253528 · Beschlussvorlage
Beteiligungskonzept ISEK Hardtberg
Kerndaten
- Nummer
- 253528
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 08.08.2025
- Letzte Änderung
- 30.10.2026
Orte
- Duisdorf Hauptort
- Hardtberg
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Entscheidung federführend
- Sitzung des Beirates Kinder- und Jugendbeteiligung Empfehlung
- Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung Empfehlung
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Beschlussvorlage öffentlich 253528 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Beteiligungskonzept ISEK Hardtberg Beratungsfolge Beirat Bürgerbeteiligung 29.08.2025 Empfehlung Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung 29.08.2025 Empfehlung Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 03.09.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag Dem als Anlage beigefügten Beteiligungskonzept für die Erarbeitung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts Hardtberg wird zugestimmt. Begründung Anlass Mit Beschluss des Hauptausschusses vom 15.09.2016 (DS-Nr. 1610742NV2) wurde die Verwaltung beauftragt, das ISEK-Hardtberg fortzuschreiben. Am 29.08.2018 wurde das entsprechende Vorhabenblatt durch Beschluss des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda (Bürgerausschuss) in die Vorhabenliste der Bundesstadt Bonn aufgenommen (DS-Nr. 1812043). Der Bürgerausschuss folgte dem Vorschlag der Verwaltung und beschloss, das Beteiligungsverfahren gemäß den Leitlinien Bürgerbeteiligung als komplexes Verfahren durchzuführen. Das Vorhabenblatt liegt in aktualisierter Fassung dieser Vorlage zur Kenntnisnahme bei. Beteiligungsprozess Die Erarbeitung des ISEKs sowie die Konzeption und Durchführung des Beteiligungsprozesses erfolgen durch ein externes Planungsbüro. Der Beteiligungsprozess soll analog zur Erarbeitung des ISEKs in drei Phasen – der Analysephase, der Strategiephase und der Konzeptphase verlaufen. Um möglichst viele Ziel- und Bevölkerungsgruppen in den integrierten Planungsprozess ihres Stadtteils einzubinden, liegt der Fokus des Beteiligungskonzeptes vor allem auf der Durchführung von niederschwelligen Formaten mit einer direkten Ansprache und teils aufsuchendem Charakter. Eine ausführliche Beschreibung der vorgesehenen Beteiligung istSeite 1 von 12 Seite 2 dem Beteiligungskonzept in der Anlage zu entnehmen. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.09 Raumplanung, Stadtentw., Geoinfo 1.09.01 Raumplanung Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veransc in Auszahlungen / Aufwendungen 54.500,00 161000901,72.1000, Innenauftrag 6100007 Beb.planvorentw., Städteb. Pl. u. Beratg 2025 un 2026 Einzahlungen / Erträge 0,00 Haushaltsbelastung jährlich 54.500,00 Anlage/n 1 Beteiligungskonzept_ISEK_Hardtberg (öffentlich) 2 Vorhabenblatt_ISEK_Hardtberg (öffentlich)Seite 2 von 12 1 Beteiligungskonzept Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Bonn Hardtberg Vorhabennummer 151710 Komplexes Verfahren gemäß den Leitlinien der Stadt Bonn 29.07.2025 Bundesstadt Bonn Stadtplanungsamt Bezirks- und Ortsteilplanung sowie EntwicklungsmaßnahmenSeite 3 von 12 2 1. Beschreibung des Beteiligungsgegenstands und der Zielsetzungen des Mit- wirkungsprozesses 1.1 Projektbeschreibung Der Hauptausschuss hat am 15.09.2016 die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes Bonn-Hardtberg aus dem Jahr 2002 beschlossen (DS-Nr. 1610742NV2), welches bislang die Grundlage für die räumliche Entwicklung des Stadtbezirks bildete. Es zeigt verschiedene