253951 · Große Anfrage
CDU-Anfrage: Umgang mit Baumpflanzungen und -ersatzmaßnahmen im Stadtbezirk Hardtberg – Auswirkungen auf private Anlieger und Transparenz der Entscheidungsprozesse
Kerndaten
- Nummer
- 253951
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 12.11.2025
- Letzte Änderung
- 30.10.2026
Orte
- Kannheideweg Hauptort
- Hardtberg
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 253951 Fragesteller/in: Enno Schaumburg Michael Andreas Möller CDU-Bezirksfraktion Hardtberg 11.11.2025, gez. BBM Schada von Borzyskowski CDU-Anfrage: Umgang mit Baumpflanzungen und -ersatzmaßnahmen im Stadtbezirk Hardtberg – Auswirkungen auf private Anlieger und Transparenz der Entscheidungsprozesse Beratungsfolge Bezirksvertretung Hardtberg 02.12.2025 Kenntnisnahme Fragestellung Die CDU- Bezirksfraktion bittet die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Baumstatistik: Wie viele neue Bäume wurden in den Jahren 2022 bis 2024 im Stadtbezirk Hardtberg auf öffentlichen Flächen gepflanzt, aufgeschlüsselt nach Standorten und Baumarten? 2. Planungsgrundlagen: Nach welchen Kriterien (z. B. Art, Größe, Standort) erfolgt die Auswahl und Platzierung neuer Bäume? Werden dabei Auswirkungen auf Licht- und Sichtverhältnisse von Anliegern berücksichtigt? 3. Anwohnerbeteiligung: In welchen Fällen und in welcher Form werden Anlieger vor der Pflanzung informiert oder beteiligt? 4. Baumersatzpolitik: Welche Regelungen gelten für den Ersatz gefällter Bäume in Wohnstraßen? Ist es gängige Praxis, großwüchsige Arten durch ebenso großwüchsige oder noch größere Arten zu ersetzen, unabhängig vom Standort? 5. Rücksichtnahme auf Nachbarschaftsrecht: Inwieweit orientiert sich die Stadt bei Pflanzungen auf öffentlichen Flächen an den im privaten Bereich geltenden nachbarschaftsrechtlichen Regelungen (z. B. Grenzabstände, Wuchshöhe)? 6. Förderung privater Begrünung: Welche konkreten städtischen Förderprogramme oder Unterstützungsangebote bestehen, um private Eigentümerinnen und Eigentümer bei klimaangepasster Bepflanzung zu unterstützen? 7. Beschwerden & Konfliktfälle: Wie viele Beschwerden von Anwohnern über Baumstandorte, -arten oder -größen sind in den letzten drei Jahren im Stadtbezirk Hardtberg eingegangen und wie wurden diese bearbeitet? 8. Zukunftsperspektive: Plant die Stadt Bonn, bei künftigen Pflanzaktionen stärker auf kleinwüchsige, standortgerechte Arten in engen Straßenräumen zu setzen, um Konflikte zu vermeiden?Seite 1 von 2 Seite 2 Begründung Angesichts der fortschreitenden Klimakrise und der Notwendigkeit einer klimaangepassten Stadtentwicklung ist die Pflanzung neuer Bäume zweifellos ein wichtiger Baustein kommunaler Umweltpolitik. Gleichzeitig mehren sich im Stadtbezirk Hardtberg Rückmeldungen von Anwohnerinnen und Anwohnern, die auf Probleme mit Standortwahl, Baumarten und fehlende Einbindung in die Planungen hinweisen. Konkret wurde geschildert, dass im Kannheideweg auf einer Straßenlänge von rund 15 Metern direkt drei großwüchsige Bäume gesetzt wurden, obwohl bereits ein älterer, sehr hoher Baum unmittelbar vor dem Grundstück steht. Nach Aussage der Anwohnerin beeinträchtigen diese Bäume inzwischen erheblich den Lichteinfall und die Sicht, und es stellt sich die Frage, ob kleinere, standortgerechte Baumarten nicht dieselbe ökologische Funktion erfüllen könnten, ohne die Wohnqualität einzuschränken. Die Begrünung durch Bäume ist ein zentrales Instrument zur Verbesserung des Stadtklimas und zur Förderung der Artenvielfalt. Sie muss jedoch so gestaltet werden, dass ökologische Ziele mit den berechtigten Interessen der Anwohner in Einklang gebracht werden. Standortwahl, Baumart und Anwohnerbeteiligung spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Mehr Transparenz in den Entscheidungsprozessen und eine frühzeitige Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern können Konflikte vermeiden, die Akzeptanz erhöhen und zu einer ökologisch wie sozial ausgewogenen Stadtgestaltung beitragen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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