254022 · Große Anfrage
Auflösung der Geschäftsstelle Bonn-Berlin
Kerndaten
- Nummer
- 254022
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 07.01.2026
- Letzte Änderung
- 28.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
- Sondersitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 254022 Fragesteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Dr. Daniel Rutte Friederike Dietsch 28.11.2025 Auflösung der Geschäftsstelle Bonn-Berlin Beratungsfolge Rat 22.01.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Wir bitten um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Warum agiert der Oberbürgermeister erneut am Stadtrat vorbei und löst die durch den Rat in Jahr 2018 in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Kreis Ahrweiler und dem Landkreis Neuwied eingerichtete Geschäftsstelle Bonn/Berlin auf? 2. Welche neuen Erkenntnisse liegen dem Oberbürgermeister vor, die offenbar dem Rat nicht vorliegen, dass er die Geschäftsstelle auflöst? 3. Wurden die mitbeteiligten Kreise darüber informiert/in die Entscheidung mit einbezogen? Welches weitere Vorgehen ist vereinbart worden? 4. Wie wird die noch nicht abgeschlossene Zusatzvereinbarung zum Bonn/Berlin-Vertrag ohne die Geschäftsstelle der Bundesstadt Bonn fertiggestellt werden? 5. Welche Botschaft möchte der Oberbürgermeister mit der Auflösung der Geschäftsstelle an die Bonner Öffentlichkeit und die umliegenden Kreise senden? Insbesondere da er selber klare Umsetzungsstrukturen und eine finanzielle Unterlegung vom Bund fordert und nun die Strukturen auf kommunaler Ebene auflöst? Begründung In der Organisationsverfügung vom 3.11.2025 wird unter Ziffer 11.2 die Geschäftsstelle Bonn/Berlin (01-5) aufgelöst. Damit handelt der Oberbürgermeister erneut am Stadtrat vorbei und übergeht einen Ratsbeschluss aus dem Jahr 2018. Die Fragenden verwundert insbesondere das Vorgehen, da die Geschäftsstelle in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der umliegenden Kreise eingerichtet wurde. Der Oberbürgermeister vermittelt mit seiner Vorgehensweise, dass er den Bonn-Berlin-Vertrag nicht ausreichend ernst nimmt.Seite 1 von 2 Seite 2 Ein neuer „Bonn-Berlin-Vertrag“ dient der Zukunftssicherung der Stadt und der Region. Maßnahmen und Projekte sollen benannt werden, die den bislang erfolgreichen Strukturwandel weiter in die Zukunft führen sollen. Die Fragenden halten es für ein fatal falsches Zeichen an die Bonner Bürgerinnen und Bürger sowie die Menschen in der Region, die zuständige lokale Geschäftsstelle aufzulösen. Und das insbesondere vor den aktuellen Ereignissen zur Absage der Bundeskunsthalle einer großen Ausstellung mangels ausreichender Finanzen oder sogar der Mittelkürzungen bei der Deutschen Welle. Vielmehr muss die Stadt Bonn als zweites bundespolitisches Zentrum gestärkt werden. Die auf der Grundlage des Bonn-Berlin-Vertrages geschaffenen Zukunftscluster müssen weiter ausgebaut und Bonn als die deutsche UN-Stadt und Sitz von internationalen Organisationen weiterentwickelt werden. Kurz vor dem Ende der Ampelregierung in Berlin war der Vertrag auf der Zielgeraden. Seitdem ist es still um die Verhandlungen geworden. Der Oberbürgermeister misst mit dem Auflösen der Geschäftsstelle den Verhandlungen offenbar nicht die notwendige Priorität und Aufmerksamkeit bei. In einem Eckpunktepapier wurden bereits sechs Unterpunkte festgehalten, zu denen die Ansiedlung von mehr UN-Einrichtungen mitsamt Konferenzen und das wachsende Cyber-Security-Cluster gehören. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:52 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de