähe und Ihrem Engagement leisten Sie einen wesentlichen Beitrag zur Zukunft kulturel- ler Bildung in Bonn. Dieses Konzept ist ein wichtiges Fundament – und zugleich eine Einladung, kulturelle Bildung in Bonn weiterhin gemeinsam zu gestalten. Ihre Dr. Birgit Schneider-BönningerSeite 8 von 74 6 | Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 1.EINLEITUNG In Bonn wird kulturelle Bildung so verstanden, dass sich junge Menschen mit kulturellen Ausdrucksfor- men, Spiel und allen Kunstsparten beschäftigen und dadurch eigene Sichtweisen und Haltungen entwi- ckeln und zeigen. „Unsere Vision ist es, allen Kindern und Jugendlichen in Bonn einen niedrigschwelligen und viel- fältigen Einblick in die verschiedenen Kunstsparten zu ermöglichen. Darunter wird sowohl eigenes künstlerisches Arbeiten als auch der Besuch von Kultureinrichtungen verstanden. Kulturelle Bil- dung soll in den Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen stattfinden. Auf diese Weise soll jede junge Person in Bonn die Möglichkeit erhalten, Interessen und Fähigkeiten im Bereich der Künste zu entdecken, zu vertiefen und eigene Ideen umsetzen zu können.“ Kulturelle Bildung ist ein lebenslanger Prozess von zentraler gesellschaftlicher Relevanz. Eine systemati- sche Förderung setzt dabei zunächst bei der Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 21 Jahre an, da hier grundlegende kulturelle Kompetenzen entwickelt werden. Diese frühe Förderung entfaltet langfristige Wirkungen auf die individuelle Persönlichkeitsentwicklung sowie auf die kulturelle Teilhabe innerhalb der Gesellschaft. Perspektivisch könnte das Konzept jedoch über diese Altersgrenze hinaus erweitert werden, um auch die kulturelle Bildungslandschaft für Erwachsene und ältere Generati- onen gezielt weiterzuentwickeln. 2. BESONDERHEITEN UND RAHMENBEDINGUNGEN FÜR KULTURELLE BILDUNG IN BONN 1. Hohe Dichte an kulturellen Einrichtungen Bonn verfügt als ehemalige Bundeshauptstadt, gemessen an ihrer Größe mit 340.226 Einwohner*innen (Stand 01.01.2025), über ein sowohl qualitativ wie quantitativ herausragendes Angebot an Museen, Aus- stellungshäusern und Galerien. Mit seiner über 2.000 Jahre alten Geschichte, gilt Bonn als Kulturstadt. In allen künstlerischen Sparten hat sich ein vielfältiges, lebendiges und erfolgreiches Kulturleben entwi- ckelt. Es ist unter anderem von der Musik Beethovens, von Theatern und Videokunst geprägt. Diese Dichte an Häusern und Initiativen bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für kulturelle Bildung, erfordert jedoch gleichzeitig eine kontinuierliche Koordination und Vernetzung der Akteur*innen innerhalb der kulturellen Bildungslandschaft. 2. Beethoven-Stadt Bonn ist als Geburtsstadt Ludwig van Beethovens eng mit dem berühmten Komponisten verbunden. Diese besondere Geschichte prägt bis heute das kulturelle Leben der Stadt. Mit dem Beethoven-Haus, dem internationalen Beethovenfest, dem Beethoven Orchester Bonn und regelmäßigen Musikveranstal- tungen der freien Szene nimmt Musik in Bonn eine zentrale Rolle ein. Zahlreiche Einrichtungen und Initi- ativen sorgen dafür, dass die musikalische Tradition lebendig bleibt, was viele Anknüpfungspunkte für kulturelle Bildung bietet. 3. Großes Einzugsgebiet Bonn ist von 19 Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises umschlossen und hat daher einen gro- ßen regionalen Einzugsbereich. Zahlreiche Kinder und Jugendliche aus den benachbarten Städten und Gemeinden nehmen Bonner Bildungsangebote wahr. Diese räumliche Nähe zwischen Stadt und Umland stellt sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung dar, da die kulturellen Bildungsangebote über die Stadtgrenzen hinaus vernetzt werden müssen, um umfassende kulturelle Teilhabe zu gewährleisten.Seite 9 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 | 7 4. Internationale Ausrichtung Als Sitz zahlreicher internationaler Organisationen, wie der Vereinten Nationen (UN) und wichtiger globaler Unternehmen wie der Deutschen Telekom und der DHL Group, hat Bonn eine besonders vielfältige, multi- nationale Bevölkerung. Etwa 33,3 % (Stand 01.01.2025) der Bonner Bevölkerung haben keine deutsche Staatsangehörigkeit, neben der deutschen eine weitere Staatsangehörigkeit oder einen Migrationshinter- grund. Dies macht die Stadt zu einem einzigartigen Ort für interkulturelle Bildungsangebote. Die kulturelle Diversität Bonns ist eine wertvolle Ressource für die kulturelle Bildung und bietet zahlreiche Möglichkeiten für den interkulturellen Austausch und die Förderung von Toleranz, Integration und Demokratie. 5. Kinderfreundliche Kommune Bonn hat sich im November 2024 mit dem Beschluss des Aktionsplans Kinderfreundliche Kommune verpflichtet, die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf lokaler Ebene zu fördern und durch konkrete Maßnahmen umzusetzen. Im Rahmen dieses Aktionsplans, der insgesamt 20 Maßnahmen umfasst, wird die Stadt Bonn bis 2027 gezielt an der Stärkung der Kinder- und Jugendbeteiligung sowie an der Integra- tion der UN-Kinderrechtskonvention in alle relevanten Verwaltungshandlungen arbeiten. Die Stadt wurde für diesen Prozess mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet, was die Bedeutung der kindgerechten Ausgestaltung der städtischen Infrastruktur und Kulturangebote unterstreicht. Derzeit wird zudem ein Sozialbericht mit Fokus auf Kindern und Jugendlichen vorbereitet, der vor allem ihre sozi- alen Teilhabemöglichkeiten untersuchen soll. Die weiteren Bestrebungen im Bereich der kulturellen Bil- dung sollen auf den Ergebnissen des Sozialberichts aufbauen. 6. Nachhaltige Kulturstrategie Bonn verfolgt als UN-Stadt mit seiner vom Rat im Jahr 2024 verabschiedeten Nachhaltigen Kulturstrategie für die Bundesstadt Bonn 2035 das Ziel, den Fokus auf gemeinsame Handlungsräume zu lenken, Sparten- denken zu überwinden und konkrete Transformationshebel zu identifizieren. Die Strategie richtet sich gleichermaßen an große Kulturinstitutionen sowie an die freie Szene und setzt dabei auf die enge Zusam- menarbeit von Kultur, Sport, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürger*innen. Vernetzung und partizipatives Arbeiten stehen im Vordergrund, um nachhaltige Ziele effektiv zu verzahnen und die Umset- zung der „Agenda 2030“ der UN in Bonn zu beschleunigen. Bonn strebt mit der Unterzeichnung des „Call to Action“ für nachhaltige Kulturziele des Netzwerks Eurocities an, die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) zu erreichen und integriert diese in die kulturelle (Bildungs-)Arbeit. Damit ist Bonn eine von bislang 46 Städten, die sich für weniger CO2-Verbrauch und mehr Inklusion im Kulturbereich einsetzen. 7. Learning City Bonn Als Teil des UNESCO-Netzwerks der Lernenden Städte (Learning Cities) unterstützt Bonn seit 2020 le- benslanges und nachhaltiges Lernen. Die Idee einer inklusiven, demokratischen und zukunftsorientierten Lernstadt bietet wichtige Impulse für das Gesamtkonzept Kulturelle Bildung. Informelles Lernen, digitale Teilhabe und neue Bildungswege sollen gezielt gefördert werden. Dabei knüpft die Learning City Bonn auch an die im Jahr 2019 vom Rat beschlossene Bonner Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt an, die sich unter anderem gegen Kinderarmut und für mehr Teilhabechancen einsetzt. Das Gesamtkonzept Kulturel- le Bildung versteht sich als Beitrag zur Förderung sozialer Teilhabe und Geschlechtergerechtigkeit – Ziele, die auch im Rahmen der Learning City Bonn aktiv verfolgt und umgesetzt werden.Seite 10 von 74 8 | Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 3. BESTEHENDE ANGEBOTE KULTURELLER BILDUNG IN BONN: EIN ÜBERBLICK In Bonn gibt es bereits heute ein besonders reiches Feld an Akteur*innen der kulturellen Bildung – so- wohl auf städtischer Seite, als auch auf Seiten der freien Kulturszene und in Bildungseinrichtungen. Es wurden knapp 500 Akteur*innen kultureller Bildung auf Bonner Stadtgebiet ermittelt (Frühjahr 2025). Die nachfolgenden Beispiele sind nur ein Ausschnitt der unzähligen städtischen Angebote kultureller Bildung: Rheinisches Lesefest für Kinder und junge Erwachsene – Käpt‘n Book und Polylino Bonn – Alle lesen Das Rheinische Lesefest für Kinder und junge Erwachsene - Käpt‘n Book ist das größte Lesefestival für Kinder und Jugendliche im deutschsprachigen Raum. Die Zielgruppen sind Kinder und junge Erwachsene im Alter von 3 bis 18 Jahren. Durchgeführt wird das Projekt vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn zusam- men mit regionalen Kooperationspartner*innen. Mit dem stadtweiten kostenlosen Zugang für junge Bon- nerinnen und Bonner zur digitalen, mehrsprachigen