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254069 · Mitteilungsvorlage

Zentrenmanagement Bad Godesberg Projektabschluss ZIZ-Bundesförderung - Projektfortführung Städtebauförderung NRW

Nummer
254069
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
29.01.2026
Letzte Änderung
25.10.2026
  • Theaterplatz Straße· Alt-Godesberg, Bad Godesberg Hauptort
  • Am Fronhof Straße· Alt-Godesberg, Bad Godesberg
  • F Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Godesberger Straße Straße· Hochkreuz, Bad Godesberg
  • Bahnhofstraße Straße· Brüser Berg, Hardtberg
  • Stadthaus Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Berliner Platz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Alt-Godesberg Ortsteil· Bad Godesberg
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 11.03.2026 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 6,9 MB Öffnen ↗

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
254069
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Zentrenmanagement Bad Godesberg
Projektabschluss ZIZ-Bundesförderung -
Projektfortführung Städtebauförderung NRW
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 11.03.2026 Kenntnisnahme
Mitteilung:
1. Projektabschluss Zentrenmanagement über Bundesförderung ZIZ
Sofortprogramm NRW (04/2021 – 08/2023)
Im Rahmen des „Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und
Zentren in NRW“ konnte die Verwaltung im Jahr 2021 erfolgreich Fördermittel
des Landes Nordrhein-Westfalen für ein Zentrenmanagement einwerben (s.
DS-Nr. 201911). Das Zentrenmanagement Bad Godesberg mit dem
Schwerpunkt auf der Stärkung der Innenstadt und der Förderung des
Einzelhandels wurde von April 2021 bis August 2023 eingerichtet und
finanziert.
ZIZ-Bundesförderung (09/2023 – 11/2025)
Im Anschluss wurde das Zentrenmanagement von September 2023 bis
November 2025 über die Bundesförderung „Zukunftsfähige Innenstädte und
Zentren“ (s. DS-Nr. 211222-01) finanziert.
Mit dem Standort „Ort der Begegnung / Labor für Transformation“ im
Ladenlokal Am Fronhof 10 in der Bad Godesberger Innenstadt konnte ein
erweitertes Aufgabenprofil mit deutlich höherem Stundenkontingent umgesetzt
werden. Das Projekt wurde nun erfolgreich abgeschlossen (s. Anlage ZIZ-
Projektabschlussbericht).
2. Projektfortführung über Städtebauförderung NRW (12/2025 – 12/2028)
Die Verwaltung hat zum 30.09.2024 einen Förderantrag zur Aufnahme des
Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) in das
Städtebauförderprogramm NRW gestellt (s. DS-Nr. 241231).
Im April 2025 wurde der Bonner Antrag in das Städtebauförderprogramm NRW
für die Jahre 2025 bis 2028 aufgenommen. Damit konnte das
Zentrenmanagement als Bestandteil des ISEK`s Bad Godesberg EU-weit
öffentlich ausgeschrieben werden. Im Ergebnis erhielt das Angebot des Büros
Stadtberatung Dr. Sven Fries die höchste Bewertung und ihm konnte der
Zuschlag erteilt werden.Seite 1 von 13
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Das Zentrenmanagement bleibt am bewährten Standort „Ort der Begegnung /
Labor für Transformation“, Am Fronhof 10, bestehen. Somit können begonnene
Projekte konsequent weitergeführt, neue Maßnahmen gestartet und die
Begleitung der Bürgerinnen und Bürger – insbesondere während der
Umgestaltung der Fußgängerzone – nachhaltig gewährleistet werden.
Anlage/n
1 Broschüre Projektabschluss_ZIZ_Zentrenmanagement (öffentlich)Seite 2 von 13
ZIZ-PROJEKTABSCHLUSS
ZENTRENMANAGEMENT
11.09.2023
bis
28.11.2025
In Kooperation mit:Gefördert durch:Seite 3 von 13
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NEUER SCHWUNG FÜR BAD GODESBERG
DAS ZENTRENMANAGEMENT
Leerstände hier, Online-Bestellungen dort –
die Einkaufswelt hat sich verändert. Was früher
selbstverständlich war, ist heute im Wandel:
Große Warenhäuser verschwinden, kleine
Läden kämpfen ums Überleben und viele
Menschen kaufen lieber per Klick als vor Ort.
