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253528 · Beschlussvorlage

Beteiligungskonzept ISEK Hardtberg

Nummer
253528
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
08.08.2025
Letzte Änderung
30.10.2026
  • Duisdorf Ortsteil· Hardtberg Hauptort
  • Hardtberg Stadtbezirk
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 03.09.2025 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Beirates Kinder- und Jugendbeteiligung 29.08.2025 Empfehlung
  3. Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung 29.08.2025 Empfehlung
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Beschlussvorlage
öffentlich
253528
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Beteiligungskonzept ISEK Hardtberg
Beratungsfolge
Beirat Bürgerbeteiligung 29.08.2025 Empfehlung
Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung 29.08.2025 Empfehlung
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
03.09.2025 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Dem als Anlage beigefügten Beteiligungskonzept für die Erarbeitung des
Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts Hardtberg wird zugestimmt.
Begründung
Anlass
Mit Beschluss des Hauptausschusses vom 15.09.2016 (DS-Nr. 1610742NV2)
wurde die Verwaltung beauftragt, das ISEK-Hardtberg fortzuschreiben. Am
29.08.2018 wurde das entsprechende Vorhabenblatt durch Beschluss des
Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda
(Bürgerausschuss) in die Vorhabenliste der Bundesstadt Bonn aufgenommen
(DS-Nr. 1812043). Der Bürgerausschuss folgte dem Vorschlag der Verwaltung
und beschloss, das Beteiligungsverfahren gemäß den Leitlinien
Bürgerbeteiligung als komplexes Verfahren durchzuführen.
Das Vorhabenblatt liegt in aktualisierter Fassung dieser Vorlage zur
Kenntnisnahme bei.
Beteiligungsprozess
Die Erarbeitung des ISEKs sowie die Konzeption und Durchführung des
Beteiligungsprozesses erfolgen durch ein externes Planungsbüro. Der
Beteiligungsprozess soll analog zur Erarbeitung des ISEKs in drei Phasen – der
Analysephase, der Strategiephase und der Konzeptphase verlaufen. Um
möglichst viele Ziel- und Bevölkerungsgruppen in den integrierten
Planungsprozess ihres Stadtteils einzubinden, liegt der Fokus des
Beteiligungskonzeptes vor allem auf der Durchführung von niederschwelligen
Formaten mit einer direkten Ansprache und teils aufsuchendem Charakter.
Eine ausführliche Beschreibung der vorgesehenen Beteiligung istSeite 1 von 12
Seite 2
dem Beteiligungskonzept in der Anlage zu entnehmen.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.09 Raumplanung, Stadtentw.,
Geoinfo
1.09.01 Raumplanung
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle / FiPos Veransc
in
Auszahlungen /
Aufwendungen
54.500,00 161000901,72.1000, Innenauftrag 6100007 Beb.planvorentw.,
Städteb. Pl. u. Beratg
2025 un
2026
Einzahlungen /
Erträge
0,00
Haushaltsbelastung
jährlich
54.500,00
Anlage/n
1 Beteiligungskonzept_ISEK_Hardtberg (öffentlich)
2 Vorhabenblatt_ISEK_Hardtberg (öffentlich)Seite 2 von 12
1
Beteiligungskonzept
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Bonn Hardtberg
Vorhabennummer 151710
Komplexes Verfahren gemäß den Leitlinien der Stadt Bonn
29.07.2025
Bundesstadt Bonn
Stadtplanungsamt
Bezirks- und Ortsteilplanung sowie EntwicklungsmaßnahmenSeite 3 von 12
2
1. Beschreibung des Beteiligungsgegenstands und der Zielsetzungen des Mit-
wirkungsprozesses
1.1 Projektbeschreibung
Der Hauptausschuss hat am 15.09.2016 die Fortschreibung des Integrierten
Handlungskonzeptes Bonn-Hardtberg aus dem Jahr 2002 beschlossen (DS-Nr.
1610742NV2), welches bislang die Grundlage für die räumliche Entwicklung des
Stadtbezirks bildete. Es zeigt verschiedene Handlungsfelder und Entwicklungsoptionen
auf, die größtenteils weiterverfolgt und umgesetzt wurden. Eine Fortschreibung des
mittlerweile 23 Jahre alten Integrierten Handlungskonzepts ist nicht mehr zeitgemäß,
sodass die Verwaltung eine Neuaufstellung des Konzepts mit einem Zeithorizont bis 2040
vorsieht.
