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253758 · Mitteilungsvorlage

Zusammenstehen eG - Jahresabschluss 2024

Nummer
253758
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
07.11.2025
Letzte Änderung
30.10.2026
  • Friesdorfer Straße Straße· Friesdorf, Bad Godesberg Hauptort
  • Noeggerathstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • F Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Kennedyallee Straße· Hochkreuz, Bad Godesberg
  • Markt Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Plittersdorf Ortsteil· Bad Godesberg
  • Bonn Stadtbezirk
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg
  1. Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 04.03.2026 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
253758
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-1: Dezernats- und Verwaltungssteue-
rung
Dezernat:
Dez. OB
Zusammenstehen eG - Jahresabschluss 2024
Beratungsfolge
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
31.12.2025 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die Generalversammlung der Zusammenstehen eG hat am 17.06.2025 den
von der Steuerberatungsgesellschaft Broich Oepen Schneider & Partner (BOS)
erstellten Jahresabschluss 2024 beraten und festgestellt, die damit im
Zusammenhang stehenden Berichte des Aufsichtsrates über die gesetzliche
Prüfung zur Kenntnis genommen und den Beschluss zur Deckung des
Fehlbetrages gefasst.
Weiterhin hat die Generalversammlung die Entlastung der Mitglieder des
Vorstandes und des Aufsichtsrates für das Wirtschaftsjahr 2024 beschlossen.
Im Einzelnen
Die Steuerberatungsgesellschaft Broich Oepen Schneider & Partner (BOS) hat
den Jahresabschluss der Zusammenstehen eG zum 31.12.2024 erstellt.
Im Berichtsjahr hat die Genossenschaft 24 Mitglieder.
Der Jahresabschluss der Genossenschaft zeigt weiterhin die in der
Aufbauphase typische Vermögens- und Kapitalstruktur. Das Gesamtergebnis
resultiert im Wesentlichen aus den Kosten für die Prüfung durch den
Genossenschaftsverband, Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang
mit dem Grundstückserwerb und dem Kita-Verkauf.
Die Genossenschaft beschäftigt kein Personal.
Ausblick und laufendes Geschäftsjahr
Im laufenden Jahr sind die Bauarbeiten für das Projekt „Wohnen unter der
Godesburg“ planmäßig vorangeschritten. Im Juni konnte unter Beteiligung
zahlreicher Gäste aus der Stadtgesellschaft, aber auch aus dem
Landschaftsverband Rheinland und den Bundesverbänden von Haus und
Grund Deutschland sowie Deutscher Mieterbund und großer medialer
Aufmerksamkeit der Grundstein für das Bauprojekt gelegt werden (s. AnlageSeite 1 von 21
Seite 2
Pressespiegel). Die Bezugsfertigkeit der Wohnungen ist für Anfang 2027
geplant, die Kita-Trägerschaft befindet sich derzeit in der Ausschreibung durch
die Stadt Bonn.
Parallel verfolgt die Genossenschaft ihren satzungsgemäßen Auftrag, weitere
Projekt für die Schaffung mietpreisgebundenen, bezahlbaren Wohnraums
anzustreben sowie die Eigenkapitalbasis zu diesem Zweck zu verstärken und
befindet sich derzeit u.a. in aussichtsreichen Gesprächen mit einer katholischen
Kirchengemeinde in Bonn.
Begründung der Beteiligung
Die Genossenschaft wurde am 28.04.2022 gegründet und bereitet ein Projekt
„Wohnen unter der Godesburg“ vor. Die Bundesstadt Bonn ist der
Genossenschaft mit Wirkung zum 30.04.2024 beigetreten.
Anlage/n
1 ANLAGE I Bilanz und Lagebericht 2024 (öffentlich)
2 ANLAGE II Pressespiegel Grundsteinlegung Wohnen unter der Godesburg
(öffentlich)Seite 2 von 21
JAHRESABSCHLUSS
Bilanz zum 31. Dezember 2024
Firma: zusammenstehen eG
Noeggerathstr. 49, 5 3111 BonnSeite 3 von 21
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024Seite 4 von 21
Anhang
2024Seite 5 von 21
Anhang 2024 1
zusammenstehen eG
INHALTSVERZEICHNIS
A. Allgemeine Angaben..................................................................................................................... 2
B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden................................................................. 2
C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung................................................. 2
D. Sonstige Angaben ......................................................................................................................... 3
E. Organe der Genossenschaft ......................................................................................................... 4
F. Fehlbetragsdeckung ...................................................................................................................... 5Seite 6 von 21
Anhang 2024 2
zusammenstehen eG
A. Allgemeine Angaben
Die zusammenstehen eG ist mit der Register-Nr. 414 in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht
Bonn eingetragen.