Bibliothek Polylino Bonn – Alle lesen hat die Kommu- ne außerdem ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal in der frühen Leseförderung geschaffen. Polylino begeistert mit über 1.500 Bilderbüchern in 70 Sprachen sowie Gebärdensprache und macht damit Sprachförderung, Inklusion und kulturelle Vielfalt für alle Kinder erlebbar. ViM – Vorschulkinder ins Museum Für Vorschulkinder bietet das Programm ViM - Vorschulkinder ins Museum eine spannende Entdeckungs- tour durch das Kunstmuseum Bonn. In zehnwöchigen Kursen lernen die Kinder altersgerecht das Muse- um, seine Architektur und Kunstwerke kennen und entwickeln dabei ihre gestalterischen Fähigkeiten. PORTAL – Plattform Orchester und Theater für Alle Das Theater Bonn und das Beethoven Orchester Bonn haben sich beim Thema kultureller Bildung zusam- mengetan und PORTAL – Plattform Orchester und Theater für Alle ins Leben gerufen. Das zentrale Angebot ist hierbei das Schulklassen-Abo bzw. Wahl-Abo, das speziell für Schulklassen und Gruppen konzipiert wurde. Das Abo ermöglicht es den Schüler*innen, regelmäßig unterschiedliche Produktionen zu besu- chen und so ein vertieftes Verständnis für die verschiedenen Kunstformen Oper, Schauspiel und Orches- ter zu entwickeln. Portal – Inside Out Mit dem Programm Portal – Inside Out bringen Theater Bonn und Beethoven Orchester Bonn die faszinie- rende Welt der Bühnenkunst direkt in die Stadtteile, raus aus dem traditionellen Theaterraum und hinein in die Gemeinschaften. Dieses aufsuchende Projekt vertieft den Zugang zur Kunst und Kultur und macht die Angebote für alle zugänglich, unabhängig von Herkunft oder sozialen Voraussetzungen.Seite 11 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 | 9 Kulturelle Bildung in der freien Szene Die kulturelle Bildung in Bonn lebt von der Vielfalt und dem außergewöhnlichen Engagement der freien Szene. Zahlreiche freie Künstler*innen wirken täglich daran mit, Kindern, Jugendlichen und Familien kre- ative Erfahrungen zu ermöglichen. Ihre Angebote reichen unter anderem von Malerei, Zeichnung, Skulp- tur und Druckgrafik über Musik, Theater, Tanz und Zirkus bis hin zu Film, Radio, Podcast, kreativem Schreiben, Graffiti, Comics und Hörspielproduktionen. Doch nicht nur einzelne Künstler*innen prägen die Szene: Zahlreiche Ateliers, Kunstschulen, Keramik- und Nähwerkstätten, Buchhandlungen, Chöre, Bands, Orchester, Tanzensembles, Medienwerkstätten, Kulturzentren, Kinos, Zirkusschulen, Musikschulen, Literaturhäuser, Stiftungen sowie Kultur- und Kunst- vereine tragen maßgeblich zur kulturellen Bildungslandschaft bei. Auch Einrichtungen der offenen Jugendarbeit, Familienbildungsstätten, kirchliche öffentliche Büchereien sowie engagierte Initiativen bereichern das städtische Angebot auf vielfältige Weise. Museen bieten Workshops, Mitmachformate und Sonderprojekte, die kulturelle Teilhabe für alle ermöglichen – oft in Zusammenarbeit mit Schulen oder anderen Partner*innen. Die freie Theaterszene entwickelt innovative Bildungsformate und arbeitet eng mit dem städtischen Theater Bonn zusammen. Auch im Rahmen von Buchmessen, über das Literaturhaus oder durch zahlreiche Leseförderungsprojekte entstehen inspirie- rende Begegnungen mit Sprache und Geschichten. Viele dieser Bildungsangebote sind eingebettet in Landesprogramme wie Kultur und Schule NRW, Kultur- rucksack NRW, Kulturstrolche oder städtische Projekte wie Unsere Welt, unsere Visionen – erleben, entde- cken, verändern. Sie alle ermöglichen jungen Menschen unabhängig von Herkunft oder Bildungsstand kreative Erfahrungen, fördern Ausdrucksfähigkeit, Selbstbewusstsein und Teilhabe. Ohne die Ideen, die Leidenschaft und das Engagement der vielen freien Akteur*innen wäre die kulturelle Bildung in Bonn nicht das, was sie ist: bunt, zugänglich, vielstimmig, inspirierend.Seite 12 von 74 10 | Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 Kurzübersicht der Akteur*innen kultureller Bildung in Bonn Amt für Kinder, Jugend und Familie Fachberatung Medienpädagogik: MakeCityBonn, Code Week, Workshops bei Digital@School, und mehr Internationale Begegnungsstätte: Sprach-Kultur-Ferien, Leseclubs, Ferienaktionen und mehr Jugendpflege: Nachtfrequenz Kulturamt Allgemeine Kulturarbeit: Rheinisches Lesefest für Kinder und junge Erwachsene - Käpt´n Book, Kultur und Schule NRW, Kulturrucksack NRW, Kulturstrolche, Unsere Welt, unsere Visionen - entdecken, erleben verändern Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum: Führungen, Workshops, Rundgänge Ludwig-van-Beethoven-Musikschule: Unterricht in allen gängigen Instrumental- und Ensemblefächern, der elementaren Musikpraxis sowie Unterrichtsangebote in Zusammen- arbeit mit Kitas und Schulen u.a. im Rahmen des NRW-Bildungsprogramms JeKits und des Bonner OGS-Modells Stadtarchiv: Einführungen in das Bonner Stadtarchiv, Recherche, Quellenkunde, Magazinführungen Stadtmuseum: Führungen, Workshops, Rundgänge, Schulmuseum Kunstmuseum Gem-Einsam Atelier am Sonntag Inklusive Ferienwerkstatt Kunst + Spiele Malatelier 1-2 ViM - Vorschulkinder ins Museum Schulamt Inklusionsbüro: Polylino Bonn - Alle lesen Medienzentrum: BONNEUM, 3D-Druck, und mehr Regionales Bildungsbüro: Bonner Museumscurriculum Sozialarbeit an Schulen Stadtbüro Offene Ganztagsschule Stadtbibliothek Bonn Sommerleseclub MINT-Vorleseaktionen Bilderbuchkino für Kita-Kinder Bibliotheksführungen für Schulklassen Vorlesepat*innen Bastelnachmittage Autor*innenlesungen Medienkisten/-kofferSeite 13 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 | 11 Freie Szene Ateliers Bands Buchhandlungen Buchmesse Chöre Einrichtungen der offenen Jugendarbeit Familienbildungsstätten Freie Künster*innen Keramikwerkstätten Kinos Kirchliche öffentliche Büchereien Kulturvereine Kulturzentren Kunstschulen Kunstvereine Medienwerkstätten Museen Musikschulen und Musiklehrer*innen Nähwerkstätten Literaturhaus & -büro Orchester Stiftungen Tanzensembles Tanzschulen Theater Vereine Bildungseinrichtungen 65 städtische Kindertageseinrichtungen und Familienzentren 147 Kindertageseinrichtungen in freier Trägerschaft 52 Grundschulen mit offenem Ganztag in freier bzw. städtischer Trägerschaft 8 Förderschulen 2 Waldorfschulen 5 Gesamtschulen 4 Hauptschulen 8 Realschulen 20 Gymnasien 5 Berufskollegs 2 Weiterbildungskollegs Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Theater Bonn und Beethoven Orchester Bonn PORTAL - Plattform Orchester und Theater für Alle Kinder- und Jugendchor Jugendclub Festival Bonner Schulkultur Jugendkonzert b+ Probe on Tour und mehrSeite 14 von 74 12 | Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 4. AKTUELLER STAND: EINE BEWERTUNG Die kulturelle Bildungslandschaft in Bonn ist durch ein heterogenes Gefüge vielfältiger Angebote und Akteur*innen geprägt. Gleichwohl zeigen sich bei näherer Betrachtung strukturelle Defizite, die einer flächendeckenden, chancengerechten und nachhaltigen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen entge- genstehen. Im Rahmen einer aktuellen Erhebung sowie einer raumbezogenen Analyse konnten mehrere zentrale Problemlagen identifiziert werden. Mangel an systematischer Erfassung und Transparenz Ein zentrales strukturelles Defizit liegt in der fehlenden Aktualisierung und Darstellung vorhandener An- gebotsstrukturen. Die letzte öffentliche und umfassende Erhebung zu Angeboten kultureller Bildung in Bonn fand im Jahr 2010 statt. Seitdem wurde keine fortlaufende oder koordinierte Datensammlung mehr vorgenommen. Vernetzung und Ressourcen Die Rückmeldungen aus einer unter den Akteur*innen kultureller Bildung durchgeführten Umfrage wei- sen den Wunsch nach stärkerer Vernetzung, fachlichem Austausch und Unterstützung auf. Es fehlt so- wohl an einer Vernetzung untereinander als auch mit den Bildungseinrichtungen. Zudem werden Res- sourcenfragen – insbesondere im finanziellen und personellen Bereich – als Herausforderung für die langfristige Angebotsplanung benannt. Abbildung 1: Ergebnisse der Umfrage unter allen Akteur*innen kultureller Bildung 2025 Ungleichverteilung und eingeschränkte Teilhabechancen Mittels einer eigens erstellten kartografischen Analyse wurde die räumliche Verteilung kultureller Bil- dungsangebote in Relation zur demografischen Verteilung der Zielgruppe – Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis einschließlich 21 Jahre – visualisiert. Diese zeigt, dass einige Stadtbezirke – insbesonde- re mit hohem Anteil junger Menschen – derzeit unterdurchschnittlich versorgt sind und somit nicht alle Kinder und Jugendliche mit Angeboten kultureller Bildung erreicht werden. Darüber hinaus wurde im Untersuchungsprozess deutlich, dass Kulturangebote Kinder und Jugendliche oft nicht erreichen, da ihre Perspektiven bislang nicht ausreichend berücksichtigt werden. Bildungsferne Familien finden nur unzu- reichend Zugang, nicht zuletzt aufgrund finanzieller, sprachlicher und weiterer struktureller Hürden. Abbildung 2: Ergebnisse der Umfrage unter allen Akteur*innen kultureller Bildung 2025 Es fällt mir leicht, eine Finanzierung kultureller Bildungsangebote zu sichern. stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu 60 40 20 0 Angebote erreichen alle Kinder und Jugendlichen stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu 60 40 20 0Seite 15 von 74 Seite 16 von 74 14 | Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 5. WEGMARKEN: BEREITS ERREICHTES Trotz zahlreicher bestehender Formate zur allgemeinen Förderung der Kultur (Informations- und Vernet- zungsveranstaltungen, finanzielle Förderung etc.) fehlt bislang eine spezifische und systematische Aus- richtung auf den Bereich der kulturellen Bildung. Mit dem Gesamtkonzept wird dieser bisher unverbunde- ne Bereich nun erstmals strategisch erfasst, strukturell gestärkt und nachhaltig verankert. Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung Im Jahr 2024 wurde im Kulturamt der Bundesstadt Bonn eine neue Koordinierungsstelle Kulturelle Bil- dung eingerichtet (0,6 VZÄ). Sie bündelt Aktivitäten, vernetzt und informiert Akteur*innen und sorgt für die Entwicklung des Gesamtkonzepts und die Weiterentwicklung der Landschaft kultureller Bildung in Bonn. Die zuständige Mitarbeiterin hat von Februar bis Mai 2025 die Fortbildung Die Fäden in der Hand der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW absolviert. Kick-Off-Treffen „Kulturelle Bildung in Bonn“ Das Kulturamt der Stadt Bonn hat am 1. April 2025 alle interessierten Bonner Künstler*innen sowie Vertreter*innen von Kultureinrichtungen, Schulen, Kindertagesstätten und Jugendzentren zu einem digi- talen Kick-Off-Treffen Kulturelle Bildung in Bonn eingeladen. An der Kick-Off-Veranstaltung haben ca. 160 Personen teilgenommen. Im Anschluss konnten alle Beteiligten ihre Perspektive in einer Umfrage einbrin- gen. Die Umfrage wurde von 121 Personen vollständig ausgefüllt. Einbeziehung Kulturausschuss, Rat und kulturpolitische Sprecher*innen Kulturausschuss und Rat wurden mit einer Mitteilungsvorlage über das geplante Gesamtkonzept Kulturel- le Bildung informiert und auch in weitere Entwicklungen wie das Kick-Off-Treffen involviert. Das Vorgehen stößt auch bei der Politik auf Wertschätzung. Über die Umsetzung der Maßnahmen sowie weitere Aktivi- täten wird die Politik fortlaufend informiert. Sichtbarkeit und Zugänglichkeit Die Webseite Kulturelle Bildung der Stadt Bonn wurde überarbeitet sowie mit detaillierten Kontaktinfor- mationen ergänzt. Das Gesamtkonzept Kulturelle Bildung lässt sich ebenfalls auf dieser Webseite finden und auch weitere Maßnahmen zur besseren Sichtbarkeit, wie die Landkarte für kulturelle Bildung (siehe Kapitel 7 Maßnahmen), werden zukünftig dort platziert. Neues Förderprojekt: „Unsere Welt, unsere Visionen – entdecken, erleben, verändern“ Seit 2025 bietet das dreijährige Kooperationsprojekt zwischen Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis interdis- ziplinäre Kreativ-Workshops für 8- bis 21-Jährige an. Inhaltlich basieren sie auf den Nachhaltigkeitszielen der UN. Die jährlich wechselnden Schwerpunkte fördern das kreative Bewusstsein für gesellschaftlichen Wandel. Angeleitet werden die vollständig kostenfreien Workshops von Künstler*innen und Kulturpädagog*innen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.Seite 17 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 | 15 Unterstützung beim Förderprogramm „Kukita NRW“ Das Kulturamt der Bundesstadt Bonn unterstützt seit 2025 aktiv das Förderprogramm Kukita NRW – Künstlerinnen und Künstler in die Kita. Es berät nun Bonner Kitas bei der Vernetzung mit Künstler*innen und stellt den Kontakt zur Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW her, um kulturelle Bildung im frühkindli- chen Bereich nachhaltig zu stärken. Kinder- und Jugendschutz im Kulturamt Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat oberste Priorität. Für geförderte Projekte mit jungen Teil- nehmenden ist bereits seit geraumer Zeit die jährliche Vorlage erweiterter Führungszeugnisse bei Einzelkünstler*innen verpflichtend. Träger*innen schließen wiederum Vereinbarungen mit dem Jugend- amt der Bundesstadt Bonn. Zudem arbeitet das Kulturamt derzeit an der Einbindung diskriminierungs- sensibler Standards, einem Schulungskonzept sowie klaren Handlungsleitfäden zur Prävention und zur Intervention im Ernstfall. Einführung eines Newsletters für kulturelle Bildung Die Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung im Kulturamt startet einen regelmäßigen Newsletter, um ak- tuelle Informationen, Veranstaltungen und Fördermöglichkeiten im Bereich kulturelle Bildung zu bündeln. Ziel ist es, Akteur*innen zu informieren und zu vernetzen, Sichtbarkeit zu erhöhen und den fachlichen Austausch zu stärken. Einrichtung einer Fördermitteldatenbank Das Kulturamt baut eine interne Fördermitteldatenbank auf, die gezielt Informationen zu Förderprogram- men sammelt. Diese dient als Grundlage für eine fundierte, strukturierte Förderberatung nach außen und soll Einrichtungen und Träger*innen bei der Antragstellung nachhaltig unterstützen. Netzwerkbildung Das neu gebildete Netzwerk Kultureller Bildung besteht im Wesentlichen aus der Kerngruppe und dem Begleitgremium Verwaltung. Gleichwohl werden alle Akteur*innen kultureller Bildung – darunter Stadt- verwaltung, Kultureinrichtungen, Künstler*innen, Schulen, Kindertageseinrichtungen sowie die Kinder und Jugendlichen selbst – als integrale Bestandteile des Netzwerks Kultureller Bildung verstanden, deren Meinungen und Ideen maßgeblich für den Prozess sind. Netzwerk Kultureller BildungAkteur*innen Kultureller Bildung Netzwerk Kultureller Bildung Netzwerk Kultureller BildungSeite 18 von 74 16 | Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 Mitglieder der Kerngruppe: Dr. Anna-Lisa Langhoff, Kulturamt Bonn, Abteilungsleiterin Allgemeine Kulturarbeit Alina Meyer, Internationale Begegnungsstätte, Leiterin Dr. Sabina Leßmann, Kunstmuseum Bonn, Kuratorin für Bildung und Vermittlung Theresa Mürmann, Stadtbibliothek, Leiterin der Kinder- und Jugendbibliothek Rose Bartmer, Theater Bonn, Direktorin für Vermittlung, Diversität und Transformation Karin Burchartz / Kathrin Fiebiger, Derletalschule Förderschule, stellv. Schulleitung Jonas Rennoch, Elisabeth-Selbert-Gesamtschule, Lehrer Johannes Bildstein, Gemeinschaftsgrundschule Marktschule, stellv. Schulleiter Bärbel Jakob, Integrierte Gesamtschule Beuel, Lehrerin Ermelinda Nobre-Sindel, Kita/Familienzentrum Zoppoter Str., stellv. Leiterin Florian Birkenstock, Haus der Jugend, Leiter Fabian Simons, Jugendhaus Brücke, pädagogische Mitarbeit Miguel Nadalet, Jugendkulturplattform „Die Kulturstation“, Leitung Sidika Kordes, Bildende Künstlerin Rafaële Giovanola, CocoonDance Valentin Scholz, Filmemacher, Videoproduzent, Content Creator Dorothee Irnich-Eßer (Leiterin) / Lisa Morfeld / Lukas Thein, Jugendkunstschule im artefact Vivien Musweiler / Marguerite Windblut, Theater Marabu, Theatervermittlung Felix Bresser, Woki Bonn, Kinoleiter Hasan Alo, Jugendlicher, Schauspieler German Maier, Jugendlicher, Musiker Valentina Lamparter, Jugendliche, Schauspielerin Theater Marabu Konzeption und Moderation: Lara Krahnke, Kulturamt, Koordinierungs- stelle Kulturelle Bildung 6. BONNER NETZWERK KULTURELLE BILDUNG Kerngruppe Die Kerngruppe des Netzwerks Kulturelle Bildung setzt sich aus Vertreter*innen städtischer und freier Kultureinrichtungen, freischaffender Künstler*innen, Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendar- beit, Kindertageseinrichtungen, Schulen unterschiedlicher Schulformen sowie Jugendlichen zusammen. In einer kollaborativen Workshop-Atmosphäre hat die Kerngruppe gemeinsam eine Vision, strategische Ziele und konkrete Maßnahmen entwickelt und wird zukünftig deren Umsetzung steuern. Die Auswahl der Mitglieder erfolgte gezielt unter dem Aspekt einer ausgewogenen Repräsentation sämtlicher Bonner Stadtbezirke, kultureller Sparten, Altersgruppen und relevanter Institutionen – darunter auch die Stadt- verwaltung. So wird eine möglichst breite Perspektivenvielfalt gewährleistet und gleichzeitig eine gleich- mäßige Verteilung der Interessen sichergestellt. Trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen haben sich zahl- reiche Netzwerkmitglieder bereit erklärt, aktiv an der