Ziel ist es, eine langfristige Entwicklungsperspektive für den Stadtbezirk Hardtberg
aufzuzeigen und Strategien für die Bewältigung aktueller und zukünftiger
Herausforderungen zu entwickeln. Dabei fungiert das zu erarbeitende integrierte
städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) als strategisches Konzept für den gesamten
Stadtbezirk mit einer vertieften Betrachtung von drei Fokusgebieten wie beispielsweise
Duisdorf Zentrum. Die beiden anderen Fokusgebiete werden im Erarbeitungsprozess
identifiziert.
Ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) ist ein Planungsinstrument,
mit dem Städte gezielt einzelne Gebiete entwickeln. Es ist notwendig, um Fördergelder
aus der Städtebauförderung zu erhalten, und wird gemeinsam mit den Bürger*innen
erarbeitet. Inhaltlich besteht ein ISEK aus einer Bestandsanalyse zu verschiedenen
Handlungsfeldern der Stadtentwicklung – zum Beispiel in den Bereichen Wohnen,
Verkehr, Einzelhandel und Grün- und Freiräume. Auch Klimaschutz und die Anpassung
an den Klimawandel spielen eine wichtige Rolle. Die Themen werden dabei nicht einzeln
betrachtet, sondern miteinander verknüpft und aufeinander abgestimmt. Aus der
Bestandsanalyse entsteht ein Überblick über Stärken und Schwächen sowie Chancen
und Risiken (eine sogenannte SWOT-Analyse), woraus gebietsbezogene
Handlungsbedarfe abgeleitet werden. Im nächsten Schritt wird ein Leitmotiv entwickelt,
das beschreibt, wie sich das Gebiet in Zukunft entwickeln soll. Darauf aufbauend werden
konkrete Entwicklungsziele, Projekte und Maßnahmen formuliert.
Die Erarbeitung des ISEKs und die Durchführung des Beteiligungsprozesses werden von
einem externen Planungsbüro übernommen.
1.2 Themen und Ziele der Beteiligung
Ziel ist es, die Ideen, Anregungen und Vorschläge der Öffentlichkeit zu erfassen und in die
ISEK-Erarbeitung einfließen zu lassen. Dadurch kann die Öffentlichkeit ihre lokalen
Kenntnisse und Bedarfe für die zukünftige Entwicklung des Stadtbezirks Hardtberg und
der Fokusbereiche einbringen.Seite 4 von 12
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Information über den gesamten Prozess zu:
• Erarbeitete Planungsschritte
• Anstehende und bereits durchgeführte Mitwirkungsmöglichkeiten
Mitwirkung in allen Erarbeitungsphasen zu:
• Bestandsanalyse
• Entwicklungspotenziale
• Entwicklungsstrategie mit Leitbild, Handlungsfeldern und Entwicklungsziele
• Maßnahmenprogramm
2. Rahmenbedingungen
2.1 Vorfestlegungen (z. B. rechtlicher Rahmen, Beschlüsse, Eigentumsverhältnisse)
Die Erarbeitung eines Integrierten Entwicklungskonzeptes für den Stadtbezirk Hardtberg
wurde am 15.09.2016 vom Hauptausschuss beschlossen (DS-Nr. 1610742NV2). Ein ISEK
ist die Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln in den Bund-Länder-
Programmen der Städtebauförderung. Die Inhalte und Anforderungen an ein ISEK sind in
der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung 2023/2024 geregelt (Inhalte siehe
1.1).
Zur Ausarbeitung der Inhalte des ISEKs (Bestandsanalyse, Leitbild, Handlungsfelder und
Entwicklungsziele, Maßnahmenprogramm) bestehen keine Vorfestlegungen.
2.3 Ergebnissicherung
Die Ideen, Anregungen und Vorschläge aus dem Beteiligungsprozess werden erfasst und
bei der ISEK-Erarbeitung berücksichtigt.