Sitz der Genossenschaft ist in 53111 Bonn, Noeggerathstr. 49.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbu-
ches aufgestellt. Die Genossenschaft ist nach den Größenmerkmalen des § 267 Abs. 1 HGB ein kleines
Unternehmen. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden aufgrund der Verordnung über
Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen nach der Formblatt-
Verordnung für Wohnungsunternehmen gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren erstellt.
B.Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zur besseren Vergleichbarkeit mit
späteren Jahresabschlüssen bereits jetzt Positionen berücksichtigt, die in den „Anlaufjahren“ der Genossenschaft
noch nicht zum Tragen kamen, aber den gängigen Bilanzkonten kleinerer und mittlerer
Wohnungsbaugenossenschaften entsprechen.
C.Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Bilanz zum 31. Dezember 2024 zeigt weiterhin die in der Aufbauphase typische Vermögens- und
Kapitalstruktur: Auf der Aktivseite überwiegen Investitionen in Planungsleistungen und das erworbene
Grundstück; auf der Passivseite steht dem das von den Mitgliedern eingebrachte Kapital sowie eine noch
moderate Verschuldung gegenüber.
Das Gesamtergebnis resultiert im Wesentlichen aus den Kosten für die Prüfung durch den
Genossenschaftsverband, Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem
Grundstückserwerb und dem Kita-Verkauf sowie erstmalig auch Kreditkosten.Seite 7 von 21
Anhang 2024 3
zusammenstehen eG
D.Sonstige Angaben
Es bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251, § 268 Abs. 7 H GB.
Es wurden keine nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte getätigt.
Personal:
Die Genossenschaft beschäftigt kein Personal.
Mitgliederbewegung 2024:
Anzahl verbleibender Mitglieder
Anfangsstand 2024 17
Tode früherer Jahre 2024 0
Zugang 2024 7
Abgang 2024 0
Endstand 2024 24
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich zum 31.12.2024 um 731.000,00 € auf
1.899.101,52 € erhöht.
Die Mitglieder haften der Genossenschaft mit den übernommenen Geschäftsanteilen. Sie haben für den Fall,
dass die Gläubiger aus der Insolvenzmasse der Genossenschaft nicht befriedigt werden können, keine
Nachschusspflicht.Seite 8 von 21
Anhang 2024 4
zusammenstehen eG
E. Organe der Genossenschaft
Mitglieder des Aufsichtsrates
Bernhard von Grünberg – Vorsitzender
Rechtsanwalt
Dr. Wilhelm Hemmerde – stellv. Vorsitzender
Betriebswirt
Michael Schleicher
Pensionär
Pitt Hoffmann (bis zum 19.6.2024)
Immobilienmakler
Dirk Oswald (ab dem 19.6.2024)
Rechtsanwalt
Mark Keuthen
Kaufm. Vorstand Caritasverband für die Stadt Bonn e.V.
Tobias Köhler
Geschäftsführer Diakonisches Werk Bonn und Region gGmbH
Mitglieder des Vorstandes:
Prüfungsverband:
Nikolaus Decker
Peter Kox
Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V.,
Frankfurt am Main
Forderungen an Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes bestanden weder am Bilanzstichtag
noch im Vorjahr.Seite 9 von 21
Anhang 2024 5
F. Fehlbetragsdeckung
zusammenstehen eG
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 19.463,76 Euro wird gedeckt gemäß § 268 Abs. 1 HGB durch das
Eigenkapital der Genossenschaft.