Ausgestaltung des Konzepts mitzuwirken. Ihr Engagement zeigt sich nicht nur im fachlichen Input, sondern auch darin, dass Viele das Gesamtkonzept mitgestalten und das Netzwerk nach außen hin repräsentieren.Seite 19 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 | 17 Mitglieder des Begleitgremiums Verwaltung: Dr. Anna-Lisa Langhoff, Kulturamt, Abteilungsleiterin Allgemeine Kulturarbeit Jessica Greeven, Amt für Integration und Vielfalt, Leiterin Kommunales Integrationszentrum Jan Viell, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Jugendpflege/Jugendschutz, Jugendkulturarbeit Barbara Löcherbach, Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit, Leiterin Michael Horn, Beethoven Orchester Bonn, Orchesterdirektor Astrid Mehmel, Gedenkstätte/NS-Dokumentationszentrum, Leiterin Alina Meyer, Internationale Begegnungsstätte, Leiterin Friederike Fast, Kunstmuseum Bonn, stellv. Direktorin Dr. Sabina Leßmann, Kunstmuseum Bonn, Kuratorin für Bildung und Vermittlung Sabine Bodner, Medienzentrum, -bildung, -beratung, Fortbildung, Medienpädagogik/-didaktik David Hecker, Ludwig-van-Beethoven-Musikschule, Leiter Felicitas Müller, Programmbüro Soziale Gerechtigkeit, Programmkoordination Kinderfreundliche Kommune Beate Eisenberg, Regionales Bildungsbüro, Leiterin Stefan Reuting-Huang, Schulamt, Sachgebietsleitung OGS-Büro, Schulsozialarbeit, Inklusion Daniela Nohr, Stabstelle Bürgerbeteiligung, Leiterin Kinder- und Jugendbeteiligung Dr. Yvonne Leiverkus, Stadtarchiv und Stadthistorische Bibliothek, Leitung Helga Albrecht, Stadtbibliothek, Leiterin Florian Pauls, Stadtmuseum, Leiter Rose Bartmer, Theater Bonn, Direktorin für Vermittlung, Diversität und Transformation Gabriele Tillmanns (Leitung) / Dr. Lena Weber (Leitung Kulturbereich), Volkshochschule Bonn Sowie wechselnde Vertreter*innen der Kerngruppe. Zusätzlich werden je nach Bedarf weitere Ämter eingeladen (zum Beispiel Amt für Soziales und Wohnen, Amt für Wirtschaftsförderung, Rechnungsprüfungsamt, Städtisches Gebäudemanagement). Konzeption und Moderation: Lara Krahnke, Kulturamt, Koordinierungs- stelle Kulturelle Bildung Begleitgremium Verwaltung Die entwickelten Maßnahmen werden fortlaufend dem Begleitgremium Verwaltung zur Prüfung vorge- stellt. Dieses Gremium setzt sich aus Vertreter*innen sämtlicher für kulturelle Bildung relevanter städti- scher Fachämter sowie aus einzelnen Mitgliedern der Kerngruppe zusammen, um eine verbindende Schnittstelle zwischen beiden Strukturen zu schaffen. Das Begleitgremium Verwaltung hat die Aufgabe, die Maßnahmen hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit und Umsetzbarkeit zu evaluieren. Sollten sich Hin- dernisse bei der Umsetzung ergeben, sind gemeinsam tragfähige Kompromisse zu entwickeln (Konsent statt Konsens). Im Zentrum steht dabei die Wertschätzung der inhaltlichen Arbeit der Kerngruppe – die getroffenen Entscheidungen und Vorschläge sollen ernst genommen und nicht ohne nachvollziehbare Begründung verworfen werden. Ziel ist es, im Dialog zu einem Konsent zu gelangen, statt Mehrheitsent- scheidungen herbeizuführen.Seite 20 von 74 18 | Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 7. AUF DEM WEITEREN WEG: KOMMENDE SCHRITTE Ziele Zur Verwirklichung einer zukunftsgerichteten und nachhaltigen Vision kultureller Bildung verfolgt das vorliegende Gesamtkonzept eine Reihe strategischer Zielsetzungen. Die nachfolgende Auflistung erfolgt ohne implizite Priorisierung, da alle genannten Aspekte als gleichrangig und wechselseitig bedingend betrachtet werden. Ein zentrales Ziel des Gesamtkonzepts ist die Stärkung der gesellschaftlichen Wertschätzung für kultu- relle Bildung in Bonn – insbesondere in Bildungseinrichtungen, bei Träger*innen und Anbietenden sowie in der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik. Durch mehr öffentliche Sichtbarkeit und Anerkennung des Bildungswertes kultureller Praxis soll kulturelle Bildung als integrativer Bestandteil lebenslangen Lernens verstanden und verankert werden. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist der Auf- und Ausbau strukturierter, bereichsübergreifender Netzwerke – insbesondere zwischen Kultur, Bildung und Jugendhilfe. Ziel ist es, Synergien zu nutzen, gemeinsame Strategien zu entwickeln und die Rahmenbedingungen langfristig zu verbessern. Verbindliche Kooperati- onen werden dabei als zentral für Qualitätssicherung und Innovation gesehen. Zugleich liegt ein dezidier- ter Schwerpunkt auf der aktiven Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Planung, Gestaltung und Umsetzung kultureller Bildungsangebote (Abkehr von Top-down hin zu mehr Bottom-up). Partizipation wird explizit als Ausdruck demokratischer Bildung verstanden und ermöglicht es, Formate stärker an den Lebensrealitäten und Wünschen junger Menschen auszurichten. Langfristig soll kulturelle Bildung systematisch in Bonner Bildungsinstitutionen – von Kindertagesstät- ten bis zu Offenen Ganztagsschulen – integriert werden. Sie soll nicht als optionaler Zusatz, sondern als grundlegender und obligatorischer Bestandteil institutioneller Bildungsarbeit gelten, um nachhaltige Bil- dungsprozesse und kulturelle Teilhabe aller zu sichern. Dafür braucht es eine verlässliche, transparente und niedrigschwellige Förderstruktur. Ziel ist es, den Zugang zu Fördermitteln zu erleichtern (u.a. durch Beratung), Planungssicherheit zu schaffen und die Umsetzung kultureller Bildungsangebote langfristig zu ermöglichen. Wo möglich, sind eine Vereinfachung der städtischen Verfahren (Beantragung und Verwendungsnachweis) und bedarfsgerechte finanzielle Ausstattung zentrale Bausteine. Sichtbarkeit und Wertschätzung für kulturelle Bildung bei allen Akteur*innen stärken Förderstrukturen breiter aufstellen und vereinfachen Vernetzung zwischen allen Akteur*innen ausbauen Partizipation von Kindern und Jugendlichen ermöglichen Strukturelle Verankerung in Kita, Schule und OGSSeite 21 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 | 19 Maßnahmen Zur Erreichung der im Konzept definierten strategischen Ziele wurden insgesamt 15 konkrete Maßnah- men entwickelt. Sie richten sich an unterschiedliche Akteur*innen aus Verwaltung, Bildungseinrichtun- gen, Kulturanbietenden sowie Kinder und Jugendliche selbst. Die Maßnahmen zielen darauf ab, kulturelle Bildung in Bonn sichtbarer, zugänglicher, vernetzter und nachhaltiger zu gestalten. Dabei werden struktu- relle Veränderungen ebenso angestrebt wie niedrigschwellige Formate und Pilotprojekte. Jede Maßnah- me ist auf ein oder mehrere strategische Ziele ausgerichtet. 1. Netzwerk von Akteur*innen, das sich regelmäßig in der Öffentlichkeit und gegenüber Bildungseinrichtungen gut sichtbar präsentiert Strategischer Zielbezug: Sichtbarkeit und Wertschätzung für kulturelle Bildung bei allen Akteur*innen stärken Meilensteine: Planung: Q4/2024 Umsetzungsbeginn: Q1/2025 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung Einordnung und Relevanz: Die bestehende Kerngruppe und das Begleitgremium Verwaltung wird weitergeführt und weiterentwi- ckelt. Die Kerngruppe fungiert als Impulsgeberin und sichtbare Botschafterin für das Gesamtkonzept Kulturelle Bildung. Durch regelmäßige öffentliche Präsenz und gezielte Ansprache von Schulen und Kitas trägt sie aktiv zur Bekanntmachung, Vernetzung und Wertschätzung kultureller Bildung bei. Q1/2025 Q4/2025 Q2/2026 Q4/2026 Q4/2027 Q1/2026 Q3/2026 Q1/2027 1. Netzwerk 8. Raumbörse 9. Vereinfachte Antragstellung 6. Bewerbung KulturPass 7. Einheitliche Grafik 2. Digitale Landkarte 3. Vernetzungsformate 4. Kulturbeauftragte an Schule/Kita/OGS 5. Jurys mit Kindern & Jugendlichen 10. Öffentlichkeitsarbeit 11. Arbeitspaket „Partizipation“ 12. „Kunst auf dem Pausenhof“ 13. Kooperationsmodell 14. Kinder- und Jugendbeteiligung Evaluation 15. FestivalSeite 22 von 74 20 | Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 2. Digitale interaktive Landkarte mit Angeboten kultureller Bildung Strategischer Zielbezug: Vernetzung zwischen allen Akteur*innen ausbauen; Sichtbarkeit und Wertschätzung für kulturelle Bildung bei allen Akteur*innen stärken Meilensteine: Planung: Q1/2025 Umsetzungsbeginn: Q4/2025 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Anbieter*innen kultureller Bildung Einordnung und Relevanz: Die digitale Landkarte dient als zentrales Informations- und Vernetzungsinstrument für alle Akteur*innen der kulturellen Bildung sowie für Familien und Bildungseinrichtungen. Sie verbessert die Übersichtlich- keit und Zugänglichkeit der vielfältigen Angebote und stärkt so die Zusammenarbeit und den Austausch innerhalb der Bildungslandschaft. Durch die