3. Festlegung Projektbeauftragter
Rieke Gäntgen, Stadtplanungsamt (Amt 61-21), Telefon: 0228 77-39025, E-Mail:
rieke.gaentgen@bonn.de
4. Auswahl und Ansprache der zu Beteiligenden und konkreten Zielgruppen
Um möglichst viele Ziel- und Bevölkerungsgruppen in den integrierten Planungsprozess
ihres Stadtteils einzubinden, liegt der Fokus des Beteiligungskonzeptes vor allem auf der
Durchführung von niederschwelligen Formaten mit einer direkten Ansprache und teils
aufsuchendem Charakter.
Zu den Zielgruppen der Beteiligung zählen neben einer breiten Öffentlichkeit auch
Bewohner*innen, Akteur*innen, Kinder und Jugendliche sowie politische
Vertreter*innen, die mit den unterschiedlichen Formaten angesprochen werden sollen.
Mit Beteiligungsformaten, die auf eine große Öffentlichkeit ausgerichtet sind, werden
erfahrungsgemäß einige Gruppen z. B. aufgrund ihres Alters, sprachlicher Barrieren oderSeite 5 von 12
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körperlicher Beeinträchtigungen nicht erreicht, deren Belange für die Planung ebenfalls
von Bedeutung sind. Für diese Zielgruppen sollen zusätzlich zu den
Beteiligungsformaten, die sich an alle Zielgruppen richten, als Ergänzung spezifische
Beteiligungsmöglichkeiten angeboten werden. Sie sollen bedarfsbezogen und
niederschwellig ausgerichtet werden. Bei der Konzeption und auch der Durchführung
wird die Einbeziehung von Institutionen (z. B. Schulen, Jugendzentrum, Beiräte,
Beauftragte, Vereine, Initiativen) angestrebt.
Die Bewerbung der Beteiligungsformate soll neben der Einbindung von
Multiplikator*innen auch über Printmedien, Social Media, Pressemeldungen sowie die
städtische Beteiligungsplattform Bonn-macht-mit.de erfolgen.
Zur barrierefreien Gestaltung des Prozesses werden die Online-Beteiligung und
barrierefreie analoge Beteiligungsmöglichkeiten angeboten.
5. Kinder- und Jugendbeteiligung
5.1 Findet eine Kinder- und Jugendbeteiligung statt?
Ja, es findet eine Kinder- und Jugendbeteiligung statt.
5.2 Welche Altersgruppen werden beteiligt?
Die Beteiligungsformate richten sich an Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren.
5.3 Wie werden die Kinder und Jugendlichen angesprochen und beteiligt?
Die Kinder- und Jugendbeteiligung soll die unterschiedlichen Perspektiven und
Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu konkreten Orten im Stadtbezirk abbilden.
Kinder und Jugendliche werden durch die Bewerbung in Schulen, Jugendzentren und
Social Media zu den Beteiligungsformaten eingeladen.
Zusätzlich ist in der Konzeptphase ein spezielles Format zur Beteiligung von Kindern und
Jugendlichen vorgesehen, um aufbauend auf bereits vorhandenen Grundlagen und der
strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzeptes mit der Zielgruppe zu arbeiten und
erste Ansätze weiterzudenken.
Mögliche Beteiligungsformate können ein Werkstattformat mit thematischer
Kleingruppenarbeit oder ein Format im schulischen Kontext sein. Die konkrete
Ausgestaltung des Formats und der Ansprache erfolgt im weitere Erarbeitungsprozess. In
die Konzeption des Formates soll frühzeitig der Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung
einbezogen werden.
6. Prozessplanung und -umsetzung
6.1 Beteiligungsprozess
Der Beteiligungsprozess verläuft analog zur Erarbeitung des ISEKs in drei Phasen – der
Analysephase, der Strategiephase und der Konzeptphase (siehe Abbildung).Seite 6 von 12
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6.2 Beteiligungsmethoden
Für die Erarbeitung des ISEKs sind verschiedene Formate zur Beteiligung der
Öffentlichkeit vorgesehen.
Analysephase
In der Analysephase werden vier Quartiersspaziergänge in den Ortsteilen für die
interessierte Öffentlichkeit angeboten. Bei den Spaziergängen haben die Teilnehmenden
die Möglichkeit, Stärken und Schwächen sowie Entwicklungsbedarfe zu benennen.