Handlungsfelder und Entwicklungsoptionen auf, die größtenteils weiterverfolgt und umgesetzt wurden. Eine Fortschreibung des mittlerweile 23 Jahre alten Integrierten Handlungskonzepts ist nicht mehr zeitgemäß, sodass die Verwaltung eine Neuaufstellung des Konzepts mit einem Zeithorizont bis 2040 vorsieht. Ziel ist es, eine langfristige Entwicklungsperspektive für den Stadtbezirk Hardtberg aufzuzeigen und Strategien für die Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen zu entwickeln. Dabei fungiert das zu erarbeitende integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) als strategisches Konzept für den gesamten Stadtbezirk mit einer vertieften Betrachtung von drei Fokusgebieten wie beispielsweise Duisdorf Zentrum. Die beiden anderen Fokusgebiete werden im Erarbeitungsprozess identifiziert. Ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) ist ein Planungsinstrument, mit dem Städte gezielt einzelne Gebiete entwickeln. Es ist notwendig, um Fördergelder aus der Städtebauförderung zu erhalten, und wird gemeinsam mit den Bürger*innen erarbeitet. Inhaltlich besteht ein ISEK aus einer Bestandsanalyse zu verschiedenen Handlungsfeldern der Stadtentwicklung – zum Beispiel in den Bereichen Wohnen, Verkehr, Einzelhandel und Grün- und Freiräume. Auch Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel spielen eine wichtige Rolle. Die Themen werden dabei nicht einzeln betrachtet, sondern miteinander verknüpft und aufeinander abgestimmt. Aus der Bestandsanalyse entsteht ein Überblick über Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken (eine sogenannte SWOT-Analyse), woraus gebietsbezogene Handlungsbedarfe abgeleitet werden. Im nächsten Schritt wird ein Leitmotiv entwickelt, das beschreibt, wie sich das Gebiet in Zukunft entwickeln soll. Darauf aufbauend werden konkrete Entwicklungsziele, Projekte und Maßnahmen formuliert. Die Erarbeitung des ISEKs und die Durchführung des Beteiligungsprozesses werden von einem externen Planungsbüro übernommen. 1.2 Themen und Ziele der Beteiligung Ziel ist es, die Ideen, Anregungen und Vorschläge der Öffentlichkeit zu erfassen und in die ISEK-Erarbeitung einfließen zu lassen. Dadurch kann die Öffentlichkeit ihre lokalen Kenntnisse und Bedarfe für die zukünftige Entwicklung des Stadtbezirks Hardtberg und der Fokusbereiche einbringen.Seite 4 von 12 3 Information über den gesamten Prozess zu: • Erarbeitete Planungsschritte • Anstehende und bereits durchgeführte Mitwirkungsmöglichkeiten Mitwirkung in allen Erarbeitungsphasen zu: • Bestandsanalyse • Entwicklungspotenziale • Entwicklungsstrategie mit Leitbild, Handlungsfeldern und Entwicklungsziele • Maßnahmenprogramm 2. Rahmenbedingungen 2.1 Vorfestlegungen (z. B. rechtlicher Rahmen, Beschlüsse, Eigentumsverhältnisse) Die Erarbeitung eines Integrierten Entwicklungskonzeptes für den Stadtbezirk Hardtberg wurde am 15.09.2016 vom Hauptausschuss beschlossen (DS-Nr. 1610742NV2). Ein ISEK ist die Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln in den Bund-Länder- Programmen der Städtebauförderung. Die Inhalte und Anforderungen an ein ISEK sind in der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung 2023/2024 geregelt (Inhalte siehe 1.1). Zur Ausarbeitung der Inhalte des ISEKs (Bestandsanalyse, Leitbild, Handlungsfelder und Entwicklungsziele, Maßnahmenprogramm) bestehen keine Vorfestlegungen. 2.3 Ergebnissicherung Die Ideen, Anregungen und Vorschläge aus dem Beteiligungsprozess werden erfasst und bei der ISEK-Erarbeitung berücksichtigt. 