254069 · Mitteilungsvorlage
Zentrenmanagement Bad Godesberg Projektabschluss ZIZ-Bundesförderung - Projektfortführung Städtebauförderung NRW
Kerndaten
- Nummer
- 254069
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 29.01.2026
- Letzte Änderung
- 25.10.2026
Orte
- Theaterplatz Hauptort
- Am Fronhof
- F
- Godesberger Straße
- Bahnhofstraße
- Stadthaus
- Berliner Platz
- Alt-Godesberg
- Bad Godesberg
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 254069 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Zentrenmanagement Bad Godesberg Projektabschluss ZIZ-Bundesförderung - Projektfortführung Städtebauförderung NRW Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 11.03.2026 Kenntnisnahme Mitteilung: 1. Projektabschluss Zentrenmanagement über Bundesförderung ZIZ Sofortprogramm NRW (04/2021 – 08/2023) Im Rahmen des „Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in NRW“ konnte die Verwaltung im Jahr 2021 erfolgreich Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen für ein Zentrenmanagement einwerben (s. DS-Nr. 201911). Das Zentrenmanagement Bad Godesberg mit dem Schwerpunkt auf der Stärkung der Innenstadt und der Förderung des Einzelhandels wurde von April 2021 bis August 2023 eingerichtet und finanziert. ZIZ-Bundesförderung (09/2023 – 11/2025) Im Anschluss wurde das Zentrenmanagement von September 2023 bis November 2025 über die Bundesförderung „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (s. DS-Nr. 211222-01) finanziert. Mit dem Standort „Ort der Begegnung / Labor für Transformation“ im Ladenlokal Am Fronhof 10 in der Bad Godesberger Innenstadt konnte ein erweitertes Aufgabenprofil mit deutlich höherem Stundenkontingent umgesetzt werden. Das Projekt wurde nun erfolgreich abgeschlossen (s. Anlage ZIZ- Projektabschlussbericht). 2. Projektfortführung über Städtebauförderung NRW (12/2025 – 12/2028) Die Verwaltung hat zum 30.09.2024 einen Förderantrag zur Aufnahme des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) in das Städtebauförderprogramm NRW gestellt (s. DS-Nr. 241231). Im April 2025 wurde der Bonner Antrag in das Städtebauförderprogramm NRW für die Jahre 2025 bis 2028 aufgenommen. Damit konnte das Zentrenmanagement als Bestandteil des ISEK`s Bad Godesberg EU-weit öffentlich ausgeschrieben werden. Im Ergebnis erhielt das Angebot des Büros Stadtberatung Dr. Sven Fries die höchste Bewertung und ihm konnte der Zuschlag erteilt werden.Seite 1 von 13 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Das Zentrenmanagement bleibt am bewährten Standort „Ort der Begegnung / Labor für Transformation“, Am Fronhof 10, bestehen. Somit können begonnene Projekte konsequent weitergeführt, neue Maßnahmen gestartet und die Begleitung der Bürgerinnen und Bürger – insbesondere während der Umgestaltung der Fußgängerzone – nachhaltig gewährleistet werden. Anlage/n 1 Broschüre Projektabschluss_ZIZ_Zentrenmanagement (öffentlich)Seite 2 von 13 ZIZ-PROJEKTABSCHLUSS ZENTRENMANAGEMENT 11.09.2023 bis 28.11.2025 In Kooperation mit:Gefördert durch:Seite 3 von 13 2 3 NEUER SCHWUNG FÜR BAD GODESBERG DAS ZENTRENMANAGEMENT Leerstände hier, Online-Bestellungen dort – die Einkaufswelt hat sich verändert. Was früher selbstverständlich war, ist heute im Wandel: Große Warenhäuser verschwinden, kleine