Integration in die bestehende Urban Data Plattform der Bundesstadt Bonn wird eine nutzerfreundliche und einheitliche digitale Infrastruktur gewährleistet. Abbildung 3: Ergebnisse der Umfrage unter allen Akteur*innen kultureller Bildung 2025 3. Regelmäßiges Vernetzungsformat für kulturelle Bildung Strategischer Zielbezug: Vernetzung zwischen allen Akteur*innen ausbauen Meilensteine: Planung: Q2/2025 Erste Veranstaltung: Q4/2025 Weitere Veranstaltung: Q3/2026 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Anbieter*innen kultureller Bildung, Kitas, Schulen, OGS Einordnung und Relevanz: Das regelmäßige Vernetzungsformat stärkt die Zusammenarbeit zwischen Kulturanbieter*innen und Bil- dungseinrichtungen durch den direkten Austausch und gezielte Vernetzungsveranstaltungen. Den Auftakt bildet im November 2025 die kostenfreie Veranstaltung zu Kultur macht stark, organisiert von der Arbeits- stelle Kulturelle Bildung NRW. Künftige Formate variieren thematisch, wie Austausch unter Anbietenden, zwischen Anbietenden und Schulen/Kitas/OGS und zu speziellen Themen wie Kinder- und Jugendschutz. Angebote sollten besser sichtbar gemacht werden. stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu 100 80 60 40 20 0Seite 23 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 | 21 4. Kulturbeauftragte in Kitas, Schulen & OGS Strategischer Zielbezug: Strukturelle Verankerung von kultureller Bildung an Kita, Schule & OGS Meilensteine: Planung: Q4/2025 Umsetzungsbeginn: Q1/2026 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Schulamt, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Kitas, Schulen, OGS Einordnung und Relevanz: Das Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie das Schulamt stellen die Verbindung zu den Einrichtungen her, die jeweils eine engagierte kulturbeauftragte Person benennen. Diese Person steht langfristig für kulturelle Bildung und fungiert als wichtige Ansprechpperson und Botschafter*in, die kulturelle Bildungs- angebote aktiv in ihre Einrichtung trägt. Abbildung 4: Ergebnisse der Umfrage unter allen Akteur*innen kultureller Bildung 2025 5. Jurys werden, wo möglich, durch Kinder und Jugendliche ergänzt Strategischer Zielbezug: Partizipation von Kindern und Jugendlichen ermöglichen Meilensteine: Planung: Q4/2025 Umsetzungsbeginn: Q1/2026 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, städtische Anbieter*innen kultureller Bildung Einordnung und Relevanz: Die Einbindung von Kindern und Jugendlichen in Jurys fördert die aktive Mitgestaltung und stärkt ihre Partizipation bei Entscheidungen im Kulturbereich. Zwar können sie in einigen Fällen aufgrund landes- rechtlicher Vorgaben nicht die Jurymitglieder ersetzen, jedoch stellen sie eine wertvolle Ergänzung dar. So wird sichergestellt, dass die Perspektiven und Meinungen junger Menschen Gehör finden und ihre Mitbestimmung mehr als ein bloßes Mitwirken ist. Dies unterstützt die Demokratisierung und Relevanz kultureller Förderprogramme für die junge Zielgruppe. An Schulen sollte es zentrale Ansprechpersonen für Kultur geben (Kulturbeauftragte) stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu 60 50 40 30 20 10 0Seite 24 von 74 22 | Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 6. Bewerbung des KulturPass des Bundes zur besseren Nutzbarmachung für Kinder und Jugendliche sowie für Anbieter*innen kultureller Bildung Strategischer Zielbezug: Vernetzung zwischen allen Akteur*innen ausbauen; Sichtbarkeit und Wertschätzung für kulturelle Bil- dung bei allen Akteur*innen stärken Meilensteine: Planung: Q4/2025 Umsetzungsbeginn: Q2/2026 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit Einordnung und Relevanz: Der KulturPass des Bundes richtet sich mit einem einmaligen Budget von 100 Euro speziell an alle 18-Jäh- rigen, kann aber von Menschen jeden Alters zur Informationsbeschaffung rund um den Kulturbereich genutzt werden. Ziel ist es, die Bekanntheit der App sowohl bei den Anbieter*innen kultureller Bildung als auch bei Eltern, Kindern und Jugendlichen in Bonn deutlich zu steigern, um die Teilhabe an kulturellen Angeboten zu verbessern. Eine Verknüpfung mit dem regelmäßigen Vernetzungsformat ist beabsichtigt, indem zum Beispiel KulturPass-Botschafter*innen aus Bonn oder der Region zu einem Vernetzungstref- fen eingeladen werden. 7. Wiedererkennungswert durch einheitliche Grafik für kulturelle Bildung herstellen Strategischer Zielbezug: Sichtbarkeit und Wertschätzung für kulturelle Bildung bei allen Akteur*innen stärken; Partizipation von Kindern und Jugendlichen ermöglichen Meilensteine: Planung: Q1/2026 Umsetzungsbeginn: Q2/2026 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit, Anbieter*innen kultureller Bildung, Kinder und Jugendliche Einordnung und Relevanz: Ein einheitliches Logo verleiht der kulturellen Bildung in Bonn ein klares Gesicht und stärkt deren Wahr- nehmung und Wertschätzung bei allen Zielgruppen. Durch die Entwicklung des Logos in einem Wettbe- werb, an dem Kinder und Jugendliche aktiv beteiligt sind, wird nicht nur die Sichtbarkeit erhöht, sondern auch die Partizipation dieser Gruppen gefördert. So entsteht ein Zeichen, das Identifikation schafft und kulturelle Bildung erlebbar und sichtbar macht.Seite 25 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 | 23 8. Raumbörse und kostenloser Zugang zu Räumlichkeiten für Anbieter*innen kultureller Bildung Strategischer Zielbezug: Förderstrukturen breiter aufstellen & vereinfachen Meilensteine: Planung: Q4/2025 Umsetzungsbeginn: Q3/2026 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Städtisches Gebäudemanagement, Innenstadtma- nagement Bonn, Quartiers- und Zentrenmanagements Einordnung und Relevanz: Die Maßnahme ermöglicht Anbieter*innen kultureller Bildung den kostenfreien Zugang zu städtischen Räumlichkeiten sowie zu nicht-städtischen Leerständen. Dies unterstützt niedrigschwellige Angebote (im Viertel) und fördert die kulturelle Vielfalt. Ein Nebeneffekt ist, dass kontinuierliches Wissen über zur Verfügung stehende Räume an zentraler Stelle gesammelt wird und dieses Wissen bedarfsgerecht und niedrigschwellig an die Anbietenden weitergegeben werden kann. Die Maßnahme wird derzeit auf ihre Umsetzbarkeit geprüft; falls nicht realisierbar, werden alternative Lösungen entwickelt. 9. Antragsstellung und Verwendungsnachweise für städtische Förderungen im Bereich kultureller Bildung einfacher und transparenter gestalten Strategischer Zielbezug: Förderstrukturen breiter aufstellen & vereinfachen Meilensteine: Planung: Q4/2025 Umsetzungsbeginn: Q3/2026 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Amt für Soziales und Wohnen, Rechnungsprüfungs- amt, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Schulamt, Anbieter*innen kultureller Bildung, Kitas, Schulen, OGS Einordnung und Relevanz: Die Vereinfachung der städtischen Antragsverfahren und der Nachweispflichten reduziert den administ- rativen Aufwand für Anbieter*innen kultureller Bildung deutlich. Dies erhöht die Zugänglichkeit der För- derprogramme und lässt den Anbieter*innen mehr Ressourcen für ihre eigentliche Arbeit. Hierfür adres- siert die Kerngruppe konkrete Vorschläge an die Stadtverwaltung.Seite 26 von 74 24 | Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 10. Öffentlichkeitsarbeit für kulturelle Bildung Strategischer Zielbezug: Vernetzung zwischen allen Akteur*innen ausbauen; Sichtbarkeit und Wertschätzung für kulturelle Bil- dung bei allen Akteur*innen stärken Meilensteine: Planung: Q1/2026 Umsetzungsbeginn: Q4/2026 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit Einordnung und Relevanz: Die Öffentlichkeitsarbeit für kulturelle Bildung soll insbesondere Kinder und Jugendliche gezielt anspre- chen und ihnen Einblicke in die Vielfältigkeit kultureller Angebote ermöglichen. Geplant war ursprünglich ein eigenständiger Social-Media-Kanal „von jungen Leuten, für junge Leute“. Als Alternative soll an den bestehenden Account jugend.macht.mit der Kinder- und Jugendbeteiligung der Bundesstadt Bonn ange- knüpft werden. Ferner wird eine Werbekampagne auf Out-of-Home-Medien realisiert, um die Sichtbarkeit und Reichweite nachhaltig zu erhöhen. Langfristig sollen weitere tradierte Werbemittel (Postkarten, Fly- er) genutzt und innovative Kommunikationsformate entwickelt werden, um die Vernetzung und Wert- schätzung kultureller Bildung kontinuierlich zu stärken (Mediamix). Diese Formate können Teil des neuen städtischen Aktionsplans Kinderfreundliche Kommune 2028 werden. 