3. Festlegung Projektbeauftragter Rieke Gäntgen, Stadtplanungsamt (Amt 61-21), Telefon: 0228 77-39025, E-Mail: rieke.gaentgen@bonn.de 4. Auswahl und Ansprache der zu Beteiligenden und konkreten Zielgruppen Um möglichst viele Ziel- und Bevölkerungsgruppen in den integrierten Planungsprozess ihres Stadtteils einzubinden, liegt der Fokus des Beteiligungskonzeptes vor allem auf der Durchführung von niederschwelligen Formaten mit einer direkten Ansprache und teils aufsuchendem Charakter. Zu den Zielgruppen der Beteiligung zählen neben einer breiten Öffentlichkeit auch Bewohner*innen, Akteur*innen, Kinder und Jugendliche sowie politische Vertreter*innen, die mit den unterschiedlichen Formaten angesprochen werden sollen. Mit Beteiligungsformaten, die auf eine große Öffentlichkeit ausgerichtet sind, werden erfahrungsgemäß einige Gruppen z. B. aufgrund ihres Alters, sprachlicher Barrieren oderSeite 5 von 12 4 körperlicher Beeinträchtigungen nicht erreicht, deren Belange für die Planung ebenfalls von Bedeutung sind. Für diese Zielgruppen sollen zusätzlich zu den Beteiligungsformaten, die sich an alle Zielgruppen richten, als Ergänzung spezifische Beteiligungsmöglichkeiten angeboten werden. Sie sollen bedarfsbezogen und niederschwellig ausgerichtet werden. Bei der Konzeption und auch der Durchführung wird die Einbeziehung von Institutionen (z. B. Schulen, Jugendzentrum, Beiräte, Beauftragte, Vereine, Initiativen) angestrebt. Die Bewerbung der Beteiligungsformate soll neben der Einbindung von Multiplikator*innen auch über Printmedien, Social Media, Pressemeldungen sowie die städtische Beteiligungsplattform Bonn-macht-mit.de erfolgen. Zur barrierefreien Gestaltung des Prozesses werden die Online-Beteiligung und barrierefreie analoge Beteiligungsmöglichkeiten angeboten. 5. Kinder- und Jugendbeteiligung 5.1 Findet eine Kinder- und Jugendbeteiligung statt? Ja, es findet eine Kinder- und Jugendbeteiligung statt. 5.2 Welche Altersgruppen werden beteiligt? Die Beteiligungsformate richten sich an Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren. 5.3 Wie werden die Kinder und Jugendlichen angesprochen und beteiligt? Die Kinder- und Jugendbeteiligung soll die unterschiedlichen Perspektiven und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu konkreten Orten im Stadtbezirk abbilden. Kinder und Jugendliche werden durch die Bewerbung in Schulen, Jugendzentren und Social Media zu den Beteiligungsformaten eingeladen. Zusätzlich ist in der Konzeptphase ein spezielles Format zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen vorgesehen, um aufbauend auf bereits vorhandenen Grundlagen und der strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzeptes mit der Zielgruppe zu arbeiten und erste Ansätze weiterzudenken. Mögliche Beteiligungsformate können ein Werkstattformat mit thematischer Kleingruppenarbeit oder ein Format im schulischen Kontext sein. Die konkrete Ausgestaltung des Formats und der Ansprache erfolgt im weitere Erarbeitungsprozess. In die Konzeption des Formates soll frühzeitig der Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung einbezogen werden. 