Läden kämpfen ums Überleben und viele Menschen kaufen lieber per Klick als vor Ort. Die Corona-Zeit hat diesen Wandel zusätz- lich beschleunigt – auch im Bonner Stadt- bezirk Bad Godesberg sind die Folgen zu spüren. Doch Stillstand ist keine Option. Die Bad Godesberger Innenstadt soll ein Ort blei- ben, an dem man nicht nur einkauft, son- dern lebt, arbeitet, flaniert und sich begegnet. Genau hier setzte das Zentrenmanagement Bad Godesberg an – als Ideenschmiede, Vermittlung und Motor für Neues. Ein Schwerpunkt lag darauf, die Innenstadt at- traktiver zu machen: Ein leerstehendes Laden- lokal wurde bespielt, um neue Impulse und mehr Frequenz zu schaffen. Gleichzeitig wurde fortlaufend erfasst, welche Räume aktuell leer standen. Auch Themen wie Sicherheit und Sauberkeit spielten eine wichtige Rolle, um die Aufenthaltsqualität spürbar zu verbessern. Gemeinsam mit Eigentümerinnen und Eigen- tümern, dem Einzelhandel, Nachbarschaf- ten, Vereinen und Initiativen gestaltete es den Wandel und ermöglichte es, in der Innenstadt Neues für die Zukunft auszuprobieren. Ermöglicht und gefördert wurde das Projekt durch das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) des Bundes, das Bad Godesberg von September 2023 bis November 2025 auf diesem Weg förderte. Foto: Arnulf Marquardt-Kuron Bereits seit April 2021 gab es ein Zentrenmanage- ment in der Innenstadt, das im Rahmen eines Landesförderprogramms der Landesregierung Nordrhein-Westfalen umgesetzt wurde. Dieses hatte jedoch keinen festen Standort, an dem Austausch und Projektarbeit kontinuierlich stattfinden konnten. In diesem Zeitraum wurden wesentliche Bedarfe und Herausforderungen festgestellt. Insbesondere wurde deutlich, dass ein Raum vor Ort fehlt, der als verlässlicher Ankerpunkt und Anlaufstelle dient – ein Ort, an dem Ideen entwickelt und weitergeführt werden können. Auf diesen Erkenntnissen baute das folgende Zentrenmanagement auf. Ein Blick in die neuen, belebten RäumeSeite 4 von 13 4 5 Attraktivierung der Innenstadt Durch die aktive Belebung des Leerstandes und die regelmäßige Präsenz einer festen Ansprechperson konnte das Sicherheitsemp- finden vor Ort gesteigert werden. Auch das Thema Sauberkeit spielte in der Arbeit des Zentrenmanagements eine zentrale Rolle. Die Nutzung der freien Räume sowie die Veranstal- tungen trugen außerdem dazu bei, zusätzliche Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt zu ziehen. Langfristig wirkt sich all dies positiv auf das Image der Bad Godesberger Innen- stadt aus. ... und warum das alles wichtig war Das Zentrenmanagement machte Bad Godes- berg zu mehr als einem Einkaufsort: Es schuf Orte der Begegnung, gab Ideen Raum zur Um- setzung und hielt die Innenstadt lebendig. ZENTRENMANAGEMENT- TEAM VOR ORT Sophie Büchner und Frank Schmitz standen den Menschen in Bad Godesberg als Ansprech- personen zur Seite. Sie hörten zu, brachten Akteurinnen und Akteure zusammen und un- terstützten Projekte, die der Innenstadt neue Impulse gaben. Kümmerer in der Innenstadt Der Schwerpunkt des Zentrenmanagements lag vor allem auf der Kümmer-Funktion. Es hörte den Menschen zu, nahm ihre Ideen auf und brachte diese gezielt in Planungen und Projekte ein. Orte für Begegnung und Belebung Das Ladenlokal entwickelte sich von