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253998 · Große Anfrage

Grüne-Anfrage: Neue Prüfung Straßenaufteilung Adenauerallee

Nummer
253998
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
23.01.2026
Letzte Änderung
25.10.2026
  • Bertha-von-Suttner-Platz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn Hauptort
  • Adenauerallee Straße· Südstadt, Bonn
  • Bornheimer Straße Straße· Weststadt, Bonn
  • Kölnstraße Straße· Castell, Bonn
  1. Sitzung des Rates 05.02.2026 Kenntnisnahme
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Untergeordnet

  1. 253998-02 ST Grüne-Anfrage: Neue Prüfung Straßenaufteilung Adenauerallee

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Große Anfrage
öffentlich
253998
Fragesteller/in:
Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Friederike Dietsch
Dr. Daniel Rutte
20.11.2025
Grüne-Anfrage: Neue Prüfung Straßenaufteilung
Adenauerallee
Beratungsfolge
Rat 05.02.2026 Kenntnisnahme
Fragestellung
Die Fragestellenden möchten vor untenstehendem Hintergrund erfahren:
1) Aus welchen relevanten Gründen wartet der Oberbürgermeister die
Ergebnisse des Verkehrsversuchs nicht ab und beschäftigt die Verwaltung
ohne neuen Auftrag des Rates mit einer Planung, die ggfs. überflüssig ist?
2) In welchem Ausmaß bindet die beauftragte Prüfung Kapazitäten innerhalb
der Verwaltung? Welche wichtigen Projekte müssen dafür zurückgestellt
werden (bspw. sicherer Umbau Bertha-von-Suttner-Platz, Gefahrenstelle
Kennedybrückenkopf, Beschleunigung Buslinien, Modernisierung des ZOB,
etc.)?
3) Hält der Oberbürgermeister sein 12-Punkte-Wahlkampfpapier als
ausreichende Rechtfertigung dafür, sich über einen Ratsbeschluss und eine
Anordnung der Bezirksregierung hinwegzusetzen?
4) Aus welchem Budget will der Oberbürgermeister die zu erwartenden hohen
Investitionskosten für den Umbau der gerade fertiggestellten Straße
finanzieren?
5) Wie beabsichtigt der Oberbürgermeister dafür Sorge zu tragen, dass es bei
einer neuen Aufteilung nicht zu Konflikten zwischen Radverkehr und
Fußgänger*innen kommt?
BegründungSeite 1 von 2
Seite 2
In einer Pressemitteilung vom 18. November 2025 wird verkündet, dass der
Oberbürgermeister die Verwaltung damit beauftragt hat, zu prüfen, „ob auf der
Adenauerallee zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung inklusive der rechtlich
erforderlichen sicheren Führung des Radverkehrs möglich sind“. Zur
Neuaufteilung der Adenauerallee nach Sanierung der Sinkkästen und
Fahrbahndecke hat es im Vorfeld einen langen politischen
Entscheidungsprozess und eine Abstimmung sowohl mit der Polizei als auch
der Bezirksregierung gegeben. Ergebnis dieses Prozesses war die jetzige
Verkehrsführung, für die die Bezirksregierung einen einjährigen
Versuchszeitraum verordnet hat.
Der von der letzten Koalition beschlossene Verkehrsversuch hat nach
Auswertung eines externen Gutachterbüros gezeigt, dass sich Zeitverluste in
sehr geringem Umfang ergeben haben, die mit der Einspurigkeit für den
Autoverkehr in Verbindung stehen und dass es keine Verkehrsverlagerungen in
angrenzende Wohngebiete gegeben hat.
Die bisher diskutierten Lösungen basierten darauf, dass die Neuaufteilung des
Verkehrsraums im Anschluss an die erforderlichen Kanal- und
Straßensanierung im vorhandenen Querschnitt erfolgt – von Bürgersteigkante
zu Bürgersteigkante. Die nun beauftragte Prüfung ist aber nur im Rahmen sehr
umfangreicher baulicher Umbaumaßnahmen des Straßenraums mit Eingriff in
die Gehwege realisierbar (Häuserkante zu Häuserkante). Dies würde hohe
Kosten mit sich ziehen. Im Gegensatz zu Straßenbaumaßnahmen wie der
Bornheimer Straße oder der Kölnstraße ist die Adenauerallee kein Projekt des
Masterplans Innere Stadt und deshalb nicht mit Städtebaufördermitteln
förderfähig. Die gesamten Kosten würden sich voll auf den bereits stark
strapazierten Haushalt der Stadt niederschlagen. Neben den finanziellen
Implikationen würde eine solche Maßnahme erhebliche Einschränkungen für
alle Verkehrsteilnehmenden, aber auch für die Anwohnenden über einen
langen Zeitraum bedeuten.
Bereits jetzt lässt sich festhalten, dass die Ziele der Prüfung aller Voraussicht
nach nur erreicht werden können, wenn der Radverkehr auf dem Fußweg
geführt wird. Dies beeinträchtigt in besonderer Weise die Sicherheit von
Radfahrenden sowie von Fußgänger*innen und zementiert erneut die
autozentrierte Verkehrspolitik der vergangenen Jahrzehnte, bei der
klimafreundliche Fortbewegungsmittel stets im Hintertreffen waren.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

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Datenstand: 02.11.2026, 19:02 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de