Ein weiteres Format sind sogenannte Walking Acts, ein aufsuchendes Format, das es
ermöglicht, niederschwellig unterschiedliche Personen in ihrer alltäglichen Umgebung
anzutreffen und mit ihnen ein kurzes Gespräch über die Zukunft ihres Stadtbezirks zu
führen. In den Gesprächen soll es um Wünsche, Ideen und Vorstellungen für die
zukünftige Entwicklung des Stadtbezirks und der Ortsteile gehen. Im Anschluss an die
Gespräche wird ein Schlagwort mit Sprühkreide im öffentlichen Raum hinterlassen, um
weitere Personen auf das ISEK aufmerksam zu machen.Seite 7 von 12
6
Strategiephase
In der Strategiephase soll eine Zukunftswerkstatt durchgeführt werden, die sich auf einen
Fokusbereich bezieht. Die Zukunftswerkstatt besteht aus Arbeitssequenzen (ggf. in
Kleingruppen), in denen sich alle Teilnehmenden in die Diskussion einbringen können
und Plenumssequenzen, in denen die Ergebnisse in den gesamten Teilnehmendenkreis
transportiert werden. Die Ergebnisse der Werkstatt bilden eine zentrale Grundlage für die
Entwicklung der strategischen Grundlage und der darauf aufbauenden
Maßnahmenideen für den Fokusraum.
Das Format richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, Bewohner*innen und
Akteur*innen sowie Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, die Anmerkungen und Ideen der
verschiedenen Zielgruppen in die weitere Planung einfließen zu lassen.
Konzeptphase
In der Konzeptphase ist die bereits angesprochene Kinder- und Jugendbeteiligung
verortet, die im Erarbeitungsprozess konkretisiert wird.
Außerdem sollen vier Quartiersdialoge stattfinden, bei denen die Maßnahmenideen
vorgestellt und gemeinsam diskutiert bzw. weiterentwickelt werden. Die Veranstaltungen
laufen wie eine offene Sprechstunde ab, bei der ein offenes Kommen und Gehen
ermöglicht wird. Die Teilnehmenden können mit Planer*innen und Vertreter*innen der
Verwaltung ins Gespräch kommen und ihre Anmerkungen zu den Maßnahmenideen
machen und um weitere Ideen ergänzen.
Weitere Beteiligungsformate
Zusätzlich besteht ein Budget für zielgruppenspezifische Beteiligungsangebote, die
bedarfsbezogen und niederschwellig ausgerichtet werden. Beispiele für entsprechende
Angebote sind Mitmach-Stände, eine digitale Schnitzeljagd, ein Senior*innencafé,
Workshops innerhalb von Vereinen oder Institutionen usw. Die Festlegung der konkreten
Formate erfolgt im weiteren Erarbeitungsprozess.
Ergänzend zu den Präsenzveranstaltungen wird eine Beteiligungsphase über die
städtische Beteiligungsplattform Bonn-macht-mit zu bestimmten Meilensteinen
(Analyse, Strategie, Konzept) durchgeführt. Die Ergebnisse werden in das
Gesamtkonzept eingearbeitet. Die konkrete Ausgestaltung und Verortung der
Beteiligungsphase werden noch mit dem Planungsbüro abgestimmt.
Neben der Öffentlichkeitsbeteiligung werden auch Formate zur Beteiligung von
Verwaltung und Politik durchgeführt. Die Abstimmung der Meilensteine (SWOT-Analyse,
Entwicklungsstrategie, Maßnahmenprogramm, ISEK-Kurzfassung) erfolgen in einer
Verwaltungsinternen Lenkungsgruppe und einem Begleitgremium mit Vertreter*innen
aus der Bezirksvertretung Hardtberg und Akteur*innen aus der Stadtgesellschaft.
Zusätzlich soll ein Politikworkshop mit Vertreter*innen der zuständigenSeite 8 von 12
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Fachausschüssen durchgeführt werden, um die Politik in die Strategiediskussion
einzubeziehen.
6.3 Transparenz
Über Bonn-macht-mit soll die Öffentlichkeit über die erarbeiteten Planungsschritte und
anstehende sowie bereits durchgeführt Beteiligungsveranstaltungen informiert werden.