einem nicht genutzten Ort zum Treffpunkt für Initia- tiven, Vereine und bürgerschaftliches Engage- ment. Das Zentrenmanagement deckte damit einen großen Raumbedarf für gemeinschaft- liches Miteinander. Vernetzen, vermitteln, informieren Das Zentrenmanagement verband Eigentüme- rinnen und Eigentümer, Gewerbetreibende, Vereine, Bürgerinnen und Bürger und vermit- telte zwischen ihnen und der Stadtverwaltung. Es erklärte Veränderungen, informierte die Menschen und bot Möglichkeiten, Ideen ein- zubringen – direkt im Ladenlokal oder über den Verfügungsfonds. Projekte fördern Über den Verfügungsfonds ermöglichte das Zentrenmanagement Aktionen, die Menschen zusammenbrachten und die Innenstadt berei- cherten. Oktober 2023: Beginn des Zentrenmanagements 2023 Das Zentrenmanagement-Team in Aktion (Foto: Arnulf Marquardt-Kuron) Spielerisch ins Gespräch kommen: Zentrenmanager Frank Schmitz drehte das Glücksrad beim Sommerfest der Vereine im Juli 2024 Das Team des Zentrenmanagements in Bad Godesberg: Sophie Büchner und Frank Schmitz vom beauftragten Büro STADT BERATUNG Dr. Sven Fries GmbHSeite 5 von 13 6 7 „ANPACKTAGE” IM NEUEN BÜRO Mitten in der Bad Godesberger Innenstadt verwandelte das Zentrenmanagement-Team ein leerstehendes Ladenlokal in sein neues Büro. Zwei Tage lang wurde angepackt, unter professioneller Anleitung gewerkelt und ge- staltet: Paletten verwandelten sich in gemüt- liche Sitzmöbel, eine Infotheke nahm Form an, und überall herrschte kreative Betriebsamkeit. Bürgerinnen und Bürger vor Ort unterstützten tatkräftig – ebenso wie das Zentrenmanage- ment und zuständige Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung. Aus einem leeren Raum wurde so ein Ort der Begegnung, der Ideen und Engagement sicht- bar macht und vielfältig genutzt werden konnte. BÜRGERSCHAFT ENTSCHEIDET ÜBER LOGO Die Menschen in Bad Godesberg konnten mitbestimmen, mit welchem Logo das Zent- renmanagement künftig auftreten sollte. Zur Auswahl standen drei Entwürfe, die das Team entwickelt und gemeinsam mit der Stadt- verwaltung ausgewählt hatte. Fast 300 Bürgerinnen und Bürger gaben zwischen dem 9. und dem 17. Dezember 2023 ihre Stimme online ab. Mit 187 Stimmen gewann das Logo, das am stärksten mit Bad Godesberg verbunden war und den höchsten Wiedererkennungswert bei den Menschen vor Ort hatte. Das Gewinnerlogo: Dezember 2023 Besonders die Theke fällt beim Eintreten in die Räumlichkeiten ins Auge Dank der fachlichen Unterstützung eines Schreiners konnte das Mobiliar fast vollständig selbst gebaut werden Logo 1 Logo 2 Logo 3 Die Godesburg machte das Rennen: Bei der Abstimmung wählten die meisten das Logo mit dem alten Wahrzeichen des Stadtbezirks. 2024Seite 6 von 13 Ein „Ort der Begegnung” in der Innenstadt Im Büro des Zentrenmanagement-Teams stan- den die Türen für Aktionen und Veranstaltun- gen offen. Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen nutzten den kostenlosen Raum, um gemeinsam gemeinwohlorientiert aktiv zu werden. Die Angebote reichten vom Eltern- Kind-Café über Workshops, Lesungen und Ausstellungen bis hin zu Info- und Beratungs- angeboten. Das Team des Zentrenmanagements unter- stützte beim Planen und Umsetzen. Die Men- schen konnten Ideen einbringen, Kontakte knüpfen und Projekte gemeinsam gestalten. Schon 2018 und 2019 hatten Bürgerinnen und Bürger in einem Leitbildprozess den Wunsch nach einem Ort für Austausch und soziales Miteinander geäußert – mit dem Ladenlokal wurde dieser Wunsch Wirklichkeit. V o r t r a g z u m F r e i t o d T a u s c h t r e f A k t i o n P i c o b e l l o DAS LADENLOKAL ZENTRENMANAGEMENT, ORT DER BEGEGNUNG UND LABOR FÜR TRANSFORMATION ZUGLEICH Beim gelungenen Auftakt im Februar 2024 öffnete das neue Büro des Zentrenmanage- ments in der Bad Godesberger City seine Türen. Oberbürgermeisterin Katja Dörner zerschnitt das Band, Fördermittelgeber und Mitarbeitende der Fachämter waren dabei, und ein Musiker aus Bad Godesberg sorgte für Stimmung. Über 80 Menschen nutzten die Gelegenheit, die neuen Räume zu entdecken und sich über die Angebote zu informieren. Die Räume befinden sich in einem früher leer- stehenden Ladenlokal mitten in der Innenstadt. Sie bieten Arbeitsplatz, Treffpunkt und Experi- mentierraum für neue Ideen – alles an einem Ort – und erweitern. Die Versorgungsfunk- tion des Zentrums um eine wichtige soziale Funktion. Die Räumlichkeiten bieten einen Ort für Diskussion und gemeinsame Entwicklung des Zentrums – die hohen Besucherzahlen unterstreichen den Bedarf dieser Funktions- erweiterung. Darüber hinaus trägt die aktive Bespielung des Raumes dazu bei, das Sicherheitsgefühl in der Umgebung zu erhöhen. Als sichtbare Anlauf- stelle vor Ort ist das Büro zudem ein wichtiger Baustein im Rahmen des gesamten Projekts. Bezirksbürgermeister Michael Wenzel nannte es eine „wichtige Weichenstellung“ für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt. Februar 2024: Eröffnung Ort der Begegnung und Labor der Transformation 2024 Bei der Eröfnung der neuen Räume übergab Oberbürger- meisterin Katja Dörner (3. von rechts) den symbolischen Schlüssel (Foto: Alfred Schmelzeisen) Finale für Leseratten: Im „Ort der Begegnung“ feierten Lesepaten den Schuljahresabschluss 8 9Seite 7 von 13 10 11 „Labor für Transformation“: Innenstadt gemeinsam gestalten Die Räume für das Zentrenmanagement dienten auch als „Labor für Transformation“. Hier trafen sich Bürgerinnen, Bürger und Fachleute, um zu diskutieren, auszuprobieren und neue Ideen für die Innenstadt zu entwickeln. Vorschläge konnten direkt sichtbar gemacht, besprochen und gemeinsam weitergedacht werden. „Transformation“ heißt, dass sich die Innenstadt an neue Bedingungen anpasst. Onlinehandel, veränderte Ansprüche an Aufenthaltsqualität oder klimatische Herausforderungen machen es nötig, die Innenstadt neu zu denken und aktiv zu gestalten. Im Labor konnten die Menschen direkt aus- probieren, wie sich die Innenstadt verändern lässt, eigene Ideen einbringen und gemein- sam an Lösungen arbeiten. Der Raum bot Platz für Austausch, Vernetzung und kreatives Gestalten. Beispielsweise entstand so das Format „Mobilitätswende spielen“: Parents for Future testeten ein interaktives Format, um mit Bürgerinnen und Bürgern über Mobilität ins Gespräch zu kommen. Auf einer Modellstraße, die eine Bad Godesberger Straße maßstabs- getreu abbildet, konnten Kinder und Erwach- sene Autos, Bäume, Menschen, Bänke und Verkehrsschilder neu platzieren, um alternative Nutzungen zu erproben. Ins Gespräch kommen und neue Lösungsansätze entwickeln – dafür war Platz im „Labor der Transformation“ März 2024: Forum Innenstadt GEMEINSAM GESTALTEN – VERWALTUNG IM DIALOG Gute Stadtentwicklung gelingt nur, wenn alle zusammenarbeiten. Deshalb war die Weiter- entwicklung der Bad Godesberger Innenstadt Teamarbeit: Das Zentrenmanagement-Team arbeitete eng mit verschiedenen Fachämtern der Stadtverwaltung zusammen: Insbesonde- re mit dem Amt für Wirtschaftsförderung, dem Stadtplanungsamt und dem Amt für Soziales und Wohnen, aber auch darüber hinaus. Ziel war es, Projekte gemeinsam zu entwickeln, Ab- läufe zu verzahnen und Maßnahmen aufeinan- der abzustimmen. Regelmäßige Steuerungsrunden boten Raum für Austausch, Planung und Abstimmung. In diesen Runden wurden Ideen geteilt, Projekte weitergedacht und Entscheidungen vorbereitet, die Bad Godesberg sichtbar voranbrachten. Durch die enge Abstimmung konnten viele Themen schneller angegangen werden – und gute Ideen dort landen, wo sie gebraucht werden: im Stadtteil selbst. So wurde beispielsweise eine Sprechstunde mit dem Ordnungsamt ins Leben gerufen. Diese wird in Zusammenarbeit mit der Polizei fortgeführt. Ein weiteres Format, das einmal im Quartal stattfand, war das Forum Innenstadt. Auch hier wurde fachübergreifend zusammengearbeitet: Das Zentrenmanagement bereitete die Veran- staltung gemeinsam mit der Verwaltung vor und setzte sie um. Verschiedene Akteurinnen und Akteure der Innenstadt waren eingeladen, teilzunehmen,darunter auch Vertretungen von Institutionen und Vereinen sowie politische Fraktionen. Von Verwaltung bis Verein: Beim Forum Innenstadt kamen alle zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Innenstadt auszutauschen (Foto: Arnulf Marquardt-Kuron)Seite 8 von 13 12 13 Kooperationen, die bewegen Das Zentrenmanagement arbeitete eng mit vielen Partnerinnen und Partnern zusammen, darunter WIR unter der Godesburg, Kunst und Kultur Bad Godesberg (KuKuG e. V.), das Stadt- marketing Bad Godesberg e. V., die Kleider- kammer und die Baumwächter. Auch die Ge- meindepsychiatrie, die Behinderten-Gemein- schaft Bonn e. V., das Klimaviertel, die Quar- tiersmanagements Pennefeld und Mitmach- zentrum Bad Godesberg, Naturnah gärtnern, Bürger Bad Godesberg e. V.,das Generationen- netzwerk und viele weitere wirkten mit – so konnten zahlreiche Aktionen und Projekte umgesetzt werden. April 2024: Erstes Vernetzungstreffen mit Vereinen, Institutionen, Gewerbe und Eigentümern VERNETZT UND ENGAGIERT In Bad Godesberg passiert viel – oft hinter den Kulissen. Das Zentrenmanagement-Team führte die Fäden zusammen, förderte den Austausch zwischen Gewerbe, Vereinen, Institutionen sowie Bürgerinnen und Bürgern und organisierte Be- gegnungen. So entstanden Ideen, die den Stadt- teil lebendig machen und Menschen verbinden. Stammtisch, Treffen und Nachbarschaft Ein zentraler Baustein des Projekts war der „Aktive Stammtisch“, den das Zentrenmanage- ment ins Leben gerufen hatte. Ehrenamtlich Engagierte trafen sich hier, bündelten Kräfte und stärkten den Stadtteil gemeinsam. Für alle, die Gewerbe betreiben oder Immobilien besitzen, initiierte das Zentrenmanagement die „Vernetzungstreffen Handel & Immobi- lien“. Dieses fand großen Anklang. Bei Bedarf wurden auch externe Partner wie BonnOrange eingeladen und gaben wertvolle Impulse. Die Treffen trugen dazu