Bonn, den 03.06.2025
zusammenstehen eG
Der Vorstand
Nikolaus Decker Peter KoxSeite 10 von 21
Lagebericht
2024Seite 11 von 21
Lagebericht 2024 1
zusammenstehen eG
INHALTSVERZEICHNIS
1. Gegenstand des Unternehmens .......................................................................................................... 2
2. Geschäftsverlauf ................................................................................................................................... 2
3. Darstellung der Lage .......................................................................................................................... 3
3.1 Ertragslage ..................................................................................................................................... 3
3.2 Vermögenslage .........................• ................................................................................................... 4
3.3 Kapitalstruktur.............................................................................................................................. 4
3.4 Finanzlage und finanzielle Leistungsindikatoren ............................................................................. 4
4. Risiko- und Chancenbericht ................................................................................................................. 4
4.1 Risiken der künftigen Entwicklung ............................................................................................... 4
4.2 Chancen der künftigen Entwicklung ............................................................................................ 5
5. Prognosebericht................................................................................................................................. 5Seite 12 von 21
Lagebericht 2024 2
1. Gegenstand des Unternehmens
Zweck der zusammenstehen eG ist die Förderung ihrer Mitglieder vorrangig durch eine gute, sichere und
sozial verantwortbare Wohnungsversorgung.
Die Genossenschaft kann Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen bewirtschaften, errichten, erwerben,
vermitteln, veräußern und betreuen; sie kann alle im Bereich der Wohnungs- und lmmobilienwirtschaft, des
Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Hierzu gehören Gemeinschaftsanlagen
und Folgeeinrichtungen, Läden und Räume für Gewerbebetriebe, soziale, wirtschaftliche und kulturelle
Einrichtungen und Dienstleistungen.
2. Geschäftsverlauf
Rahmenbedingungen
Die Stadt Bonn bietet grundsätzlich ein gutes Umfeld für den Bau von Mietwohnungen. Bonn ist eine der
Städte Nordrhein-Westfalens, in der auch langfristig ein hoher Mietwohnungsbedarf prognostiziert wird.
Am 01.01.2025 wohnten 340.226 Personen in Bonn. Dies entspricht einem Zuwachs von 1.830 Personen
oder von rund 0,54 % im Vergleich zum 01.01.2023. Legt man eine für Bonn festgestellte durchschnittliche
Haushaltsgröße von 1,9 Personen (Tendenz fallend) zugrunde, stieg die Zahl der Haushalte damit binnen
Jahresfrist um 963.
Das statistische Landesamt von Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) hat für Bonn zuletzt Ende 2023 eine
Modellrechnung der künftigen Bevölkerungsentwicklung erstellt. Danach ist zu erwarten, dass die
Einwohnerzahl der Stadt Bonn bis 2050 auf rund 360.000 steigen wird – das sind voraussichtlich nochmals
rund 8 % mehr Menschen, die in Bonn mit Wohnraum versorgt werden müssen.
Bonn wird demnach auch langfristig ein bevorzugter und gut nachgefragter Wohnstandort bleiben.
Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt insgesamt vor allem aufgrund der teils gleichzeitigen,
teils aufeinander folgenden Krisenlagen angespannt. Zwar haben sich im Berichtsjahr die im Wesentlichen
von Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg ausgelösten Krisenentwicklungen - Liefer- und Materialengpässe,
Energiepreisexplosion und Inflationsgalopp, Zinssprung etc. – beruhigt; dies aber auf hohem Niveau.
Die Inflationsrate in Deutschland - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum
Vorjahresmonat - lag im Dezember 2024 bei 2,6 Prozent und damit zwar unter dem Vorjahreswert von 3,7 %,
aber immer noch deutlich über dem langjährigen Mittel und der EZB-Zielmarke von 2 %. Der Euribor als
maßgeblicher Zinsindikator für das intrasektorale Bankengeschäft und Taktgeber für die Bauzinsentwicklung
verzeichnete im Jahresverlauf 2024 einen Rückgang und lag im Dezember bei durchschnittlich 2,43 %. Die
Baupreise stiegen im Jahr 2024 moderat um fast 3 % an, was dem langjährigen Durchschnitt entspricht.
Dem freifinanzierten Wohnungsbau hat all dies nicht aus der Starre geholfen. Der Bund und das Land NRW
bemühen sich, mit hohen Förderpauschalen, niedrigen Verzinsungen und erheblichen Tilgungsverzichten im
Segment des öffentlich geförderten Wohnungsbaus gegen die Flaute anzufördern. Dies führte im Jahr 2024
bspw. in Bonn dazu, dass abermals erheblich mehr Fördergeld bewilligt wurde, als der Gebietskörperschaft
eigentlich zugeteilt wird. Das hilft – auch in Kombination mit der aufgrund der Krise zunehmenden Verfügbarkeit
von Material und Personal auf dem Bau – dem öffentlich geförderten Wohnungsbau; indes ist man weit davon
entfernt, hier von „Krisengewinnlertum“ sprechen zu können. Denn die gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen, Entwicklungen und Unsicherheiten – zuletzt befeuert durch die erratische Zoll- und
Wirtschaftspolitik der Trump-Administration in den USA – treffen zweifellos auch dieses Segment – jetzt und in
Zukunft.