6. Prozessplanung und -umsetzung 6.1 Beteiligungsprozess Der Beteiligungsprozess verläuft analog zur Erarbeitung des ISEKs in drei Phasen – der Analysephase, der Strategiephase und der Konzeptphase (siehe Abbildung).Seite 6 von 12 5 6.2 Beteiligungsmethoden Für die Erarbeitung des ISEKs sind verschiedene Formate zur Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen. Analysephase In der Analysephase werden vier Quartiersspaziergänge in den Ortsteilen für die interessierte Öffentlichkeit angeboten. Bei den Spaziergängen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, Stärken und Schwächen sowie Entwicklungsbedarfe zu benennen. Ein weiteres Format sind sogenannte Walking Acts, ein aufsuchendes Format, das es ermöglicht, niederschwellig unterschiedliche Personen in ihrer alltäglichen Umgebung anzutreffen und mit ihnen ein kurzes Gespräch über die Zukunft ihres Stadtbezirks zu führen. In den Gesprächen soll es um Wünsche, Ideen und Vorstellungen für die zukünftige Entwicklung des Stadtbezirks und der Ortsteile gehen. Im Anschluss an die Gespräche wird ein Schlagwort mit Sprühkreide im öffentlichen Raum hinterlassen, um weitere Personen auf das ISEK aufmerksam zu machen.Seite 7 von 12 6 Strategiephase In der Strategiephase soll eine Zukunftswerkstatt durchgeführt werden, die sich auf einen Fokusbereich bezieht. Die Zukunftswerkstatt besteht aus Arbeitssequenzen (ggf. in Kleingruppen), in denen sich alle Teilnehmenden in die Diskussion einbringen können und Plenumssequenzen, in denen die Ergebnisse in den gesamten Teilnehmendenkreis transportiert werden. Die Ergebnisse der Werkstatt bilden eine zentrale Grundlage für die Entwicklung der strategischen Grundlage und der darauf aufbauenden Maßnahmenideen für den Fokusraum. Das Format richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, Bewohner*innen und Akteur*innen sowie Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, die Anmerkungen und Ideen der verschiedenen Zielgruppen in die weitere Planung einfließen zu lassen. Konzeptphase In der Konzeptphase ist die bereits angesprochene Kinder- und Jugendbeteiligung verortet, die im Erarbeitungsprozess konkretisiert wird. Außerdem sollen vier Quartiersdialoge stattfinden, bei denen die Maßnahmenideen vorgestellt und gemeinsam diskutiert bzw. weiterentwickelt werden. Die Veranstaltungen laufen wie eine offene Sprechstunde ab, bei der ein offenes Kommen und Gehen ermöglicht wird. Die Teilnehmenden können mit Planer*innen und Vertreter*innen der Verwaltung ins Gespräch kommen und ihre Anmerkungen zu den Maßnahmenideen machen und um weitere Ideen ergänzen. Weitere Beteiligungsformate Zusätzlich besteht ein Budget für zielgruppenspezifische Beteiligungsangebote, die bedarfsbezogen und niederschwellig ausgerichtet werden. Beispiele für entsprechende Angebote sind Mitmach-Stände, eine digitale Schnitzeljagd, ein Senior*innencafé, Workshops innerhalb von Vereinen oder Institutionen usw. Die Festlegung der konkreten Formate erfolgt im weiteren Erarbeitungsprozess. Ergänzend zu den Präsenzveranstaltungen wird eine Beteiligungsphase über die städtische Beteiligungsplattform Bonn-macht-mit zu bestimmten Meilensteinen (Analyse, Strategie, Konzept) durchgeführt. Die Ergebnisse werden in das Gesamtkonzept eingearbeitet. Die konkrete Ausgestaltung und Verortung der Beteiligungsphase werden noch mit dem Planungsbüro abgestimmt. Neben der Öffentlichkeitsbeteiligung werden auch Formate zur Beteiligung von Verwaltung und Politik durchgeführt. Die Abstimmung der Meilensteine (SWOT-Analyse, Entwicklungsstrategie, Maßnahmenprogramm, ISEK-Kurzfassung) erfolgen in einer Verwaltungsinternen Lenkungsgruppe und einem Begleitgremium mit Vertreter*innen aus der Bezirksvertretung Hardtberg und Akteur*innen aus der Stadtgesellschaft. Zusätzlich soll ein Politikworkshop mit Vertreter*innen der zuständigenSeite 8 von 12 7 Fachausschüssen durchgeführt werden, um die Politik in die Strategiediskussion einzubeziehen. 