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254068-03 · Mitteilungsvorlage

Pilotprojekt: Integration von Bordsteinladesäulen in das Stadtgebiet

Nummer
254068-03
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
20.04.2026
Letzte Änderung
24.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 28.05.2026 Kenntnisnahme
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  1. 254068 Pilotprojekt: Integration von Bordsteinladesäulen in das Stadtgebiet

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
254068-03
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Pilotprojekt: Integration von Bordsteinladesäulen in
das Stadtgebiet
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 28.05.2026 Kenntnisnahme
Mitteilung der Verwaltung
In der Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr hat Frau Jadron-
Wenzel (Behinderten-Gemeinschaft (BG) Bonn) Folgendes zu Protokoll
erklärt:
"Die BG Bonn ist seit Januar 2025 bezüglich der Ladebordsteine mit der
Verwaltung im Austausch. Diese Lösung ist nicht barrierefrei. Während der
gesamten Zeit hat sich die BG Bonn zum Thema daher eindeutig positioniert,
zuletzt in unserer E-Mail vom 03.11.2025 mit folgendem Inhalt:
"Wie bereits mehrfach kommuniziert, ist die BG Bonn mit der Realisierung der
Ladebordsteine aufgrund mangelnder Barrierefreiheit nicht einverstanden. Wir
begrüßen und erwarten die Berücksichtigung der jeweils geltenden
gesetzlichen Vorgaben, technischer Regelwerke (z.B. DIN SPEC 91504:2024-
11) und sonstiger offizieller Dokumente (Leitfäden o.Ä.) beim Ausbau einer
barrierefreien Ladeinfrastruktur wie auch eine geeignete Veröffentlichung der
Orte mit fertiggestellten barrierefreien Ladestationen.
Aus Sicht der BG Bonn ist der Aufbau von Ladeinfrastruktur, die barrierefrei
erreicht und genutzt werden kann, dringend erforderlich. Wenn aufgrund der
örtlichen Gegebenheiten eine umfassende Barrierefreiheit nicht möglich ist,
sollen der Zugang und die Nutzung so weit wie möglich erleichtert
werden. Sicher können dabei barrierefreie Konzepte anderer Kommunen, z.B.
der Stadt München, oder deren Elemente in die Planungen in Bonn einfließen.
Wir schlagen vor, dass Sie eine DIN-gerechte Ladestation als Prototyp
aufbauen, den wir dann gemeinsam diskutieren können."
Angesichts der geplanten Installation der Ladebordsteine schlägt die BG Bonn
vor, neben der Bodenladestation gleichzeitig eine DIN-gerechte Ladestation als
Prototyp aufzubauen, diese zu testen und das bessere Ergebnis später an allen
anderen Standorten umzusetzen."
Daraufhin hat der Ausschussvorsitzende Herr Stv. Beu (Grüne) die Verwaltung
auf Grundlage der Ausführungen von Frau Jadron-Wenzel um Prüfung und
anschließenden Bericht per Mitteilungsvorlage gebeten.
Dem kommt die Verwaltung mit folgender Stellungnahme nach:Seite 1 von 2
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Die Verwaltung verfolgt das Ziel, ein flächendeckendes und bedarfsgerechtes
Ladenetz im Stadtgebiet zu etablieren. Hierbei steht die Verwaltung im engem
Austausch mit den Stadtwerken und privaten Anbietern. Ein zentraler Fokus
liegt dabei auf der Vereinbarkeit von technischer Machbarkeit, räumlichen
Gegebenheiten, Flächenkonkurrenzen und den Anforderungen an die
Barrierefreiheit.
Um den unterschiedlichen Anforderungen im öffentlichen Raum gerecht zu
werden, setzt die Verwaltung auf ein breit gefächertes Spektrum an Lösungen,
die einander sinnvoll ergänzen. Überall dort, wo es der Straßenraum und die
technischen Gegebenheiten zulassen, wird die Errichtung von Ladestationen
nach DIN SPEC 91504 ("Barrierefreie Ladeinfrastruktur für
Elektrofahrzeuge") geprüft und priorisiert. In hochverdichteten Bereichen, in
denen allerdings auch herkömmliche Ladesäulen aufgrund von Gehwegbreiten
oder anderen baulichen Restriktionen nicht realisierbar sind, könnten
Ladebordsteine eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Ohne diese Option
würden in weiten Teilen des Stadtgebiets ggf. Versorgungslücken entstehen.
Wie in DS-Nr. 254068 erläutert, werden zunächst drei Pilotstandorte als
Prototypen realisiert. Die entsprechenden Sondernutzungsgenehmigungen
werden befristet erteilt, um nach einer Testphase u.a. die Auswirkungen auf die
Barrierefreiheit zu evaluieren, bevor über einen weiteren Ausbau entschieden
wird.
Die Verwaltung nimmt die Bedenken der BG Bonn ernst und arbeitet derzeit in
Zusammenarbeit mit Ladeinfrastrukturanbietern an einer Lösung, um
bestehende Behindertenstellplätze sukzessive mit Ladeinfrastruktur
auszustatten. Es ist geplant, die BG Bonn aktiv in diesen Prozess einzubinden.
Stadtwerke und private Anbieter prüfen darüber hinaus bereits intensiv weitere
Standorte, die die strengen Kriterien der Barrierefreiheit erfüllen können. Beim
zukünftigen Ausbau der Ladeinfrastruktur soll zudem (wo möglich) auf eine
möglichst „barrierearme“ Gestaltung geachtet werden.
Die Realisierung von Ladebordsteinen schließt den Aufbau DIN-gerechter
Stationen nicht aus. Vielmehr ermöglicht erst die Kombination beider Systeme
eine flächendeckende Versorgung.
Die oben genannten Maßnahmen sind fester Bestandteil des derzeit in
Erstellung befindlichen Ladeinfrastrukturkonzeptes. Dieses dient als
strategischer Rahmen, um den stadtweiten Ausbau mit den Anforderungen an
die Barrierefreiheit in Einklang zu bringen.
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 20:16 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de