Zusätzlich werden Textbausteine zu den erreichten planerischen Meilensteinen, erste
abgestimmte Planwerke und Dokumentation von Beteiligungsformaten bereitgestellt.
Die Bewerbung der Beteiligungsveranstaltungen erfolgt zusätzlich in Form von
Pressemitteilungen, Social-Media Posts, Flugblättern und Plakaten. Des Weiteren sind
Mitteilungsvorlagen für die politischen Gremien vorgesehen, die den aktuellen Stand
wiedergeben. Die Mittelungsvorlagen sind auch im Rats- und Informationssystem der
Stadt Bonn für die Öffentlichkeit zugänglich.
6.4 Zuständigkeiten
• Federführung Stadtplanungsamt
• Durchführung der Beteiligungsformate und Erarbeitung des ISEKs durch ein
externes Planungsbüro
• Die Stabsstelle Bürgerbeteiligung ist in die Planung und Durchführung der
Beteiligungen eingebunden.
7. Umgang mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses
Das Planungsbüro und die Verwaltung setzen sich mit den Anregungen der Öffentlichkeit
auseinander und lassen sie in die inhaltliche Erarbeitung des ISEKs einfließen.
8. Dokumentation, Auswertung und Reflexion
Die Vorschläge und Hinweise der Öffentlichkeit aus den einzelnen Beteiligungsformaten
werden dokumentiert und ausgewertet. Zu jedem Beteiligungsformat wird eine
Dokumentation erstellt, in der alle Beiträge aus den Veranstaltungen dargestellt und die
Kernergebnisse zusammenfasst werden. Zusätzlich beinhalten die Dokumentationen
Fotos der Ergebnisse auf Plakaten oder Pinnwänden. Die Dokumentationen werden der
Öffentlichkeit und Politik über Bonn-macht-mit sowie als Anhang zum ISEK-Beschluss
zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmenden der Beteiligungsveranstaltungen werden
innerhalb der Veranstaltungen über die Veröffentlichung der Ergebnisse informiert.
Das beschlossene ISEK wird im Internet öffentlich zugänglich gemacht. Der Beirat Kinder-
und Jugendbeteiligung, der Beirat Bürgerbeteiligung, der Ausschuss für Beteiligung der
Bürgerinnen und Bürger und die Bezirksvertretung Hardtberg werden in Form einer
Mitteilungsvorlage über den Abschluss und die Ergebnisse des Beteiligungsverfahren
informiert.
9. Zeitrahmen und Finanzierung
Beginn des Beteiligungsverfahrens: September 2025Seite 9 von 12
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Voraussichtlicher Abschluss: Januar 2027
Kosten des geplanten Beteiligungsprozesses: Ca. 54.500,00 €
Finanzierung: Für die anfallenden Kosten stehen Mittel im Haushalt zur VerfügungSeite 10 von 12
Integriertes städtebauliches
Entwicklungskonzept (ISEK) Bonn Hardtberg
Inhaltliche Beschreibung: Für den Stadtbezirk Hardtberg soll ein neues Integriertes städtebauliches
Entwicklungskonzept mit einem Zeithorizont bis 2040 erarbeitet
werden. Bisher bildet das „Integrierte Handlungskonzept Bonn-
Hardtberg“ aus dem Jahr 2002 die Grundlage für die räumliche Ent-
wicklung des Stadtbezirks. Ziel ist es, eine langfristige Entwicklungs-
perspektive für den Stadtbezirk Hardtberg aufzuzeigen und Strate-
gien für die Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderun-
gen zu entwickeln. Dabei fungiert das zu erarbeitende ISEK als
strategisches Konzept für den gesamten Stadtbezirk mit einer
vertieften Betrachtung von drei Fokusgebieten wie beispielsweise
Duisdorf Zentrum. Die beiden anderen Fokusgebiete werden im
Erarbeitungsprozess identifiziert. Das Integrierte
Entwicklungskonzept soll dabei auf der Basis einer Bestandsana-
lyse eine Gesamtstrategie sowie Umsetzungsziele benennen. Wei-
tere Ziele, die mit dem ISEK verfolgt werden sollen, sind die Zu-
schreibung eines Leitbildes und der Schaffung einer neuen, tragen-
den Identität und öffentlichen Wahrnehmung für den Stadtbezirk
Hardtberg.