6.3 Transparenz Über Bonn-macht-mit soll die Öffentlichkeit über die erarbeiteten Planungsschritte und anstehende sowie bereits durchgeführt Beteiligungsveranstaltungen informiert werden. Zusätzlich werden Textbausteine zu den erreichten planerischen Meilensteinen, erste abgestimmte Planwerke und Dokumentation von Beteiligungsformaten bereitgestellt. Die Bewerbung der Beteiligungsveranstaltungen erfolgt zusätzlich in Form von Pressemitteilungen, Social-Media Posts, Flugblättern und Plakaten. Des Weiteren sind Mitteilungsvorlagen für die politischen Gremien vorgesehen, die den aktuellen Stand wiedergeben. Die Mittelungsvorlagen sind auch im Rats- und Informationssystem der Stadt Bonn für die Öffentlichkeit zugänglich. 6.4 Zuständigkeiten • Federführung Stadtplanungsamt • Durchführung der Beteiligungsformate und Erarbeitung des ISEKs durch ein externes Planungsbüro • Die Stabsstelle Bürgerbeteiligung ist in die Planung und Durchführung der Beteiligungen eingebunden. 7. Umgang mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses Das Planungsbüro und die Verwaltung setzen sich mit den Anregungen der Öffentlichkeit auseinander und lassen sie in die inhaltliche Erarbeitung des ISEKs einfließen. 8. Dokumentation, Auswertung und Reflexion Die Vorschläge und Hinweise der Öffentlichkeit aus den einzelnen Beteiligungsformaten werden dokumentiert und ausgewertet. Zu jedem Beteiligungsformat wird eine Dokumentation erstellt, in der alle Beiträge aus den Veranstaltungen dargestellt und die Kernergebnisse zusammenfasst werden. Zusätzlich beinhalten die Dokumentationen Fotos der Ergebnisse auf Plakaten oder Pinnwänden. Die Dokumentationen werden der Öffentlichkeit und Politik über Bonn-macht-mit sowie als Anhang zum ISEK-Beschluss zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmenden der Beteiligungsveranstaltungen werden innerhalb der Veranstaltungen über die Veröffentlichung der Ergebnisse informiert. Das beschlossene ISEK wird im Internet öffentlich zugänglich gemacht. Der Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung, der Beirat Bürgerbeteiligung, der Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und die Bezirksvertretung Hardtberg werden in Form einer Mitteilungsvorlage über den Abschluss und die Ergebnisse des Beteiligungsverfahren informiert. 9. Zeitrahmen und Finanzierung Beginn des Beteiligungsverfahrens: September 2025Seite 9 von 12 8 Voraussichtlicher Abschluss: Januar 2027 Kosten des geplanten Beteiligungsprozesses: Ca. 54.500,00 € Finanzierung: Für die anfallenden Kosten stehen Mittel im Haushalt zur VerfügungSeite 10 von 12 Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) Bonn Hardtberg Inhaltliche Beschreibung: Für den Stadtbezirk Hardtberg soll ein neues Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept mit einem Zeithorizont bis 2040 erarbeitet werden. Bisher bildet das „Integrierte Handlungskonzept Bonn- Hardtberg“ aus dem Jahr 2002 die Grundlage für die räumliche Ent- wicklung des Stadtbezirks. Ziel ist es, eine langfristige Entwicklungs- perspektive für den Stadtbezirk Hardtberg aufzuzeigen und Strate- gien für die Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderun- gen zu entwickeln. Dabei fungiert das zu erarbeitende ISEK als strategisches Konzept für den gesamten Stadtbezirk mit einer vertieften Betrachtung von drei Fokusgebieten wie beispielsweise Duisdorf Zentrum. Die beiden anderen Fokusgebiete werden im Erarbeitungsprozess identifiziert. Das Integrierte Entwicklungskonzept soll dabei auf der Basis einer Bestandsana- lyse eine Gesamtstrategie