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254068-05 · Beschlussvorlage: Auftrag

N-Vorlage - Pilotprojekt: Integration von Bordsteinladesäulen in das Stadtgebiet

Nummer
254068-05
Art
Beschlussvorlage: Auftrag
Veröffentlicht
02.06.2026
Letzte Änderung
28.10.2026
  • Ringstraße Straße· Beuel-Mitte, Beuel Hauptort
  • Kurt-Schumacher-Straße Straße· Gronau, Bonn
  • Lievelingsweg Straße· Castell, Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte
  1. Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Denkmalschutz 17.06.2026 Empfehlung
  2. Sitzung noch nicht verknüpft Entscheidung federführend
  3. Sitzung noch nicht verknüpft Empfehlung
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  1. 254068 Pilotprojekt: Integration von Bordsteinladesäulen in das Stadtgebiet

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Beschlussvorlage: Auftrag
öffentlich
254068-05
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
N-Vorlage - Pilotprojekt: Integration von
Bordsteinladesäulen in das Stadtgebiet
Beratungsfolge
Ausschuss für Planen, Bauen und
Denkmalschutz
17.06.2026 Empfehlung
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 15.09.2026 Empfehlung
Hauptausschuss 17.09.2026 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die Stadtverwaltung möge den Test sogenannter Ladebordsteine nicht nur in
einem Pilotprojekt mit den Stadtwerken durchführen, sondern die Erprobung
der neuen Technik auch mit interessierten Drittanbietern in Erwägung ziehen.
Begründung
Der Ausschuss für Planen, Bauen und Denkmalschutz hat auf
Änderungsantrag der BBB-Fraktion hin DS 254068-02AA die Mitteilungsvorlage
DS 254068 in seiner Sitzung am 20.05.2026 zum ordentlichen Beschlusspunkt
in der darauffolgenden Sitzung (17.07.2026) mit folgendem Beschlusstenor
erhoben:
"Die Stadtverwaltung möge den Test sogenannter Ladebordsteine nicht nur in
einem Pilotprojekt mit den Stadtwerken durchführen, sondern die Erprobung
der neuen Technik auch mit interessierten Drittanbietern in Erwägung ziehen."
Die Mitteilungsvorlage der Verwaltung DS 254068 hatte folgenden Wortlaut:
Gemeinsam mit den Stadtwerken wird im Jahr 2026 ein Pilotprojekt zur
Erprobung sogenannter Ladebordsteine gestartet. Die Ladebordsteine stellen
eine potenziell platzsparende Lösung für den Ausbau der Ladeinfrastruktur im
begrenzten öffentlichen Raum dar. Die notwendige Ladeelektronik wird in die
Abmaße eines Standard-Bordsteins integriert und lässt sich somit nahtlos in
das Stadtbild integrieren.
Ziel des Projekts ist es, an ausgewählten Pilotstandorten die technische
Machbarkeit, die Nutzerakzeptanz und die städtebauliche Integration dieser
neuartigen Ladetechnik zu evaluieren. Dazu wird die
Sondernutzungsgenehmigung vorerst auf 5 Jahre befristet ausgestellt. Die
Kosten für das Projekt (auch bei einem möglichen Rückbau der Ladestationen)Seite 1 von 3
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
werden als Eigentümer und Betreiber der Ladestationen von den Stadtwerken
getragen.
Die Verwaltung steht überdies im Austausch mit Vertreter*innen der
Behinderten-Gemeinschaft Bonn, um die Ladetechnologie hinsichtlich der
Barrierefreiheit der bodentiefen Einrichtung zu prüfen. Gleichwohl können
die Ladebordsteine aus Gründen der Flächenersparnis im öffentlichen Raum,
insbesondere auf Gehwegen, auch für mobilitätseingeschränkte Menschen im
Allgemeinen vorteilhaft sein.
Aus städtebaulicher Sicht bietet der Ladebordstein neben dem geringeren
Flächenverbrauch weitere Vorteile gegenüber konventionellen Ladesäulen.
Dazu zählt unter anderem das Freihalten von Sichtachsen und ein geringeres
Konfliktpotenzial in sensiblen bzw. geschützten städtebaulichen Bereichen.
