253902 · Anregungen und Beschwerden
Bürgerantrag: Keine Einschränkung des Badens im Rhein
Kerndaten
- Nummer
- 253902
- Art
- Anregungen und Beschwerden
- Veröffentlicht
- 04.11.2025
- Letzte Änderung
- 30.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Anregungen und Beschwerden öffentlich 253902 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-1: Dezernats- und Verwaltungssteue- rung Dezernat: Dez. OB 21.10.2025 Bürgerantrag: Keine Einschränkung des Badens im Rhein Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 31.12.2025 Entscheidung Inhalt der Anregungen und Beschwerden Der Antrag lautet: Ich beantrage hiermit, dass die Stadt Bonn das Baden im Rhein nicht verbietet, sondern alternativ mehr Geld in Aufklärung zum Beispiel an Schulen und Warnschilder (insbesondere in verschiedenen Sprachen) investiert. Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag. Anlage/n 1 Bürgerantrag komplett (nichtöffentlich) 2 Bürgerantrag (öffentlich)Seite 1 von 2 Betreff Baden im Rhein soll erlaubt bleiben Ihr Antrag Ich beantrage hiermit, dass die Stadt Bonn das Baden im Rhein nicht verbietet, sondern alternativ mehr Geld in Aufklärung zum Beispiel an Schulen und Warnschilder (insebsondere in verschiedenen Sprachen) investiert. Begründung des Antrags Zu meiner Begründung: Der Rhein ist für die an seinen Ufern wohnenden Menschen ein prägendes Element der Landschaft und viele fühlen sich dem Fluss verbunden. Die Menschen suchen am und auf dem Wasser Erholung und es handelt sich um ein wunderbares Naturerlebnis, dem Rhein nahe zu sein. Die Städte am Rhein sehen sich jedoch mit dem Problem konfrontiert, dass immer wieder Menschen im Rhein ums Leben kommen. Hierzu ein paar Zahlen der DLRG (https://www.dlrg.de/informieren/die- dlrg/presse/statistik-ertrinken/) aus dem Jahr 2024: In ganz NRW sind im Jahr 2024 25 Menschen in Flüssen ertrunken. Mehr als 75% der Etrunkenen Menschen waren männlich. Wenn in ganz NRW 25 Menschen in Flüssen ertrinken, werden es in Bonn deutlich unter 10 Menschen/Jahr sein. Jeder einzelne Todesunfall - egal wie die Umstände waren - ist tragisch und zieht als Einzelschicksal Trauer und Verlust nach sich. Durch ein umfassendes Badeverbot im Rhein im Stadtgebiet Bonn würde man vermutlich den ein oder anderen Todesfall vermeiden. Jedoch wird hierbei der Preis eines solchen Verbotes vergessen: Viele viele hunderte Menschen, die den Rhein als Erholungsraum nutzen und sich umsichtig und korrekt verhalten, werden durch solch ein Verbot bestraft und um Lebensfreude und Naturerleben gebracht. Es ist einfach, bei solch einem Thema mit Verboten zu reagieren. Es suggeriert Stärke und Tatendrang. Jedoch wird erneut in Freiheit, Kultur und Erholung eingegriffen. Um wirklich Todesfälle in Bonn und Deutschland zu vermeiden, könnte an anderen Stellschrauben deutlich mehr gedreht werden (Tempolimit, Luftverschmutzung, sichere Radwege...). Das ist aber natürlich deutlich schwieriger umzusetzen als einfach ein Verbot auszusprechen, das möglicherweise 2-3 Menschen/Jahr rettet. Als Ruderin war ich schon oft im Rhein schwimmen und habe großen Respekt davor. Ich bin mir aber auch der Gefahren bewusst und weiß zum Beispiel über den gefährlichen Sog der Großschifffahrt Bescheid. Förderung von Schulschwimmen, Aufklärung über die Risiken des Flusses bereits in der Schule und mehr Warnhinweise (insbesondere in verschiedenen Sprachen mit differenzierten Erklärungen und nicht nur "Lebensgefahr") wären wünschenswerte Maßnahmen, um mehr Menschen die Gefahren des Rheins zu verdeutlichen. Desweiteren stellt sich die Frage, was mit dem Triathlon im Rhein wäre? Oder Anglern? Oder SUP-Fahrer*Innen? Was ist mit Wasserski? Muss all das auch verboten werden, um mögliche Unfälle zu vermeiden? Das Leben an sich ist gefährlich und wo fängt die Mündigkeit des Einzelnen an zu entscheiden, welche Risiken man in seinem Leben in Kauf nimmt? Muss dann nicht auch Rauchen verboten werden? Motorradfahren? Downhill-Mountainbike? Sollte eine Helmpflicht auf dem Fahrrad eingeführt werden? Der Staat hat nicht die Aufgabe, seine Bürger*Innen vor allen Gefahren des Lebens zu schützen. Zudem ist die Höhe der Strafe, wie sie zum Beispiel in Düsseldorf mit 1000 € festgesetzt ist, ein drakonisch hoher Betrag und schürt weiter das Gefühl der Menschen von staatlicher Willkür. Verglichen mit Strafen für Dinge, bei denen nachweislich Menschen (und vor allem nicht man selbst) geschädigt werden (Parken auf Rettungswegen, Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit...) ist solch ein hoher Betrag absolut nicht nachvollziehbar. Zusammengefasst halte ich ein allgemeines Badeverbot unverhältnismäßig und den Nutzen für die Allgemeinheit mehr als fraglich. Normale Bürger*Innen, die Erholung und ein Naturerlebnis suchen, werden kollektiv bestraft. Hiermit bestätige ich, dass ich seit mindestens drei Monaten in Bonn wohne. Erstellt mit MACH formsolutions Artikel-Nr.: KFAS_01_002Seite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:40 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de