Politischer Beschluss: Sachstand ISEK Hardtberg (DS-Nr. 241708), Beschluss des Haupt-
ausschusses über ISEK-Fortschreibung am 15.09.2016 (DS-Nr.
1610742NV2)
Bearbeitungszeit: 18 Monate
Aktueller Bearbeitungsstand: Abschluss des Vergabeverfahrens, Beauftragung eines
Planungsbüros und Auftaktgespräch
Nächster Schritt: Erarbeitung der Inhalte eines städtebaulichen Entwicklungskonzep-
tes und Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung.
Kosten des Vorhabens: 120.000,00 € für die Erarbeitung des ISEKs.
Stadtbezirk: Hardtberg
Adresse: -
Zuständigkeit: Gesamtstädtisch
Begründung: Die Entwicklung des Stadtbezirks Hardtberg ist von
gesamtstädtischer Bedeutung und Interesse. Das ISEK Hardtberg
ordnet stadtbezirksbezogene Ziele und Maßnahmen in den
gesamtstädtischen Kontext ein und soll als Entwicklungskonzept
nach Vorgaben des BauGBs vom Rat beschlossen werden.
Kategorien: Stadtentwicklung, Stadtplanung / Natur und Umweltschutz / Freizeit,
Sport und Kultur / Verkehr, Mobilität und ÖPNV / Soziales, Kinder,
Jugend und Familie
Kinder- und Jugendbeteiligung: Zielgruppe: Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren
Vorhabennummer: 164694Seite 11 von 12
Die Kinder- und Jugendbeteiligung soll die unterschiedlichen
Perspektiven und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu
konkreten Orten im Stadtbezirk abbilden. Kinder und Jugendliche
werden durch die Bewerbung in Schulen, Jugendzentren und Social
Media zu den Beteiligungsformaten eingeladen. Zusätzlich ist in der
Konzeptphase ein spezielles Format zur Beteiligung von Kindern
und Jugendlichen vorgesehen, das im Prozessverlauf konkretisiert
wird. Der Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung soll ebenfalls in die
Konzeption des Formates einbezogen werden.
Art der Beteiligung: Komplexes Beteiligungsverfahren
Beschreibung des Verfahrens: Ein komplexes Beteiligungsverfahren wird vorgesehen, weil das In-
teresse von einer Vielzahl von Einwohner*innen angenommen
werden kann und es ein Planungsvorhaben von besonderer
Bedeutung ist.
Der Stadtbezirk Bonn-Hardtberg umfasst einen großen Bereich, der
sich in mehrere Ortsteile und Quartiere gliedert. Dadurch entstehen
unterschiedliche Herausforderungen und Chancen, denen sich die
heterogene Bevölkerung gegenübergestellt sieht. Um möglichst
viele Ziel- und Bevölkerungsgruppen in den integrierten Planungs-
prozess ihres Stadtteils einzubinden, liegt der Fokus des Beteili-
gungskonzeptes vor allem auf der Durchführung von niederschwel-
ligen Formaten mit einer direkten Ansprache und teils einem aufsu-
chenden Charakter.
Für die Erarbeitung des ISEKs sind verschiedene Beteiligungsfor-
mate vorgesehen:
• Quartiersspaziergänge
• Walking Acts
• Politikworkshop
• Zukunftswerkstatt
• Kinder- und Jugendbeteiligung
• Quartiersdialoge
• Zielgruppenspezifische Beteiligungsangebote
• Onlinebeteiligung über Bonn macht mit
Eine genaue Beschreibung der Beteiligungsformate ist dem
Beteiligungskonzept zu entnehmen.
Kosten der Beteiligung: Ca. 54.500,00 Euro (In den Gesamtkosten für die ISEK-
Erarbeitung enthalten)
Kontaktperson: Rieke Gäntgen, Stadtplanungsamt (Amt 61-21), Tel. 0228 77
39205, Mail: rieke.gaentgen@bonn.de
Weitere Informationen: -Seite 12 von 12

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Datenstand: 03.11.2026, 02:10 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de