Darüber hinaus bieten Ladebordsteine die Möglichkeit zur Schaffung von
Ladeinfrastruktur an Standorten, an denen der Einsatz konventioneller
Ladesäulen aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist.
Zur Gewährleistung einer repräsentativen Testphase sollen die Pilotstandorte
verschiedene städtebauliche und verkehrstechnische Rahmenbedingungen
abdecken. Nach umfassender Prüfung verschiedener Standorte im gesamten
Stadtgebiet wurden folgende Pilotstandorte für die Installation von jeweils
drei Ladebordsteinen evaluiert:
1. Kurt-Schumacher-Straße 20 (Bonn)
2. Ringstraße 30 (Beuel)
3. Lievelingsweg 46 (Bonn) (ggf. nachfolgend mit einem andern Modell
In Köln wurde die Bordstein-Technologie bereits von Rheinmetall gemeinsam
mit der TankE GmbH erfolgreich im Regelbetrieb getestet. Die Stadt Köln
berichtet von einem positiven Testergebnis (https://ratsinformation.stadt-
koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=127527).
Der Änderungsantrag der BBB-Fraktion DS 254068-02AA lautete wie folgt:
1. Die Mitteilungsvorlage wird zum ordentlichen Beschlusspunkt erhoben.
2. Die Stadtverwaltung möge den Test sogenannter Ladebordsteine nicht nur in
einem Pilotprojekt mit den Stadtwerken durchführen, sondern die Erprobung
der neuen Technik auch mit interessierten Drittanbietern in Erwägung ziehen.
Dieser war wie folgt begründet:
Die Stadtverwaltung hat bei der Ladesäuleninfrastruktur über Jahre hinweg
einen offenen und diskriminierungsfreien Marktzugang verhindert und der SWB
de facto den Aufbau eines Monopols für den Verkauf ihres relativ teuren
Fahrstroms ermöglicht. Einer solchen Entwicklung sollte bei dem
Bordsteinladesystem im Sinne der Bürger und Bürgerinnen, die E-Mobilität zu
wirtschaftlich vertretbaren Konditionen nutzen wollen, vorgebeugt werden.
Zur Sitzung der BV Beuel am 29.04.2026 hatte die Verwaltung zu einem
gleichlautenden Antrag der BBB-Fraktion und Bzv. Britta von der Lippe -BBB-
DS 254068-01 folgende ergänzende Stellungnahme DS 254068-04ST
abgegeben, welche die BV Beuel in ihrer Sitzung am 27.05.2026 zur KenntnisSeite 2 von 3
Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
genommen hat:
Das Pilotprojekt mit den Stadtwerken Bonn (SWB) basiert auf deren
Eigeninitiative und Antragstellung. Die Evaluation der Standorte erfolgt durch
den jeweiligen Anbieter (hier SWB), die abschließende Genehmigung und
Prüfung nach den gängigen Kriterien obliegt der Verwaltung.
Das Antragsverfahren für Ladeinfrastruktur steht allen Marktteilnehmern offen.
Anträge privater Drittanbieter für innovative Ladesysteme im öffentlichen Raum
sind ausdrücklich möglich und erwünscht. Diese werden nach denselben
fachlichen und rechtlichen Kriterien geprüft wie Anträge der SWB. Bisher liegen
der Verwaltung allerdings keine vergleichbaren Anträge privater Anbieter
für Ladebordsteine oder sonstige innovative Ladeinfrastruktur vor. Sobald diese
eingereicht werden, werden sie im Sinne der Wettbewerbsneutralität identisch
geprüft.
Die Verwaltung ist an einer Vielfalt technischer Lösungen interessiert, um die
bestmögliche Infrastruktur für die Bürger*innen zu identifizieren.
Die BV Beuel hat den BBB-Antrag DS 254068-01 (wortgleich mit dem
Änderungsantrag und dem Beschlussvorschlag in dieser N-Vorlage) in ihrer
Sitzung am 27.05.2026 ungeändert mit folgendem Tenor beschlossen:
Die Stadtverwaltung möge den Test sogenannter Ladebordsteine nicht nur in
einem Pilotprojekt mit den Stadtwerken durchführen, sondern die Erprobung
der neuen Technik auch mit interessierten Drittanbietern in Erwägung ziehen.
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 23:36 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de