Die Corona-Zeit hat diesen Wandel zusätz-
lich beschleunigt – auch im Bonner Stadt-
bezirk Bad Godesberg sind die Folgen zu
spüren. Doch Stillstand ist keine Option. Die
Bad Godesberger Innenstadt soll ein Ort blei-
ben, an dem man nicht nur einkauft, son-
dern lebt, arbeitet, flaniert und sich begegnet.
Genau hier setzte das Zentrenmanagement
Bad Godesberg an – als Ideenschmiede,
Vermittlung und Motor für Neues.
Ein Schwerpunkt lag darauf, die Innenstadt at-
traktiver zu machen: Ein leerstehendes Laden-
lokal wurde bespielt, um neue Impulse und
mehr Frequenz zu schaffen. Gleichzeitig wurde
fortlaufend erfasst, welche Räume aktuell leer
standen. Auch Themen wie Sicherheit und
Sauberkeit spielten eine wichtige Rolle, um die
Aufenthaltsqualität spürbar zu verbessern.
Gemeinsam mit Eigentümerinnen und Eigen-
tümern, dem Einzelhandel, Nachbarschaf-
ten, Vereinen und Initiativen gestaltete es den
Wandel und ermöglichte es, in der Innenstadt
Neues für die Zukunft auszuprobieren.
Ermöglicht und gefördert wurde das Projekt
durch das Bundesprogramm „Zukunftsfähige
Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) des Bundes,
das Bad Godesberg von September 2023 bis
November 2025 auf diesem Weg förderte.
Foto: Arnulf Marquardt-Kuron
Bereits seit April 2021 gab es ein Zentrenmanage-
ment in der Innenstadt, das im Rahmen eines
Landesförderprogramms der Landesregierung
Nordrhein-Westfalen umgesetzt wurde. Dieses
hatte jedoch keinen festen Standort, an dem
Austausch und Projektarbeit kontinuierlich
stattfinden konnten. In diesem Zeitraum wurden
wesentliche Bedarfe und Herausforderungen
festgestellt. Insbesondere wurde deutlich, dass
ein Raum vor Ort fehlt, der als verlässlicher
Ankerpunkt und Anlaufstelle dient – ein Ort, an
dem Ideen entwickelt und weitergeführt werden
können. Auf diesen Erkenntnissen baute das
folgende Zentrenmanagement auf.
Ein Blick in die neuen,
belebten RäumeSeite 4 von 13
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Attraktivierung der Innenstadt
Durch die aktive Belebung des Leerstandes
und die regelmäßige Präsenz einer festen
Ansprechperson konnte das Sicherheitsemp-
finden vor Ort gesteigert werden. Auch das
Thema Sauberkeit spielte in der Arbeit des
Zentrenmanagements eine zentrale Rolle. Die
Nutzung der freien Räume sowie die Veranstal-
tungen trugen außerdem dazu bei, zusätzliche
Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt
zu ziehen. Langfristig wirkt sich all dies positiv
auf das Image der Bad Godesberger Innen-
stadt aus.
... und warum das alles wichtig war
Das Zentrenmanagement machte Bad Godes-
berg zu mehr als einem Einkaufsort: Es schuf
Orte der Begegnung, gab Ideen Raum zur Um-
setzung und hielt die Innenstadt lebendig.
ZENTRENMANAGEMENT-
TEAM VOR ORT
Sophie Büchner und Frank Schmitz standen
den Menschen in Bad Godesberg als Ansprech-
personen zur Seite. Sie hörten zu, brachten
Akteurinnen und Akteure zusammen und un-
terstützten Projekte, die der Innenstadt neue
Impulse gaben.
Kümmerer in der Innenstadt
Der Schwerpunkt des Zentrenmanagements
lag vor allem auf der Kümmer-Funktion. Es
hörte den Menschen zu, nahm ihre Ideen auf
und brachte diese gezielt in Planungen und
Projekte ein.