Bestandsbewirtschaftung
Die Genossenschaft verfügte im Berichtsjahr noch über keinen Wohnungsbestand.
Neubautätigkeit
Die Genossenschaft hat 2024 wesentliche Investitionen in Architekten- und Ingenieurleistungen sowie in die
beginnenden Abbrucharbeiten für das Projekt „Wohnen unter der Godesburg“ vorgenommen.Seite 13 von 21
Lagebericht 2024 3
Modernisierung und Instandhaltung
Modernisierung und Instandhaltung fielen 2024 noch nicht an.
Vermietung
Das Vermietungsgeschäft konnte in 2024 noch nicht aufgenommen werden.
3. Darstellung der Lage
3.1 Ertragslage / Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2024 bis 31.12.2024
Die Ertragslage wurde nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten aus der Gewinn- und Verlustrechnung
abgeleitet und stellt sich wie folgt dar:
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
Umsatzerlöse aus
der Hausbewirtschaftung - € - €
der Betreuungstätigkeit - € - €
Bestandsveränderungen - € - €
Gesamtleistung - € - €
Sonstige betriebliche Erträge 300,00 € - €
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 850,00 € 200,00 €
Rohergebnis 1.150,00 € 200,00 €
Aufwendungen für Hausbewirtschaftung - € - €
Personalaufwand - € - €
Abschreibungen 19,00 € - €
Versicherung, Beiträge und Abgaben - 412,65 € 100,00 €
Reparaturen und Instandhaltungen 34,51 € - €
Werbe- und Reisekosten 1.073,66 € - €
Andere betriebl. Aufwendungen 19.899,24 € 3.415,60 €
Zinsaufwand u. ähnliche Aufwendungen - € 68.125,00 €
Sonstige Steuern - € - €
Aufwendungen Betriebsleistung 20.613,76 € 71.640,60 €
Betriebsergebnis - 19.463,76 € - 71.440,60 €
Finanzergebnis - € - €
Neutrales Ergebnis - € - €
Gesamtergebnis/Jahresfehlbetrag - 19.463,76 € - 71.440,60 €
Das Gesamtergebnis resultiert im Wesentlichen aus den Kosten für die Prüfung durch den
Genossenschaftsverband, Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Grundstückserwerb
und dem Kita-Verkauf sowie erstmalig auch Kreditkosten.Seite 14 von 21
Lagebericht 2024 4
3.2 Vermögenslage
Das gesamte Vermögen der Genossenschaft in Höhe von 2.816.885,19 EUR besteht zum Stichtag
31.12.2024 aus dem Umlaufvermögen in Höhe von 3584,70 EUR in Form des Guthabens auf den
Genossenschaftskonten bei der VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG und der Volksbank Köln Bonn sowie dem
Anlagevermögen in Höhe von 2.813.300,49 EUR, resultierend aus den Investitionen für Architekten- und
Ingenieurleistungen für das Projekt „Wohnen unter der Godesburg“ sowie dem Grundstückswert.
3.3 Kapitalstruktur
Das Gesamtkapital der Genossenschaft in Höhe von 2.816.885,19 EUR bestand zum Stichtag 31.12.2024
aus dem Eigenkapital in Form des Geschäftsguthabens der Mitglieder in Höhe von 1.899.101,52 EUR sowie
Rückstellungen in Höhe von 3.300,00 EUR und Verbindlichkeiten in Höhe von 1.005.388,03 EUR reduziert
um den Jahresfehlbetrag von 19.463,76 EUR (s. 3.1) und dem Verlustvortrag in Höhe von 71.440,60 EUR.
3.4 Finanzlage und finanzielle Leistungsindikatoren
Im Berichtsjahr wurde der Eigenkapitalstock weiter aufgebaut; parallel wurden im notwendigen Umfang
gesellschaftsorganisatorische Ausgaben getätigt und in erheblichem Maße in Architekten- und
Ingenieurleistungen sowie beginnend auch in den Abriss investiert.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr war dabei die Zahlungsfähigkeit der Genossenschaft jederzeit gewährleistet.