bei, die Ressourcen von Ehrenamtlichen zu bündeln und gemeinsame Aktionen auf die Beine zu stellen. Ergänzt wurden diese Formate durch regelmäßige Nachbarschaftstreffen wie den „Tag der Nach- barn”, bei dem Bewohnerinnen und Bewohner direkt miteinander ins Gespräch kamen. Vereine vernetzten sich und stärkten ihre Zusammenarbeit Eine erfahrene ukrainische Kursleiterin führte in die Techniken des Perlenstickens ein und berichtete von der kulturellen Bedeutung dieser Kunst in ihrer Heimat. Neben handwerklichem Geschick stand der interkulturelle Austausch im Mittelpunkt. Gewerbetreibende und Eigentümer tauschten sich beim Vernetzungstrefen aus #jetzt in Bonn: Mit Engagement und Kreativität zeigte die Initiative, wie wichtig es ist, aktiv für eine ofene und solidarische Gesellschaft einzutretenSeite 9 von 13 14 15 Ein Tag für die Zukunft: Nachhaltigkeitstag Ein gutes Beispiel für eine Veranstaltung, die aufgrund von vielen Kooperationen erfolgreich durchgeführt werden konnte, ist der Nachhal- tigkeitstag am 29. März 2025. An diesem Tag wurde der Theaterplatz zum Freiluftforum und es trafen Wissen auf Neugier: Auf der Bühne wechselten sich Vorträge von Fachleuten, Musik und Gespräche ab, dazwischen blieb Zeit zum Staunen, Diskutieren und Mitmachen. Besonders ins Auge fiel ein kunstvoll gebas- telter Habitatbaum – Symbol für Artenvielfalt und Artenschutz. Rundherum gab es Infostän- de und Workshops, die das Bewusstsein für eine umweltfreundliche Zukunft stärkten. Für Unterhaltung sorgten Spiele, bei denen die Teil- nehmer ihr Wissen über Umweltschutz testen und erweiterten konnten. Kleine Preise moti- vierten zur Teilnahme und machten das Mit- machen für Groß und Klein noch interessanter. Der Nachhaltigkeitstag war ein voller Erfolg – nicht zuletzt, weil die Veranstaltung gemein- schaftlich beim Aktiven Stammtisch vorbe- reitet worden war. Erfolgreiche Zusammenarbeit kann gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen Am Nachhaltigkeitstag gab es viel zu entdecken GUTE IDEEN BRAUCHEN RÜCKENWIND DER VERFÜGUNGSFONDS Manchmal reichen schon kleine Beträge, um große Wirkung zu erzielen. Genau dafür gab es den Verfügungsfonds: Er unterstützte finanziell Ideen, Aktionen und Projekte, die kurzfristig in Bad Godesberg umgesetzt werden konnten. Ein Fonds für alle Ob Verein, Initiative oder engagierte Einzelper- son – alle durften einen Antrag stellen, solange das Vorhaben einen Bezug zum Fördergebiet, das vor allem die Innenstadt umfasste, hatte. Das Zentrenmanagement verwaltete den Fonds und beriet Antragsstellende. So blieb der Weg von der Idee zur Umsetzung kurz – und das Er- gebnis sichtbar vor Ort. Das Verfügungsfondsgremium Über die Vergabe der Mittel entschied das Verfügungsfondsgremium, in dem 13 Vertreter- innen und Vertreter lokaler Vereine und Interessensgruppen saßen. Die stimmberech- tigten Mitglieder spiegelten die Vielfalt der Menschen in Bad Godesberg wider. Innerhalb von anderthalb Jahren kamen sie, inklusive der konstituierenden Sitzung, fünfmal zusammen – organisiert vom Zentrenmanagement. Die Verfügungsfonds-Projekte In den Jahren 2024 und 2025 wurden insge- samt 13 Projekte gefördert – sechs im Jahr 2024, sieben im Jahr 2025 – mit einer Förder- summe von insgesamt ca. 25.800 Euro. Zu den