Orte für Begegnung und Belebung
Das Ladenlokal entwickelte sich von einem
nicht genutzten Ort zum Treffpunkt für Initia-
tiven, Vereine und bürgerschaftliches Engage-
ment. Das Zentrenmanagement deckte damit
einen großen Raumbedarf für gemeinschaft-
liches Miteinander.
Vernetzen, vermitteln, informieren
Das Zentrenmanagement verband Eigentüme-
rinnen und Eigentümer, Gewerbetreibende,
Vereine, Bürgerinnen und Bürger und vermit-
telte zwischen ihnen und der Stadtverwaltung.
Es erklärte Veränderungen, informierte die
Menschen und bot Möglichkeiten, Ideen ein-
zubringen – direkt im Ladenlokal oder über
den Verfügungsfonds.
Projekte fördern
Über den Verfügungsfonds ermöglichte das
Zentrenmanagement Aktionen, die Menschen
zusammenbrachten und die Innenstadt berei-
cherten.
Oktober 2023: Beginn des Zentrenmanagements
2023
Das Zentrenmanagement-Team in Aktion
(Foto: Arnulf Marquardt-Kuron)
Spielerisch ins Gespräch kommen: Zentrenmanager
Frank Schmitz drehte das Glücksrad beim Sommerfest
der Vereine im Juli 2024
Das Team des Zentrenmanagements in Bad Godesberg:
Sophie Büchner und Frank Schmitz vom beauftragten
Büro STADT BERATUNG Dr. Sven Fries GmbHSeite 5 von 13
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„ANPACKTAGE” IM NEUEN BÜRO
Mitten in der Bad Godesberger Innenstadt
verwandelte das Zentrenmanagement-Team
ein leerstehendes Ladenlokal in sein neues
Büro. Zwei Tage lang wurde angepackt, unter
professioneller Anleitung gewerkelt und ge-
staltet: Paletten verwandelten sich in gemüt-
liche Sitzmöbel, eine Infotheke nahm Form an,
und überall herrschte kreative Betriebsamkeit.
Bürgerinnen und Bürger vor Ort unterstützten
tatkräftig – ebenso wie das Zentrenmanage-
ment und zuständige Mitarbeitende aus der
Stadtverwaltung.
Aus einem leeren Raum wurde so ein Ort der
Begegnung, der Ideen und Engagement sicht-
bar macht und vielfältig genutzt werden konnte.
BÜRGERSCHAFT ENTSCHEIDET ÜBER LOGO
Die Menschen in Bad Godesberg konnten
mitbestimmen, mit welchem Logo das Zent-
renmanagement künftig auftreten sollte. Zur
Auswahl standen drei Entwürfe, die das Team
entwickelt und gemeinsam mit der Stadt-
verwaltung ausgewählt hatte.
Fast 300 Bürgerinnen und Bürger gaben
zwischen dem 9. und dem 17. Dezember
2023 ihre Stimme online ab. Mit 187 Stimmen
gewann das Logo, das am stärksten mit Bad
Godesberg verbunden war und den höchsten
Wiedererkennungswert bei den Menschen vor
Ort hatte.
Das Gewinnerlogo:
Dezember 2023
Besonders die Theke fällt beim Eintreten
in die Räumlichkeiten ins Auge
Dank der fachlichen Unterstützung eines Schreiners
konnte das Mobiliar fast vollständig selbst gebaut werden
Logo 1
Logo 2
Logo 3
Die Godesburg machte das
Rennen: Bei der Abstimmung
wählten die meisten das Logo
mit dem alten Wahrzeichen des
Stadtbezirks.
2024Seite 6 von 13
Ein „Ort der Begegnung” in der Innenstadt
Im Büro des Zentrenmanagement-Teams stan-
den die Türen für Aktionen und Veranstaltun-
gen offen. Bürgerinnen und Bürger, Vereine
und Initiativen nutzten den kostenlosen Raum,
um gemeinsam gemeinwohlorientiert aktiv zu
werden. Die Angebote reichten vom Eltern-
Kind-Café über Workshops, Lesungen und
Ausstellungen bis hin zu Info- und Beratungs-
angeboten.
Das Team des Zentrenmanagements unter-
stützte beim Planen und Umsetzen. Die Men-
schen konnten Ideen einbringen, Kontakte
knüpfen und Projekte gemeinsam gestalten.