4. Risiko- und Chancenbericht
4.1 Risiken der künftigen Entwicklung
Risikomanagementsystem
Ein etabliertes und kennziffernbasiertes Risikomanagement betrieb die Genossenschaft abseits des
standardisierten Baukostencontrollings und der auch im Kauf- und Werkvertrag mit der Stadt Bonn
vereinbarten monatlichen Kostenberechnungsfortschreibung im Bereich des beauftragten Architektenbüros
im Berichtsjahr noch nicht; der Stand der jungen Unternehmung – also die Vorbereitungsphase des
eigentlichen und ersten Bauprojekts - hatte dies bislang noch nicht erforderlich gemacht.
Gleichwohl beobachtet der Vorstand auch aus seinen verschiedenen weitergehenden (z.B. fachlichen und
politischen) Kenntnissen heraus die vor allem den Veränderungen der Bau- und Kapitalmarktlage und der
Wohnraumförderung des Landes NRW innewohnenden Risiken genau, berichtet dem
Aufsichtsratsvorsitzenden darüber in zeitlich enger Taktung und berät sich mit ihm zum weiteren Vorgehen.
Der Vorstand unterbreitet überdies in den regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen jederzeit der Risikolage
angepasste Vorschläge zum weiteren, risikominimierenden Vorgehen und hält Beschlüsse dazu fest und setzt
diese um.
Als ausgesprochen hilfreich und stützend hat sich die im Berichtsjahr abgeschlossene turnusgemäße Prüfung
durch den Genossenschaftsverband erwiesen. Ohne wesentliche Beanstandungen hervorzubringen, hat vor
allem der Austausch zwischen der Prüferin des Genossenschaftsverbands und dem Vorstand der
Genossenschaft während des Prüfungsverfahrens wertvolle Hinweise für den weiteren Aufbau eines
leistungsfähigen (Risiko-)Managements geliefert.
Risikoanalyse
Das wesentliche Risiko für die Genossenschaft liegt weder kurz- und nicht einmal mittelfristig in sichSeite 15 von 21
Lagebericht 2024 5
verändernden Rahmenbedingungen für die Nachfrage nach öffentlich gefördertem Wohnungsbau. Diese wird
über Jahre, eher noch über die nächsten mindestens zwei Jahrzehnte hoch bleiben, wie alle Erhebungen
zeigen.
Eine zentrale Herausforderung für das bislang einzige Projekt „Wohnen unter der Godesburg“ im Berichtsjahr
– das Zusammenbinden der verschiedenen Fäden, um die Fremdfinanzierungsquellen aufzuschließen –
konnte gelöst werden. Der regelmäßige, verbindlich am Baufortschritt orientierte Mittelzufluss seitens der
NRW.Bank und der Stadt Bonn ist etabliert, der Kreditvertrag mit der Volksbank Köln Bonn eG über die
Gewährleistung der Zwischenfinanzierung in Kraft. Das Vertrauen der Bank in die Tragfähigkeit des Projekts
sowie die handelnden Akteure erwies sich im Berichtsjahr u.a. durch eine ungesicherte Vorab-Bereitstellung
von 1.000.000 Euro aus der Kreditlinie zur Entrichtung des Grundstückkaufpreises.
Ein Antrag beim LVR auf einen Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro aus dem Titel „Inklusive
Bauprojektförderung“ befindet sich in der abschließenden Bearbeitung. Hier steht eine Bewilligung in
Aussicht. Insgesamt ergibt sich zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts im Frühjahr 2025 eine
Gesamtsumme gezeichneten Genossenschaftskapitals sowie avisierter Zuschüsse in Höhe von gut 2,1 Mio.
Euro oder rund 11,4 Prozent der Projektsumme.
Die aktuelle Kalkulation sieht daher unter Berücksichtigung all dieser und weiterer Faktoren (z.B.
Baukostensteigerung) eine erfreuliche Prognose in einer Größenordnung sechsstelliger Überschüsse vor.
Das wesentliche Risiko für das Projekt liegt daher eher in den unter 2. genannten und von der Genossenschaft
kaum oder gar nicht beeinflussbaren äußeren Rahmenbedingungen. Insbesondere durch die enge
Partnerschaft mit der öffentlichen Hand halten wir diese Risiken indes für gut kalkulierbar.