geförderten Projekten zählen unter anderem die Weihnachtsbeleuchtung und weitere Aktionen, die das Stadtbild verschönern und das Miteinander in Bad Godesberg stärken. • Bonner Literaten lesen (Lese-Kultur Godesberg e. V.) • Klangstation (Katharina Brosch, Axel Bergfeld) • Queeres Lesen (Lese-Kultur Godesberg e. V.) • Tag der kleinen Bad Godesberger (Stadtmarketing Bad Godesberg e. V.) • Der Runde Tisch Flüchtlingshilfe sagt „Danke“ (Runder Tisch Flüchtlingshilfe Bad Godesberg) • Sprayday Innenstadt (One World Café) • Weihnachtsbeleuchtung und -bäume Theaterplatz – Am Fronhof (Stadtmarketing Bad Godesberg e. V.) Weitere Projekte auf der nächsten SeiteSeite 10 von 13 16 17 E i n g a n z b e s o n d e r e r G a s t i m O r t d e r B e g e g n u n g : d e r N i k o l a us ! • Weihnachtsbeleuchtung Bahnhofstraße (Stadtmarketing Bad Godesberg e. V.) • Bad Godesberg SEHEN (KuKug e. V.) • Kino unterm Sternenhimmel (KuKuG e. V.) • Open Dance (KuKug e. V.) • Konzert, Ausstellung und Begegnung anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Runden Tischs der Flüchtlingshilfe (Runder Tisch Flüchtlingshilfe Bad Godesberg) • Projekt Vision Zero Plastic (Seraji Foundation e. V.) Dokumentarfilm „Bad Godesberg SEHEN” Mit Unterstützung des Verfügungsfonds entstand der rund 14-minütige Dokumentar- film „Bad Godesberg SEHEN“ – eine filmische Liebeserklärung an den Stadtteil. Die Idee hatte der Verein Kunst und Kultur Bad Godesberg (KuKuG), umgesetzt wurde sie von Regisseur Kai von Westerman. Premiere feierte der Film im Oktober 2025 im Kinopolis Bad Godesberg. Über den QR-Code lässt sich der Film auf YouTube ansehen. Tag der kleinen Bad Godesberger Der „Tag der kleinen Bad Godesberger“ verwandelte die Innenstadt im Juli 2024 in ein Paradies für Kinder und Familien. Das durch den Verfügungsfonds geförderte Stadtteilfest lockte viele Besucherinnen und Besucher an – und wurde zugleich zum bis dahin umsatz- reichsten Tag des Jahres für den lokalen Einzelhandel. Mitten in Bad Godesberg war viel los – die Veranstaltung zog nicht nur kleine, sondern auch große Godesberger an Dezember 2024: Adventscafé VERANSTALTUNGEN, DIE BEWEGEN Das Zentrenmanagement hat in den vergange- nen Jahren häufig gezeigt, wie leicht es sein kann, Menschen in Bewegung zu bringen – und den Stadtteil gleich mit. Ob Gespräche, Feste oder Aktionen: Immer ging es darum, Bad Godesberg lebendig zu machen, unterschiedliche Menschen zu erreichen und neue Verbindungen zu schaffen. Das Zentrenmanagement organisierte eine Viel- zahl an Aktionen in Bad Godesberg. Nähe im Alltag Auch jenseits des Theaterplatzes brachte das Zentrenmanagement Menschen zusammen – beim Tag der Nachbarn 2024 und 2025, beim Adventscafé oder beim Fastenbrechen. Mal wurde gemeinsam gefeiert, mal einfach geredet, immer aber entstand das, was eine Stadt lebens- wert macht: Begegnung. Durch die Veranstal- tungen konnten viele verschiedene Zielgruppen, über alle Altersgrenzen und kulturelle Hinter- gründe hinweg, erreicht werden. Das Adventscafé Im „Ort der Begegnung“ herrschte auch festliche Stimmung: Beim Adventscafé am 5. Dezember 2024 bastelten rund 50 Gäste, groß und klein, an der Dekorationsstation weihnachtliche Schmuck- stücke für ihr Zuhause. Für die Erwachsenen gab es außerdem die