11. Arbeitspaket „Partizipation“ für Kitas, Schulen, OGS, Einrichtungen der offenen Jugendarbeit und Anbieter*innen kultureller Bildung Strategischer Zielbezug: Partizipation von Kindern und Jugendlichen ermöglichen; Strukturelle Verankerung von kultureller Bil- dung an Kita, Schule & OGS Meilensteine: Planung: Q1/2026 Umsetzungsbeginn: Q4/2026 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Amt für Integration und Vielfalt, Amt für Kinder, Ju- gend und Familie, Schulamt, Stabstelle Bürgerbeteiligung Einordnung und Relevanz: Das Informations- und Arbeitspaket soll Kitas, Schulen, OGS sowie Einrichtungen der offenen Jugendar- beit und Anbieter*innen kultureller Bildung darin unterstützen, Kinder und Jugendliche aktiv in die Gestal- tung kultureller Bildungsangebote einzubeziehen. Dadurch wird Partizipation gefördert und kulturelle Bildung nachhaltig in den Einrichtungen verankert. Ziel ist es, die Selbstbestimmung junger Menschen zu stärken und ihnen eine Stimme bei der Entwicklung passgenauer Bildungsformate zu geben, beispiels- weise durch Beteiligung in Kinder- oder Jugendparlamenten.Seite 27 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 | 25 12. Pilotprojekt: „Kunst auf dem Pausenhof“ Strategischer Zielbezug: Strukturelle Verankerung von kultureller Bildung an Kita, Schule & OGS Meilensteine: Planung: Q2/2026 Umsetzungsbeginn: Q4/2026 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Schulamt, Bildungseinrichtungen, Anbieter*innen kultureller Bildung Einordnung und Relevanz: Das Pilotprojekt „Kunst auf dem Pausenhof“ bringt mobile Kulturangebote direkt in den Schulalltag und schafft so einen niedrigschwelligen Zugang zu kultureller Bildung. Durch Formate wie halbstündige Mu- sik-Sessions, Tanzinterventionen oder Theater-Busse wird kulturelle Vielfalt direkt in der alltäglichen Le- benswelt von Kindern und Jugendlichen, auf dem Pausenhof der Schule, erlebbar gemacht – ganz ohne vorherige Anmeldung. Dieses Projekt erhöht die Sichtbarkeit kultureller Angebote, erreicht alle Schulkin- der und stärkt die strukturelle Verankerung von kultureller Bildung an Schulen, Kitas und OGS. 13. Festes Kooperationsmodell zwischen Schulen/OGS/Kitas und Kulturanbieter*innen Strategischer Zielbezug: Strukturelle Verankerung von kultureller Bildung an Kita, Schule & OGS Meilensteine: Planung: Q2/2026 Umsetzungsbeginn: Q4/2026 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Schulamt, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Bil- dungseinrichtungen, Anbieter*innen kultureller Bildung Einordnung und Relevanz: Ein festes Kooperationsmodell zwischen Anbieter*innen kultureller Bildung verschiedener Sparten mit Schulen, Kitas und OGS schafft verbindliche Strukturen für kulturelle Bildung im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Die Maßnahme soll an bestehende Kooperationen, wie das Kooperationsmodell Portal von Theater Bonn und Beethoven Orchester Bonn, angedockt werden, um bereits bewährte Strukturen zu nutzen, weiterzuentwickeln und zu ergänzen. Durch verlässliche Partnerschaften erhalten junge Men- schen Zugang zu vielfältigen künstlerischen Sparten. Die Maßnahme ermöglicht langfristige Planungssi- cherheit für alle Beteiligten und stellt sicher, dass alle Kinder und Jugendlichen über die Bildungseinrich- tung mit kulturellen Angeboten in Berührung kommen. Durch die Definition von Mindeststandards wird ein verbindlicher Qualitätsrahmen geschaffen.Seite 28 von 74 26 | Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 14. Kinder- und Jugendbeteiligung im Jahr 2026 Strategischer Zielbezug: Partizipation von Kindern und Jugendlichen ermöglichen Meilensteine: Planung: Q3/2026 Umsetzungsbeginn: Q4/2026 Evaluation & Verstetigung: Q1/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Stabstelle Bürgerbeteiligung, Internationale Begeg- nungsstätte, Einrichtungen der offenen Jugendarbeit Einordnung und Relevanz: Im Jahr 2026 wird in Zusammenarbeit mit der Stabstelle Bürgerbeteiligung der Bundesstadt Bonn eine umfassende Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zur Weiterentwicklung der kulturellen Bildungs- landschaft stattfinden – sowohl digital auf www.bonn-macht-mit.de/jugend als auch in Form von Work- shops in Präsenz. Ziel ist es, junge Menschen aktiv in Gestaltungsprozesse einzubinden und ihre Pers- pektiven systematisch zu berücksichtigen. Ein besonderer Fokus liegt auf der direkten Mitwirkung an der Umsetzung konkreter Maßnahmen, etwa durch das Einbringen von Ideen für das geplante „Festival Kul- turelle Bildung“ (AT). Eine aktuell neu ausgeschriebene Stelle bei der Stabstelle für Bürgerbeteiligung der Bundesstadt Bonn zur Durchführung regelmäßiger Befragungen von Kindern und Jugendlichen sowie zur zielgruppengerechten Kommunikation von Vorhaben mit Fokus auf Beteiligungsmöglichkeiten bietet eine wichtige strukturelle Grundlage, um Partizipation dauerhaft und wirksam zu verankern. Abbildung 5: Ergebnisse der Umfrage unter allen Akteur*innen kultureller Bildung 2025 15. Durchführung eines stadtweiten Festivals Kulturelle Bildung (biennal) Strategischer Zielbezug: Sichtbarkeit und Wertschätzung für kulturelle Bildung bei allen Akteur*innen stärken Meilensteine: Planung: Q4/2026 Umsetzungsbeginn: Q3/2027 Evaluation & Verstetigung: Q4/2027 Beteiligte Akteur*innen: Kerngruppe, Begleitgremium Verwaltung, Kulturamt, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Schulamt, Anbieter*innen kultureller Bildung, Kinder und Jugendliche sollten stärker in Weiterentwicklung eingebunden werden stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu 60 50 40 30 20 10 0Seite 29 von 74 Gesamtkonzept Kulturelle Bildung 2025 | 27 Einordnung und Relevanz: Das biennal stattfindende Festival Kulturelle Bildung (AT) soll ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung kultureller Bildung in Bonn setzen und alle Altersgruppen ansprechen – mit einem besonderen Fokus auf Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, das Festival dezentral in verschiedenen Stadtteilen durchzuführen und biennal wechselnde thematische Schwerpunkte zu setzen, z. B. Inklusion, Medien, Vielfalt oder Umwelt. Je nach Ausrichtung wird das Festival entweder speziell für Kinder gestaltet oder gemeinsam mit Jugend- lichen entwickelt, um deren Perspektiven aktiv einzubeziehen. Das Festival soll sich mit bestehenden Veranstaltungen und Strukturen vernetzen – zum Beispiel mit Sportvereinen, dem Inklusions-Netzwerk Bonn – Ort für alle, der nachtfrequenz oder dem Summer Fever Festival – und damit Synergien schaffen, Reichweiten erhöhen und neue Zielgruppen erschließen. 8. FAZIT Mit dem vorliegenden ersten Gesamtkonzept Kulturelle Bildung liegt eine strukturierte Grundlage zur Weiterentwicklung und Stärkung kultureller Bildungsprozesse für junge Menschen bis 21 Jahre in Bonn vor. Die Maßnahmen bilden zusammen ein vielfältiges Gesamtpaket zur Stärkung der kulturellen Bildung in Bonn. Im Mittelpunkt stehen eine langfristige strukturelle Verankerung, Sichtbarkeit und Wertschät- zung kultureller Angebote, eine strukturelle Verankerung an Bildungseinrichtungen sowie die stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Durch ein aktives Netzwerk, niedrigschwellige Förderstruktu- ren, mehr Öffentlichkeitsarbeit und gezielte Kooperationen werden Hürden abgebaut und neue Zugänge geschaffen. Besonders wichtig: Kinder und Jugendliche gestalten viele Prozesse aktiv mit – in Jurys, bei der Logoentwicklung oder als Ideengebende für Festivals. Dreh- und Angelpunkt ist die neue Koordinie- rungsstelle Kulturelle Bildung beim Kulturamt der Bundesstadt Bonn – hier laufen alle Fäden zusammen, finden Interessierte und Kolleg*innen Informationen, Kulturanbietende Ratschläge, werden Ideen gesam- melt, Maßnahmen konzipiert und umgesetzt. Die Maßnahmen des Konzepts lassen sich teilweise mit vorhandenen personellen und finanziellen Res- sourcen umsetzen (z.B. digitale Landkarte, Maßnahme 2). Sollte das Konzept mit dem Preisgeld des Landes NRW ausgezeichnet werden, könnten darüber hinaus auch die weiteren Maßnahmen realisiert werden (z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Maßnahme 10). Für die Umsetzung des Festivals (Maßnahme 15) wären zusätzlich zum möglichen Preisgeld jedoch weitere Drittmittel notwendig, die dann eingeworben werden sollen. Das Bonner Konzept setzt auf Nachhaltigkeit, Beteiligung und gute Rahmenbedingungen für Anbieter*innen und Bildungseinrichtungen. Es ist ein bedeutender Schritt hin zu einer lebendigen, inklusiven Bildungs- landschaft in Bonn. Das Konzept versteht sich als dynamisches Arbeitsinstrument, das fortlaufend aktu- alisiert, ergänzt und an veränderte Bedarfe und Rahmenbedingungen angepasst werden soll. Eine enge Abstimmung mit den beteiligten