4.2 Chancen der künftigen Entwicklung
Wir gehen nach wie vor von einer anhaltend hohen Nachfrage nach (bezahlbarem) Wohnraum in Bonn aus
und werden daher die o.g., aber auch andere Finanzierungsmöglichkeiten weiter ausloten sowie
Gelegenheiten für Folgeprojekte ausloten – wissend um die begrenzte Leistungsfähigkeit der jungen
Genossenschaft.
Die Genossenschaft hat sich daher an einem Ausschreibungsverfahren der evangelischen Thomas-
kapellengemeinde für die Nachnutzung eines Grundstücks an der Kennedyallee in Bonn- Plittersdorf bewor-
ben. Geplant sind rd. 65 Wohneinheiten, von denen ein Anteil von ca. 20% freifinanziert und einer von ca.
80% öffentlich gefördert realisiert werden soll. Darüber hinaus sollen Angebote an das umgebende Quartier
und die Kirchengemeinde formuliert werden. Über die Bewerbung soll im Jahr 2025 entschieden werden.
5. Prognosebericht
Der Kaufvertrag für das Grundstück wurde seitens der Stadt Bonn genehmigt und der Kaufpreis gezahlt.
Ebenso wurde der Kaufvertrag für die Kita an die Stadt Bonn beurkundet. Die Umschreibung der Grundbücher
ist zwischenzeitlich ebenfalls erfolgt, sodass die Teilungserklärung beurkundet und die Aufteilung des Objekts
in Wohnen und Kita und sich damit die Anlage neuer einzelner Grundbücher beim Amtsgericht in Bearbeitung
ist.
Der Fördermittelbescheid der NRW.Bank wurde ebenfalls erteilt. Mit Baubeginn wurden die erste Tranche für
die Standortaufbereitung und in der Folge für den Baubeginn ausgezahlt. Ebenso hat die Stadt Bonn die erste
rate für die Kita ausgezahlt.
Die Planung für das Projekt „Wohnen unter der Godesburg“ wurde in 2024 weitgehend abgeschlossen. Die
Baugenehmigung wurde erteilt und im Oktober mit dem Abbruch der alten Schulgebäude begonnen.
Inzwischen ist dieser abgeschlossen, die Baugrube erstellt, die Baustelle eingerichtet und mit den
Rohbauarbeiten begonnen worden.
Der Bauzeitenplan ist bisher eingehalten, sodass die Fertigstellung im 4. Quartal 2026 nicht in Frage steht.
Weiter wurden die Ausschreibungen für die Bauleistungen sind erfolgt bzw. auf dem Markt und bereits weitere
Bauverträge für die Gewerke Heizung/ Lüftung/ Sanitär, Elektro, Landschaftsbauarbeiten geschlossen. Es
konnten mit allen Unternehmen Pauschalverträge abgeschlossen werden. Die Gewerke Zimmer- und
Holzbauarbeiten, Gerüst- und Dachdeckerarbeiten sind aktuell Verhandlung. Bisher konnten alle Gewerke
unter den auf Basis der Kostenberechnung gebildeten Vergabegrenzwerten vergeben werden.Seite 16 von 21
Lagebericht 2024 6
Bonn, den 3. Juni 2025
zusammenstehen eG
Der Vorstand
Nikolaus Decker Peter Kox
zusammenstehen eG
Noeggerathstr. 49
53111 Bonn
Tel.: 0228 / 94 93 09 11
kontakt@zusammenstehen-bonn.de
www.zusammenstehen-bonn.deSeite 17 von 21
Pressespiegel zur
Grundsteinlegung
„Wohnen unter der
Godesburg“
11.6.2025: Grundsteinlegung Wohnen unter der Godesburg, WDR-Lokalzeit Bonn
13.6.2025: Ungewöhnliche Allianz für bezahlbares Wohnen in Bad Godesberg,
General-Anzeiger
16.6.2025: Landschaftsverband Rheinland fördert Bau von 55 Wohnungen, Kobinet
Nachrichten
23.6.2025: Bonn braucht neuen Wohnraum, WDR-Lokalzeit BonnSeite 18 von 21
Pressespiegel zur
Grundsteinlegung
„Wohnen unter der
Godesburg“
Mieterbund und Haus & Grund kooperieren
Ungewöhnliche Allianz für bezahlbares Wohnen in Bad Godesberg
Bad Godesberg · Ein Schulterschluss, der überrascht: Mieterbund und Haus & Grund
ziehen in Bad Godesberg an einem Strang – für ein genossenschaftliches
Wohnprojekt mit Vorbildcharakter. Jetzt wurde der Grundstein in der Friesdorfer
Straße gelegt. Was genau dort entstehen soll.
