254057-01 AA · Änderungsantrag
Grüner Änderungsantrag: Grundsatzbeschluss Ausschusszuschnitt und Ausschussgröße Antrag zur Vorlage 254057
Kerndaten
- Nummer
- 254057-01 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 11.12.2025
- Letzte Änderung
- 28.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Änderungsantrag öffentlich 254057-01 AA Antragsteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Friederike Dietsch Dr. Daniel Rutte Kathrin Mohr 11.12.2025 Grüner Änderungsantrag: Grundsatzbeschluss Ausschusszuschnitt und Ausschussgröße Antrag zur Vorlage 254057 Beratungsfolge Rat 11.12.2025 Entscheidung Inhalt des Änderungsantrags Der Rat der Stadt Bonn beschließt, 1. anstelle von zwei Ausschüssen einen gemeinsamen Ausschuss „Internationales, Europa, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit“ einzurichten. 2. einen eigenen Ausschuss „Gleichstellung“ einzurichten, der die Aufgaben und Befugnisse übernimmt, die mit dem Ziel einer konsequenten Umsetzung des verfassungs- und gesetzlich verankerten Gleichstellungsgebots verbunden sind. 3. eine „Baumkommission“ einzurichten. Begründung Zu 1. Sowohl inhaltliche als auch organisatorische Gründe sprechen dafür, einen gemeinsamen Ausschuss für Internationales, Europa, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit einzurichten Inhaltlich hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass die Themenfelder in der Bundesstadt Bonn in hohem Maße verknüpft sind. Bonn ist mit über 90% der Beschäftigten im entsprechenden Sektor deutschlandweit einer der größten Dienstleistungsstandorte. Im Kontext der Vereinten Nationen, der vielfältigen und exzellenten Hochschullandschaft sowie der börsennotierten Unternehmen ist die Bundesstadt Bonn Zentrum für nationale und internationale Akteur*innen. Die dadurch bestehenden engen inhaltlichen Bezüge und Synergien zwischen Wirtschaft und Internationalem bildet der gemeinsame Ausschuss passgenau ab. Auch sitzungsökonomisch hat sich die Zusammenlegung der Themen bewährt. Die Tagesordnungen des bisherigen AEIWWA waren in der VergangenheitSeite 1 von 3 Seite 2 weder überfrachtet noch unübersichtlich, sodass eine effektive Beratung stets gewährleistet war. Es ist davon auszugehen, dass ein gemeinsamer Ausschuss das gesamte Themenspektrum weiterhin sowohl inhaltlich konsistent als auch organisatorisch effizient bearbeiten kann. Angesichts der allgemeinen Konsolidierungsbemühungen der Stadt, sowie im Interesse der Attraktivität der ehrenamtlichen Ratsarbeit ist die Schaffung eines einzigen Ausschusses für Internationales, Europa, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit sachgerecht und empfehlenswert. Zu 2. Die Gleichstellung von Frauen und Männern, aber auch von Menschen anderer Geschlechteridentitäten, stellt eine zentrale Voraussetzung für eine demokratische, gerechte und zukunftsfähige Stadtgesellschaft dar. Das in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes und im Landesgleichstellungsgesetz Nordrhein-Westfalen verankerte Gebot schreibt vor, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Der kommunale Handlungsrahmen kann und sollte diese gesetzgeberischen Vorgaben durch geeignete Gremien- und Steuerungsstrukturen vor Ort flankieren. Als Anregung und Vorbild dienen hier bereits etablierte Ausschüsse in der Region: • Die Stadt Düsseldorf unterhält den „Ausschuss für Gleichstellung (Düsseldorf) • Die Stadt Köln verfügt über einen „Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern“ (Stadt Köln) Diese Beispiele zeigen, dass ein solches Gremium konkrete Steuerungs-, Kontroll- und Förderfunktionen übernimmt. Für Bonn bietet sich damit die Chance, • Gleichstellungspolitik institutionell zu verankern, • ressortübergreifende Maßnahmen systematisch zu koordinieren, • die Verwaltung und Politik transparent auf Geschlechtergerechtigkeit und Antidiskriminierung hin zu überprüfen, • und damit die Lebens- und Teilhabechancen aller Geschlechter in Bonn nachhaltig zu stärken. In Anlehnung an die bewährten Modelle aus Düsseldorf und Köln schlagen wir folgende Aufgaben für den Ausschuss vor: • Überwachung und Steuerung der Umsetzung des Gleichstellungsgebots in allen Bereichen der Stadtverwaltung, insbesondere bei Personal- und Stellenplänen, Vergabe von Fördermitteln, Stadtentwicklung, Bildung, Kultur, Sport, Gesundheit und Freizeit. • Beratung des Rates sowie der Fachausschüsse in Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsfragen; insbesondere Stellungnahmen zu Vorhaben anderer Ausschüsse, wenn diese geschlechter- oder diversity-relevanteSeite 2 von 3 Seite 3 Auswirkungen haben. • Entscheidung über oder Empfehlung von Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit, zum Abbau von Benachteiligungen sowie zur Förderung von Projekten und Initiativen im Gleichstellungsbereich (z. B. Fördermittel, Programme). • Mitwirkung an der Fortschreibung des städtischen Gleichstellungs- bzw. Diversity-Plans sowie an der Entwicklung von Aktionsplänen, Kennzahlen und Indikatoren zur Messung des Fortschritts. Öffentliche Sitzungen mit regelmäßigen Tagesordnungen, Veröffentlichung von Sitzungs- und Protokollunterlagen, gegebenenfalls Livestream oder öffentliche Beteiligung, um Transparenz und Bürger*innen-Partizipation zu fördern. Zu 3. Die Stadt Bonn setzt sich bereits seit den 1980er Jahren für konsequenten Baumschutz ein. Zentrales Element ist die Baumschutzsatzung der Stadt Bonn. Hierin geht es um den Schutz des alten Baumbestandes. Die Baumkommission ist das entscheidende Gremium zur Umsetzung der Baumschutzsatzung, das eine fachlich fundierte und transparente Entscheidungsfindung im Umgang mit Bäumen in der Stadt zu gewährleistet. Seine Expertise ist für die Beratung in den Bezirksvertretungen unverzichtbar. Aus diesen Gründen muss die Baumkommission im gleichen Zuge mit den anderen Ratsgremien eingerichtet werden. Bäume sind für Städte aus vielen Gründen von entscheidender Bedeutung. Sie tragen wesentlich zur Verbesserung der Luftqualität bei, indem sie CO2 absorbieren und Sauerstoff produzieren. Zudem bieten sie Schatten und kühlen die Umgebung, was insbesondere in heißen Sommermonaten für mehr Lebensqualität sorgt. Bäume fördern die Biodiversität, indem sie Lebensräume für Vögel, Insekten und andere Tiere bieten. Sie wirken auch als Lärmschutz und verbessern das Stadtbild, was das Wohlbefinden der Bewohner*innen steigert. Darüber hinaus spielen sie eine wichtige Rolle bei der Klimaanpassung, indem sie bei Starkregen Wasser speichern und die Gefahr von Überschwemmungen verringern. Aufgrund dieser vielfältigen Funktionen sollten Bäume in städtischen Gebieten besonders geschützt werden, da sie sowohl das ökologische Gleichgewicht als auch das Wohl der Menschen in der Stadt fördern. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:13 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de