Schon 2018 und 2019 hatten Bürgerinnen und
Bürger in einem Leitbildprozess den Wunsch
nach einem Ort für Austausch und soziales
Miteinander geäußert – mit dem Ladenlokal
wurde dieser Wunsch Wirklichkeit.
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DAS LADENLOKAL
ZENTRENMANAGEMENT, ORT DER BEGEGNUNG
UND LABOR FÜR TRANSFORMATION ZUGLEICH
Beim gelungenen Auftakt im Februar 2024
öffnete das neue Büro des Zentrenmanage-
ments in der Bad Godesberger City seine
Türen. Oberbürgermeisterin Katja Dörner
zerschnitt das Band, Fördermittelgeber und
Mitarbeitende der Fachämter waren dabei,
und ein Musiker aus Bad Godesberg sorgte
für Stimmung. Über 80 Menschen nutzten die
Gelegenheit, die neuen Räume zu entdecken
und sich über die Angebote zu informieren.
Die Räume befinden sich in einem früher leer-
stehenden Ladenlokal mitten in der Innenstadt.
Sie bieten Arbeitsplatz, Treffpunkt und Experi-
mentierraum für neue Ideen – alles an einem
Ort – und erweitern. Die Versorgungsfunk-
tion des Zentrums um eine wichtige soziale
Funktion. Die Räumlichkeiten bieten einen Ort
für Diskussion und gemeinsame Entwicklung
des Zentrums – die hohen Besucherzahlen
unterstreichen den Bedarf dieser Funktions-
erweiterung.
Darüber hinaus trägt die aktive Bespielung des
Raumes dazu bei, das Sicherheitsgefühl in der
Umgebung zu erhöhen. Als sichtbare Anlauf-
stelle vor Ort ist das Büro zudem ein wichtiger
Baustein im Rahmen des gesamten Projekts.
Bezirksbürgermeister Michael Wenzel nannte
es eine „wichtige Weichenstellung“ für die
zukünftige Entwicklung der Innenstadt.
Februar 2024: Eröffnung Ort der Begegnung und Labor der Transformation
2024
Bei der Eröfnung der neuen Räume übergab Oberbürger-
meisterin Katja Dörner (3. von rechts) den symbolischen
Schlüssel (Foto: Alfred Schmelzeisen)
Finale für Leseratten: Im „Ort der
Begegnung“ feierten Lesepaten
den Schuljahresabschluss
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„Labor für Transformation“:
Innenstadt gemeinsam gestalten
Die Räume für das Zentrenmanagement dienten
auch als „Labor für Transformation“. Hier trafen
sich Bürgerinnen, Bürger und Fachleute, um zu
diskutieren, auszuprobieren und neue Ideen
für die Innenstadt zu entwickeln. Vorschläge
konnten direkt sichtbar gemacht, besprochen
und gemeinsam weitergedacht werden.
„Transformation“ heißt, dass sich die Innenstadt
an neue Bedingungen anpasst. Onlinehandel,
veränderte Ansprüche an Aufenthaltsqualität
oder klimatische Herausforderungen machen
es nötig, die Innenstadt neu zu denken und
aktiv zu gestalten.
Im Labor konnten die Menschen direkt aus-
probieren, wie sich die Innenstadt verändern
lässt, eigene Ideen einbringen und gemein-
sam an Lösungen arbeiten. Der Raum bot
Platz für Austausch, Vernetzung und kreatives
Gestalten. Beispielsweise entstand so das
Format „Mobilitätswende spielen“: Parents for
Future testeten ein interaktives Format, um mit
Bürgerinnen und Bürgern über Mobilität ins
Gespräch zu kommen. Auf einer Modellstraße,
die eine Bad Godesberger Straße maßstabs-
getreu abbildet, konnten Kinder und Erwach-
sene Autos, Bäume, Menschen, Bänke und
Verkehrsschilder neu platzieren, um alternative
Nutzungen zu erproben.