Es war 2021, als sich eine ganz besondere, wenn nicht gar außergewöhnliche Bau-
Allianz abzeichnete. Bernhard „Felix“ von Grünberg, damals noch an der Spitze des
Mieterbundes aktiv, hatte schon länger die Idee, ein genossenschaftliches
Bauprojekt umzusetzen. Auf der Suche nach Unterstützung führte sein erster Weg
allerdings nicht zu altbekannten Stellen, sondern zu Pitt Hoffmann, damaliger „Chef“
des Bad Godesberger Ablegers von Haus & Grund. Dass ausgerechnet Mieter- und
Eigentümerverein Hand in Hand ein Projekt umsetzen, ist nicht alltäglich. Doch
genau das geschah. Denn Hoffmann war sofort Feuer und Flamme für die Idee.
Die ist mittlerweile schon weit fortgeschritten. Denn obwohl sich baulich einiges
verzögert hat – ursprünglich war geplant, das Projekt „Wohnen unter der Godesburg“
Ende 2024 fertigzustellen – geht es nun mit großen Schritten Richtung Realisierung.
Einer der wichtigsten ist nun getan: Der Grundstein für das Wohnprojekt an der
Friesdorfer Straße ist gelegt. Mit dabei waren neben von Grünberg und Hoffmann
auch deren Nachfolger an der Spitze der Genossenschaft „Zusammenstehen eG“,
Peter Kox (Mieterbund) und Nikolaus Decker (Haus & Grund), sowie
Oberbürgermeisterin Katja Dörner.
Auch Kai Wernecke und Lukas Siebenkotten, Präsidenten von Haus & Grund
Deutschland sowie des Deutschen Mieterbundes, waren nach Bad Godesberg
gekommen. Die beiden wiesen auf die Bedeutung der Vereins-Allianz hin – und
wünschten sich zahlreiche Bündnis-Nachahmer in der gesamten Bundesrepublik.
Doch wie genau kam es zu dem Schulterschluss? „Felix und ich haben uns zufällig
bei einem Konzert getroffen und er fragte mich, ob ich ihn mit nach Bonn nehmen
könne“, erinnerte sich Hoffmann. Im Auto habe von Grünberg ihm von der Idee
erzählt, in Bad Godesberg, an der Friesdorfer Straße, eine alte Schule abzureißen
und durch ein genossenschaftliches Wohnprojekt zu ersetzen. „Er fragte mich dann:
Wo kriegen wir das Geld her“, so Hoffmann. „Und ich habe mit einem Augenzwinkern
geantwortet: Schön, dass Du schon Wir sagst.“
Gemeinsam gründete man – der Deutsche Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr und
Haus & Grund Bad Godesberg – die Wohnungsbaugenossenschaft
„Zusammenstehen eG“. Von Grünberg und Hoffmann machten sich auf die Suche
nach (finanzieller) Unterstützung – und wurden fündig.Seite 19 von 21
Pressespiegel zur
Grundsteinlegung
„Wohnen unter der
Godesburg“
Caritas und Diakonie sind eingestiegen
Mittlerweile sind 20 Einzelmitglieder, darunter zwei Ex-Oberbürgermeister sowie
Hoffmanns Familie, mit dabei. Auch Caritas und Diakonie „haben namhafte Beträge
gegeben“, so von Grünberg. Darüber hinaus stiegen die Stadt Bonn und die
Stadtwerke Bonn mit ein, der Landschaftsverband ist mit einer Förderung von
200.000 Euro dabei. Sie alle, so Kox, eint eine Überzeugung: „Dass bezahlbares
Wohnen nicht nur eine entscheidende soziale Frage unserer Zeit, sondern auch ein
Grundpfeiler des Zusammenlebens und des gesellschaftlichen Zusammenhalts ist.“
Läuft alles nach Plan, wird im Januar 2026 Richtfest gefeiert, bis Ende desselben
Jahres sollen auf dem Grundstück an der Friesdorfer Straße, auf dem bis Dezember
2024 noch die alte Volksschule zu finden war, dann 53 geförderte Zwei- bis Fünf-
Zimmer-Wohnungen und eine vierzügige Kita entstehen. Daneben gibt es einen
Gemeinschaftsraum für die sozialen Aktivitäten sowie ein Gästeappartement. Eine
Gartenanlage und eine Tiefgarage runden den Bau ab. Und: Das dreigeschossige
Gebäude bekommt ein Satteldach.