sowie Umsetzungsziele benennen. Wei- tere Ziele, die mit dem ISEK verfolgt werden sollen, sind die Zu- schreibung eines Leitbildes und der Schaffung einer neuen, tragen- den Identität und öffentlichen Wahrnehmung für den Stadtbezirk Hardtberg. Politischer Beschluss: Sachstand ISEK Hardtberg (DS-Nr. 241708), Beschluss des Haupt- ausschusses über ISEK-Fortschreibung am 15.09.2016 (DS-Nr. 1610742NV2) Bearbeitungszeit: 18 Monate Aktueller Bearbeitungsstand: Abschluss des Vergabeverfahrens, Beauftragung eines Planungsbüros und Auftaktgespräch Nächster Schritt: Erarbeitung der Inhalte eines städtebaulichen Entwicklungskonzep- tes und Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung. Kosten des Vorhabens: 120.000,00 € für die Erarbeitung des ISEKs. Stadtbezirk: Hardtberg Adresse: - Zuständigkeit: Gesamtstädtisch Begründung: Die Entwicklung des Stadtbezirks Hardtberg ist von gesamtstädtischer Bedeutung und Interesse. Das ISEK Hardtberg ordnet stadtbezirksbezogene Ziele und Maßnahmen in den gesamtstädtischen Kontext ein und soll als Entwicklungskonzept nach Vorgaben des BauGBs vom Rat beschlossen werden. Kategorien: Stadtentwicklung, Stadtplanung / Natur und Umweltschutz / Freizeit, Sport und Kultur / Verkehr, Mobilität und ÖPNV / Soziales, Kinder, Jugend und Familie Kinder- und Jugendbeteiligung: Zielgruppe: Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren Vorhabennummer: 164694Seite 11 von 12 Die Kinder- und Jugendbeteiligung soll die unterschiedlichen Perspektiven und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu konkreten Orten im Stadtbezirk abbilden. Kinder und Jugendliche werden durch die Bewerbung in Schulen, Jugendzentren und Social Media zu den Beteiligungsformaten eingeladen. Zusätzlich ist in der Konzeptphase ein spezielles Format zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen vorgesehen, das im Prozessverlauf konkretisiert wird. Der Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung soll ebenfalls in die Konzeption des Formates einbezogen werden. Art der Beteiligung: Komplexes Beteiligungsverfahren Beschreibung des Verfahrens: Ein komplexes Beteiligungsverfahren wird vorgesehen, weil das In- teresse von einer Vielzahl von Einwohner*innen angenommen werden kann und es ein Planungsvorhaben von besonderer Bedeutung ist. Der Stadtbezirk Bonn-Hardtberg umfasst einen großen Bereich, der sich in mehrere Ortsteile und Quartiere gliedert. Dadurch entstehen unterschiedliche Herausforderungen und Chancen, denen sich die heterogene Bevölkerung gegenübergestellt sieht. Um möglichst viele Ziel- und Bevölkerungsgruppen in den integrierten Planungs- prozess ihres Stadtteils einzubinden, liegt der Fokus des Beteili- gungskonzeptes vor allem auf der Durchführung von niederschwel- ligen Formaten mit einer direkten Ansprache und teils einem aufsu- chenden Charakter. Für die Erarbeitung des ISEKs sind verschiedene Beteiligungsfor- mate vorgesehen: • Quartiersspaziergänge • Walking Acts • Politikworkshop • Zukunftswerkstatt • Kinder- und Jugendbeteiligung • Quartiersdialoge • Zielgruppenspezifische Beteiligungsangebote • Onlinebeteiligung über Bonn macht mit Eine genaue Beschreibung der Beteiligungsformate ist dem Beteiligungskonzept zu entnehmen. Kosten der Beteiligung: Ca. 54.500,00 Euro (In den Gesamtkosten für die ISEK- Erarbeitung enthalten) Kontaktperson: Rieke Gäntgen, Stadtplanungsamt (Amt 61-21), Tel. 0228 77 39205, Mail: rieke.gaentgen@bonn.de Weitere Informationen: -Seite 12 von 12
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