Ins Gespräch kommen und neue Lösungsansätze
entwickeln – dafür war Platz im „Labor der Transformation“
März 2024: Forum Innenstadt
GEMEINSAM GESTALTEN –
VERWALTUNG IM DIALOG
Gute Stadtentwicklung gelingt nur, wenn alle
zusammenarbeiten. Deshalb war die Weiter-
entwicklung der Bad Godesberger Innenstadt
Teamarbeit: Das Zentrenmanagement-Team
arbeitete eng mit verschiedenen Fachämtern
der Stadtverwaltung zusammen: Insbesonde-
re mit dem Amt für Wirtschaftsförderung, dem
Stadtplanungsamt und dem Amt für Soziales
und Wohnen, aber auch darüber hinaus. Ziel
war es, Projekte gemeinsam zu entwickeln, Ab-
läufe zu verzahnen und Maßnahmen aufeinan-
der abzustimmen.
Regelmäßige Steuerungsrunden boten Raum
für Austausch, Planung und Abstimmung. In
diesen Runden wurden Ideen geteilt, Projekte
weitergedacht und Entscheidungen vorbereitet,
die Bad Godesberg sichtbar voranbrachten.
Durch die enge Abstimmung konnten viele
Themen schneller angegangen werden – und
gute Ideen dort landen, wo sie gebraucht werden:
im Stadtteil selbst. So wurde beispielsweise
eine Sprechstunde mit dem Ordnungsamt ins
Leben gerufen. Diese wird in Zusammenarbeit
mit der Polizei fortgeführt.
Ein weiteres Format, das einmal im Quartal
stattfand, war das Forum Innenstadt. Auch hier
wurde fachübergreifend zusammengearbeitet:
Das Zentrenmanagement bereitete die Veran-
staltung gemeinsam mit der Verwaltung vor
und setzte sie um. Verschiedene Akteurinnen
und Akteure der Innenstadt waren eingeladen,
teilzunehmen,darunter auch Vertretungen von
Institutionen und Vereinen sowie politische
Fraktionen.
Von Verwaltung bis Verein: Beim Forum Innenstadt kamen
alle zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen in der
Innenstadt auszutauschen (Foto: Arnulf Marquardt-Kuron)Seite 8 von 13
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Kooperationen, die bewegen
Das Zentrenmanagement arbeitete eng mit
vielen Partnerinnen und Partnern zusammen,
darunter WIR unter der Godesburg, Kunst und
Kultur Bad Godesberg (KuKuG e. V.), das Stadt-
marketing Bad Godesberg e. V., die Kleider-
kammer und die Baumwächter. Auch die Ge-
meindepsychiatrie, die Behinderten-Gemein-
schaft Bonn e. V., das Klimaviertel, die Quar-
tiersmanagements Pennefeld und Mitmach-
zentrum Bad Godesberg, Naturnah gärtnern,
Bürger Bad Godesberg e. V.,das Generationen-
netzwerk und viele weitere wirkten mit – so
konnten zahlreiche Aktionen und Projekte
umgesetzt werden.
April 2024: Erstes Vernetzungstreffen mit Vereinen, Institutionen, Gewerbe und Eigentümern
VERNETZT UND ENGAGIERT
In Bad Godesberg passiert viel – oft hinter den
Kulissen. Das Zentrenmanagement-Team führte
die Fäden zusammen, förderte den Austausch
zwischen Gewerbe, Vereinen, Institutionen sowie
Bürgerinnen und Bürgern und organisierte Be-
gegnungen. So entstanden Ideen, die den Stadt-
teil lebendig machen und Menschen verbinden.
Stammtisch, Treffen und Nachbarschaft
Ein zentraler Baustein des Projekts war der
„Aktive Stammtisch“, den das Zentrenmanage-
ment ins Leben gerufen hatte. Ehrenamtlich
Engagierte trafen sich hier, bündelten Kräfte
und stärkten den Stadtteil gemeinsam. Für
alle, die Gewerbe betreiben oder Immobilien
besitzen, initiierte das Zentrenmanagement
die „Vernetzungstreffen Handel & Immobi-
lien“. Dieses fand großen Anklang. Bei Bedarf
wurden auch externe Partner wie BonnOrange
eingeladen und gaben wertvolle Impulse. Die
Treffen trugen dazu bei, die Ressourcen von
Ehrenamtlichen zu bündeln und gemeinsame
Aktionen auf die Beine zu stellen. Ergänzt
wurden diese Formate durch regelmäßige
Nachbarschaftstreffen wie den „Tag der Nach-
barn”, bei dem Bewohnerinnen und Bewohner
direkt miteinander ins Gespräch kamen. Vereine vernetzten sich und stärkten ihre Zusammenarbeit
Eine erfahrene ukrainische Kursleiterin führte in die
Techniken des Perlenstickens ein und berichtete
von der kulturellen Bedeutung dieser Kunst in ihrer
Heimat. Neben handwerklichem Geschick stand
der interkulturelle Austausch im Mittelpunkt.