Wer an der Friesdorfer Straße einziehen möchte, braucht einen
Wohnberechtigungsschein, hatte Kox in der Vergangenheit erläutert. Und: „Der
Erwerb von Genossenschaftsanteilen in Höhe dessen, was als Kaution bei einer
normalen Mietwohnung üblich ist, ist verpflichtend.“ Die 100 Prozent öffentliche
Wohnraumförderung wird, so Kox damals, für gedeckelte Mietpreise sorgen. Damit
sollen die Wohnungen für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich sein.
„Wer hier lebt, soll Teil einer Gemeinschaft werden“, betonte Kox bei der
Grundsteinlegung den inklusiven Charakter des Projekts. Decker hingegen hob die
energetisch nachhaltige und barrierefreie Bauweise hervor. Beide aber waren sich
einig: „Hier entsteht nicht nur Wohnraum, hier entsteht ein Ort für alle.“Seite 20 von 21
Pressespiegel zur
Grundsteinlegung
„Wohnen unter der
Godesburg“
Landschaftsverband Rheinland fördert Bau von 55 Wohnungen
BONN (kobinet) Auf dem Gelände der ehemaligen Grundschule an der Friesdorfer
Straße in Bonn entstehen 55 ausschließlich öffentlich geförderte Wohnungen und ein
vierzügiger Kindergarten. Darin sehen die Initiatoren ein starkes Zeichen für soziale
Verantwortung, nachhaltige Stadtentwicklung und ein neues genossenschaftliches
Miteinander. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) fördert das Bauvorhaben im
Rahmen der inklusiven Bauprojektförderung mit einem Betrag in Höhe von 200.000
Euro.
Die zusammenstehen eingetragene Genossenschaft (eG) wurde als
partnerschaftliches Projekt vom Deutschen Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr und
Haus- und Grundeigentümerverein Bonn-Bad Godesberg gegründet. Dem waren
kurz nach Gründung der Caritasverband für die Stadt Bonn und das Diakonische
Werk Bonn und Region gGmbH beigetreten. Mittlerweile gehören der
Genossenschaft, die sich satzungsmäßig dem gemeinwohlorientierten, öffentlich
geförderten Wohnungsbau verschrieben hat, auch die Stadt Bonn, die Stadtwerke
Bonn sowie knapp 20 weitere Einzelmitglieder – darunter zwei Ex-Oberbürgermeister
– an. Sie die Überzeugung eint, dass bezahlbares Wohnen nicht nur eine
entscheidende soziale Frage unserer Zeit, sondern auch ein Grundpfeiler des
Zusammenlebens und des gesellschaftlichen Zusammenhalts ist.
Die Vorstände der Genossenschaft, Nikolaus Decker und Peter Kox, erläuterten
während der Grundsteinlegung die architektonischen und sozialen Leitlinien des
Bauprojekts. Decker hob die energetisch nachhaltige und barrierefreie Bauweise
hervor, während Kox den inklusiven Charakter des Projekts betonte: „Hier entsteht
nicht nur Wohnraum – hier entsteht ein Ort für alle“, sind die beiden Vorstände
überzeugt und verwiesen dabei auch auf die Förderung aus der Inklusiven
Bauprojektförderung des Landschaftsverbands Rheinland.
Den entsprechenden Förderbescheid brachte Markus Schulzen, Fachbereichsleiter
Eingliederungshilfe I beim Landschaftsverband Rheinland, pünktlich zur
Grundsteinlegung mit nach Bonn und zeigte sich erfreut: „Mit dem Projekt ‚Wohnen
unter der Godesburg‘ entsteht in Bonn ein Ort des inklusiven Zusammenlebens, der
weit über die Region hinausstrahlt. Wir freuen uns sehr, dieses vorbildliche Vorhaben
im Rahmen unserer inklusiven Bauprojektförderung zu unterstützen.“Seite 21 von 21

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Datenstand: 02.11.2026, 23:09 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de