Akteur*innen sowie ein kontinuierlicher Dialog zwischen Praxis, Verwal- tung und Zivilgesellschaft sind dabei obligatorisch und von zentraler Bedeutung. Es ist zum Beispiel geplant, den Offenen Ganztag künftig stärker einzubeziehen und das Netzwerk dahin- gehend auszuweiten. Mit dem Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz ab dem Jahr 2026 (GaFöG) wird zukünftig ein Großteil der Grundschulkinder die meiste Zeit in der Schule verbringen. Hierdurch entfällt die Möglichkeit, unter der Woche Freizeitaktivitäten durchführen zu können. Gleichzeitig verspricht die Ganztagsbetreuung die Chance, Kindern mit geringeren Zugängen zu kultureller Bildung eben diesen zu ermöglichen. Kulturelle Bildung wird somit immer weniger davon abhängig, aus welchem Elternhaus die Kinder stammen, sondern auf welche Schule und folglich in welche OGS sie gehen. Genau hier soll zu- künftig angesetzt werden.Seite 30 von 74 Impressum: Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Kulturamt/Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit, August 2025, Auflage 30, gedruckt auf 100% Recyclingpapier zertifiziert mit dem Blauen EngelSeite 31 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) ERGEBNISSE UMFRAGE KULTURELLE BILDUNGSeite 32 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) - Zielgruppe: Anbieter*innen kultureller Bildung (z. B. Kultureinrichtungen, freie Szene, Einzelkünstler*innen, Einrichtungen der offenen Jugendarbeit) und Bildungseinrichtungen (z. B. Kitas, Schulen) in Bonn - Ziel: Bedarfe und Prioritäten für die Weiterentwicklung der kulturellen Bildung in Bonn identifizieren und Ideen für die kulturelle Bildung in Bonn kennenlernen. Die Ergebnisse wurden in die Kerngruppe eingebracht und daraus wurden die ersten fünf Ziele für kulturelle Bildung abgeleitet. - anonym - Teilnahmezeitraum 1. April 2025 bis einschließlich 4. Mai 2025 - 121 Rückläufer - 63 Anbieter*innen kultureller Bildung - 46 Bildungseinrichtungen - 12 Sonstige - Option, Fragen zu überspringenSeite 33 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Ich bin gut vernetzt mit K¸nstler*innen der kulturellen Bildung. Mit dieser Fragegruppe zum Thema Vernetzung sollte herausgefunden werden, wie gut die Vernetzung zwischen den einzelnen Akteur*innen kultureller Bildung aktuell ist.Seite 34 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Ich bin gut vernetzt mit Kultureinrichtungen in Bonn. Mit dieser Fragegruppe sollte herausgefunden werden, wie gut die Vernetzung zwischen den einzelnen Akteur*innen Kultureller Bildung aktuell ist.Auch mit dieser Frage sollte herausgefunden werden, wie gut die Vernetzung zwischen den einzelnen Akteur*innen kultureller Bildung aktuell ist – hier auf Kultureinrichtungen bezogen.Seite 35 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Ich bin gut vernetzt mit Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kitas. Mit dieser Fragegruppe sollte herausgefunden werden, wie gut die Vernetzung zwischen den einzelnen Akteur*innen Kultureller Bildung aktuell ist. Diese Frage ging lediglich an Akteur*innen Kultureller Bildung. Auch mit dieser Frage sollte herausgefunden werden, wie gut die Vernetzung zwischen den einzelnen Akteur*innen kultureller Bildung aktuell ist. Diese Frage ging lediglich an Anbieter*innen kultureller Bildung.Seite 36 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Ich nehme das Kulturamt der Stadt Bonn als Ansprechpartner f¸r meine Arbeit wahr. Mit dieser Fragegruppe sollte herausgefunden werden, wie gut die Vernetzung zwischen den einzelnen Akteur*innen Kultureller Bildung aktuell ist. Mit dieser Frage sollte herausgefunden werden, wie das Kulturamt von auflen wahrgenommen wird. Die Frage wurde von Anbieter*innen kultureller Bildung positiver bewertet als von Bildungseinrichtungen.Seite 37 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 70 80 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Bestehende Angebote sollten besser miteinander vernetzt werden. Derzeit stehen viele Angebote kultureller Bildung nebeneinander. Mit dieser Frage sollte herausgefunden werden, ob eine Vernetzung der Angebote untereinander gew¸nscht ist.Seite 38 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Angebote sollten besser sichtbar gemacht werden. Mit dieser Frage sollte herausgefunden werden, ob Maflnahmen zur besseren Sichtbarmachung von Angeboten gew¸nscht werden. Mit dieser Frage sollte herausgefunden werden, wie das Kulturamt von auflen wahrgenommen wird. Die Frage wurde von Anbieter*innen Kultureller Bildung positiver bewertet als von Bildungseinrichtungen. Mit dieser Frage sollte herausgefunden werden, ob Maflnahmen zur besseren Sichtbarmachung von Angeboten gew¸nscht sind (z.B. einheitliche Grafik, digitale Landkarte f¸r kulturelle Bildung).Seite 39 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Meine Angebote sind mit teilnehmenden Kindern und Jugendlichen ausgelastet. Mit dieser Frage sollte erhoben werden, inwiefern die bestehenden Angebote die Zielgruppe tats‰chlich erreichen. Diese Frage wurde nur Anbieter*innen kultureller Bildung gestellt.Seite 40 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Ich habe Schwierigkeiten bei der Bewerbung meiner Angebote und finde nicht ausreichend teilnehmende Kinder und Jugendliche. Diese Frage sollte aufdecken, ob es strukturelle oder kommunikative Barrieren gibt, die die Teilnahme erschweren und damit erg‰nzend zur vorherigen Frage ein differenziertes Bild der Nachfrage ermˆglichen. Sie wurde nur Anbieter*innen kultureller Bildung gestellt.Seite 41 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es besteht in der Regel ein grofles Interesse seitens der Kinder und Jugendlichen an Angeboten kultureller Bildung. xxxxxxx Mit dieser Frage sollte erhoben werden, wie die tats‰chliche Nachfrage aus Sicht der Anbieter*innen und Bildungseinrichtungen wahrgenommen wird, um besser einsch‰tzen zu kˆnnen, ob Angebot und Interesse der Zielgruppe ¸bereinstimmen.Seite 42 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es besteht in der Regel ein grofles Interesse seitens der Bildungseinrichtungen an Angeboten kultureller Bildung. Mit dieser Frage sollte erhoben werden, wie die die Zusammenarbeit zwischen Anbieter*innen und Bildungseinrichtungen funktioniert und ob es Potenzial f¸r st‰rkere Kooperationen gibt.Seite 43 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Ich f¸hle mich hinsichtlich der Entwicklungen kultureller Bildungsarbeit informiert. Mit dieser Frage sollte herausgefunden werden, ob Akteur*innen ausreichend Zugang zu relevanten Informationen haben, um ihre Arbeit weiterentwickeln zu kˆnnen. Als Maflnahme kˆnnte ein Newsletter f¸r kulturelle Bildung hilfreich sein.Seite 44 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Ich bilde mich regelm‰flig im Bereich der kulturellen Bildung fort. Mit dieser Frage sollte herausgefunden werden, inwieweit kontinuierliche Weiterbildung ein Bestandteil der Arbeit der Anbieter*innen ist und ob ggfs. weiterer Qualifizierungsbedarf besteht, um die Qualit‰t langfristig zu sichern.Seite 45 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es gibt bereits ausreichend Angebote. Mit dieser Frage sollte herausgefunden werden, ob die Angebotsmenge als ausreichend empfunden wird oder ob statt weiterer neuer Formate eher eine bessere Vernetzung und Sichtbarmachung bestehender Angebote sinnvoll w‰ren.Seite 46 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Ich bin mit den bestehenden Angeboten zufrieden. Diese Frage sollte ein Stimmungsbild zur Qualit‰t der bestehenden Angebote liefern und aufzeigen, ob aus Sicht der Akteur*innen kultureller Bildung Handlungsbedarf besteht.Seite 47 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Angebote erreichen alle Kinder und Jugendlichen. Mit dieser Fragegruppe sollte erhoben werden, ob die Angebote als chancengerecht wahrgenommen werden und alle Zielgruppen tats‰chlich erreichen – unabh‰ngig von Herkunft, sozialem Status oder individuellen Bed¸rfnissen. Die nachfolgenden Fragen stellen eine Spezifizierung dar.Seite 48 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es bestehen Angebote f¸r alle Altersgruppen. Diese Frage sollte spezifischer kl‰ren, ob die Angebote kultureller Bildung als alters¸bergreifend und ausgewogen wahrgenommen werden oder ob bestimmte Altersgruppen unterversorgt sind.Seite 49 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es bestehen Angebote in allen Sparten. Mit dieser Frage sollte herausgefunden werden, ob die Vielfalt der k¸nstlerischen und kulturellen Disziplinen in der kulturellen Bildungslandschaft angemessen