Gewerbetreibende und Eigentümer tauschten
sich beim Vernetzungstrefen aus
#jetzt in Bonn: Mit Engagement und Kreativität zeigte
die Initiative, wie wichtig es ist, aktiv für eine ofene
und solidarische Gesellschaft einzutretenSeite 9 von 13
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Ein Tag für die Zukunft: Nachhaltigkeitstag
Ein gutes Beispiel für eine Veranstaltung, die
aufgrund von vielen Kooperationen erfolgreich
durchgeführt werden konnte, ist der Nachhal-
tigkeitstag am 29. März 2025. An diesem Tag
wurde der Theaterplatz zum Freiluftforum und
es trafen Wissen auf Neugier: Auf der Bühne
wechselten sich Vorträge von Fachleuten,
Musik und Gespräche ab, dazwischen blieb
Zeit zum Staunen, Diskutieren und Mitmachen.
Besonders ins Auge fiel ein kunstvoll gebas-
telter Habitatbaum – Symbol für Artenvielfalt
und Artenschutz. Rundherum gab es Infostän-
de und Workshops, die das Bewusstsein für
eine umweltfreundliche Zukunft stärkten. Für
Unterhaltung sorgten Spiele, bei denen die Teil-
nehmer ihr Wissen über Umweltschutz testen
und erweiterten konnten. Kleine Preise moti-
vierten zur Teilnahme und machten das Mit-
machen für Groß und Klein noch interessanter.
Der Nachhaltigkeitstag war ein voller Erfolg –
nicht zuletzt, weil die Veranstaltung gemein-
schaftlich beim Aktiven Stammtisch vorbe-
reitet worden war.
Erfolgreiche Zusammenarbeit kann gelingen,
wenn alle an einem Strang ziehen
Am Nachhaltigkeitstag gab es viel zu entdecken
GUTE IDEEN BRAUCHEN RÜCKENWIND
DER VERFÜGUNGSFONDS
Manchmal reichen schon kleine Beträge, um
große Wirkung zu erzielen. Genau dafür gab es
den Verfügungsfonds: Er unterstützte finanziell
Ideen, Aktionen und Projekte, die kurzfristig in
Bad Godesberg umgesetzt werden konnten.
Ein Fonds für alle
Ob Verein, Initiative oder engagierte Einzelper-
son – alle durften einen Antrag stellen, solange
das Vorhaben einen Bezug zum Fördergebiet,
das vor allem die Innenstadt umfasste, hatte.
Das Zentrenmanagement verwaltete den Fonds
und beriet Antragsstellende. So blieb der Weg
von der Idee zur Umsetzung kurz – und das Er-
gebnis sichtbar vor Ort.
Das Verfügungsfondsgremium
Über die Vergabe der Mittel entschied das
Verfügungsfondsgremium, in dem 13 Vertreter-
innen und Vertreter lokaler Vereine und
Interessensgruppen saßen. Die stimmberech-
tigten Mitglieder spiegelten die Vielfalt der
Menschen in Bad Godesberg wider. Innerhalb
von anderthalb Jahren kamen sie, inklusive der
konstituierenden Sitzung, fünfmal zusammen –
organisiert vom Zentrenmanagement.
Die Verfügungsfonds-Projekte
In den Jahren 2024 und 2025 wurden insge-
samt 13 Projekte gefördert – sechs im Jahr
2024, sieben im Jahr 2025 – mit einer Förder-
summe von insgesamt ca. 25.800 Euro. Zu den
geförderten Projekten zählen unter anderem
die Weihnachtsbeleuchtung und weitere
Aktionen, die das Stadtbild verschönern und
das Miteinander in Bad Godesberg stärken.