Möglichkeit, mitgebrachte Ge- schenke an einer Einpackstation gemeinsam mit der Organisation OlamAid liebevoll verpacken zu lassen. Zur Einstimmung wurde eine Weih- nachtsgeschichte vorgelesen, bevor der Nikolaus erschien und jedem Kind einen Schokonikolaus überreichte. Den Abschluss bildete ein gemeinsa- mes, von Werner Mutz am Akkordeon begleitetes Weihnachtsliedersingen. Zahlreiche Gäste aus verschiedenen Ländern tauschten sich in herzlicher Atmosphäre aus. Das Zentrenmanage- ment förderte Veranstaltungen wie das Fastenbrechen, um den Dialog zwischen den Kulturen zu stärken und Missverständnisse abzubauen. 16 17 2025 Juli 2024: Tag der kleinen GodesbergerSeite 11 von 13 18 19 AUSBLICK: GEMEINSAM WEITERDENKEN! Das Büro des Zentrenmanagements im zent- ral gelegenen Ladenlokal hat sich in den letz- ten Jahren zu einem lebendigen Treffpunkt entwickelt. Es wurde zu einem sogenann- ten Dritten Ort – also einem Platz außerhalb von Wohnung und Arbeitsplatz, an dem Men- schen jeglichen Alters und Nationalität einfach zusammenkommen können. Hier wurde informiert, diskutiert, gelacht und gemeinsam geplant. Insgesamt haben etwa 7.500 Menschen den Ort der Begegnung aufgesucht. Diese Zahl und die Rückmeldungen zeigen: Die Angebote wurden gut angenommen, und immer mehr Menschen nutzten die Veranstaltungen und Projekte, um ins Gespräch zu kommen und den Stadtteil aktiv mitzugestalten. Was bleibt – und wie es weitergeht Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, wie wichtig offene Begegnungsräume und eine gute Vernetzung für eine lebendige Innen- stadt sind. Dieses Miteinander soll auch künftig weitergetragen werden – durch Kooperatio- nen, die bestehen bleiben, durch neue Ideen aus der Bürgerschaft und durch die gewachsenen Strukturen, die Bad Godesberg stärken. Erfolgsfaktoren für die Zukunft Fördermittel sind grundsätzlich ein wichtiger Faktor, damit Projekte wie dieses umgesetzt und langfristig fortgeführt werden können. Für den Erfolg sind die Zusammenarbeit mit der Verwaltung, viele Partnerinnen und Partner im Netzwerk und der direkte Kontakt zu den Men- schen vor Ort entscheidend. Ebenso wichtig sind Flexibilität, kurze Wege und Angebote, die niedrigschwellig und offen für alle sind. Diese Kombination hat das Zentrenmanagement stark gemacht – und sie wird auch künftig den Weg weisen, damit die Innenstadt lebendig und einladend bleibt. Nach dieser Förderung wird das Zentrenmanagement in die Städte- bauförderung überführt und in den bekannten Räumlichkeiten bis Ende 2028 bestehen bleiben. BESUCHERZAHLEN AUF EINEN BLICK 2024 2025 218 168 195 239 246 193 507 249 427 439 305 328 340 470 478 466 386 451 456 424 605 77 Jan Feb April Juni Juli Aug Sep Okt Nov DezMärz MaiSeite 12 von 13 Impressum Herausgeber: Bundesstadt Bonn Amt 61 - Stadtplanungsamt Stadthaus Berliner Platz 2 53111 Bonn Redaktion und Gestaltung: STADT BERATUNG Dr. Sven Fries GmbH Landauer Straße 58 67346 Speyer Telefon 06232 87093-00 www.stadtberatung.info Fotos: Zentrenmanagement (STADT BERATUNG Dr. Sven Fries GmbH) , sofern nicht anders angegeben Stand: November 2025 Auflage: 200 Stück Druck: WIRmachenDruck GmbHSeite 13 von 13
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:31 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de