vertreten ist.Seite 50 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Vorhandene Angebote liegen im Interessenbereich der Kinder und Jugendlichen. Diese Frage sollte spezifischer kl‰ren, ob die Themen und Formate der Angebote kultureller Bildung tats‰chlich den Bed¸rfnissen und Interessen der Zielgruppen entsprechen.Seite 51 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Angebote sind in der Regel kostenfrei oder kosteng¸nstig. Diese Frage sollte spezifischer kl‰ren, ob finanzielle H¸rden f¸r die Teilnahme bestehen und inwieweit die Angebote als sozial gerecht und niedrigschwellig wahrgenommen werden.Seite 52 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Angebote sind r‰umlich gut erreichbar. Diese Frage sollte spezifischer kl‰ren, ob die Standorte der Angebote f¸r die Zielgruppen gut zug‰nglich sind oder ob es Barrieren durch Lage und Verkehrsanbindung gibt.Seite 53 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Angebote sind in der Regel inklusiv gestaltet. Diese Frage sollte spezifischer kl‰ren, ob die Angebote so gestaltet sind, dass alle Kinder und Jugendlichen - unabh‰ngig von individuellen Voraussetzungen oder Fˆrderbedarf - gleichberechtigt teilnehmen kˆnnen.Seite 54 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Angebote sind in k¸nstlerischer Hinsicht hochwertig. Diese Frage sollte ein Meinungsbild zur k¸nstlerischen Qualit‰t der Angebote erfassen und Hinweise darauf geben, ob hier aus Sicht der Beteiligten Handlungs- bzw. Entwicklungsbedarf besteht.Seite 55 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Angebote sind in p‰dagogischer Hinsicht hochwertig. Diese Frage sollte ein Meinungsbild zur p‰dagogischen Qualit‰t der Angebote erfassen. Darunter f‰llt sowohl die Vermittlung von p‰dagogischen Inhalten sowie die Anpassung an die Lern- und Entwicklungsbed¸rfnisse der jeweiligen Zielgruppen.Seite 56 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Angebote sind inhaltlich auf die Lebensrealit‰t der Kinder und Jugendlichen angepasst. Diese Frage sollte aufzeigen, inwiefern die Inhalte der Angebote als zeitgem‰fl, relevant und nah an den Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen wahrgenommen werden und ob hier Handlungsbedarf besteht.Seite 57 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es besteht die Mˆglichkeit, im Sinne einer Bildungskette nach Abschluss von Angeboten kultureller Bildung, die kulturellen Interessen weiter zu vertiefen. Viele Angebote gelten nur f¸r eine bestimmte Altersgruppe. Mit dieser Frage sollte erhoben werden, ob es kontinuierliche Anschlussmˆglichkeiten an Angebote gibt, durch die Kinder und Jugendliche ihre neu entdeckten kulturellen Interessen langfristig entwickeln und ausbauen kˆnnen.Seite 58 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Kinder und Jugendliche werden ausreichend in die Gestaltung neuer Angebote eingebunden. Diese Frage sollte kl‰ren, inwieweit Beteiligungsformate existieren und genutzt werden, um Kinder und Jugendliche aktiv an der Entwicklung kultureller Bildungsangebote zu beteiligen.Seite 59 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Kinder und Jugendliche sollten st‰rker in die Weiterentwicklung der kulturellen Bildungslandschaft eingebunden werden. Mit dieser Frage sollte ein Meinungsbild erfasst werden, ob eine intensivere Mitbestimmung junger Menschen gew¸nscht und als notwendig f¸r eine zukunftsf‰hige kulturelle Bildungslandschaft angesehen wird.Seite 60 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es bedarf einer fl‰chendeckenden Evaluation der Angebote kultureller Bildung (Bildungsmonitoring). Diese Frage sollte ermitteln, ob ein systematisches Monitoring als notwendig erachtet wird, um die Wirkung, Qualit‰t und Reichweite kultureller Bildungsangebote langfristig sichtbar und steuerbar zu machen.Seite 61 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Angebote sind nachhaltig im Sinne des Umweltschutzes gestaltet. Diese Frage sollte erfassen, ob aus Sicht der Befragten Aspekte wie Ressourcenschonung, Wiederverwendbarkeit von Materialien oder umweltfreundliche Mobilit‰t bereits in der Praxis kultureller Bildungsangebote verankert sind.Seite 62 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es muss mehr f¸r den Kinder- und Jugendschutz im Bereich kultureller Bildung getan werden. Diese Frage sollte aufzeigen, ob aus Sicht der Beteiligten zus‰tzlicher Handlungsbedarf im Bereich Kinder- und Jugendschutz besteht – ¸ber die bislang bestehenden Bestimmungen des Kulturamtes hinaus, z. B. durch Awareness-Strategien, pr‰ventive Ans‰tze oder Interventionsmaflnahmen.Seite 63 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es f‰llt mir leicht, eine Finanzierung kultureller Bildungsangebote zu sichern. Diese Frage sollte erfassen, wie stabil und verl‰sslich die finanzielle Basis der Angebote eingesch‰tzt wird und ob es hier Hemmnisse oder Unterst¸tzungsbedarf gibt.Seite 64 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es bestehen gen¸gend Ressourcen f¸r die Durchf¸hrung kultureller Bildungsangebote. Diese Fragegruppe sollte kl‰ren, ob f¸r die Anbieter*innen kultureller Bildung generell ausreichend Mittel vorhanden sind, um qualitativ hochwertige kulturelle Bildungsangebote anzubieten. Die nachfolgenden Fragen stellen eine Spezifizierung dar.Seite 65 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es fehlt mir an finanziellen Ressourcen, um Angebote kultureller Bildung anzubieten. Diese Frage sollte spezifischer kl‰ren, ob f¸r die Anbieter*innen kultureller Bildung ausreichend finanzielle Mittel vorhanden sind, um qualitativ hochwertige kulturelle Bildungsangebote anzubieten. Die Frage wurde nur Anbieter*innen von Angeboten gestellt.Seite 66 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es fehlt mir an personellen Ressourcen, um Angebote kultureller Bildung anzubieten. Diese Frage sollte spezifischer kl‰ren, ob f¸r die Anbieter*innen kultureller Bildung ausreichend Personal vorhanden sind, um qualitativ hochwertige kulturelle Bildungsangebote anzubieten. Die Frage wurde nur Anbieter*innen von Angeboten gestellt.Seite 67 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es fehlt mir an R‰umlichkeiten, um Angebote kultureller Bildung anzubieten. Diese Frage sollte spezifischer kl‰ren, ob f¸r die Anbieter*innen kultureller Bildung ausreichend R‰umlichkeiten vorhanden sind, um qualitativ hochwertige kulturelle Bildungsangebote anzubieten. Die Frage wurde nur Anbieter*innen von Angeboten gestellt.Seite 68 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Angebote sollten in erster Linie im regul‰ren Schulbetrieb eingebaut werden. Diese und die zwei nachfolgenden Fragen hatten zum Ziel, herauszufinden, in welcher Lebenswelt der Zielgruppen die Angebote in erster Linie eingebaut werden sollten. In Kita- und Schulalltag, OGS oder Freizeit?Seite 69 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Angebote sollten vor allem w‰hrend der OGS stattfinden. Auch diese Frage hatte zum Ziel, herauszufinden, in welcher Lebenswelt der Zielgruppen die Angebote in erster Linie eingebaut werden sollten. In Kita- und Schulalltag, OGS oder Freizeit?Seite 70 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Angebote kultureller Bildung sollten insbesondere auflerhalb der Schul- und Kitazeit, also in der Freizeit, stattfinden. Auch mit dieser Frage sollte herausgefunden werden, in welcher Lebenswelt der Zielgruppen die Angebote in erster Linie eingebaut werden sollten. In Kita- und Schulalltag, OGS oder Freizeit?Seite 71 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 10 20 30 40 50 60 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu An Schulen sollte es eine zentrale Ansprechperson f¸r Kultur geben (z. B. eine "Kulturbeauftragte Person"). Diese Frage sollte kl‰ren, ob es sinnvoll w‰re, an jeder Schule und jeder Kita eine eigene Ansprechperson f¸r kulturelle Bildung zu haben, um den Austausch zu fˆrdern und die Angebote besser in den Alltag zu integrieren.Seite 72 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch) 0 5 10 15 20 25 30 35 stimme nicht zu stimme eher nicht zu stimme eher zu stimme voll und ganz zu Es wird mehr Unterst¸tzung benˆtigt, um kulturelle Bildung effektiver in den Schul- bzw. Kita-Alltag zu integrieren. Diese Frage sollte kl‰ren, ob f¸r die Bildungseinrichtungen ausreichend Mittel vorhanden sind, um kulturelle Bildungsangebote in den Alltag zu integrieren. Die Frage wurde nur an Bildungseinrichtungen gestellt.Seite 73 von 74 Dokumentenklasse B (nur f¸r den Dienstgebrauch)Seite 74 von 74
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