• Bonner Literaten lesen (Lese-Kultur Godesberg e. V.)
• Klangstation (Katharina Brosch, Axel Bergfeld)
• Queeres Lesen (Lese-Kultur Godesberg e. V.)
• Tag der kleinen Bad Godesberger
(Stadtmarketing Bad Godesberg e. V.)
• Der Runde Tisch Flüchtlingshilfe sagt „Danke“
(Runder Tisch Flüchtlingshilfe Bad Godesberg)
• Sprayday Innenstadt (One World Café)
• Weihnachtsbeleuchtung und -bäume
Theaterplatz – Am Fronhof
(Stadtmarketing Bad Godesberg e. V.)
Weitere Projekte auf
der nächsten SeiteSeite 10 von 13
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• Weihnachtsbeleuchtung Bahnhofstraße
(Stadtmarketing Bad Godesberg e. V.)
• Bad Godesberg SEHEN (KuKug e. V.)
• Kino unterm Sternenhimmel (KuKuG e. V.)
• Open Dance (KuKug e. V.)
• Konzert, Ausstellung und Begegnung
anlässlich des 10-jährigen Bestehens
des Runden Tischs der Flüchtlingshilfe
(Runder Tisch Flüchtlingshilfe Bad Godesberg)
• Projekt Vision Zero Plastic (Seraji Foundation e. V.)
Dokumentarfilm „Bad Godesberg SEHEN”
Mit Unterstützung des Verfügungsfonds
entstand der rund 14-minütige Dokumentar-
film „Bad Godesberg SEHEN“ – eine filmische
Liebeserklärung an den Stadtteil. Die Idee hatte
der Verein Kunst und Kultur Bad Godesberg
(KuKuG), umgesetzt wurde sie von Regisseur
Kai von Westerman. Premiere feierte der Film
im Oktober 2025 im Kinopolis Bad Godesberg.
Über den QR-Code lässt sich der
Film auf YouTube ansehen.
Tag der kleinen Bad Godesberger
Der „Tag der kleinen Bad Godesberger“
verwandelte die Innenstadt im Juli 2024 in ein
Paradies für Kinder und Familien. Das durch
den Verfügungsfonds geförderte Stadtteilfest
lockte viele Besucherinnen und Besucher an –
und wurde zugleich zum bis dahin umsatz-
reichsten Tag des Jahres für den lokalen
Einzelhandel.
Mitten in Bad Godesberg war viel los – die Veranstaltung
zog nicht nur kleine, sondern auch große Godesberger an
Dezember 2024: Adventscafé
VERANSTALTUNGEN, DIE BEWEGEN
Das Zentrenmanagement hat in den vergange-
nen Jahren häufig gezeigt, wie leicht es sein kann,
Menschen in Bewegung zu bringen – und den
Stadtteil gleich mit. Ob Gespräche, Feste oder
Aktionen: Immer ging es darum, Bad Godesberg
lebendig zu machen, unterschiedliche Menschen
zu erreichen und neue Verbindungen zu schaffen.
Das Zentrenmanagement organisierte eine Viel-
zahl an Aktionen in Bad Godesberg.
Nähe im Alltag
Auch jenseits des Theaterplatzes brachte das
Zentrenmanagement Menschen zusammen –
beim Tag der Nachbarn 2024 und 2025, beim
Adventscafé oder beim Fastenbrechen. Mal
wurde gemeinsam gefeiert, mal einfach geredet,
immer aber entstand das, was eine Stadt lebens-
wert macht: Begegnung. Durch die Veranstal-
tungen konnten viele verschiedene Zielgruppen,
über alle Altersgrenzen und kulturelle Hinter-
gründe hinweg, erreicht werden.
Das Adventscafé
Im „Ort der Begegnung“ herrschte auch festliche
Stimmung: Beim Adventscafé am 5. Dezember
2024 bastelten rund 50 Gäste, groß und klein, an
der Dekorationsstation weihnachtliche Schmuck-
stücke für ihr Zuhause. Für die Erwachsenen gab
es außerdem die Möglichkeit, mitgebrachte Ge-
schenke an einer Einpackstation gemeinsam mit
der Organisation OlamAid liebevoll verpacken
zu lassen. Zur Einstimmung wurde eine Weih-
nachtsgeschichte vorgelesen, bevor der Nikolaus
erschien und jedem Kind einen Schokonikolaus
überreichte. Den Abschluss bildete ein gemeinsa-
mes, von Werner Mutz am Akkordeon begleitetes
Weihnachtsliedersingen.
Zahlreiche Gäste aus verschiedenen
Ländern tauschten sich in herzlicher
Atmosphäre aus. Das Zentrenmanage-
ment förderte Veranstaltungen wie
das Fastenbrechen, um den Dialog
zwischen den Kulturen zu stärken und
Missverständnisse abzubauen.
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2025
Juli 2024: Tag der kleinen GodesbergerSeite 11 von 13
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AUSBLICK: GEMEINSAM WEITERDENKEN!
Das Büro des Zentrenmanagements im zent-
ral gelegenen Ladenlokal hat sich in den letz-
ten Jahren zu einem lebendigen Treffpunkt
entwickelt. Es wurde zu einem sogenann-
ten Dritten Ort – also einem Platz außerhalb
von Wohnung und Arbeitsplatz, an dem Men-
schen jeglichen Alters und Nationalität einfach
zusammenkommen können. Hier wurde
informiert, diskutiert, gelacht und gemeinsam
geplant. Insgesamt haben etwa 7.500 Menschen
den Ort der Begegnung aufgesucht. Diese Zahl
und die Rückmeldungen zeigen: Die Angebote
wurden gut angenommen, und immer mehr
Menschen nutzten die Veranstaltungen und
Projekte, um ins Gespräch zu kommen und den
Stadtteil aktiv mitzugestalten.
Was bleibt – und wie es weitergeht
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen,
wie wichtig offene Begegnungsräume und eine
gute Vernetzung für eine lebendige Innen-
stadt sind. Dieses Miteinander soll auch künftig
weitergetragen werden – durch Kooperatio-
nen, die bestehen bleiben, durch neue Ideen aus
der Bürgerschaft und durch die gewachsenen
Strukturen, die Bad Godesberg stärken.
Erfolgsfaktoren für die Zukunft
Fördermittel sind grundsätzlich ein wichtiger
Faktor, damit Projekte wie dieses umgesetzt
und langfristig fortgeführt werden können. Für
den Erfolg sind die Zusammenarbeit mit der
Verwaltung, viele Partnerinnen und Partner im
Netzwerk und der direkte Kontakt zu den Men-
schen vor Ort entscheidend. Ebenso wichtig
sind Flexibilität, kurze Wege und Angebote, die
niedrigschwellig und offen für alle sind. Diese
Kombination hat das Zentrenmanagement
stark gemacht – und sie wird auch künftig den
Weg weisen, damit die Innenstadt lebendig
und einladend bleibt. Nach dieser Förderung
wird das Zentrenmanagement in die Städte-
bauförderung überführt und in den bekannten
Räumlichkeiten bis Ende 2028 bestehen bleiben.
BESUCHERZAHLEN AUF EINEN BLICK
2024
2025
218
168
195
239
246
193
507
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451
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424
605
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Jan Feb April Juni Juli Aug Sep Okt Nov DezMärz MaiSeite 12 von 13
Impressum
Herausgeber:
Bundesstadt Bonn
Amt 61 - Stadtplanungsamt
Stadthaus
Berliner Platz 2
53111 Bonn
Redaktion und Gestaltung:
STADT BERATUNG
Dr. Sven Fries GmbH
Landauer Straße 58
67346 Speyer
Telefon 06232 87093-00
www.stadtberatung.info
Fotos:
Zentrenmanagement (STADT BERATUNG
Dr. Sven Fries GmbH) , sofern nicht anders angegeben
Stand: November 2025
Auflage: 200 Stück
Druck: WIRmachenDruck GmbHSeite 13 von 13

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Datenstand: 02.11.2026, 18:31 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de